A Wonderful Caricature of Intimacy

GeschichteRomanze / P18
Draco Malfoy Hermine Granger
29.11.2008
07.03.2012
15
97012
10
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Dieses Kapitel
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hey!
da bin ich wieder, mit einer neuen übersetzung im gepäck! :)
ich hab lange herumüberlegt, welche story ich nehmen soll, und ich musste einfach die hier nehmen! ich liebe sie! Für mich persönlich kommt sie ganz nah an "Beneath your Window" heran, und das muss schon was heißen...
Außerdem hat die originalstory über 2500 reviews bekommen, das ist doch auch schon mal ein gutes zeichen ^^

Disclaimer: Nichts gehört mir, die Charaktere gehören J.K. Rowling und die Idee gehört Countess of Abe aus Texas, USA *verbeug*

Original: http://www.fanfiction.net/s/3878384/1/

Genre: Romanze, Drama

Länge: 24 Kapitel + Epilog

Pairing: Hermine Granger/Draco Malfoy

Rating: P18, da im späteren Verlauf der Story einige Lemonszenen vorkommen


gut...ein bisschen was muss ich noch sagen ^^

natürlich ist es nicht wörtlich übersetzt, weil das nicht grade sehr toll klingen würde. Ich versuche aber natürlich, so nah am Original wie möglich zu bleiben. American English ist zwar nicht grade mein Spezialgebiet, aber sooooo anders ist es nun auch nicht ^^ ich geb mir auf jeden fall mühe ^^

noch kurz was zu Zane:
etwaige grammatikalische Fehler und komische Ausdrücke in seinen Sätzen sind absichtlich und so gewollt. Er ist vier Jahre alt, da kann man noch nicht perfekt sprechen ^^ im englischen ist das auch so....und da hab ich öfters was umändern müssen, weil es diese ausdrücke im deutschen so nicht gibt.....ich hab einfach die wörter und ausdrücke genommen, die noch am ehesten hinkommen....

gut...ich glaub ich hab alles gesagt ^^
viel spaß beim ersten Kapitel! :)

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Chapter 1: Sleeping with Roaches

Besançon, Frankreich

„Ich werde langsam zu alt dafür,“ murmelte Draco leise, als Pansy’s Stimme sich in seinen Kopf bohrte und dort Migräne verursachte.

„Wie bitte? Was hast du gesagt?“, kreischte Pansy. „Raus mit der Sprache, Draco.“

„Bist du fertig mit Herumzicken, Pansy? Ich muss ein paar Dinge erledigen, also wenn du irgendwann damit aufhören willst, würde ich das sehr zu schätzen wissen,“ antwortete Draco, der auf der Bank in dem riesigen Wohnzimmer ihres Anwesens saß und seine Frau, Korrektur, Exfrau, dabei beobachtete, wie sie vor ihm auf und ab ging.

„Hast du mir nicht zugehört?“, schrie sie. „Ich hab dir gesagt, dass ich heute Abend gehe!“

„Ja, das hab ich gehört. Genau wie die Hälfte der nördlichen Halbkugel. Wenn du deine Stimme ein bisschen runterschrauben könntest, könnten wir das vielleicht wie Erwachsene diskutieren. Ich weiß, dass du daran nicht gewöhnt bist, aber ich hab Kopfweh und muss mal nach Zane schauen.“

„Zane, Zane, Zane….er ist alles, an das du denkst,“ sagte Pansy sauer.

„Das will ich auch hoffen, wenn man bedenkt, dass er unser Sohn ist. Da du ja offensichtlich nie an ihn denkst, tu’s ich,“ konterte Draco, sein Zorn wuchs langsam.

„Ich hab Besseres zu tun als einem Vierjährigen nachzulaufen,“ antwortete sie.

„Ja, zum Beispiel mit deinem Lustknaben zu schlafen,“ murmelte Draco.

