Geschichte: Fanfiction / Prominente / Musik / Slipknot / Snuff

Snuff

GeschichteAllgemein / P18
05.12.2008
24.03.2009
19
59.270
3
Alle Kapitel
144 Reviews
Dieses Kapitel
6 Reviews
 
05.12.2008 2.309
 
Soooo, neues Chapi für euch!
Hätte nicht gedacht das meine mittelmäßige Story hier so guten Anklang findet O.O' ich bin für eure lieben Kommis äußerst Dankbar *euch alle Knuddelt*

@Maggie: Danke für dat Käffchen ^^, kriegst ne legga Latte Macchiato als Danke zurück spendiert *grins*
Klar lässt sich da etwas mehr Licht in Vikas Seelenleben zaubern, kommt alles nach und nach ^.~
@Hope: Danke dir für das Beta Lesen, du bist die Beste *Knutscha* Ich bin mir gar nicht dessen Bewusst das Vika so interessant ist Oo, wobei... umso besser, dann hbasch wenigstens etwas Interessantes mit dem ich aufwarten kann *hihi* Aufjedenfall very Lieb das du mich dazu ermunterst weiter zu machen *Knuddel*
Und wegen der Mick-Sache: ich hab Zeit *grrrr ;o)*
@Nemain: *freu* muss dich mal knutschen ^_^ freut mich das du meine Geschichte entdeckt hast (hätte überhaupt nicht damit gerechnet das sich überhaupt wer dafür interessiert ^_^'') und dann auch noch gleich auf die Fav-Liste *.*. Um deine Frage zu beantworten, Vika ist ein russischer Name soweit ich weiß und find ihn auch ziemlich Geil *grins*


Sooooo lange Rede, kurzer Sinn - danke an euch schick euch nen supa dicken Knutscha und Knuddel euch alle ^^

Und an die Schwarzleser (die ich erstaunlicher Weise hab Oo') ein Review wäre echt lieb ^_^

