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... und ich werde dich wieder sehen!

von Nitan89
Kurzbeschreibung
GeschichteDrama / P18 / MaleSlash
11.12.2008
11.12.2008
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11.12.2008 1.785
 

Es war jetzt zehn Jahre her und wie es die Zeit wollte, regnete es auch heute, so wie damals.

~*~*~*~*~*~*~*~

Ich war gerade mal 18 Jahre alt und mal wieder Klassensprecher. Eigentlich war es damals ein Tag wie jeder andere auch. Nur dass unser Englischlehrer schon die dritte Woche im Krankenhaus war. Ich mochte ihn sehr, so wie viele andere auch. Nur dass ich ihn wohl auf eine etwas andere Art mochte. An dem besagten Tag gab mir die Klasse einen Brief und sagte ich solle ihn besuchen. Es hatten alle unterschrieben. Es war eine Karte, wo wir ihm gute Besserung wünschten. Eigentlich das übliche. Trotzdem war ich ziemlich nervös. Ich war schon immer zurückhaltend und schüchtern gewesen. Komisch dass sie mich dennoch gewählt hatten.

Als ich im Eingang des großen City-Hospitals war wurde mir doch etwas anders. Ich fragte an der Information wo Herr Nakamura sein Zimmer hatte. Die Frau sah mich nur verwirrt an, antwortete mir aber freundlich. Meine Beine trugen mich wie von selbst zum Fahrstuhl und im fünften Stock suchte ich dann nach dem Zimmer. Ich war nicht sicher ob ich wirklich eintreten durfte. Es war ein Privatzimmer und dort durften nur Angehörige der Familie rein. Es sei denn, man führte eine ausdrückliche Einladung des Patienten mit sich. Fast wäre ich gegangen, als mich ein freundlicher Arzt ansprach. Er meinte, ich könne seinen Bruder ruhig besuchen, da er sich schon Sorgen um seine Klassen machte. Mit einem Lächeln öffnete er dann die Tür und schob mich vor sich rein.

Nach einer kurzen Absprache mit seinem Bruder ging er wieder. Ich hatte eigentlich nicht vor, lange zu bleiben. Doch was dann kam habe ich so genau in Erinnerung, dass ich jedes Wort wiedergeben kann, jede Einzelheit.

„Hallo Camui. Schön dass du mich besuchst,“ begrüßte Herr Nakamura mich.
„Hallo.“
Meine Antwort kam mehr gequält als gesprochen über meine Lippen. Aber das war immer so wenn ich mit ihm allein war. Ja, ich liebte meinen Lehrer. Allerdings war er noch recht jung. Er unterrichtete das erste Jahr.
„Setz dich doch,“ seine Worte rissen mich aus meinen Gedanken.
Ich bemerkte sofort, dass er nicht auf einen der zahlreich vorhandenen Stühle deutete, sondern auf den freien Platz neben sich. Mein Gesicht wurde plötzlich heiß, aber dennoch nickte ich höflich und ließ mich neben ihm aufs Bett sinken. Schnell kamen wir ins Gespräch. Er schaffte es immer mich abzulenken, wenn ich zu nervös war. Das beeindruckte mich, da er der einzige war, dem dies gelang. Wir redeten über die Schule, meine Klasse und was ich sonst so in meiner Freizeit machte. Sowieso war er immer sehr interessiert an meinem Leben gewesen.

Die Zeit verging schnell und es war spät. Ich wollte mich verabschieden und stand auf. Aber Yukihiro hielt mich am Arm zurück. Es war ein schöner Name. Ich war überrascht als er ihn mir nannte. Aber noch mehr verwunderte mich das was er danach sagte.
„Bitte bleib. Ich hab mir so sehr gewünscht, dass du mich besuchst. Bitte geh noch nich,“ seine Augen sahen mich flehend an. Ich konnte gar nicht nein sagen. Also blieb ich.

„Warum gerade ich?“ Fragte ich nach wenigen Sekunden schüchtern.
Doch er gab mir keine Antwort. Stattdessen richtete er sich auf. Er hatte nur eine Shorts hat. Sein Körper war unglaublich durchtrainiert. Ich kam mir so dumm vor, als ich ihn von oben bis unten musterte. Ihm war dies nicht entgangen.
„Gefällt dir was du siehst?“ Fragte er.
Wie es gemeint war konnte ich nicht deuten. Ich merkte nur wie ich rot anlief und stotterte abwechselnd „ich“ oder „also“ vor mich hin. Seine Hände packten mich an den Armen. Ich war überrascht und gleichzeitig dankbar, dass er mich unterbrach. Er drückte hart seine Lippen auf meine und meine Knie schienen nachzugeben.