Pansy tat so, als hätte sie ihn nicht gehört. „Meine Sachen sind schon gepackt und auf dem Weg nach Rouen. Angelo wartet dort auf mich.“

Draco rollte mit den Augen. „Danke für das Update, was dein Liebesleben angeht,“ sagte er trocken.

„Du wusstest, dass das kommen würde, Draco,“ sagte Pansy. „Ich hab dir unzählige Chancen gegeben, um unsere Ehe in Ordnung zu bringen, und trotzdem warst du anscheinend nicht einmal ein bisschen daran interessiert, mich bei dir zu haben.“

„Man sollte denken, dass unser Sohn ein ziemlich guter Grund für dich wäre, um zu bleiben,“ antwortete Draco. „Offen gesagt bin ich froh, dass du dir über deine Prioritäten klar geworden bist. Wir werden ohne dich so viel besser dran sein.“

Pansy seufzte auf nervtötende Weise und stemmte ihre Fäuste in die Hüften. „Macht es dir überhaupt etwas aus, dass ich gehe?!“

„Warum sollte es?“ fragte Draco. „Du weißt, dass diese Ehe auf keinerlei Gefühlen basiert. Muss ich dich daran erinnern, dass der einzige Grund, warum ich dir diesen Ring an den Finger gesteckt hab, der war, dass Zane dann ein rechtmäßiges Kind sein würde?“

„Zane, Zane, Zane…dieser Fehler von einem Kind hat mir vier schöne Jahre meines Lebens genommen,“ verkündete Pansy. „Weißt du, wie viel ich bezahlen musste, um meinen Körper wieder so hinzukriegen wie er war, bevor ich mit ihm schwanger war?“

Draco ballte seine Hände zu Fäusten um sich davon abzuhalten, sie zu schlagen. Er würde niemals eine Frau schlagen, aber manchmal forderte Pansy gerne seine Selbstkontrolle heraus. „Was für ein Mensch würde sein eigenes Kind einen Fehler nennen?“

„Ich würde das! Er war ein Fehler. Ein One-Night Stand Unfall,“ erklärte sie.

„Der One-Night Stand, ja, der war ein Fehler,“ sagte Draco. „Zane nicht. Alles was er je von dir wollte, Pansy, war ein bisschen mütterliche Zuneigung und trotzdem hast du ihm nie auch nur einen Funken davon gegeben! Du hast ihn nicht gestillt, du hast ihn generell nie gefüttert, du hast ihn nie gewickelt, und nie auch nur ein einziges Spiel mit ihm gespielt.
Gott, Pansy! Er nennt dich nicht mal Mummy, er nennt dich Pansy! Sogar als Vierjähriger weiß er, was für eine beschissene Mutter du bist,“ knurrte Draco.

„Ich hatte nie vor, mit 19 Mutter zu werden, Draco,“ sagte sie. „Ich wollte ein bisschen herumkommen und Leute kennenlernen!“

Draco massierte seine Schläfen, die langsam anfingen zu pochen. „Ok, schön, was auch immer. Die Scheidung ist erledigt, du kriegst 10 Prozent von meinem Vermögen und kannst das Anwesen behalten. Aber Zane bleibt bei mir.“

„Du kannst ihn haben,“ schnaubte Pansy. „Was würde er mir auch nützen?“

„Daddy?“ erklang die leise Stimme von Dracos Sohn im Türrahmen.

Draco erhob sich sofort von der Couch und ging zu seinem Sohn. Er warf Pansy einen angeekelten Blick zu und hob seinen Sohn auf, bevor er das Wohnzimmer verließ und sich auf den Weg in Zanes Schlafzimmer machte.

„Haben du und Pansy wieder gestritten?“ fragte Zane leise, während er seinen Kopf an die Schulter seines Vaters lehnte.

„Tut mir Leid, Z, ich wollte nicht, dass du das mit anhören musst,“ sagte Draco.