Nun viel Spaß beim Lesen, Eure Meow =3
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Vika hörte irgendwo in der Dunkelheit ein Stimmengewirr. Sie verfluchte es, da es sie aus diesem angenehmen, schwerelosen Schwebezustand zog. Langsam kam das Stimmengewirr näher, vibrierend und schwer öffneten sich ihre Augenlider. Sie blickte in gleißend helles Licht und ihr Kopf schmerzte. Vorsichtig hob sie die Hand, um ihre Augen vor dem Licht zu schützen. Sie drehte leicht den Kopf und sah kleine Wichtel in weiß schnatternd umher eilen, allesamt mit lustigen Häubchen auf dem dunklen Haar und Mundschutz vor den Futterluken. Einer der Wichtel sprach sie in einem seltsamen Tonfall an. Diese Stimme klang, als würde der Ton im Rachenraum gebildet werden, statt wie normal an den Stimmbändern. Verwirrt sah sie den Menschen an, den sie überhaupt nicht verstand. Jetzt, wo sie langsam wieder zu sich gefunden hatte, erinnerte sie sich, in welchem Land sie sich befand. Aber eben war sie doch noch am Flughafen gewesen und das hier sah aus wie ein Krankenhaus! Es dämmerte ihr langsam. Stimmt ja, Tarzan höchstpersönlich hatte sie sauber über den Haufen gerannt. Die Tür zu dem kleinen, sterilen Raum wurde geöffnet und mehrere Stimmen einer Sprache, die sie kannte, mischten sich zu dem japanischen Geblubber. Sie sah um sich und ein Mann kam auf sie zu. „Hallo? Vika? Wissen sie, wer ich bin?“ Vika kniff die Augen zusammen und antwortete: „Mutter Theresa vielleicht?“
Das kurze Schweigen, das nun entstand, machte den Mann verlegen. „Zur Hölle, Nein! Ich hab sie noch nie gesehen…!“ Dafür, dass Vika eine ganze Weile bewusstlos war, fand sie schnell zu ihrem alten Ich.
„Ach ja, Entschuldigung. Wir konnten uns ja nicht vorstellen. Ich bin Mike, der Tourmanager von Slipknot“, entgegnete der Typ verschämt kichernd und kratzte sich am Hinterkopf. Gott, sah der dämlich aus! Vika rollte mit den Augen und wünschte sich sehnlich die Bewusstlosigkeit zurück. Sie ließ ihren Kopf wieder auf das Kissen sinken und schloss die Augen. Aber nein, sie wachte nicht aus ihrem Alptraum auf, in dem sie sich seit ihrer Abreise befand und eine erneute Bewusstlosigkeit wurde ihr auch nicht beschert.
„Wann kann ich hier raus?“, fragte sie genervt und öffnete wieder die Augen. „Ich muss nur noch die Papiere unterschreiben und dann können wir gehen“, lächelte er sie schief an. Sie verzog nur sarkastisch die geschwungenen Lippen, nickte leicht und schon war Mike verschwunden. Wollte sie wirklich aus dem Krankenhaus? Eigentlich nicht, aber diese Gnade würde ihr wohl verwehrt bleiben.
Kurze Zeit später tauchte Mike wieder auf und wedelte mit den Papieren. Er bedeutete ihr, ihm zu folgen. Sie trollte sich vorsichtig aus dem Bett und hielt sich die pochenden Schläfen. Dann zögerte sie und blickte Mike mit hochgezogener Augenbraue an. „Na, hopp hopp, die Arbeit wartet!“ quiekte er. Vika saß halbnackt, nur in dias Krankenhaus--Nachthemd gewickelt auf der Bettkante. „Hallo? Ich bin halbnackt… darf ich mich vielleicht noch anziehen??“, zischte sie aufgebracht. Mike stieg die Röte ins Gesicht, seine unförmigen Lippen verzogen sich wieder zu diesem idiotischen Lächeln. Der ist einfach nur dumm, beruhigte sich Vika, ungläubig den Kopf schüttelnd.
Als er endlich aus dem Zimmer verschwunden war, schnappte sie sich ihre Klamotten und zog sich mit aller Ruhe und Sorgfalt an. Sie streifte sich ihren Skull-Hoodie über den Kopf, schlüpfte in ihren schwarzen Kilt und zog die roten Overknees glatt. Dann schnürte sie die Bondage Boots zu, schloss alle Schnallen und betrachtete sich im Spiegel. Sie warf sich das lange, schwarzseidene Haar über die Schulter. Wann war sie zu diesem Häufchen Elend geworden? Wann hatte sie vergessen, wer sie war? Sie erkannte sich selbst nicht mehr. War sie früher doch das blühende Leben, wünschte sie sich jetzt nichts sehnlicher als das der Schlag sie traf. Alles besser als ihm zu begegnen. Sie holte tief Luft und stieß sie in einem Seufzer wieder aus, schnappte sich ihre Handtasche und trat widerwillig ihrer Vergangenheit entgegen…

Aus dem Krankenhaus heraus ging es auch schon direkt in einen schwarzen Van, der sie zum Hotel brachte. Während der Fahrt flötete Mike ihr, wie leid es ihm tat was passiert war und das sie sich keine Sorgen machen müsste. Ha! Keine Sorgen machen… Er musste Corey ja auch nicht entgegentreten und ihm alles, was er wollte, vor den Arsch tragen. Und das, obwohl sie ihm am liebsten ganz und gar aus dem Weg gehen würde. Sie schnappte nur noch Fetzen auf,  wie „…Koffer auf dem Zimmer…“ oder „…mit den Neun gut verstehen, sie mögen sie jedenfalls…“ Er bemerkte gar nicht, wie ihr Verstand auf den Nullpunkt schwebte und ihr Herz ihr fast den Brustkorb sprengte. Vika blickte aus dem Fenster und betrachtete die leuchtend bunte Neonwerbung, die ganze Hochhäuser bedeckte. Sie versuchte sich von dem was sie erwartete, abzulenken, blieb dabei jedoch erfolglos. Alle möglichen Szenen spielten sich vor ihrem inneren Auge ab. Ihr Herz stolperte, als der Wagen hielt und Mike die Tür öffnete. „Los, ich will sie den Männern vorstellen!“ Vika saß im Wagen und zögerte sichtlich mit dem Aussteigen, doch er hielt ihr beharrlich und lächelnd die Hand hin. Sie legte ihre bleiche, schmale Hand in die seine und ließ sich aus dem Wagen ziehen.

