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Feel Rock'n Roll

GeschichteLiebesgeschichte / P12 / Gen
12.01.2009
12.01.2009
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Es war bereits hell, als Yakko aus dem Bett kroch. Hashizo und Juliano lagen noch schlafend im Bett. Yakko musste lächeln als sie sah wie die beiden aneinander gekuschelt und ohne Decke um die Wette schnarchten. Sie ging an ihren Kleiderschrank und zog sich ihr bestes Kleid an. Dann ging sie hinüber zum Fenster und öffnete die Vorhänge. Das Wetter zeigte sich von seiner besten Seite. In der Nacht musste es noch kräftig geschneit haben. Die Sonne verwandelte die Landschaft in ein Meer aus Millionen Diamanten. „Was für ein herrlicher Morgen!“ Yakko freute sich, das das Wetter ihr so gut mitspielte. „Jetzt muss ich mich aber beeilen, sonst wacht Paps noch auf, bevor die Überraschung fertig ist!“.
Unten im Restaurant plünderte Yakko den Kühlschrank um Shigemaru ein besonders köstliches Frühstück zuzubereiten. Das Restaurant blieb allerdings geschlossen. Heute sollte Paps sich ausruhen und den freien Tag genießen. Später würden noch Paps Freunde vorbeikommen und mit ihnen feiern. Vorher musste Yakko mit Hashizo und Juliano einkaufen gehen. „Guten Morgen, Yakko. Hast du auch so gut geschlafen wie wir?“. „Ach guten Morgen, Hashizo. Ja, ich habe gut geschlafen!“. Ihre Wangen röteten sich, als sie an den Traum mit Joe dachte. Verträumt stratte sie vor sich hin, als ihr der Geruch von verbrannten Nudeln in die Nase stieg. „Oh nein, nicht schon wieder!“. Yakko fluchte, weil sie wieder einmal das Essen anbrennen ließ. „Jetzt muss ich alles noch mal machen...ich hoffe Paps ist noch nicht wach...! Hashizo, hast du an deine Geschenke gedacht?!“. Fragend sah sie zu ihm hinüber. „Aber ja, ich hol sie schnell!“ Hashizo hastete die Treppe zu Yakkos Zimmer hinauf und ein paar Augenblicke später war er mit seinen Geschenken zurück. Er hatte Shigemaru eine goldene Krone, wie die von Joe, gebastelt und ein selbst gemaltes Bild mit aus dem Kindergarten gebracht. Nun lag beides auf dem Tisch. „Oh wie schön. Da hast du dir aber tolles einfallen lassen. Paps wird sich bestimmt freuen!“. Yakko war stolz auf den kleinen Hashizo, weil er die Trennung von Joe gut verkraftete und sich auch nicht anmerken ließ, wie sehr er ihn vermisste. „HUNGER!“. Juliano war einen Stuhl geklettert und forderte lautstark sein Frühstück. „Nein Juliano, wir müssen warten bis Paps hier ist!“ „Was ist denn das für ein Lärm...!“. Shigemaru stand gähnend in der Tür. „Oh...Paps...!“. Yakko sah überrascht zu ihrem Vater. Dann räusperte sie sich und zusammen mit Hashizo und Juliano stimmte sie das Geburtstagslied an. „Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag und alles Gute!“. Alle drei klatschten aufgeregt in die Hände. Hashizo deutete auf seine Geschenke. „Die hab ich selbst gemacht! Ich hoffe sie gefallen dir!“. Rührend und mit ein paar Tränen in den Augen sah Shigemaru auf die Geschenke und setzte sich sogleich die Krone auf den Kopf. „HUNGER, HUNGER, HUUUUUUUUUUUUUUUNGER!“. Juliano war im begriff sich auf das Frühstück zu stürzen. Yakko sah Juliano lächelnd an. „Du verfressener, dicker Kater! Nicht mal an so einem Ehrentag versuchst du dich zu benehmen. Aber gut, lasst uns frühstücken, sonst wird es noch kalt!“.