„Warum mag mich Pansy nicht?“ fragte Zane. „Hab ich was Schlimmes gemacht?“

Draco kämpfte um seine Beherrschung, um nicht umzudrehen und seiner Exfrau einen unverzeihlichen Fluch auf den Hals zu jagen. „Pansy mag niemanden außer sich selbst, Kumpel. Du hast noch nie etwas Schlimmes gemacht.“

Zane nickte und legte seine Arme um Dracos Hals. „Können wir morgen zum Spielplatz gehen?“

Als sie Zanes Schlafzimmer erreichten, schüttelte Draco den Kopf. „Hast du vergessen, dass wir morgen deine Großeltern besuchen werden?“

„Gamma und Gampa?!“ sagte Zane aufgeregt. „Werden wir sie lange besuchen?“

Draco lächelte bei den Namen, die Zane Narcissa und Lucius in der Zeit verliehen hatte, als er noch ein Kleinkind gewesen war und Probleme mit der Aussprache einiger Buchstaben, unter anderem mit dem Buchstaben „r“, gehabt hatte. „Wir werden bei ihnen bleiben, während ich uns ein neues Haus kaufe. Eines, das nahe bei ihnen ist, damit wir sie öfter besuchen können.“

Zanes dunkelblonde Augenbrauen zogen sich zusammen. „Kommt Pansy mit?“

„Nein,“ versicherte ihm Draco, als er Zane in sein Bett legte. „Pansy wird hier in Frankreich leben. Sie wird nicht mehr bei uns wohnen.“

„Oh,“ sagte Zane. „Bist du glücklich, Daddy?“

„Solange du glücklich bist, bin ich auch glücklich,“ erklärte ihm Draco.

„Ok. Ich bin müde. Heißt das, du bist auch müde?“ fragte er mit seiner üblichen neugierigen Entschlossenheit.

Draco lachte leise und schüttelte den Kopf. „Willst du heute eine Geschichte?“

Zane dachte einen Moment nach, seine kleinen rosa Lippen waren erwägend geschürzt. Während Zane seinen Vater auf eine Antwort warten ließ, beobachtete Draco seinen Sohn, wie er es fast jede Nacht tat.

Auf seinem Kopf hatte er unordentliche dunkelblonde Haare, von denen ihm einige Strähnen in seine grauen Augen fielen. Unendlich viele Leute hatten Draco gesagt, dass Zane große Ähnlichkeit mit ihm hatte. Narcissa beharrte darauf, dass Zane eine exakte Kopie von ihm als Kind war, bis auf den dunkleren Blonddton seiner Haare.

Zane hatte das unschuldige Gesicht eines Engels, erwartungsvoll und treuherzig. Er unterschied sich von seinem Vater in der Tatsache, dass seine Gesichtszüge weicher und kindlicher waren als Dracos.

„Ich bin zu müde für eine Geschichte, Daddy,“ gähnte Zane. „Morgen wenn wir Gamma und Gampa besuchen, können sie mir dann eine Geschichte vorlesen?“

„Sie werden sich so freuen dich zu sehen, Z. Sie haben dich seit ein paar Monaten nicht gesehen und werden fast alles machen, was du verlangst, also bin ich zuversichtlich, dass sie dir eine Geschichte vorlesen wollen.“

Zane lächelte und drehte sich auf die Seite, seine Augenlider schlossen sich langsam. „Gute Nacht, Daddy,“ flüsterte er.

Draco küsste seine Stirn und wickelte ihn fester in die Decke ein. „Nacht, Z.“

Als er leise die Tür hinter sich schloss, stieß Draco ein Seufzen aus, von dem er nicht gewusst hatte, dass er dazu fähig war. Er ging am Wohnzimmer vorbei, aus dem Pansy anscheinend mittlerweile verschwunden war. Gott sei Dank.