Der Fahrstuhl zischte seinem Ziel näher und wieder verging die Zeit schneller als ihr lieb war. Ihr Zeitgefühl meinte es nicht gut mit ihr, immer dann raste die Zeit wenn sie es nicht gebrauchen konnte und zog sich dann, wenn sie rasen sollte. Am liebsten würde sie die Zeit still stehen lassen wie irgend so ein Comicheld.
Mit einem „PING“ sprang die Tür auf, als das Stockwerk erreicht war. Das Erste was Vika sah, war Joey, der wutentbrannt an der offenen Fahrstuhltür vorbeiwetzte und jemandem hinterher brüllte: „Du Bumskopf! Gib das wieder her!!!“ Mike sah Vika an und hob entschuldigend die Schultern. Sie winkte nur augenrollend ab, schließlich kannte sie das ja bereits. Sie traten auf den Flur des Stockwerks und schon hörte Vika wieder den Urschrei.
Schnell ging sie in die Knie und hob schützend beide Hände über den Kopf.
„Halt!“, rief eine tiefe Stimme und darauf folgte ein Winseln. Vika sah in die Richtung, aus der das Gehörte kam und entdeckte Mick, der Sid im Nacken packte und ihn ausbremste. Sie stand wieder auf und betrachtete den hageren Kerl, der sich in Micks Griff wand
„Wer auch sonst?“ murmelte sie sich mit hochgezogener Augenbraue selbst zu.
Jetzt gab es kein Entkommen mehr, sie war mitten im Verderben.
„Lass mich los!“ flehte Sid. „Nur wenn du dich einigermaßen zivilisiert benimmst und Vika nicht wieder über den Haufen rennst, du Idiot!“ antwortete dieser und setzte ein: „Entschuldige dich und dann sieh zu, dass du Land gewinnst, bevor sie wieder vom Erdboden verschwindet!“ Sid hechelte wie ein räudiger Rüde, es fehlte nur der Schweif zum wild herumwedeln. Mick ließ ihn los und Sid ging in die Knie, erleichtert, aus dem Griff des Hünen befreit zu sein, und kroch Vika entgegen. Er klammerte sich an ihr Bein und flehte theatralisch um Vergebung. Shawn, der neben Mick stand, schlug sich kopfschüttelnd die Hand gegen die Stirn, bei dem würdelosen Anblick den Sid da bot.
Vika  hingegen versuchte strampelnd, Sid loszuwerden.
„Dir sei vergeben! Und nun wäre ich dankbar, wenn du mein Bein in Ruhe lassen würdest!“ Mike, der Manager stand fassungslos daneben und ihm klappte die Kinnlade runter, als er merkte dass Vika keine Unbekannte für die Band war. Vika war inzwischen ihr Anhängsel losgeworden und versteckte sich nun hinter Mike, der noch immer um Durchblick kämpfte, um einer weiteren Attacke zu entgehen.
„Vika!!!“ hörte sie aus der anderen Richtung und Joey kam auf sie zugehüpft, stolz sein Objekt der Begierde – eine Gummipuppe – unter den Arm geklemmt. `Sind die denn alle noch bekloppter geworden?´, fragte sie sich. Sie war ja einiges gewohnt, aber das hatte sie auch noch nicht erlebt.
Ihr bot sich ein abstraktes Bild: Sid, der sich wie ein Hund benahm, Joey mit einer Bumsunterlage in den Armen und hinter ihm Chris, der sich lautstark ärgerte, dass die Möbel in diesem verdammten Land so niedrig waren, das selbst Joey es schaffte, das ihm Entwendete vom Kleiderschrank runter zu holen und es wieder an sich zu bringen.
„Er hat noch nicht mal nen Stuhl gebraucht…“ murmelte er sauer und begutachtete den kleinen Mann neben ihm.
‚Filmriss! Fi-h-iiilmriss…’, murmelte Vika flehend und lächelte gequält.
Joey ließ seine ‚Freundin’ unsanft auf den Boden fallen und nahm Vika in den Arm. „Wo hast du die letzten Jahre gesteckt? Wir haben dich vermisst! Dass du uns ja nicht noch mal abhaust!“ Und auch die anderen begrüßten sie mit einem freundschaftlichen Schulterklopfen. Vika war über die Reaktion verwirrt, sie hatte etwas anderes erwartet, nachdem sie abgehauen war. Sie kämpfte um Raum, fühlte sich erdrückt und ihr wich das Blut aus den Gliedern. Panisch blickte sie um sich, versuchte all den unangenehmen Fragen zu entkommen und suchte nach einem Fluchtweg aus der Rudelumarmung. Am Ende des Flures entdeckte sie Corey, der mit einem ausdruckslosen Gesicht die Szene beobachtete. Vika’s und Corey’s Blick trafen sich für den Bruchteil einer Sekunde. Ein Blitzschlag durchzuckte sie unangenehm und ihr Herz schien stehen zu bleiben. Sein Blick ließ den puren Hass, den er für sie empfand, aufflackern, er bemühte sich noch nicht mal ihn zu verbergen. Ohne auch nur mit der Wimper zu zucken, verschwand Corey wortlos in seinem Zimmer und Vika war für einen Moment nur der Schatten ihrer selbst.
Jim bemerkte, dass es ihr nicht gut ging und folgte ihrem leblosen Blick den Flur hinunter. Corey stand doch eben noch dort. Er verstand, worum es ging und sprach ein Machtwort.
„So, ihr Zwerge! Gut für heute, lasst unser Schneewittchen erstmal Luft schnappen und gebt ihr Zeit, sich von allem zu erholen!“ Er wedelte mit seinen langen Armen die restlichen Sieben auseinander und warf Sid einen finsteren Blick zu.
Diesem entglitten alle Gesichtszüge und er deutete auf sich selbst.
„Ich habe mich entschuldigt!“
„Und wie, du Köter!“ lachte Shawn ihn aus.
„Sehr theatralisch, schade dass ich meine Kamera auf dem Zimmer hatte! Das musst du bei Gelegenheit noch mal machen…“
Vika nutzte die Chance, nickte Jim dankend zu und ging auf ihr Zimmer. Und nun war sie es, die entschuldigend die Schultern zuckte als sie Mike ansah. Jim winkte den mindestens drei Köpfe kleineren Manager, der immer noch nicht die Kinnlade zugeklappt hatte, weg.
„Ich kümmere mich darum. Geh… arbeiten oder wie auch immer du das nennst, Mike…“