Tausende Kilometer weiter östlich waren Joe, Sammy und die anderen Bandmitglieder gerade auf den Weg zu einer Party. Sie waren kurzfristig bei einer Preisverleihung als Überraschungsgäste aufgetreten und zur anschließenden „After-Show-Party“ eingeladen worden. „Kaum zu glauben das wir schon nach so kurzer Zeit so viel Erfolg haben. Wir sind gerade mal vier Wochen auf Tour und dürfen heute Abend mit den großen Stars zusammen feiern. Mein Herz rast noch immer bei dem Gedanken daran. Hoffentlich läuft nichts schief!“. Sammy hatte sich wie immer in Schale geworfen. Eichi, Matsudeira und Suji indessen nahmen alles ein bisschen gelassener. „Wird schon schiefgehen, Alter. In ein paar Wochen werden diese Augenblicke zur Normalität werden!“. Matsudeira schlug Sammy kräftig auf den Rücken. Joe hingegen hatte sich in eine Ecke zurückgezogen und betrachtete das Bild auf dem er und Yakko zu sehen waren. Er vermisste seine Familie. „Hey Joe. Willst du nicht mit oder warum bist du noch nicht fertig?“. Sammy sah mit gerunzelter Stirn zu seinem besten Freund hinüber. Er war besorgt, weil Joe von Tag zu Tag ruhiger wurde. Er schien nicht viel zu schlafen und seine Stimme hatte schone in etwas rauhen Ton angenommen. „Doch, sicher komme ich mit. Ich kann euch Banausen ja nicht alleine gehen lassen!“ Joe verstaute das Bild in seiner Jackentasche und zog sich seine Lieblingsjacke an. Er versuchte einen glücklichen Eindruck zu machen. Nur Sammy sah besorgt zu ihm hinüber. Er wusste das Joe dringend eine Auszeit brauchte, sonst würde es früher oder später ein Unglück geben.
Kurz bevor sie das Hotel verlassen wollten, kam Yatazaka  zu ihnen ins Zimmer. „Hey Jungs. Denkt daran das wir morgen wieder früh raus müssen. Also feiert nicht zu lange und baut vor allem keinen Mist. Ich würde euch ja gerne begleiten aber ich habe noch viel zu tun. Wir sehen uns also morgen früh um 9:00 im Konferenzraum!“. „Ja ja....alles klar!“ Sammy verdrehte die Augen und zog eine komische Grimasse. Auch wenn Yatazaka ein guter Manager war, konnte er manchmal echt nervig werden.
Eine dreiviertel Stunde später befanden sich die fünf auf der Party und amüsierten sich köstlich. Nur Joe stand einsam an der Bar, rauchte seine Zigaretten und beobachtete das Geschehen. Ein junger Mann gesellte sich zu ihm und versuchte ein Gespräch mit Joe anzufangen. „Hi! Ich bin Dave. Du bist der Sänger von Bee Hive, richtig?“ Joe sah gelangweilt zu dem Mann hinüber und nickte ihm zu. „Ganz recht. Mein Name ist Joe. Lust auf einen Drink?“. Dave nickte Joe zu und setzte sich neben ihn auf einen Barhocker. Nach einigen Gläsern waren beide recht angeheitert und rissen Witze über die anderen Partygäste. „Hey, hast du Lust auf einen geilen Kick? Ich hab zufällig was dabei und da ich ein großzügiger Junge bin, würde ich das Zeug mit dir teilen!“ Dave hatte in seine Tasche gegriffen und einen kleinen gefalteten Brief auf den Tisch gelegt. „Das Zeug ist echt Hammer und es beschert einem das Glück auf Erden!“. Joe verschluckte sich, als er sah, an was für einen „Kick“ Dave dachte. Kopfschütteln lehnte er ab und verabschiedete sich von ihm. Mit Drogen wollte er nichts zu tun haben.

