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Arbeiten auf einer E-Lok (Starlight Express)

von Durah
GeschichteAbenteuer, Drama / P16 / Gen
Electra Greaseball
02.12.2008
03.02.2014
45
84.708
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02.12.2008 2.839
 
Kapitel 6
Es gibt doch dieses Doofe Sprichwort „Pass auf was du dir wünschst, es könnte in Erfüllung gehen!“ Bis heute dachte ich immer nur was an wahrgewordenen Wünschen schlimm sein sollte. Tja so dachte ich bis heute.
Als ich am Nächsten Morgen erwachte saß ich mit Electra immernoch auf dem Sofa, doch etwas war anders als sonst, das spürte ich sofort. „Morgen Electra.“ Sagte ich, stand auf und fiel sofort auf die Nase. „Aua! Oh man worauf bin ich den ausgerutscht?“ Ich sah auf meine Füße und schrie auf. Meine Füße sahen aus wie die von Electra, mit vier Rollen und einem Stopper und auch meine Kleidung, auch wie Electra. Träumte ich etwa noch? Ich sprang wieder auf. Electra war inzwischen auch wach geworden. „Was ist den los?“ fragte er und stand auf. „Wieso bist du denn so klein?“ fragte ich, als ich merkte, dass ich ihn nun um mehr als zwei Köpfe überragte und er war ein...“Du bist ja ein Mensch!“ rief ich und er erwiderte: „Und du bist eine E-Lok!“ wir sahen uns eine Weile stumm an, dann rollte ich etwas unsicher zum Spiegel an der Wand und sah hinein. Ich war nun bestimmt zwei Meter groß, war geschminkt wie Electra es gewesen war, trug seine Sachen und auf meine schwarzen Haare waren Blitze draufgemalt. „Aber wie...?“ stammelte ich. „Wie ist denn das nun passiert?“ Electra trat neben mich. „Keine Ahnung.“ „Sag mal kannst du dir vielleicht mal was anziehen!“ Rief ich und merkte wie ich rot wurde. Ich fuhr rüber zum Bett, holte die Decke und wickelte ihn darin ein. Die Nebentüre ging auf und Purse trat ein. „Hey was macht ihr zwei denn so einen Lärm?“ Dann sah er uns an und seine Augen weiteten sich. „Wer seid ihr denn?“ „Purse, die frage war doch wohl nicht etwa ernst gemeint oder?“ fragte Electra genervt. „Maddy? Electra?“ „Bingo.“ „Aber wie ist denn das passiert? Wieso bist du eine Lok Maddy?“ „Stell dich hinten an Purse, das wüssten wir erst mal selber gerne.“ Sagte Electra. „Naja erst mal brauchst du was zum anziehen.“ Meinte ich. „Ich glaube ich habe noch eine weite Hose und ein Hemd meines Vaters im Rucksack.“
Also half ich Electra erst mal in meine Sachen und anschließend in meine Schuhe, dann machten wir uns auf zu Herr Banner, denn so konnten wir doch nicht arbeiten. Wir warteten unten am Bahnhof auf ihn. Als er kam war er noch in seine Morgenzeitung vertieft. „Also gut ihr zwei, was für ein Problem gibt es de...?“ Ihm blieb der Satz im Hals stecken, als er vom Rand seiner Zeitung aufsah und uns anblickte. „Was beim Starlight ist denn mit euch passiert? Ach wartet ich will es irgendwie nicht wissen.“ „Wir wollten auch nur sagen, dass wir heute nicht arbeiten können.“ Sagte Electra und pustete sich eine Haarsträhne aus dem Gesicht. „Ach, warum denn nicht?“ Wollte Herr Banner wissen. „Weil ich nicht weiß wie das mit dem Maschinen Modus geht.“ Sagte ich und Electra fügte hinzu: „Und ich weiß nicht was man als Lokführer machen muss.“ „Tja dann schlag ich vor ihr erkundigt euch mal ihr Zwei. Sollte dies nämlich ein dauerhafter Zustand bleiben werdet ihr wohl die Arbeit des anderen machen müssen.