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Halt mich fest du bist mein Leben

von Milady
GeschichteDrama / P16 / MaleSlash
Athos Milady de Winter
03.12.2008
09.12.2008
2
2.378
 
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03.12.2008 746
 
Anne lief durch die verregnete Einöde und ihr lief dabei immer wieder die salzhaltige Flüssigkeit die Wangen runter. Das war der zarten Rothaarigen Frau aber ziemlich egal, genauso die Tatsache das man die Lilie auf ihrer Schulter frei sehen konnte. Was spielte das alles noch für eine Rolle? Genau dieses Stigma hatte ihr Leben zerstört. Sie lief und lief immer weiter, bis sie irgendwann keine Kraft mehr hatte. Neben einem Baum blieb sie stehen und lies sich an ihm hinunter. Der Regen viel noch immer auf sie hinab. Bis vor einigen Stunden war sie noch das glücklichste Mädchen auf Erden gewesen und nun war sie wieder ein Niemand. Warum war ihr das Glück nicht gegönnt?Sie blieb einfach nur sitzen und irgendwann fielen ihr voll Erschöpfung die Augen zu. Sie wurde erst wieder wach, als jemand sie leicht rüttelte. Anne öffnete die Augen und sah eine ältere Frau neben sich knien. „Kleines geht es Euch gut?“ fragte diese nach mit einem besorgten Blick. Das Rothaarige Mädchen zuckte nur mit den Schultern .Anne wusste es einfach nicht. Aber wenn sie ehrlich war, ging es ihr beschissen. Was hatte ihr Leben denn noch für einen Sinn? Es war zerbrochen in tausend Stücke. „Na komm ich nehme Euch erstmal mit, Ihr seit  ja ganz durchgefroren“ sagte die alte Dame besorgt und sehr fürsorglich. Anne nickte nur leicht und stand auf. Gemeinsam machten sie sich auf den Weg zu dem Haus der alten Frau. „Ich bin übrigens Daphne und wie ist Euer Name?“ „Anne“ „Okay Anne hier ist mein bescheidenes Heim“ Anne versuchte ein wenig zu lächeln. Die beiden betraten das Haus und Daphne führte die Rothaarige erstmal in die Stube. „Zieh erstmal deine nassen Sachen aus, ich gebe Euch frisches zum anziehen und koche Euch erstmal einen Tee“ Gesagt und getan. Paar Minuten später kam sie wieder und reichte ihr Anziehsachen, so dass sie sich umziehen konnte. Als sie sah, dass man ihre Lilie wieder deutlich sehen konnte, sah sie beschämt zu Boden und zog sich schnell die frischen Sachen an. Was würde Daphne nun sagen? Würde sie sie auch für eine Hure halten und wieder fortjagen? „Schon gut das muss Euch nicht unangenehm sein“ kam dann aber und Anne sah in wieder auf. Daphne entblößte dann ihre Schulter und man konnte auch bei ihr die Lilie sehen.“oh“ kam erst nur von der Rothaarigen.“Ja auch ich bin gebrandmarkt wurden,aber das Leben geht dennoch weiter und Ihr werdet es auch irgendwann vergessen können“ erklärte sie dann. Anne schoßen aber wieder die Tränen in die Augen.“Ich kann das nicht glauben, dieses Stigma hat mein Leben zerstört“ schluchzte sie. Daphne nahm sie vorsichtig in den Arm und versuchte sie zu trösten.“Shh beruhigt euch“ sagte sie immer wieder sanft zu ihr. Nach einer Weile hatte sie sich ein wenig beruhigt. „ Es hat alles kaputt gemacht“ begann sie wurde dann aber unterbrochen. „Ihr solltet erstmal schlafen, Ihr seit doch ganz fertig und morgen reden wir in Ruhe über alles“ Die Rothaarige nickte und ließ sich von der lieben alten Dame das Schlafgemach zeigen. Kaum lag sie im Bett war sie auch schon eingeschlafen.

Olivier saß noch immer am Fenster und sah in die schwarze Nacht. Wie konnte das nur passieren? Sein Engel aus Kristall war eine Hure. Nun wusste er aber auch warum  sie nie wollte das er sie nackt sah. Er sollte das Brandmal nicht auf ihrer Schulter sehen. Sie hatte ihn also die ganze Zeit belogen. Es war richtig sie zu verstoßen oder nicht? Sie hatte ihn doch die ganze Zeit nur belogen. Wieso war sie nicht ehrlich zu ihm gewesen? Unbemerkt liefen ihm einige Tränen die Wangen runter. Bis vor einigen Stunden war er noch der glückliche Graf de la Fere und nun war er ein Mann mit gebrochenen Herzen. Wie sollte es nun weitergehen? Er hatte solch eine Wut auf sie gehabt, als er die Lilie entdeckt hatte, dass er sie in dem Moment am liebsten umgebracht hätte. Er hatte sie schon wütend am Arm gepackt gehabt und nach draußen gezerrt. Aber dann hatte er sich doch entschieden sie zu einfach zu verstoßen.  Olivier hatte noch immer ihr Gesicht vor Augen und auch die Verzweiflung die er in ihrem Gesicht deutlich erkennen konnte. Doch er war doch genauso verzweifelt. Er hatte dieses Mädchen so sehr geliebt und sie geheiratet. Aber nun war alles kaputt. Er wusste nicht wie lange er noch so da saß, ehe er ins Bett ging und einschlief.
 
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