Aus Angst zu Boden zu fallen, hielt ich mich an ihm fest. Er konnte wundervoll küssen. Auch wenn er mich überrascht hatte, fasste ich mich schnell und erwiderte den Kuss. ~ Was sollte schon dabei sein? Er hatte ja angefangen. ~ dachte ich mir damals.

Sanft bugsierte er uns zurück zum Bett, während sich unsere Lippen weiterhin nicht trennten. Ich lag auf dem Rücken und er auf mich drauf. Jetzt gab es sowieso kein Entkommen mehr.

Wir gingen weiter. Unsere Zungen verwickelten sich in ein wildes Spiel. Sanft streichelte seine meine Lippen und massierte die Innenwände meiner Mundhöhle. Er schmeckte verdammt gut.

Mir wurde heiß, aber ich wollte nicht, dass er aufhört. Schnell knöpften seine Hände mein Hemd auf und kitzelten meine Brustwarzen, die ohnehin schon hart waren. Doch ließ er es sich nicht nehmen und beugte sich nun zu ihnen runter. Ich gab ein leises Murren von mir als ich seine Zunge nicht mehr zum Spielen hatte.

Doch kurz darauf fühlte ich seine feuchte Zunge über meine Brust gleiten. Seine Hände strichen sanft meiner Wirbelsäule entlang, fuhren weiter hinunter. Sachte ließ er einige Finger an die Beule meiner Hose gelangen, drückte ab und an dagegen.

„Ahhh…“, überwältigt von dem Gefühl, stöhnte ich auf und mein Rücken drückte sich automatisch durch.
„Es scheint dir wirklich zu gefallen.“, wisperte plötzlich eine Stimme an meinem Ohr.
Kurz darauf kitzelte seine Zunge meine Ohrmuschel. Noch einmal musste ich stöhnen, da es eine meiner empfindlichsten Stellen war.

Doch er war bereits wieder mit seinem Kopf nach unten gerutscht. Diesmal noch tiefer. Ich spürte seine Finger durch den Stoff meiner Hose an meinem Glied reiben. Reflexartig krallten sich meine Hände in das Bettzeug.

Ich wollte, dass er mehr mit mir machte. Aber scheu wie ich war, gab ich keinen Ton von mir. Seine Hände entfernten sich und knöpften die Hose auf. Langsam zog er den Reißverschluss runter. Es war fast als wolle er mich quälen. Schon einige Minuten spürte ich seine Blicke.

Es schien, als wolle er jede meiner Reaktionen aufsaugen. Wieder beugte er sich hinunter. Diesmal bearbeitete er mein Glied mit den Zähnen, aber immer noch war Stoff zwischen uns beiden. Seine Fingerkuppen zeichneten wilde Linien an die Innenfläche meines Oberschenkels.

Nun entfernte er auch das letzte Stückchen Stoff was meinen Leib bedeckte. Mir stieg die Hitze in die Wangen. ~ Was tu ich hier bloß? ~ schoss es mir unvermittelt durch den Kopf.
„Du bist wunderschön.“, lächelte er mir ins Gesicht.
Ich beugte mich nach oben, wollte seine Lippen spüren. Wir küssten uns innig und lange. Dennoch war ich etwas enttäuscht als er sich von mir entfernte.

„Sag mir jetzt, wenn ich zu weit gehe. Wenn wir jetzt weiter machen, kann ich mich womöglich nicht mehr zurück halten.“, gab er verlegen von sich.
Ich schüttelte nur mit dem Kopf, zog ihn zu mir runter und küsste ihn kurz.
„Mach weiter bitte. Ich halt es nicht mehr aus.“, flüsterte ich, wich aber seinem Blick aus.

Er strich mir eine Strähne aus dem Gesicht, bevor er sich wieder meinem Glied zuwandte. Mit den Zähnen knabberte er den Schaft entlang und nahm dann das Glied vollständig in den Mund. Mit den Zähnen bearbeitete er weiterhin den Schaft. Aber besonders widmete er sich der Eichel.