“ Schlagartig wich uns die Farbe aus den Gesichtern. „Ich will nicht für immer eine E-Lok bleiben!“ „Und ich will kein Mensch bleiben!“ „Dann seht zu wie ihr das Rückgängig machen könnt.“ Herr Banner zog von dannen. „Dann seht mal zu wie ihr das Rückgängig machen könnt, blablabla.“ Äffte Electra Herr Banner nach als dieser ausser Hörweite war. „Hach und was jetzt?“ Er sah zu mir hoch. „Tja jetzt werde ich dich wohl erst mal in die Tätigkeiten eines Lokführers einweisen.“ Sagte ich und fuhr mir durch das Haar. „Na ok. So schwer kann das ja nicht sein.“ Wir wollten gerade gehen als wir eine nervige Stimme vernahmen. „Hey Süße warte mal ne Sekunde.“ Ich wandte mich um und da kam auch schon Phoenix auf mich zu. „Hey Baby, ich weiß nicht, war das jetzt Liebe auf den ersten Blick oder soll ich mal ganz cool an dir vorbeilaufen?“ Er schlang beim reden einen Arm um mich. Ich grinste. „Ja mach das, geh an mir vorbei.“ Ohne grinsen fuhr ich fort. „Und dann immer weiter und weiter, bis ich deine Scheiß Visage nicht mehr sehe!“ Ich stieß ihn von mir weg. „Hey Kleine, Kein Grund unfreundlich zu werden! So redet man nicht mit Phoenix!“
„Mir doch egal!“ Rief ich ihm über die Schulter zu und Electra musste grinsen. Am Lokschuppen angekommen, sahen wir die Anderen davor rumsitzen und Relaxen. „Hey Maddy was...“ Joules Augen weiteten sich und sie blickte mich genau so verwirrt an wie Purse es getan hatte. „Also hat Purse doch nicht fantasiert. Ihr habt wirklich die Rollen getauscht.“ „Sieht so aus.“ Sagte Electra gelassen. „Mann, das will ich auch.“ Meckerte Joule und schmollte. „Wieso denn das?“ Wollte Wrench wissen, die ein Fahrgestell an Purse Rechtem Fuß wieder festzog. „Ganz einfach, wenn du Maddy mal geknuddelt wüsstest du worauf ich hinaus wollte!“ „Sag es doch einfach.“ Forderte Sie Volta auf. „Die Hier sind bei Maddy viel weicher gewesen!“ Joule packte sich an die Brüste. „Die fühlten sich schön an und meine sind aus Blech! Das gefällt mir nicht!“ Krupp und Electra bekamen knallrote Köpfe, Purse hatte das wohl mal wieder nicht geschnallt, Volta schlug sich mit der flachen Hand gegen die Stirn und Wrench ließ den Schraubenschlüssel fallen. „Du hast auch echt keine anderen Sorgen.“ Sagte ich und verschränkte die Arme. „Ich bin ein Sprengstoffwagen, was soll ich denn bitte für sorgen haben?“ fragte sie und sah mich an. „Stimmt auch wieder.“ Meinte Electra und sah mich nun ebenfalls an. „Also du wolltest mir zeigen wie man Lokführer wird.“ „Ach ja. Einen Moment bitte.“ Damit verschwand ich im inneren des Lokschuppens und holte mein Handbuch, in dem wirklich alles stand was man wissen musste, heraus. Ich gab es Electra, woraufhin dieser mich verwirrt ansah. „Was ist das?“ „Ach alles was du wissen musst in leichter Kurzfassung.“ „Das ist leicht?“ Meinte Electra nur und betrachtete den mindestens 5 Kilo schweren Wälzer mit rund 3000 Seiten. „Das soll ich alles lesen?“ „Lesen und auswendig lernen.“ Meinte ich und grinste im zu. „Du hast bis morgen zeit damit fertig zu werden. So und wer von euch kann mir zeigen wie das mit dieser Verwandlung funktioniert?“ „Oh ich mach das!“ Rief Joule, packte meine Hand und raste los. In einiger Entfernung zum Schuppen blieb sie Stehen.