Die Korridore des Anwesens waren leer, da alles gepackt und fertig war, um entweder nach Rouen mit Pansy, oder nach England mit Draco und Zane zu kommen.

Als er sein eigenes Schlafzimmer erreichte, das er während ihrer Ehe selten mit Pansy geteilt hatte, wanderten seine Gedanken zu den Erinnerungen daran zurück, wie es dazu gekommen war, dass er ein alleinerziehender Vater des wundervollsten Kindes, das sich ein Mann wünschen konnte, geworden war.

Oxxxxxo

„Du bist schwanger?“ würgte Draco hervor.

Pansy rollte verärgert mit den Augen. „Natürlich bin ich schwanger. Ich hab seit fast drei Monaten nicht mehr geblutet.“

„Woah, zu viel Information, Pansy,“ sagte Draco und zog eine Grimasse. „Warst du bei einem Heiler?“

„Ich bin heute Morgen hingegangen und sie haben es bestätigt. Gott, ich kann nicht glauben, dass du vergessen hast, zu verhüten. Das ist nur ein einfacher Zauber,“ schrie sie.

„Du gibst mir die Schuld?“ fragte Draco ungläubig. „Du warst diejenige, die mir gesagt hat, dass du den Trank genommen hast und ich mir keine Sorgen machen müsste.“

„Ich hab den Trank genommen! Aber der Trank hat nur eine 99 prozentige Erfolgsquote. Du hättest dich um dieses eine Prozent kümmern sollen!“

Draco stöhnte innerlich. Selbstmord schien verlockend. Genauso wie Totschlag. Er war nicht allzu wählerisch.

„Naja, du weißt, was das heißt, oder?“ fragte Pansy.

Nun stöhnte Draco äußerlich. „Wir müssen heiraten.“

„Verdammt richtig, wir müssen heiraten. Kannst du dir Schande vorstellen, die über uns kommt, wenn ich eine unverheiratete Mutter bin? Wir würden von jeglicher Gesellschaft gemieden werden,“ beschwerte sich Pansy.

Ein weiteres Stöhnen. „Hast du es schon jemandem gesagt?“

„Nein, was glaubst du denn, was ich bin? Bescheuert?“

Draco fragte sich, ob das eine Fangfrage war. Die ehrliche Antwort lag ihm auf der Zunge, aber er dachte sich, dass er sich, wenn er dieses Weibstück heiraten würde, genauso gut auch daran gewöhnen könnte, sie nicht zu beleidigen.

Ein One-Night Stand mit Pansy hatte sich in den ersten Tag seines restlichen Lebens verwandelt.

Blaise’ Geburtstagsparty hatte riesige Mengen an Alkohol und Trinkspielen beinhaltet. Und außerdem noch eine riesige Menge an schlechten Entscheidungen.

Schlechte Entscheidung Nummer eins: zu Blaise’ Party zu gehen.

Schlechte Entscheidung Nummer zwei: sich komplett zu besaufen und im Besenschrank mit Pansy rumzuknutschen.

Schlechte Entscheidung Nummer drei: seinem verdammten Schwanz das Denken zu überlassen, während er betrunken war.

Schlechte Entscheidung Nummer vier: Pansy in demselben Schrank zu vögeln, während im Hintergrund eine Party stattfand.

Schlechte Entscheidung Nummer fünf: Pansy überhaupt zu vögeln.

Schlechte Entscheidung Nummer sechs: siehe schlechte Entscheidungen Nummer vier und fünf.

Er würde sich nie wieder betrinken. Nie mehr. Niemals nie.

Oxxxxxo

„Ich hab es so satt, schwanger zu sein,“ jammerte Pansy. „Ich versteh nicht, wie Leute mehr als ein Kind haben können. Ich fühle mich scheiße, seh scheiße aus und rieche wahrscheinlich auch so.“

Wieder einmal fragte sich Draco, ob Pansy eine Antwort haben wollte. Nachdem er sich sechs Monate um sie gekümmert hatte, wusste er, wann er seine Meinung sagen konnte und wann er aus dem Anwesen verschwinden sollte, das ihnen seine Eltern als Hochzeitsgeschenk gekauft hatten.

