Schmetterlingsflügel 2

von --issy--
GeschichteAllgemein / P12 Slash
04.12.2008
04.12.2008
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Schmetterlingsflügel 2



Ich möchte euch die Geschichte meiner Freunde erzählen, den Menschen, die durch Zufall zusammen gefunden haben, denen es aber nicht vergönnt was, für immer ein Paar zu sein.

Seit der Wanderung auf der sich Kai und Marcel näher gekommen sind und ich versucht habe, dem kleinen Julian das zu erklären, sind schon einige Woche vergangen. Die Schule hat wieder angefangen und der Alltagstrott zog uns wieder in seinen Bann. Marcel hat angefangen jeden Tag einen neue Überraschung zu für Kai planen, Kai gab sich Mühe darüber erfreut und überrascht zu sein, auch wenn die Überraschungen immer öfter ein Schuss in den Ofen waren. Irgendwann kam es dann zu einem Streit, Marcel schrie nur noch herum: „Ich weiß, dass du mich nicht mehr liebst, du bist doch nur noch bei mir, weil ich dir immer alles finanziere!“ Diese Worte verletzten Kai dermaßen, sodass er kurzerhand zu mir kam und sich erstmal ausheulte.
Damals versuchte ich alles Mögliche, um ihn wieder aufzubauen, mit Worten wie „Kopf hoch“ oder „Er meint es sicher nicht so“ erreichte ich, dass sich seine Laune wenigstens ein bisschen besserte.
Am darauffolgenden Tag hörte ich von keinem der beiden auch nur die geringste Neuigkeit, deshalb machte ich mir auch am Abend sorgen, als der zehnjährige, kleine Bruder von Kai bei mir anrief und mich fragte, ob dieser bei mir wäre. Das Telefonat lief zirka so ab:

„Ja wer da?“
„Bella, hier Juli, weißt du, wo Kai ist?“ antwortete eine piepsende Stimme.
„Ist er nicht Zuhause? Dann wird er vielleicht bei Marcel sein.“ Erwiderte ich in einem verwunderten Ton.
Etwas panisch werdend antwortete er mir „Nein, nein, der hat vorher ganz hektisch gefragt, ob Kai schon da ist!“
„Hmm…ich werd ihn dann suchen gehen, bleibst du auf und wartest bis ich anrufe?“
Dann kam noch ein kurzes „Ja“ und er legte auf.

Ich malte mir die schrecklichsten Dinge aus, während ich mir meinen Mantel anzog und die Stiegen hinunter hastete. Kurz mal überlegen hieß es in meinem Kopf, wo könnte er jetzt sein? Meine suche begann in seinem Lieblingscafé, als ich ihn dort nicht fand und die Kellnerin ihn heute auch noch nicht gesehen hatte, führten mich meine Füße in den Park, heute weiß ich nicht mehr, was genau ich mir dort erhofft hatte zu finden, aber es war die richtige Entscheidung, denn dort, auf einer Parkbank sitzend, fand ich ihn und er weinte, ja man könnte sogar sagen seine Tränen liefen wie ein Wasserfall seine Wangen herab. In mir löste das Bild von einem tot traurigen Jungen in einer kalten Nacht richtige Panik aus, vor allem auch, weil ich ihn ja kannte.
Ich hatte Angst.
Als ich auf ihn zu ging, während ich vorsichtig seinen Namen aussprach, drehte er seinen Kopf zu mir. Er packte meine Hand und drückte sie so fest, das ich meine Hand verkrampfte und er erschrocken losließ. Ich setzte mich neben ihn und überlegte, wie ich ein Gespräch anfange ohne ihn irgendwie zu verletzen. Dann sagte ich: „Warum…“ weiter kam ich nicht, denn er fing fürchterlich an zu schluchzen: „ E-Er hat…er hat mich…m-mich…mich…betrogen!“ Seine Worte wurden immer wieder von Schluchzen und Schniefen unterbrochen, trotzdem machte es bei mir Klick.
Ich sprang auf, packte Kai bei der Hand und rannte los.

Ich musste immer wieder nach Kai sehen. „Nicht das mir der noch stolpert“ dachte ich in diesem Moment. Ziemlich sicher sogar wusste Kai, wohin ich jetzt wollte, es war mir egal wie oft er sagte, ich solle stehen bleiben, wie oft er mich bat mein vorhaben sein zu lassen, aber ich konnte es nun mal nicht leiden, wenn jemand meinen Kai zum weinen brachte.

Vor seiner Haustür läutete ich Sturm, wenn der Typ nicht aufmacht, kann er was erleben, das wird er sowieso, aber trotzdem, so wütend war ich noch nie. Als er die Tür öffnete, schrie ich ihn sofort an: „Sag mal, was bist du für ein Arsch, er war dir doch immer treu!“ Ich plusterte mich richtig auf. Mit eiskalter Stimme antwortete er: „Dieses kleine Kind konnte mir nicht das geben, was ich wollte, ich hab ihm so viel gegeben, irgendwann kann ich auch nicht mehr.“ Mir lief es kalt den Rücken runter, ich hatte nie gedacht, das dieser ehemals so netter Junge so gefühlslos sein kann. Ich drehte mich auf dem Absatz um, schob Kai vor mir her, zu ihm nach Hause, ich wollte diesen Typen nie wieder sehen.
Ich verbrachte dann noch die Nacht bei Kai, versuchte ihm beim Verkraften dieses Ereignisses zu helfen.

Nach einigen Tagen ging es ihm besser, er war stark genug, um sich von Marcel zu trennen. Diesem ist das, im wahrsten Sinne des Wortes, am Arsch vorbei gegangen.
So ziemlich genau drei Wochen später lernte Kai jemanden mit dem Namen Florian kennen, ich hoffe sehr, dass aus den beiden etwas wird.

Und heute, diese Erlebnisse liegen jetzt ein halbes Jahr zurück, wie sieht es jetzt aus? Von Marcel haben wir nie wieder etwas gehört, Kai und Florian sind ein Paar und Juli freut sich, dass sein Bruder wieder glücklich ist.

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ENDE---Und wenn sie nicht gestorben sind...ach quatsch^^ I-wie hab ich Lust noch mehr über Kai und Juli zu schreiben^^

Vieleicht kommt bald wideder eine Eingebung^^
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