„So, also diese Verwandlung ist zu 90% reine Kopfsache.“ Sagte sie und sah mich wie eine Lehrerin an. „Du musst dich einfach nur ganz fest darauf konzentrieren und dir die Verwandlung praktisch geistig vorstellen. Am besten machst du dabei die Augen zu.“ „Na ok.“ Also schloss ich die Augen und versuchte daran zu denken, wie es ist eine normale Lok zu sein, als Joule plötzlich begeistert rief: „Maddy du hast es geschafft! Beim ersten Versuch! Unglaublich!“ Ich öffnete die Augen und sah alles genau wie immer, nur merkte ich, dass meine Bewegungsfreiheit irgendwie eingeschränkt war. Meine Arme waren wie Weg und meine Beine fühlten sich seltsam an. „So gut gemacht. Nun versuch mal nach vorne und nach hinten zu rollen.“ Schlug Joule vor.
Es dauerte seine Zeit bis ich mich im Maschinen Modus so einigermaßen zurecht fand, doch als ich erst mal den Bogen raushatte fiel es mir ziemlich leicht alles zu regeln. „So und nun verwandele dich zurück.“ Sagte Joule. „Das machst du genau wie bei der anderen Verwandlung nur musst du jetzt eben daran denken wieder Menschliche Gestalt anzunehmen.“
Auch das klappte beim ersten Versuch, doch Joule ließ mich diese Verwandlungen, zur Sicherheit wie sie sagte, noch mindestens 20 mal machen, bevor mir allmählich der Saft ausging. „Joule, ich brauche neue Energie.“ Sagte ich und verwandelte mich wieder in meine Menschliche Gestalt. „Gut komm fahren wir zurück.“ Joule griff nach den Haltringen hinten an meinem Gürtel und ließ sich so von mir zurück zum Schuppen ziehen.
Drinnen lag Electra, auf dem Bauch, mit dem Buch vor der Nase und er hatte, so deutete ich zumindest seinen Gesichtsausdruck, absolut keinen Schimmer was er da eigentlich las. Er sah uns und grinste gequält. „Und wie lief es?“ Fragte er und Joule antwortete für mich: „Es lief Klasse! Maddy ist eine Eins A Lok.“ „Oh das freut mich aber, denn ich versteh hier echt nur Bahnhof.“ Er deutete auf das Buch. „Ach das ist doch Frittierter Quatsch mit Süß-saurer Soße , was hier drin steht! Sowas soll man auswendig lernen? Also echt, was interessiert mich die Geschichte und Entwicklung der Züge?!“ „Überspring die Geschichte doch einfach.“ Sagte ich und ging zu Joule, die inzwischen an einer wand stand und mich zu sich winkte. Sie hatte ein Kabel in die Steckdose gesteckt und reichte mir das Andere Ende des Kabels. „Hier, deine erste Stromnahrung.“ Sie nahm noch mal das Kabel ansich und nuckelte daran, wie an einem Strohalm. „Hm Köstlich.“ Sagte sie und grinste. Erneut hielt sie mir das Kabel hin. Etwas unsicher nahm ich es und nuckelte auch daran. Ich kicherte. „Das kribbelt aber.“ „JA ich weiß aber es wird dir gut bekommen, jetzt wo du unsere Lok bist und nicht mehr Electra.“ „Willst du damit irgendwas sagen Joule?“ Warf Dieser ein. „Nur, dass Maddy eine Bessere Lok sein könnte als du. Zumindest ist sie Sympathischer.“ „Oh wie nett von dir du wandelnde Dynamitstange!“ „Siehst du, genau das meine ich!“ Joule erhob sich und ging zu ihm rüber. „Deine Doofen Sprüche gehen uns allen tierisch auf den Blech.“ „Echt?“ Electra hob eine Augenbraue. „Ja und du hast Purse mit deiner Ewigen Zeterei und Schreierei ziemlich viel angst gemacht. Der traut sich gar nicht mehr in deine Nähe!“ Electra machte nach dieser Aussage ein verwirrtes Gesicht und Joule keifte weiter: „Ist dir das etwa nie aufgefallen?! Wozu hast du Depp den bitte deine Augen? Doch nicht nur zum nachsehen wo man am Besten einem anderen das Leben vermiesen kann oder?“ „Joule, jetzt beruhige dich mal wieder.“ Warf ich sanft ein, legte meine Hände auf ihre Schultern und Dirigierte sie nach drüben.