Da das Anwesen in Frankreich war, wusste Draco, dass sie sich von dem Orkan namens Pansy distanzieren wollten. Ehrlich gesagt vertrug sich Narcissa ganz und gar nicht mit ihrer Schwiegertochter, und erinnerte jeden, der ihr zuhörte, auch regelmäßig daran.

„Wann kommt dein bescheuertes Baby endlich raus?“ fragte Pansy mit einem verärgerten Seufzen. „Meine Füße und mein Rücken tun weh, und überhaupt alles tut weh!“

„Halt die Klappe Pansy. Im Ernst, halt einfach die Klappe. Mein
Kopf tut schon weh von deinem verdammten Jammern und Meckern,“ sagte Draco schlussendlich.

Mit einem Schlag auf seinen Arm und einer Reihe an Schimpfwörtern, die jeden Seemann erröten lassen würden, verließ Pansy den Raum und schloss sich im Schlafzimmer ein.

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„AUUUUU!“ Pansys Stimme weckte Draco in dieser Nacht auf. „Verdammte Scheiße AU!“

Draco seufzte, erhob sich von seinem Bett und ging hinüber zum anderen Bett im Schlafzimmer. Ja, du hast richtig gelesen. Kein geistig gesunder Mann würde in einem Bett mit einer schwangeren, kolossartigen Zicke schlafen. Vom Anfang bis zum Ende hatten sich Draco und Pansy nie ein Bett geteilt.

Draco hatte seine Lektion von den schlechten Entscheidungen vier, fünf und sechs gelernt.

„Was ist los, Pansy?“ fragte Draco schläfrig und stolperte herum, um eine Lampe zu finden.

„Was los ist? Ich sag dir was verfickt noch mal los ist; dein bescheuertes Kind will rauskommen während ich versuche, meinen verdammten Schönheitsschlaf zu kriegen. Wenn ich nicht die empfohlenen achteinhalb Stunden Schlaf bekomme, könnte ich schon mit zwanzig Falten kriegen! Das ist los!“

Draco seufzte, half Pansy aus dem Bett und durch den Kamin direkt zum L’hopital de Mysticisme in der nahe gelegenen Stadt Dijon. Es war das einzige magische Krankenhaus in ganz Frankreich und war praktischerweise in der Nähe.

Nachdem sie im Krankenhaus angekommen waren, er von Pansy angeschrieen worden war und versucht hatte, seine Nerven zu beruhigen, war Draco körperlich und emotional am Ende. Er war fünf Stunden lang im Wartezimmer gesessen, weil Pansy sich geweigert hatte, ihn in den Entbindungsraum zu lassen. Sie wollte eigentlich auch den Heiler und die Schwestern nicht dort drinnen haben. Gott bewahre, wenn sie jemand in einem etwas  weniger eleganten Zustand sah.

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„Monsieur Malfoy? Wollen Sie Ihren Sohn sehen?“ ertönte die sanfte Stimme der älteren Schwester und riss Draco aus seinem halbschlafenden Zustand.

Er fuhr sich übers Gesicht, stand auf und ging hinüber zu ihr und dem Bündel in ihren Armen.

Wenn ihm früher jemand gesagt hätte, dass er sich auf den ersten Blick in ein Kind verlieben würde, das er mit Pansy Parkinson gemacht hatte, hätte er demjenigen eine nette psychiatrische Anstalt empfohlen.

Nichts hätte ihn auf das Bombardement an Emotionen vorbereiten können, das ihn traf, als er den schmollenden kleinen Jungen in seinen Armen betrachtete. Sein Hals verengte sich vor unausgesprochenen Gefühlen, als er auf das runde Gesicht des strohblonden Kindes hinabblickte. Strähnen flaumigen blonden Haares krönten seinen Kopf, und Augen wie geschmolzenes Quecksilber weigerten sich, sich hinter den dunklen Wimpern zu öffnen.

