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.How To Kill With Words.

von muckel
Kurzbeschreibung
GeschichtePoesie / P16 / Gen
09.01.2009
09.01.2009
1
453
 
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Dieses Kapitel
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09.01.2009 453
 
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[Header]
[Autor:] muckel.
[Titel:] .How To Kill With Words.
[Genre:] Poesie; Depri.
[Rating:] P16.
[Warnungen:] Depri.
[Claimer:] Alles meins.


Viel Spaß. (:


~*~*~




.How To Kill With Words.

Deine Worte schneiden in mein Herz.
Schneiden in meine Seele.
Sind blutige Linien,
tief in meinem Inneren.

Hinterlassen Narben,
die niemals ganz heilen.
Die immer wieder aufplatzen.
Ständig neu aufgerissen werden.
Von dir und von anderen.
Bewusst und unbewusst.

Du sagst, du willst mich nicht verletzen.
Du sagst, es tut dir Leid.
Du sagst, ich muss dich verstehen.
Du sagst, du liebst mich.

Und doch tust du es immer wieder.
Stößt mich von dir.
Wirfst mich, sodass ich falle.
Siehst mich am Boden liegen.

Wieso hilfst du mir wieder auf die Beine,
wo du mich doch geschubst hast?
Reichst mir deine Hand und lächelst?
Sagst, dass alles wieder gut wird?
Dass du für mich da bist?

Und so ergreife ich deine Hand.
Erwidere dein Lächeln.
Glaube dir.
Vertraue dir.

Ein verzweifelter Versuch,
die Hoffnung nicht zu verlieren.

Die Hoffnung,
dass man irgendwem vertrauen kann.
Die Hoffnung,
dass irgendwer es ernst meint.
Die Hoffnung,
dass irgendjemand bleibt von denen,
die immer da sein wollten – und gegangen sind.

Wie ein naives Kind,
komme ich also wieder zu dir zurück.
Immer und immer wieder.
Glaube an deine leeren Versprechungen.
Glaube an dich,
an mich,
an uns.

Ich will dich nicht verlieren.

Und so verzeihe ich immer wieder.
Verzeihe,
aber vergesse nicht.

Denn die Wunden bleiben,
sind mein ständiger Begleiter,
eine unsterbliche Erinnerung.

Sie sind ein grausig schönes Werk,
das von niemanden bewundert werden kann.

Denn niemand sieht die Wunden.
Außer mir.
Niemand spürt den Schmerz.
Außer mir.
Niemand hört die Schreie.
Außer mir.

Ich trage sie wie die vielen anderen Verletzungen,
tief in meinem Inneren.
sammele sie,
verdränge und verstecke sie.

'Mir geht es gut.
Wirklich.
Siehst du nicht das Lächeln,
das meine Lippen ziert?'


Aber irgendwann.
Irgendwann,
da wirst du es schaffen.
Du und alle anderen.
Ihr alle.

Denn irgendwann,
bleibe ich einfach liegen.
Greife nicht nach deiner Hand,
erwidere nicht dein Lächeln.

Irgendwann,
liege ich vor dir im Dreck,
kraftlos und verletzt,
und ich werde endlich verstehen,
dass es vorbei ist.

Ich werde einsehen,
dass es keinen Sinn hat,
und ich werde das Lächeln aufgeben.

Ich werde nicht weinen.
Ich werde nicht schreien.
Ich werde einfach nur liegen,
und 'Ich kann nicht mehr.' flüstern

Und manchmal frage ich mich,
ob es das ist,
was du willst.
Was ihr alle wollt.

Manchmal frage ich mich,
ob ihr dann glücklich seid.

Und am allermeisten frage ich mich,
ob ich nicht vielleicht selber glücklicher wäre,
wenn ihr mich endlich kaputt gekriegt habt.

Wofür lohnt es sich noch,
wieder aufzustehen?
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