„Was sollte das?“ pflaumte sie mcih an. „Jetzt kann ich ihm endlich mal die Meinung sagen und du schleifst mich weg.“ „Ist besser so.“ sagte ich ruhig und drückte sie in eines der Sitzkissen, während uns die anderen verwirrt ansahen. „Er hat sich verändert, er versucht wieder etwas netter zu sein, also verdirb es doch bitte nicht Joule.“ „Na ok.“ Grummelte sie. „Aber nur wegen dir. Er ist mir egal.“ „Seid mal etwas leiser.“ Bat Purse uns. „Wir sehen gerade fern.“ Erst jetzt fiel mir auf das die Glotze lief, Volta mit einem Kabel mit dem Gerät verbunden war und alle wie gebannt drauf starrten. Joule und ich gesellten uns dazu. „Was guckt ihr denn da?“ fragte ich und sah hoch zum Bildschirm. „Es findet zur Zeit ein Rennen in Rutia statt, dass wollen wir uns nie entgehen lassen.“ Sagte Purse freudig. „Das ist immer wieder cool.“ „Und immer wieder witzig mit anzusehen, wie diese Drittklassigen Loks mit ihren Nutigen Waggons dort fahren und auf die Schnauze segeln.“ Meinte Volta und grinste fies. „Du bist gemein.“ Warf Purse ihr an den Kopf, doch sie meinte nur: „Ich weiß.“ Und grinste weiter. Krupp schüttelte seufzend den Kopf. „Sagt mal auf wen setzt ihr eigentlich?“ Wollte Wrench wissen. „Also ich bin für Basilisk, die sind einfach nur cool.“ Sagte Purse und deutete auf dem Bildschirm auf eine Schillernd Grüne Lok, mit roter Rückenverzierung und einem Helm auf, der einem Echsenkopf glich. Er zog ein sehr zerbrechlich wirkendes Waggonmädchen im Dienstmädchenkleidchen hinter sich her. „Quatsch! Wenn es einer packt dann ist es dieser TGW dort.“ Sagte Joule und deutete auf eine etwas altmodischere Diesellok in Rot-blau-weiß. „Der packt das.“ War sich Joule sicher. Seine Partnerin war unsere Ashley, mal zur Abwechslung ohne Glimmstängel. „Und für wen bist du Maddy?“ Fragte Wrench. Ich sah hoch zum Bildschirm, wo die Drei Loks die gegeneinander Fahren wollten in Startposition waren. „Also ich bin für den Dritten, diesen Hashamoto. Der sieht mir sehr fähig und schnell aus.“ Dieser war eine Blaue Lok mit der Japanischen Flagge vorne auf der Brust. Seine Partnerin war unser Buffetwaggon Buffy.
Das Rennen begann und wir verfolgten gespannt wie Basilisk die Führung übernahm und seine Kontrahenten hinter sich ließ. Volta schnaubte. „Der hat es sich echt leicht gemacht, seine Partnerin wiegt ja fast nichts.“ „Pssst.“ Machte Purse. „Ich will das in Ruhe sehen.“ Nach einer Weile holten Hashamoto und der TGW auf und dann überholte der Japaner die anderen Beiden und vergrößerte auch noch den Abstand etwas. „Wow, der ist echt gut.“ Sagte ich leise, mehr an mich selber gewandt und beobachtete wie der TGW nun auch Basilisk hinter sich ließ und auf Hashamoto zusteuerte, dieser aber noch einmal mächtig Gas gab und seinem Kontrahenten keine chance zum Überholen gab. „Er gewinnt.“ Sagte Joule etwas niedergeschlagen, doch Purse grinste. „Seit euch da mal nicht zu sicher. Seht doch mal.“ Er deutete zum Bildschirm und als ich wieder hoch blickte, sah man nur noch eine langgezogene Blaue Gestalt vorbeisausen und dann erklang die Stimme des Schiedsrichters. „Ende des Rennens! Unglaublich Basilisk Gewinnt!“ „Was?!“ Platze es aus Joule, Wrench und mir heraus. “Wie hat er das Gemacht?“ „Das nennt sich Temposchub.“ Erklärte Purse, stolz etwas zu wissen, was wir nicht wussten. „Die Neusten Loks können sowas, sie Sparen in einem Rennen etwas Energie und fallen dadurch auch etwas zurück und dann im Endspurt entfesseln sie die Gesamte Energie auf einmal und können dadurch dieses Tempo erhalten.