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Arbeiten auf einer E-Lok (Starlight Express)

von Durah
GeschichteAbenteuer, Drama / P16 / Gen
Electra Greaseball
02.12.2008
03.02.2014
45
84.708
2
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02.12.2008 1.064
 
Kapitel 42

Zur Fabrik selber hinzukommen war das einfachste überhaupt, doch reinkommen war was anderes.
„Scheiße, Joule wie solln wir an diesem Affen da vorbei kommen?“ Flüsterte ich ihr zu als wir uns hinter Schrottbergen versteckten und ich die E-Lok ansah die vor der Fabrik scheinbar Wache schob.
„Das ist ja wohl das leichteste.“ Joule kicherte und schnappte sich ein paar Schrottteile die herumlagen. Ich beobachtete die Lok als Joule plötzlich was weg warf. Was immer es war landete in einem Haufen Schrott links von der Fabrik.
„Halt dir die Ohren zu.“ Wies Joule mich an als es auch schon knallte.
Die Lok am Tor erschrak nicht, verließ aber seinen Posten um zu sehen was das denn nun gewesen ist, was mich auch interessierte. Joule und ich nutzen die Chance und huschten durch eine kleine Türe, die in das große Haupttor eingelassen war. Scheinbar für Arbeiter, damit das große Tor nicht immer geöffnet werden musste.
Drinnen war es dunkel und die Luft schlecht. Alles war spärlich beleuchtet und Dreck und Metallspäne hingen in der Luft.
„Gott, hier hält mans aber nicht lange ohne Maske aus…“ murmelte ich und zog mein T-Shirt über Mund und Nase.
„Lass uns eine für dich suchen.“ Joule nahm meine Hand und wir gingen tiefer in die Fabrik hinein.
Eine lange Treppe führte ins tiefere Innere und wie es schien auch unter die Erde.
Langsam stiegen wir die Treppe runter und es wurde fast unerträglich heiß.
„Wo sind wir hier gelandet?“ murmelte Joule und ich spähte um eine Ecke. Riesige Kesselartige Behälter waren zuhauf vor uns in dem Raum.
„Scheint die Schmelze zu sein wo das Eisenerz eingeschmolzen wird…“
Ein paar Züge oder Waggons waren hier, es war schwer zu erkennen was es nun war. Sie nahmen von uns auch keinerlei Notiz, es schien ihnen egal zu sein.
„Oh die Armen…“ murmelte Joule und bastelte schon wieder an irgendwas herum.
„Was machst du da?“ fragte ich als sie auch schon was in einen der Kessel warf.
Auch dieses Etwas knallte laut und ließ etwas Eisen aus dem Kessel spritzen. Die Anwesenden wichen alle zurück, murmelten oder schrieen laut durcheinander als Joule mich auch schon in eine dunkle Nische zerrte.  
„Das bringt so nix Joule, wir müssen diese Fabrik komplett vernichten und das geht am besten mit meinem Lieblingselement.“ Ich grinste sie fies an und Joule schluckte.
„Willst du den Laden hier etwa abfackeln?“
„Wieso denn nicht?“ murmelte ich und sah einen Benzinkanister der unter der Treppe stand.
„Perfekt. Ich bereite alles vor und du mischst dich unter die Züge und Waggons und sagst ihnen sie solln verschwinden.“ Sie nickte und mischte sich unter die Züge und Waggons während ich mir den Kanister vornahm. So würde er mir nicht viel nutzen aber wenn ich Glasflaschen finden könnte, könnte ich Molotowcocktails machen.
Ungesehen schlich ich mich durch die Räume bis ich einen Pausenraum für die menschlichen Arbeiter fand.
Ich schloss die Türe ab und sah mich in dem kleinen dreckigen Raum um. Ein Tisch, 4-5 Stühle, ein Wasserspender und ein Regal wo ein Fernseher drauf stand und weiter unten etwas anderes. Mein Gesicht zierte ein breites fieses Grinsen als ich die leeren Bierflaschen erblickte.
Ich stellte die Flaschen auf den Boden und füllte das Benzin aus dem Kanister rein. Nun brauchte ich Stofffetzen. Ich sah mich erneut um, fand aber nichts.
Brachte wohl nichts, ich musste Stücke meines Shirts opfern. Mit meinem Taschenmesser schnitt ich soviel vom Shirt ab wie ich entbehren konnte, riss es in Fetzen und streckte die Enden in die Flaschen. Immer wieder sah ich zur Türe, während ich die Flaschen leicht schüttelte damit sich der Stoff schnell mit Benzin voll saugte. Zwar war die Türe verschlossen, es sollte aber trotzdem keiner versuchen rein zu kommen.
Als alles fertig war, steckte ich drei der vier Flaschen in meine tiefen Hosentaschen und verließ den Raum. Joule hatte ganze Arbeit geleistet, einige Räume waren bereits leer als ich den Stoff der Flasche in meiner Hand am Ofen neben mir entzündete.
Schritte waren zu hören und dann standen mir vier Züge gegenüber.
„Wer bist du? Was tust du hier?“ fragte mich einer, doch ich grinste nur.
„Bestellt Vortex einen Gruß! Maddy ist wieder da!“ mit diesen Worten warf ich die Flasche in die Halle, die augenblicklich brannte und ich machte das ich weg kam.
Auf halbem Weg die Treppe rauf traf ich wieder auf Joule, neben ihr ein sehr schmutziges Waggonmädchen. Mir fiel fast die Kinnlade zu Boden als ich dieses schmutzige Mädchen als Fee erkannte.
Sie sah ängstlich aber trotzdem froh aus.
„Lasst uns verschwinden.“ Murmelte ich und warf noch einen Molotow die Treppe runter.
„Raus hier, die Bude brennt!“ brüllte Joule nach oben und laute Schritte verrieten mir dass die Züge und Waggons noch im Gebäude waren.
Schnell erreichten wir das ende der Treppe und hechteten zum Tor und nach draußen.  

