Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

Baldurs Gate: "Spiegelscherben"

von Annalena
Kurzbeschreibung
GeschichteLiebesgeschichte / P12 / Gen
19.01.2009
22.12.2009
12
23.845
1
Alle Kapitel
6 Reviews
Dieses Kapitel
noch keine Reviews
 
 
19.01.2009 2.333
 
A.N.: Danke für dein Review, Lina-Inverse. Ich habe zwei Enden im Kopf, aber ich weiß noch nicht welches ich nehme...

Nach langer Pause kommt hier nun ein neues Kapitel.
_______________________________________________________________________________


Und wie Renal gesagt hat, befindet Ihr euch in einem Lagerraum. Ihr seht euch vorsichtig um, doch Ihr könnt nichts Außergewöhnliches feststellen. Ihr geht zur Tür und lauscht. Es ist ungewöhnlich still.


Imoen: Kannst du etwas hören?

Selina: Nein, es ist ruhig da draußen.

Imoen: Ich werde mich mal kurz umsehen. Wartet hier auf mich.

Valint: Das ist zu gefährlich Rosenknospe.

Imoen: Keine Sorge. Ich weiß was ich tue.


Ohne ein weiteres Wort zu verlieren verschwindet Imoen im Schatten und verlässt den Lagerraum. Ihr wartet ungeduldig auf ihre Rückkehr. Es scheint Stunden zu dauern eher Imoen zurückkehrt.


Imoen: Da bin ich wieder.

Darkan: Alles in Ordnung? Hat man euch gesehen?

Imoen: Natürlich nicht.

Selina: Was hast du raus gefunden?

Imoen: Godalf ist im Hauptraum des Tempels. Ich kann es nicht glauben, aber sie haben eine Statue von Bhaal aufgestellt. Ich frage mich, wie sie diese Statue so schnell herstellen konnten.

Valint: Ich denke es gibt wichtigere Dinge zu besprechen als eine Statue. War Godalf allein?

Imoen: Huh? Nein, er war nicht allein. Da waren noch sechs andere Personen bei ihm. Aber die sollten kein größeres Problem darstellen. Was machen wir jetzt?

Selina: Wir werden kämpfen. Bereitet euch vor.


Ohne ein weiteres Wort zu verlieren bereitet Ihr und Eure Begleiter sich auf den folgenden Kampf vor. Als alle Zauber gewirkt sind nickt ihr euren Begleitern kurz zu und beginnt bei schnurstracks zum Hauptraum des Tempels. Ihr erreicht ihn problemlos ohne auf einen Feind zu stoßen.


Selina: Macht euch bereit, Godalf. Wir werden Euch und Bhaal aufhalten. Ihr werdet jetzt sterben.

Godalf: Wer seid Ihr?

Selina: Mein Name ist Selina. Und wie ich bereits sagte, Ihr und mein Vater werdet sterben.

Godalf: Ihr seid… das ist unmöglich. Wie kommt es, dass Ihr noch am Leben seid? Egal. Ihr werdet jetzt sterben.

Darkan: Wir werden sehen.

G. Werwolf: Endlich ein richtiger Kampf.


Der Kampf beginnt. Er stürmt sofort zu Godalf und greift ihn mit Eurem Schwert an. Eure Begleiter kümmern sich um die anderen sechs Personen bevor sie Euch unterstützen. Es dauert nicht lange und Ihr habt Godalf besiegt. Plötzlich hört er ein lautes Krachen. Ihr dreht euch um und seht, wie die Statue des Bhaal zu Staub zerfällt.


G. Werwolf: Wieso wurde die Statue zerstört?

Valint: Keine Ahnung. Sagt, Rosenknospe, habt Ihr die Statue als versehen mit einem Zauber getroffen?

Imoen: Pft. Meine Zauber treffen immer das Ziel und keines war die Statue. Vielleicht wart Ihr es. Aber andererseits könnt Ihr keinen so starken Zauber wirken, der eine Statue zerstören würde.

Selina: (*kichert*) Ihr beide mögt Euch sehr. Nicht wahr?

Imoen & Valint: Nein, tun wir nicht.

Darkan: (*seufzt*) Was machen wir jetzt?

Selina: Lasst uns diesen Ort untersuchen. Vielleicht finden wir etwas Nützliches.

G. Werwolf: Ich habe etwas gefunden. Seht her. (Er gibt Euch eine Schrifttrolle.)


Ihr öffnet die Schrifttrolle, doch Ihr könnt nicht lesen, was darin steht.


Selina: Ich habe keine Ahnung, was in dieser Schrifttrolle steht. Sieht aus wie ein Zauber. Imoen?

Imoen: Zeig mal her. Hm. Das ist eine Teleportations-Schriftrolle.

