Samantha

von LMR
GeschichteMystery / P16
08.12.2008
05.04.2009
10
9791
 
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Halli - Hallo!
Da ja im Moment das Forum irgendwie spinnt, werde ich meine Story eben vorerst nur hier posten. Hoffe es gefällt euch auch diesmal, was mein Hirn sich mal wieder zusammengesponnenhat!



Es war einer dieser perfekten Tage. Nicht zu heiß. Aber auch nicht kühl. Keine Wolken am Himmel, die einen schweren Sturm ankündigten, keine gefährlichen Dinosaurier, und selbst die Kannibalen- Trogs- oder sonstige Stämme kreuzten Veronicas Weg nicht. Die Luft roch frisch, die Sonne schien... ja es war eben DER perfekte Tag.
Nachdem sie dann auch noch Erfolg beim Jagen hatte, entschloss sich Veronica, wieder den Heimweg anzutreten. Vielleicht hatte Finn ja Lust auf einen kleinen Badeausflug? Marguerite schien seit neuestem nur noch an Roxton zu kleben, sie würde sie wohl nur in Begleitung des gutaussehenden Lords mit zum See bringen können. Challenger ging mal wieder einer bahnbrechenden Erfindung nach, und... ein Lächeln durchzog Veronicas Gesicht. Vor etwa einer Woche hatte Malone wieder zu ihnen gefunden. Ganz unerwartet und plötzlich. Sie saßen alle beim Abendessen, es dämmerte bereits und das Baumhaus war erleuchtet von lauter Kerzen. Dann betätigte sich der Fahrstuhl. Veronica erinnerte sich noch genau, dass alle alarmiert aufsprangen und nach ihren Waffen suchten. Doch die wurden nicht gebraucht. Seit dem Moment, als sie Neds Gesicht sah, war ihre Erinnerung für die nächste Minute weg. Sie wusste noch, dass sie sich ihm an den Hals schmiss, und Roxton musste sie nach einer Weile gewaltsam von ihm fortziehen. In dieser Nacht schlief keiner von ihnen. Sie erzählten bis in die frühen Morgenstunden.
Das Lächeln auf Veronicas Lippen begann einzufrieren, als sie einen seltsamen Laut wahrnahm. Sie legte den großen Laufvogel, den sie erlegt hatte, sanft auf dem Jungelboden ab und versuchte, sich zu konzentrieren, aus welcher Richtung das Geräusch kam... ein leises Summen...?
„Was zum...?“ Veronica meinte, den Ort ausgemacht zu haben, aus dem das Summen kam. „Hallo?!“ rief sie laut.
Aber es tat sich nichts. Als sie jedoch noch ein wenig weiter gelaufen war, entdeckte sie etwas... nein, jemanden. Ein kleines Mädchen mit blonden langen Haaren saß auf einem umgefallenen Baumstamm und sah sie aus großen blauen Augen ein wenig ängstlich an. Es war schmutzig, trug ein verschlissenes Kleid, das mehrmals geflickt worden war, aber keine Schuhe.
„Hallo...“ sagte Veronica sanft. „Wer bist du denn? Wo sind deine Eltern?“
Das Mädchen sah zu ihr auf und zuckte mit den Schultern. „Gefressen“ murmelte es kaum hörbar.
„Was?“ Veronica verschlug es die Sprache, sie schaute sich hektisch um, doch nichts war zu sehen.
„Vor zwei Tagen“ fügte das Mädchen hinzu.
„So lange sitzt du hier?“ fragte Veronica ungläubig. Das Mädchen zuckte wiederum mit den Schultern. Sie setzte sich neben das Kind und schaute es an. „Wie heißt du?“
„Samantha“ kam es schüchtern von der Angesprochenen.
„Ich bin Veronica, hi Samantha! Sag mal, wie alt bist du?“
Wieder Schulterzucken. „Weiß nicht so genau. Fünf oder so...“
„Okay, hör zu Samantha, ich mache dir einen Vorschlag. Du siehst ziemlich hungrig aus, möchtest du nicht mit zu mir kommen? Wir sind eine große Familie, und du könntest vielleicht eine Weile bei uns bleiben? Wie wäre das?“
Samantha zuckte wieder mit den Schultern. „Von mir aus.“
„Schön! Los komm, ich habe dort drüben einen großen Vogel fürs Abendessen, den müssen wir vorher noch holen!“

***