Draußen musste ich erst mal durchatmen, ehe ich mich umdrehte und die brennende Fabrik betrachtete.
„Haben es alle rausgeschafft?“ fragte ich Joule die neben mir stand.
„Ich glaube schon.“ Antwortete sie und wischte sich den Dreck von den Händen.
„Hältst du dich nun für clever?“ erklang eine schnarrende Frauenstimme, die ich aus tausenden wieder erkennen würde.
Ich wandte mich nach links und sah Vortex auf mich zukommen in Begleitung zweier starker Züge.
„Glaubst du etwas zu erreichen indem du alles niederbrennst du kleine Göre?“
Erkannte sie mich etwa nicht?
Ich grinste sie schief an.
„Immernoch so nuttig Vortex?“
„Kenne ich dich?“ sie sah mich herablassend an und warf ihre Haare zurück die im schein des Feuers silbern glitzerten.
„Hast mich schon vergessen?! Vielleicht erinnerst du dich hier ran!“ ich offenbarte ihr meinen rechten Arm und ihre Augen weiteten sich.
„Maddy?! Und ich dachte schon dich kleine Pest seien wir los, aber na ja egal.“ Sie grinste und hielt ihre Hand ans rechte Ohr als hielte sie ein Handy in der Hand.
„Electra, komm Augenblicklich zur Eisenerzfabrik in Palea, es gibt Unrat den du beseitigen musst.“ Sie grinste fies.
„Electra wird sich deiner annehmen und dich in deine Einzelteile zerlegen Maddy.“
„Für dich heiße ich Madlene du Schlampe!“
„Von mir aus, ach, da ist er ja schon, schnell und zuverlässig wie immer.“ Vortex lachte und sah über meinen Kopf und ich hörte wie alle anderen Züge und Waggons zurück wichen.
Ich bewegte mich nicht, doch ich spürte dass Electra nun genau hinter mir stand.
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