Draco wusste von dem Moment an, als er seinen Sohn das erste Mal gehalten hatte, dass nichts in der Welt je zwischen sie kommen würde. Er würde es sich zu seiner Lebensaufgabe machen, sicher zu gehen, dass niemand dem Kind, das er geschaffen hatte, etwas antat. Draco hatte nie irgendetwas mehr geliebt.

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„Wollen Sie ihr Baby halten, Madame?“ fragte die Schwester Pansy, die einen anscheinend dauerhaften finsteren Blick auf ihr Gesicht gesetzt hatte.

„Der hat mir schon genug Schmerzen beschert. Ich bin müde, also lassen sie mich schlafen,“ sagte Pansy düster.

Draco saß im Schaukelstuhl, der beim Fenster in Pansys Krankenzimmer stand, und hielt seinen neugeborenen Sohn, Zane Draco Malfoy.

Die Schwester unterdrückte einen überraschten Gesichtsausdruck und teilte einen Blick mit Draco. Er erkannte einen mitleidigen Blick, wenn er einen sah. „Wie Sie wünschen, Madame. Ich werde Sie in einer Stunde wecken, damit sie ihn stillen können.“

„Ich hab Ihnen schon gesagt, dass ich mir meine Brüste nicht ruiniere nur damit das Kind essen kann. Ich hab gesehen, was Stillen den Frauen antut. Ich werde sicherlich keine Hängetitten in meinen Mittzwanzigern haben. Geben Sie ihm einfach wieder die Rezeptur,“ sagte Pansy mit verärgertem Tonfall.

Die Schwester starrte Pansy an, als ob sie darüber nachdenken würde, ob sie lachen oder sie mit dem Kissen, das sie aufschüttelte, ersticken sollte. Draco hoffte, dass sie sich für die letztere Option entscheiden würde.

Eine Stunde nachdem Pansy eingeschlafen war, etwas, wofür das Krankenhaus und Draco dankbar waren, hielt Draco seinen Sohn und starrte ihn einfach nur an. Als ob er durch die Beobachtung gestört worden wäre, öffnete Zane vorsichtig die Augen und blinzelte seinen Vater an, ein verdutzter Ausdruck lag auf seinem Gesicht.

Identisch graue Augen blickten zu Draco hoch und erkannten seine Anwesenheit und seine Stellung als Vater an. Das war einer der schönsten Momente gewesen, an den sich Draco erinnern konnte, seit sie im Zweiten Großen Krieg die Neutralität geltend gemacht hatten.

Nachdem er von dem Verschwörungsakt um Albus Dumbledores Tod freigesprochen worden war, hatten Draco und seine Eltern ihre Loyalität zu Voldemort aufgegeben, indem sie sich aus dem Kampf herausgehalten hatten. Indem sie der hellen Seite nicht geholfen hatten, konnten sie ihre Rolle mit dem Motto „Jeder kämpft für sich selbst“ behalten.

Als er seinen Sohn hielt wusste Draco, dass er die richtige Entscheidung getroffen hatte, als er seine Eltern (hauptsächlich seinen Vater) davon überzeugt hatte, die Hingabe für die Dunklen Künste, sowie für den größten Groupie der Dunklen Künste: Voldemort, aufzugeben.

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„Oh, kleiner Zane!“ begrüßte Narcissa ihren Enkel unter Tränen. „Sieh mal, wie groß du geworden bist!“

Zane blickte mit weiten Augen und einem Grinsen zu ihr auf. „Ba ba ba ba ba,“ brabbelte er.

„Hat er schon sein erstes Wort gesagt?“ fragte Lucius während er beobachtete, wie Narcissa den Einjährigen in ihrem Schoß liebkoste.