Nach dem Frühstück hatten Hashizo und Yakko freiwillig den Abwasch übernommen. Das Restaurant war auf Hochglanz poliert. Es wurde Zeit einkaufen zu gehen. „Also Paps. Hashizo, Juliano und ich gehen einkaufen. Wir sind bis zum Nachmittag wieder zurück. Erhole dich und genieße den freien Tag. Yakko gab ihren Vater noch einen Kuss auf die Wange und nahm Juliano in ihren Korb. Mit Hashizo an der Hand machten die drei sich auf den Weg. „Passt auf den Verkehr auf und lass dich ja nicht von fremden Männern anquatschen!“ Shigemaru ließ es sich auch diesmal nicht nehmen und brüllte es ihr hinterher. Peinlich berührt legte Yakko einen Gang zu. Wie konnte man nur einen so peinlichen Vater haben!
„Du Yakko, hat Joe gestern noch angerufen?“ Hashizo sah hoffnungsvoll zu ihr auf. „Nein mein Kleiner. Wahrscheinlich hat er zu viel zu tun!“ Traurig sah sie zum Himmel hinauf. Seit fast einer Woche hatte Joe sich nicht mehr gemeldet. Sie konnte nur hoffen das alles in Ordnung war. „Hey da vorne ist ja Isuzu! Isuzu hallo. Hier sind wir!“ Hashizo hatte sich von Yakko's Hand losgerissen und war losgelaufen. Vielleicht würde Isuzu mehr wissen. „Hallo ihr drei!“ Isuzu strahlte über das ganze Gesicht. Sie kam gerade vom Arzt. Yakko, ich wollte mich gerade auf den Weg zu dir machen. Wir müssen unbedingt miteinander reden. Was haltet ihr davon wenn ich euch zum Kaffee einlade?!“ Yakko nickte ihr zu und auch Hashizo freute sich. Die vier hatten sich ein kleines aber feines Café an der Straßenecke ausgesucht und sich an einen Tisch am Fenster gesetzt. „Was ist denn so wichtig Isuzu? Hast du was von Eichi und den anderen gehört?“ Gespannt sahen Yakko und Hashizo zu Isuzu. Diese hingegen wusste nicht so recht wie sie ihr kleines Geheimnis preisgeben sollte. „Naja, Eichi hat gestern angerufen. Allen geht es bestens. Hat Joe dich denn nicht angerufen?“ Yakko schüttelte traurig den Kopf. „Nein, schon seit einer Woche warten wir darauf aber er meldet sich einfach nicht. Vielleicht liebt er mich ja auch gar nicht....!“ Isuzu glaubte sich verhört zu haben. „Aber Yakko. Du hast doch nicht mehr alle Tassen im Schrank. Glaube mir, früher oder später wird er anrufen. Die Band hat zur Zeit einfach zu viel um die Ohren. Glaube mir, er liebt dich noch immer!“ Mitfühlend legte Isuzu ihre Hand auf Yakko's und lächelte ihr aufmunternd zu. Ich weiß das es uns allen nicht leicht fällt. Auch ich habe Bedenken. Ich war heute beim Arzt. Naja, was soll ich sagen...ähem...!“ Isuzu blickte verlegen in ihre Kaffeetasse. „Yakko, ich bin schwanger!“Yakko's Augen weiteten sich. Sie brauchte einige Augenblicke um Isuzu' s Worte zu verarbeiten. „Oh Isuzu....das ist....das ist....oh mein Gott. Du bist schwanger. Weiß Eichi schon von seinem Glück? Ich freue mich so für euch!“ Yakko war aufgesprungen und umarmte ihre Freundin. Hashizo und Juliano hielten sich gegenseitig fest und freuten sich mit den beiden. „Nein, Eichi weiß noch nichts davon. Ich weiß es ja selbst erst seit heute Morgen. Ich kann es auch kaum fassen. Gerade mal ein paar Wochen verheiratet und schon schwanger. Um ehrlich zu sein habe ich ein bisschen Angst davor, Eichi davon zu erzählen. „Isuzu, so wie ich Eichi kenne wird er sich bestimmt freuen und vor stolz platzen. Schade ist es allerdings, das du es ihm am Telefon erzählen musst!“ Yakko und Isuzu seufzten beide auf. Es waren erst vier Wochen vergangen. Die Band würde also mindestens noch fünf Wochen auf Tour sein.