Als Vika auf ihrem Zimmer angekommen war, warf sie sich aufs Bett und wieder wurde sie von Schluchzern geschüttelt. Es war zuviel auf einmal für sie. Doch zum Glück, mehr oder weniger, hatte das Ganze sie so mitgenommen und erschöpft, dass sie in einen tränenreichen, unruhigen Schlaf fiel. Alpträume sollten sie diese Nacht begleiten.

Währenddessen klopfte Jim bei Corey an.
„Ich bin’s, lass mich rein, Drecksack!“ Der Schlüssel im Schloss drehte sich und Corey öffnete einen Spalt breit, er blickte an James vorbei und als er sicher war, das niemand hinter ihm war, öffnete er ganz und ließ seinen Freund eintreten.
„Und?“ wollte James wissen.
„Und WAS?“ entgegnete Corey gereizt, er hatte sich offensichtlich an der Minibar bedient. Sein Blick war glasig und sein Gang war auch nicht mehr sehr gerade. `Seltsames Volk, alles winzig klein, aber die Minibars sind gefüllt wie ein bodenloses Fass´, dachte Jim bei Corey’s Anblick.
„Was sollte die Nummer? Du wirst ihr nicht ewig aus dem Weg gehen können…“ Corey unterbrach Jim: „…Und wie ich das kann! Ich will mit ihr nichts mehr zu tun haben!“ Corey ließ sich rücklings auf das Bett fallen und streckte alle Viere von sich, den Blick starr zur Decke gerichtet. Jim schüttelte seufzend den Kopf.
„Bei Scarlett stellst du dich doch auch nicht so an und die hat dir das Herz aufs Brutalste aus der Brust gerissen…!“ Jim hoffte damit ins Schwarze getroffen zu haben, er wollte erfahren, was passiert war zwischen Vika und seinem Freund.
Corey hatte ihm nie erzählt, was vorgefallen war, er hatte es niemandem erzählt. Doch Corey’s Blick sagte ihm, dass er nicht daran dachte, eine Therapiestunde einzulegen. Corey richtete sich auf und Wut stand ihm in den Augen.
„Verpiss dich…“, zischte Corey heiser. Jim wollte es noch mal versuchen, aber er sah Corey’s Adern an den Schläfen pulsierend hervortreten, es hatte keinen Sinn.
Nicht jetzt. Er stand wortlos auf und ging. Der große Gitarrist warf ihm noch einen Blick über die Schulter zu, bevor er die Tür schloss.
Corey sah erbärmlich und mitgenommen aus und war im Moment völlig unzurechnungsfähig.
Was auch immer passiert war, er würde es schon noch heraus bekommen...
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