Draco schüttelte den Kopf. „Er brabbelt nur. Macht Pansy wahnsinnig,“ fügte er mit einem Lächeln hinzu.

„Danke, dass du sie nicht mitgebracht hast, Draco,“ sagte Narcissa plötzlich. „Die Ferien wären durch ihre Anwesenheit komplett ruiniert gewesen.“

„Mein
Leben ist durch ihre Anwesenheit komplett ruiniert,“ murmelte Draco. „Sie besucht ihre Freunde in Florenz.“

„Hast du über das nachgedacht, worüber wie gesprochen haben, Liebling?“ fragte Narcissa. „Über die Möglichkeit, dich scheiden zu lassen?“

Draco seufzte und fuhr sich mit einer Hand durch die Haare. „Ich will nicht, dass Zane ohne seine Mutter aufwächst. Zumindest das bin ich ihm schuldig.“

„Er ist ohne sie besser dran,“ sagte Lucius mit seidiger Stimme. „Ich hab noch nie eine Frau getroffen, die sich so wenig für ihr eigenes Kind interessiert hat. Verbringt sie überhaupt Zeit mit ihm?“

Draco zuckte mit den Schultern. „Ich nehm ihn mit zur Arbeit, ich bade ihn, füttere ihn, zieh ihn um und spiel mit ihm. Sie hat erwähnt, dass sie seine Schreie nicht hören will, weil die bei ihr Kopfschmerzen verursachen.“

„Und du folterst dich selbst, indem du mit ihr verheiratet bleibst? Warum, Draco?“, fragte Narcissa und streichelte Zanes Haar.

„Es ist gut für ihn, seine Mutter zu kennen, auch wenn sie schrecklich ist. Ich will ihm nichts vorenthalten, und wenn das heißt, dass ich noch eine Weile mit ihr zusammen bleiben muss, naja, dann kann ich für ihn ein paar Opfer bringen.“

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„Ich hab jemanden kennen gelernt,“ sagte Pansy kühl, während Draco Zane eine Jeanslatzhose anzog. Es war der Tag vor Zanes drittem Geburtstag.

„Wirklich?“ fragte Draco und schnitt eine Grimasse für Zane, um ihn zum Lachen zu bringen.

„Ja, sein Name ist Angelo,“ antwortete sie. „Wir sind verliebt.“

„Naja, das ist doch toll. Liebe ist wichtig, nicht wahr, Zane?“ fragte Draco und versteckte ein Grinsen.

Zane lachte quietschend, stand auf dem Wickeltisch auf und hielt sich an seinem Vater fest. „Daddy!“ schrie er. „Hoppa Hoppa Reiter!“

„Kannst du mir mal eine Sekunde lang deine Aufmerksamkeit schenken?“ fragte Pansy genervt. „Ich dachte nur ich lasse dich wissen, dass ich eine Trennung möchte.“

„Keine Scheidung?“ fragte Draco einfach, als er Zane aufhob und aus dem Raum ging, worauf Pansy nichts anderes übrig blieb, als ihm zu folgen.

„Ich dachte, du wolltest mich wegen dem Kind bei dir haben?“ fragte Pansy sauer. „Ich kann genauso gut hier bleiben und nebenbei ein bisschen Spaß haben. Weil du ja nicht mit mir schlafen willst, kann ich genauso gut jemand anderen finden, der es tut.“

„Ich werde Angelo mein Beileid übermitteln,“ sagte Draco.

„Argh!“ schrie Pansy frustriert. „Du nimmst überhaupt nichts ernst! Alles, was dich interessiert ist Zane, und was Zane will und was Zane braucht. Was ist mit dem, was ich will? Mit dem, was ich brauche?“

Draco ignorierte sie und ging hinaus in den großen Hinterhof ihres Anwesens, in dem sich Zanes Klettergarten befand. Er setzte den Jungen ab und beobachtete ihn, als er davonging um herumzuklettern und zu entdecken.