Sammy, Joe und Eichi saßen beisammen und beobachteten Matsudeira und Suji dabei, wie sie versuchten zwei bezaubernde Mädels um den Finger zu wickeln. Es war ein Bild für die Götter. „Irgendwie bin ich froh das ich mich mir keinen abbrechen muss um das zu bekommen, wonach die beiden da drüben betteln!“ Eichi schüttelte lachend den Kopf. Er wusste nicht wie es mit den anderen beiden bestellt war. Er aber war in seiner Hochzeitsnacht zu Höchstform aufgelaufen und konnte von seiner Isuzu gar nicht mehr genug bekommen. Umso mehr vermisste er seine Frau. „Jungs, lasst die beiden noch ein paar Minuten ihr Glück versuchen, dann sollten wir uns wieder ins Hotel begeben. So wie ich  Yatazaka kenne, wird er uns persönlich aus dem Bett schmeißen, wenn wir auch nur eine halbe Minute zu spät kämen!“ Sammy stimmte Eichi zu. Es war schon weit nach Mitternacht. Sie alle hatten den Schlaf bitter nötig.

Yakko und Hashizo hatten sich von Isuzu verabschiedet und waren ins Kaufhaus Asahino gefahren um die letzten Besorgungen zu erledigen. Dabei kamen sich auch an einem Musikgeschäft vorbei. „Yakko, schau mal da ist ja Joe im Fernsehen!“ Hashizo zeigte auf den Fernseher, der über die Bee Hive und deren Amerikatour berichtete. Als sie Joe sah, sank ihr das Herz in die Hose. Er sah alles andere als glücklich aus. „Yakko, können wir noch kurz hierbleiben und zusehen? Bitte, bitte!“ Flehend sah Hashizo sie an. „Aber natürlich mein Kleiner. Aber nur kurz. Denk daran was uns blüht, wenn wir zu spät nach Hause kommen. Paps wird furchtbar böse auf uns sein und das wollen wir an seinem Geburtstag bestimmt nicht. „Joe, was ist nur mit dir? Du siehst müde und traurig aus. Warum meldest du dich nicht bei uns?“ Ein dicker Kloß hatte sich in Yakko's Hals gebildet. Sie kämpfte um Haltung und musste die Tränen wegblinzeln. Sie wollte nicht das Hashizo sie so sah. „Komm Hashizo, wir müssen nach Hause!“

Shigemaru hatte es sich im Haus gemütlich gemacht und las seine Zeitung als es an der Tür klopfte. „Wer zum Henker....heute ist geschlossen, falls sie nicht lesen können!“ Wütend blickte er zur Tür und wäre im nächsten Augenblick lieber gestorben. „Hallo Shigemaru. Schön dich wiederzusehen!“  Shigemaru dachte an einen bösen Traum. Er konnte sich nicht vorstellen das dies die Realität sei. „Yo....Yoshiko.....d..da...das...was willst du hier?“ Noch immer ungläubig starrte er die Frau an, die nun mitten im Restaurant stand. „Ich wollte gucken wie es euch geht. So viel Zeit ist seit dem vergangen. Immer wieder habe ich mich gefragt, wie es meiner kleinen Yaeko geht. Ob du auch mit deiner neuen Vaterrolle zurechtkommst....!“ Die Frau schaute sich verstohlen um. Das Restaurant war ziemlich klein und wirkte auf eine Art schäbig. „Ich glaube kaum das es dich etwas angeht. Und nun raus aus meinem Restaurant und lass dich nie wieder hier blicken!“ Shigemaru war außer sich vor Wut. In diesem Augenblick kamen Yakko, Hashizo und Juliano von einkaufen zurück. Schon vor der Tür hatten sie den Wutanfall von Shigemaru gehört. Besorgt öffneten sie die Tür. „Paps, was schreist du denn so? Ist alles in Ordn....!“ Yakko sah verwundert zu der fremden Frau, die mitten im Restaurant stand und sich von ihrem Vater anschreien ließ. Beim genaueren Hinsehen bekam sie eine Gänsehaut. Ihre Nackenhaare stellten sich auf und Yakko bekam weiche Knie. Die Frau sah ihrer Mutter zum Verwechseln ähnlich.
 
 
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