Valint: Wo habt Ihr sie gefunden, G. Werwolf?

G. Werwolf: Bei der Leiche von Godalf.

Darkan: Denkt ihr, dass sie uns zu Bhaal teleportiert?

Selina: Ich glaube nicht. Vergesst nicht, wir müssen alle drei führenden Anhänger vernichten, um zu Bhaal zu gelangen.

Valint: Vielleicht teleportiert sie uns zum nächsten der drei Anhänger.

Selina: Das wäre möglich. Imoen, kannst du diesen Zauber wirken?

Imoen: Natürlich kann ich ihn wirken. Das ist kein Prob… heh, moment mal. Du hast doch nicht vor, diesen Zauber zu benutzen.

Selina: Warum nicht? Vielleicht kommen wir so schnell zum nächsten Anhänger.

Imoen: Oder wir landen in der Hölle.

Darkan: Oder wir landen im Unterreich.

G. Werwolf: Oder wir landen mitten in einem riesigen See.

Valint: Oder wir landen mitten in einer riesigen Wüste.

Selina: Seid doch nicht so pessimistisch. Ich bin schon öfters durch unbekannte Portale getreten und bin immer dort angekommen, wohin ich wollte.

Imoen: Du hattest einfach nur Glück…

Selina: …   Wo bleibt der Spaß, wenn man nichts riskiert.

Imoen: …   Fein. Schön. Ich tue es.


Imoen wirkt den Zauber. Die Schriftrolle verschwindet und ein Portal erscheint. Ihr holt tief Luft und tretet durch das Portal. Eure Gefährten folgen Euch. Ihr kommt auf der anderen Seite an und blinkt kurz. Ihr seht Euch um und seufzt erleichtert. Ihr seid in einem Wald gelandet.


Imoen: So weit so gut. Wir sind alle beisammen und nicht tot.

Valint: Darüber bin ich sehr glücklich.

G. Werwolf: Wo sind wir? Hach, Wälder sehen alle gleich aus.

Darkan: Wir sollten einen Weg aus diesem Wald herausfinden.

Selina: Ihr habt Recht. Doch ich denke, dass wir vorher rasten sollten. Es ist bald dunkel und ich bin ziemlich erschöpft vom Kampf.

Imoen: Das ist eine gute Idee, Schwesterchen.


Ihr und Eure Begleiter schlagen ein Lager auf. Nachdem Ihr etwas gegessen habt, teilt Ihr noch die Wachen ein und sobald Ihr Euch hingelegt habt, schlaft Ihr ein. Ihr wacht ausgeruht auf und wundert Euch, dass es schon Morgen ist.


Selina: Wieso hat mich keiner geweckt, als ich mit der Wache dran war?

Darkan: Ihr habe Eure Wache übernommen, Liebste. Ihr wart so müde, ich konnte Euch nicht wecken.

Selina: Darkan… (Ihr geht zu ihm hin und küsst ihn leidenschaftlich. Darkan errötet leicht.)

Imoen: Wenn ich kurz stören darf…  Sollten wir nicht aufbrechen?

Valint: (*grinst*) Ach, Liebe ist so wunderbar. Ich sollte eine Ballade darüber schreiben.

Darkan: Valint!

G. Werwolf: Das erinnert mich an die Geschichte über die Zwergenprinzessin und den Söldner.

Imoen: Zwergenprinzessin?

Selina: Frag nicht, Schwesterchen!

G. Werwolf: Gut, gut. Ich erzähle euch die Geschichte.

Valint: Zu spät.

Imoen: Entschuldigung.

G. Werwolf: Zwergenprinzessin Brunhilde liebte Edelsteine über alles. Eines Tages kam ein Söldner, ein Ork, und schenkte ihr einen Edelstein. Dieser Edelstein war der schönste, den sie je gesehen hatte. Die Zwergenprinzessin war so glücklich, dass sie den Söldner heiratete.

Selina: …

Imoen: Und was geschah dann?

G. Werwolf: Häh, was meint Ihr? Das war meine Geschichte. Da gibt es nicht mehr zu erzählen.

Valint:  Sie war überraschend… kurz.

Darkan: … Wir sind aus dem Wald raus.


Tatsächlich seid Ihr aus dem Wald heraus. Ihr blickt Euch um und seht nicht weit entfernt eine Stadt. Diese Stadt kommt Euch bekannt vor.


Selina: Ich glaube, ich kenne diese Stadt. Imoen?

Imoen: Hm, ich glaube, das ist Beregost.

Selina: Du hast Recht. Es ist Beregost.

Valint: Wir sind ziemlich weit im Norden.

Darkan: Was sollen wir tun?

Imoen: Selina und ich gehen in die Stadt und sammeln Informationen.