„Ich muss mich wie eine Frau fühlen können, Draco, und du behandelst mich offensichtlich nicht wie eine. Angelo ist ein guter Mann, der mich liebt!“

„Weiß er, dass du verheiratet bist?“ fragte Draco apathisch. Er war nicht wirklich daran interessiert, was sie zu sagen hatte, aber ihm war langweilig, und Pansy zu ärgern war eine seiner liebsten Freizeitbeschäftigungen.

„Ja, er weiß es. Er weiß, was für eine schreckliche Heuchelei diese Ehe ist. Er weiß, dass sie nicht auf Liebe basiert, sondern auf der Tatsache, dass wir unvorsichtige Idioten waren, die keinen geschützten Sex praktizieren können,“ antwortete sie.

„Praktizieren? Ich bin mir sicher, dass wir es nur dieses eine Mal gemacht haben. Lass es nicht nach mehr klingen. Ich hab schon so genug verstörende Gedanken, da muss ich nicht noch den dazubekommen, dass du und ich mehr als einmal Sex hatten,“ sagte Draco.

Mit einem weiteren wütenden Aufschrei, drehte sich Pansy auf den Absätzen ihrer Stilettos um und verließ den Hof.


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Draco legte sich in sein Bett und machte die Lichter aus, sein Kopf schmerzte von den vielen Erinnerungen und dem anstrengenden Tag, den er damit verbracht hatte, seine Scheidung endgültig zu vollziehen.

Nach eindringlicher Überredung seiner Eltern, dass es Zane nicht beeinträchtigen würde, keine Mutter zu haben und der Tatsache, dass Pansy ihren Liebhaber, Angelo, heiraten wollte, hatte Draco die Scheidungspapiere mit Leichtigkeit unterzeichnet.

Er bedauerte einzig und allein die Tatsache, dass er die verdammten Dinger nicht schon früher unterschrieben hatte. Ein sturer Idiot, das war er.

Er schloss die Augen und machte seinen Kopf vollkommen frei von allem. Morgen würde sein Leben mit Zane in England beginnen. Er war praktisch schon die ganze Zeit ein allein erziehender Vater gewesen, da Pansy ja immer nur Gleichgültigkeit verströmt hatte. Er machte sich nicht allzu viele Sorgen um seine Fähigkeiten als Vater.

Aber er machte sich Sorgen darum, wie Zane sich an das Leben in England anpassen würde und ob er vielleicht lieber in eine Früherziehungsgruppe gehen wollte, anstatt jeden Tag mit seinem Vater zur Arbeit zu gehen. Das Früherziehungscenter für kleine Hexen und Zauberer hatte vor kurzem geöffnet, und Draco war sicher, dass es ein guter Platz für Zane wäre. Er musste mit Kindern seines Alters spielen und anfangen, das Wesentliche der Grundschulausbildung zu lernen.

Die meisten magischen Familien unterrichteten ihre Kinder zuhause, bevor es Zeit war, sie nach Hogwarts zu schicken, doch mit dem hektischen Alltag, den eine eigene Firma und ein Kind mit sich brachte, fand es Draco ein bisschen schwer, Zane alles beizubringen was er wissen musste, um ein geistig leistungsfähiger Jugendlicher zu werden.

Er würde es den Experten überlassen.

Und mit diesem Gedanken döste Draco in die Traumwelt hinüber, wo die Probleme verschwanden, Lösungen gefunden wurden, und Fantasien den Mittelpunkt darstellten.

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gut, das war das erste kapitel!
der titel der story und des ersten kapitels kommen von dem Song "Build God, Then We'll Talk" von "Panic! at the Disco"
kommis bitte! :) mich würde echt interessieren, was ihr denkt!
bis zum nächsten mal!
glg eure sabs
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