„Nicht ... ich …komme,“ ächzte ich und versuchte mich aufzurichten.
„Nur zu,“ gab er amüsiert von sich und drückte mich sanft nach unten.
Bis heute frag ich mich wie er das geschafft hat.

„Gnaaahhhh…,“ stöhnte ich und ergoss mich in ihm.
Gierig nahm er meinen Samen auf und ließ nicht einen Tropfen verloren gehen. Abermals beugte er sich über mich und sah mich ernst an.
„Soll ich aufhören oder darf ich weiter machen?“ Fragte er bestimmt.
Ich nickte nur.

Behutsam drehte er mich auf die Seite und schmiegte sich dicht an meinem Körper. Seine Hand griff erneut nach vorne und massierte mein Glied. Unnachgiebig verteilten seine Lippen, Küsse auf meinem Nacken.
„Hab keine Angst. Ich bin ganz vorsichtig,“ hauchte er und mich überzog eine Gänsehaut.

Ein Finger fuhr meinem Hintern entlang, tastete sich vor und verschwand unsicher in mein Inneres. Es tat kurz weh aber ich entspannte mich sofort. Ich wollte es so sehr, schon so lange und jetzt konnte es für mich nicht schnell genug gehen. Ich drückte meinen Hintern weiter in seine Richtung. Doch er ließ sich Zeit.

Erst Minuten später nahm er einen zweiten Finger und begann mich intensiver vorzubereiten. Er spreizte sie in verschiedene Richtungen und drang mal tiefer ein oder zog sich weiter zurück.

„Bitte. Mach endlich!“ Flehte ich ihn an und er erhörte mich.
Seine Finger zogen sich zurück und er führte sein Glied ein. Langsam schob er es tiefer, verweilte einen Moment bevor er es wieder zurückzog. Nochmals drang er tiefer ein, diesmal schneller und er zog sich wieder zurück.

Die darauf folgenden Stöße waren kraftvoller und intensiver. Er stieß öfter in kürzeren Abständen und ich bewegte meine Hüfte allmählich im Rhythmus mit. Ich wollte ihn nur noch in mir spüren.

Mein Körper wurde heiß und war schon lange von einem Schweißfilm überzogen. Seine Haut glänze ebenfalls und er atmete abgehakter. Um ihn zu unterstützen drückte ich mich nun ihm entgegen, wenn er wieder in mich eindrang.

Nach wenigen Stößen, wo jeder einzelne härter zu werden schien, ergoss er sich in mir. Ich spürte seinen heißen Samen in mir und war in dem Moment unglaublich glücklich. Kurz blieben wir noch so liegen, er küsste mich zärtlich am Hals und dann zog er sich zurück.

Erschöpft drehte ich mich zu ihm, sah in seine wunderschönen Augen. Er zog mich zu sich und ich kuschelte mich dicht an ihn. Genießerisch atmete ich seinen Duft ein. Er roch unheimlich gut.

Damals blieb ich noch die ganze Nacht bei ihm und kam erst vor Mittag zu Hause an. Meine Eltern waren auf Reisen. Wenn sie davon gewusst hätten, hätten sie mich nach dieser Nacht wahrscheinlich nie wieder aus dem Haus gelassen.

Wenige Tage später wartete sein Bruder auf mich am Tor. Er gab mir einen Brief und ging gleich wieder. In dem Moment verstand ich noch nicht, aber nachdem ich den Brief öffnete wurde es mir klar. Neben der Einladung befand sich noch ein Foto von ihm im Umschlag. Darauf wirkte er nicht so blass wie im Krankenhaus.

Ich erfuhr nie an welcher Krankheit Yukihiro verstorben war, aber ich ging zur Beerdigung. Ich wusste auch nicht wie viel sein freundlicher Bruder von dieser Nacht erfahren hatte. Der Tag des Begräbnisses war aber der einzige, an dem ich ihn und seine Familie sah. Zum ersten wie zum letzten Mal.

~*~*~*~*~*~*~*~

Damals hatte es auch geregnet, so wie heute nach zehn Jahren. Ich habe nie einen anderen Menschen geliebt, denn ich liebe ihn noch immer. Dennoch ist es diesmal, nach so langer Zeit, anders. Ich weiß, dass ich das letzte mal dieses Grab besuchen werde, denn ich werde ihn bald wieder sehen. Sehr bald…

~end~

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