G. Werwolf: Gute Idee. Ich habe keine Lust, mich wieder zu verhüllen.

Darkan: Seid vorsichtig. (Er küsst Euch kurz.)


Ihr und Imoen geht in die Stadt. Es ist fast so, wie Ihr es in Erinnerung habt. Doch irgendwas stimmt nicht. Ihr könnt aber nicht sagen, was es ist.


Selina: Ich habe ein ungutes Gefühl, Imoen.

Imoen: Ich auch. Wir sollten vorsichtig sein.


Ihr lauft durch die Straßen und kommt bald zum Gasthaus „Windiger Schwindler“. Ihr betretet das Gasthaus und seht Euch um. Obwohl es erst Mittag ist, ist das Gasthaus gut besucht. Doch die Gäste scheinen euch keine Beachtung zu schenken. Ihr und Imoen geht zum Gastwirt um ihm einige Fragen zu stellen.


Selina: Guten Tag. Darf ich Euch ein paar Fragen stellen?

Gastwirt: Bestellt etwas und ich werde Eure Fragen beantworten.

Imoen: Ich habe Hunger, Selina. Lass uns etwas essen.

Selina: Gut. Wir nehmen zweimal das Tagesgericht und zwei Gläser Wein.

Gastwirt: Kommt sofort.


Der Gastwirt geht in die Küche und holt euer Essen. Nachdem er es hingestellt hat, schenkt er euch den gewünschten Wein aus. Ihr und Imoen esst langsam und genießt den Wein.


Gastwirt: Fragt.

Selina: Wir sind auf der Suche nach Informationen über die Anhänger von Bhaal.

Gastwirt: (Er blinzelt kurz, aber weder Ihr noch Imoen bemerkt es.) Warum sucht ihr sie?

Imoen: Um sie aufzuhalten natürlich.

Gastwirt: (Er lächelt teuflisch, doch auch dieses Mal bemerkt Ihr nichts.) Nach eurem Sieg über Godalf wussten wir, dass Ihr am Leben seid, Tochter von Bhaal.

Selina: Was? (Ihr springt auf und zieht Eure Waffe.)

Gastwirt: Ihr habt keine Chance. Ihr solltet vorsichtig sein, mit wem Ihr redet. Ihr werdet bald schlafen und dann werdet Ihr und Eure Schwester Bhaal geopfert. Er wird erfreut sein.


Bevor Ihr etwas erwidern könnt fallt Ihr zu Boden. Ihr werdet ohnmächtig und im letzten wachen Moment seht Ihr Imoen regungslos auf dem Boden liegen. Ihr seid den Anhängern von Bhaal in die Falle getappt.


In der Zwischenzeit läuft Darkan unruhig auf und ab. Es bald Morgen und Ihr und Imoen sind noch nicht zurückgekehrt.


Darkan: Wo bleiben sie? Hoffentlich ist nichts passiert.

Valint: Beruhigt Euch, Darkan. Die beiden können auf sich selbst aufpassen.

Darkan: Schon… aber… sie sollten schon längst zurück sein.

Drienne: Hallo! Kann ich mit Euch sprechen.


Darkan zieht sofort seine Waffe und dreht sich in die Richtung, aus der die fremde Stimme gekommen ist. Auch Valint und G. Werwolf machen sich kampfbereit. Als sie sehen, dass die Stimme zu einer jungen Frau gehört, senken sie langsam die Waffen. Aber sie beobachten die junge Frau genau.


Darkan: Wer seid Ihr? Was wollt ihr hier? Was…

Valint: Beruhigt euch, Darkan, und lasst die junge Frau antworten.

Drienne: Mein Name ist Drienne. Ich habe euch gesehen, als Ihr hier ein Lager aufgeschlagen habt. Die beiden jungen Frauen, die bei euch waren, sind doch nach Beregost gegangen. Ich bin ihnen gefolgt und ich habe…

Valint: Warum seid Ihr ihnen gefolgt? Seid Ihr eine Diebin oder seid Ihr eine Anhängerin von Bhaal? Sprecht! Lügt mich nicht an, ich werde sofort merken, wenn Ihr lügt.

Drienne: Weder noch. Ich kenne die beiden von früher. Das sind doch Imoen und Selina. Es ist zwar schon einige Zeit her, dass ich sie getroffen haben, aber ich habe sie nie vergessen. Vor einigen Jahren haben sie meine Katze Pixie aus einem Wasserfall gerettet. Pixie war zwar schon tot, aber sie haben mir ihren toten Körper gegeben. Wisst Ihr, es war nicht das erste Mal, dass meine Katze gestorben ist. Mein Vater ist ein Priester von Lathander und er konnte auch dieses Mal meine Katze wieder beleben. Die beiden waren so nett und haben mir sogar Süßigkeiten gegeben. Wir kannten uns war nur kurz, aber wie ich schon sagte, ich werde die beiden nie vergessen.