“ „Weißt aber gut bescheid.“ Meinte ich und strich ihm durch den Lockenschopf. „Ich liebe diese Rennen einfach. Ich wünschte ich wäre eine Lok, dann könnte ich für unsere Stadt am Rennen in Rutia teilnehmen.“ Etwas traurig fügte er hinzu: „Aber das wird ein Traum bleiben. Ich bin und bleibe ein Geldtransporter.“ „Aber das ist doch nicht schlimm.“ Sagte Joule und sah in die Runde. „Wir sind doch alle Waggons und Maddy ist nur zufällig zu einer Lok geworden.“ „Aber ich will kein Waggon sein! Ich will selber Fahren können! Im Maschinen Modus sind wir doch ohne Lok völlig aufgeschmissen!“ „Schon klar aber wir können nichts daran ändern.“ Sagte Krupp leise, dessen Blick noch ganz der Mattscheibe galt. „Oh doch das können wir!“ Purse stand auf und fuhr aus dem Zimmer. Ich hörte ihn das Tor zuscheppern. „Ich denke ich folge ihm mal besser.“ Sagte ich, stand auf und folgte dem Kleinen Nach draußen. Electra war so ins Buch vertieft gewesen, das er nichts bemerkt hatte.
Ich fand Purse in der Werkstatt. Ein Arbeiter kam gerade auf ihn zu. „Na mein Kleiner, was kann ich für dich tun?“ fragte er und Purse meinte ernst: „Bauen sie mich zu einer Lok um.“ Der Arbeiter sah ihn verdutzt an und mein eigener Blick musste wohl auch komisch gewesen sein. „Wie bitte? Du bist doch ein ordentlicher Waggon. Was stört dich daran?“ „Ich will kein Waggon mehr sein! Bauen Sie mich bitte zu einer Lok um!“ „Ja tut mir leid aber das Darf ich nicht und das kann ich auch nicht.“ „Wieso?!“ Fauchte Purse. „Na weil wir eine feste Regel haben, wie viele Loks wir besitzen dürfen und wie viele Waggons, deshalb können wir da nichts tun, zumal wie stellst du dir das denn bitte vor mein Junge? Wie soll ich eine Lok aus dir machen, ohne dich dafür komplett zerlegen zu müssen?“ „Mir egal! Ich will eine Lok sein!“ „Purse?“ Warf ich ein und er wandte sich um. “Was wird das hier?” Er sah mich leicht betreten an. „Ich...ich will doch auch nur ein Zug sein. Ein Waggon zu sein gefällt mir einfach nicht. Immer muss ich von anderen gezogen werden. Ich will anderen eine Hilfe und keine Last sein.“ „Aber du bist doch keine Last.“ Sagte ich aufmunternd und lächelte. „Wir brauchen dich, genau so wie du bist.“ „Ach was.“ Er winkte ab. „wer braucht schon einen doofen, rostigen, viel zu schweren und zu Alten Geldtransporter?“ „Also jetzt übertreibst du.“ Meinte ich und verschränkte die Arme. „Erstens bist du nicht doof, zweitens, Rosten tust du überhaupt kein bisschen, dein Gewicht ist völlig Ok und Drittens, du bist der jüngste Waggon im ganzen Bahnhof, also erzähl mir nichts von wegen du wärst alt. Schau dir doch mal den Diesel Greaseball an, der ist Baujahr 1980, der ist viel Älter als du.“ „Aber er hat wenigstens das Glück eine Lok zu sein und noch dazu eine nicht mal langsame!“ „Mag schon sein, aber du bist nun mal keine Lok, finde dich damit ab, dass du ein Waggon bist. Ich finde es sogar gut das du ein Waggon bist.“ „Ach wirklich?“ „Ja wirklich. Ich mag dich so wie du bist und ich will das du so bleibst. Wir brauchen dich.“ „Aber Electra hat mich noch nicht einmal brauchen können.“ „Naja, du bist ein Geldtransporter und wie es scheint besitz Electra nicht genug Kohle.“ Purse kicherte. „Unser Big Boss ist pleite.“ Ich grinste. „Ist nun alles wieder gut?“ Er nickte. „Na dann häng dich dran. Fahren wir zurück.“
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