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Alles nur ein Spiel

von Amberlove
GeschichteAllgemein / P12 / Gen
Ben Kessler Katja Metz
30.12.2008
30.12.2008
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Alles nur ein Spiel

Laute Musik Tönte in ihren Ohren, Mädchen, Frauen, Jungen und Männer tanzten, als wäre es das Letzte, was sie je tun würden.
Katja saß an der Bar, drehte dieser allerdings den Rücken zu, um stattdessen das Geschehen zu beobachten, während sie einen alkoholfreien Cocktail schlürfte.
Immer wieder beobachtete sie Ben beim Tanzen, genauso wie er immer wieder zu seiner Kollegin sah.
Katjas Blickfeld wurde verdeckt, denn auf einmal stand jemand direkt vor ihr.
„Na, ganz allein?“, lallte ein junger Mann ihres Alters und legte eine Hand um ihre Hüfte.
Katja lächelte verschmitzt und sah auf, „Nein, mein Freund tanzt gerade.“
„Und du nicht mit ihm?“, brachte er noch gerade hervor, als Ben schon an Katjas Seite erschien,  den Betrunkenen böse anfunkelte und selbst eine Hand um ihre Taille legte.
„Schade“, murmelte der Unbekannte und ging einen Platz weiter, zur Nächsten. Ben legte lächelnd auch seine andere Hand um sie und sah sie an: „Ich glaube, heute wird das nichts mehr.“
„Danke, den wäre ich auch noch alleine losgeworden“, sie sah ihn genervt an.
„Wir suchen hier ja nach Frauen und nicht nach Männern“, verteidigte Ben sich.
„Eben, dann besteht für mich ja keine Gefahr“, erwiderte Katja nun.
„Du sitzt allein in einer Disko in St. Pauli, als Frau, wenn das keine Gefahr ist, was denn?,“ er meinte es durchaus ernst.
„Ben, bitte“, meinte Katja empört, „ich bin Polizistin.“
Sie sahen sich schweigend an.
„Irgendwie kommen die beiden mir komisch vor“, meinte auf einmal der Mann hinter der Bar zu seinem Kollegen. Katja und Ben hatten es beide gehört, sahen sich aber nicht um, ließen sich nichts anmerken.
Katja stellte ihren Cocktail zur Seite, legte ihre Arme um seinen Hals und fragte gespielt süßlich: „Und nun?“; meinte sie und setzte noch nach, „Schatz?“
Ben lächelte verschmitzt. Er kam ihr näher, beugte sich zu ihr hinunter, sah in ihre nun geweiteten Augen, kam ihren Lippen näher, bis er diese vorsichtig berührte. Sie schlossen ihre Augen und küssten sich zärtlich, zumindest zuerst. Zu Bens Überraschung zog sie ihn näher an sich heran und der Kuss nahm kein Ende. Sie öffneten ihre Münder und der Kuss wurde leidenschaftlicher, Ben legte seine Hände um ihren Rücken und sie strich ihm durchs Haar.
Sie wagten sich kaum voneinander zu lösen, denn das würde bedeuten, dass sie sich ansehen mussten, wenn nicht sogar reden.
„Was ist denn an denen komisch?“, wollte nun der Kollege wissen.
„Hm“, gestand dieser sich ein, „kam mir vorhin so vor. Man kann sich ja mal täuschen.“
Der Kuss endete und Katja löste sich von Ben, dieser dagegen hielt sie weiter fest: „Gehen wir dann?“
„Ja“, meinte Katja und versuchte ihre Stimme möglichst fest klingen zu lassen, doch ihr Erstaunen ließ sich nicht verbergen.
Sie schoben sich durch die Menge, Ben hinter Katja, seine Hand um ihre Hüfte.
„Meinst du, dass wir überzeugt haben?“, fragte Ben belustigt.
„Hoffentlich“, meinte Katja und hatte ihre Sicherheit schon wieder zurückgewonnen.

Sie waren nun endlich draußen, auf der stillen Straße angekommen.
„Wir sind trotzdem nicht weitergekommen mit dem Fall“, merkte Katja an. Ben sah zu ihr und schien ihr gar nicht zuzuhören.
„Was?“, zickte sie ihn an, „was guckst du denn so?“
„Nichts“, tat er unschuldig und sah sie weiter provokativ an.
„Bild dir ja nichts auf den Kuss ein, mein Lieber“, sie ahnte, was sein Blick bedeutete, „das war rein dienstlich.“
„Na dann ist ja gut“, meinte er und sie blieben stehen, „dann sehen wir uns Morgen Abend wieder hier, um das Spiel weiterzuspielen?“ Er zwinkerte.
„Tschüss, bis Morgen“, meinte Katja und ging in die andere Richtung. Ihre Wege trennten sich.
„Spiel“, murmelte Katja und in ihren Augen bildeten sich Tränen.

Vom ersten Augenblick an hatte sie gewusst, dass es für sie mehr werden könnte. Sie hatte es befürchtet und  sie hatte sich gewehrt, mit Hass. Sie wusste warum, oder auch nicht. Nun hatte sie verloren.
Für ihn war es ein Spiel.
Spiel. Genau das war es für ihn. Ein Spiel, immer, von Anfang an.
Ein verdammtes Spiel.
Es ist die Realität, die Wahrheit dieser Geschichte und die Wahrheit des Lebens. Erinnert euch, gesteht es euch ein, seid nicht so blind.
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ENDE!!!!
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