G. Werwolf: Wow, was für eine großartige Geschichte. Ich wünschte, ich wäre damals schon mit ihnen gereist. Boah, was wir Abenteuer, was für Helden. Der Klassiker: der Held rettet die Katze vom Baum, na ja oder in diesem Fall die Katze aus dem Wasserfall.

Drienne: …

Darkan: Ähm. Was wollt Ihr von uns? Ist den beiden etwas zugestoßen?

Drienne: Ja, es ist etwas passiert. Es ist so schrecklich. Die Anhänger von Bhaal haben den Tempel des Lathander im Osten von Beregost übernommen. Sie haben alle Priester des Lathander getötet. Einer von ihnen war mein Vater. (Sie hält kurz inne und schluchzt. Tränen laufen übers Gesicht. Sie atmet ein paar Mal tief durch und wischt sich die Tränen weg.) Es tut mir leid.

Valint: Ist schon gut. Der Verlust Eures Vaters ist bestimmt sehr schmerzhaft.

Drienne: (*nickt*) Ich konnte ihnen entkommen. Seit diesem Zeitpunkt verstecke ich mich in den Schatten und beobachte sie. Ich will ehrlich sein, ich wollte mich rächen. Ich wollte mich für den Tod meines Vaters rächen. Ich dachte, ich kann einige Bewohner von Beregost überzeugen, dass sie sich mir anschließen. Aber es war zwecklos. Der Anführer der Anhänger von Bhaal, die den Tempel übernommen haben, ist ein mächtiger Magier. Ich bin mir nicht sicher, aber ich glaube er hat viele Bewohner von Beregost manipuliert.

G. Werwolf: Wie kann ein einzelner Magier eine ganze Stadt manipulieren?

Valint: Ja, und wieso seid Ihr nicht von dem Zauber betroffen?

Drienne: (Sie zeigt auf ein Amulett, dass sie um den Hals trägt.) Mein Vater hat mir dieses Amulett gegeben. Es ist von Lathander persönlich gesegnet worden. Ich bin mir sicher, dass dieses Amulett mich geschützt hat. Ich bin keine Priesterin, aber ich bin eine Anhängerin von Lathander. Ich weiß, dass er mich nicht verlassen hat und mich beschützt.

Darkan: Das ist ja alles schön und gut, aber was ist nun mit Imoen und Selina. Redet schon.

Drienne: Ich habe euch gesehen, als ihr hier angekommen seid. Ich habe Imoen und Selina sofort erkannt. Als sie in die Stadt gegangen sind, bin ich ihnen gefolgt. Keiner hat mich gesehen. Sie haben nach Informationen über die Anhänger von Bhaal gesucht. Was sie nicht wussten, war, dass sie mit einem der Anhänger gesprochen haben. Er hat ihnen ein Schlafmittel ins Essen gemischt. Die beiden sollen bald geopfert werden.

Darkan: WAS!? Wem… wem soll sie geopfert werden.

Drienne: Bhaal.

G. Werwolf: Das ist nicht gut. Das ist gar nicht gut.

Valint: Verdammter Mist. Wir hätten sie nicht alleine gehen lassen sollen.

Darkan: Worauf warten wir? Gehen wir und retten die beiden.

Drienne: Was wollt Ihr tun? Wollt Ihr gegen eine ganze Stadt kämpfen? Ihr habt nicht den Hauch einer Chance. Außerdem sind die Bewohner manipuliert. Es wäre nicht richtig sie zu töten.

Darkan: Und was sollen wir tun? Ich werde sie nicht sterben lassen. Ich kann sie nicht verlieren. Ich kann Selina nicht verlieren.

Drienne: Ich lebte schon viele Jahre im Tempel. Es gibt eine Menge Geheimgänge. Wir können ungesehen in den Tempel gelangen ohne gegen die ganze Stadt kämpfen zu müssen. Aber wir sollten uns gut vorbereiten. Dieser Magier ist sehr stark und nicht zu unterschätzen.

Valint: Wir?

Drienne: Ich komme mit. Ich werde auch kämpfen. Ich bin keine Priesterin, aber ich bin eine Kämpferin. Ich bin sehr gut und werde euch nicht behindern. Ihr werdet jeden Schwertarm gebrauchen können. Ich glaube nicht, dass Selina und Imoen uns in dem Kampf unterstützen können. Ich weiß nicht, wie lange das Schlafmittel anhalten wird. Wir müssen uns beeilen. Das Opferritual wird zur Mittagszeit stattfinden.

Darkan: Gehen wir. Der Morgen dämmert schon und wir haben keine Zeit zu verlieren.



Fortsetzung folgt
Review schreiben
 
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast