Ein magischer Fall

von DianaYade
GeschichteMystery / P16
Coreen Fennel Henry Fitzroy Mike Celluci Vicki Nelson
28.11.2008
07.12.2008
4
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So, da dies meine erste Story zu dieser wunderbaren Serie ist, hoffe ich natürlich, dass ich die einzelnen Charaktere gut wiedergegeben habe. Wünsche mir natürlich Reviews.
Wünsche euch natürlich schön viel Spaß beim lesen.



Ein Magischer Fall


Vicki Nelson, ihres Zeichens Privatdedektivin, las grade Gedankenverloren in einem Buch, als das Telefon schrillte.
„Privatdedektivin Victoria Nelson am Apperrat, was kann ich für sie tun?“ meldete sie sich ganz professionell. Doch als sie die Stimme erkannte, mit der sie gleich sprach, wusste sie nicht, ob sie sich ärgern sollte oder gleich total wütend sein sollte.

„Hallo Vicki, hier ist Mike. Ich weiß, unser letzter Fall war nicht so, wie wir uns das Vorgestellt hatten…“ fing der Polizist an, wurde jedoch gleich von Vicki unterbrochen
„…. Nicht so wie wir uns das vorgestellt hatten…! Mike! Du hast meine Klientin eingebuchtet! Meine Klientin!“ Sie hörte ihn kurz aufstöhnen, bevor er weiter fort fuhr.
„Vicki bitte. Sie hat verschiedene Einbruchsdiebställe verübt. Da ist es doch wohl ganz klar, dass ich sie nicht einfach so laufen lassen kann. Oder?“ Er hatte mal wieder seine Polizisten Tonlage aufgesetzt, was die Junge Frau noch mehr zur Weisglut brachte.

„Und dass die besagte Frau besessen war, das hat dich natürlich nicht gestört! Du hast es doch selbst gesehen, wie Henry es geschafft hat, sie von ihrer Besessenheit zu befreien.“
Vicki hatte s bildlich vor ihren Augen wie sich ihr Ehemaliger Partner  mit der Hand über die Augen fuhr. Er wollte es einfach nicht glauben, dass es zwischen Himmel und Erde auch noch Dinge die man sich nicht erklären kann.

„Mein Gott Vicki! Alles was ich gesehen habe war, wie dein Freund dafür gesorgt hat, dass diese Frau auch noch eine Art Anfall bekommen hat. Eigentlich hätte ich ihn dafür auch noch festnehmen können!“

Jetzt war es an Vicki, genervt aufzustöhnen. Wollte es Celluci nicht begreifen? Das Henry Fitzroy ein über 400 Jahre alter Vampir war, der sich 100% nicht so einfach festnehmen lassen würde.

Eigentlich hätte sie es ja wissen müssen!
„Lass es gut sein, Mike. Du hast doch sicherlich einen Grund dafür, dass du mich anrufst.“
„Hör zu Vicki! Es fällt mir auch nicht gerade leicht, dich um Hilfe zu bitten. Aber diese Geschichte ist einfach zu sonderbar.“ Flehte Celluci nun schon fast.

„Aha, du brauchst also meine Hilfe! Das ich das noch erleben darf.“
„Nun, nicht nur deine. Wir brauchen wahrscheinlich auch noch die Hilfe von deinen Freund Henry.“ Brachte er fast kleinlaut heraus. Er wusste, dass er sich das von diesem Bastart Fitzroy ewig anhören durfte, aber ihm blieb nichts anderes übrig.
Vicki konnte nicht anders, sie musste laut los lachen. Sie konnte sich gut vorstellen, wie Celluci zumute war, sie und Henry um Hilfe zu bitten.

„Ähm… Du willst jetzt von mir dass ich Henry anrufe?“ Sie konnte sein Nicken schon fast durch das Telefon fühlen. Doch Vicki wollte es genau wissen, was es sich mit diesem Fall auf sich hatte, dass ihr Ex-Partner es über sich bringen musste und sie beide schweren Herzens um Hilfe bitten musste.

„Was genau ist denn nun eigentlich dein Problem? Hier geht es doch sicher nicht um irgendeinen banalen Überfall, oder? Ich meine die Sache wird schon etwas komplizierter sein…“ schlussfolgerte Vicki. Doch sie wurde erst einmal enttäuscht.
„Tut mir leid. Hier kann ich noch nicht sprechen. Ich kann dich und Fitzroy zwar bezahlen, aber das ganze ist Inoffiziell. Wir müssen das Persönlich diskutieren.“

Die junge Frau zog hörbar die Luft ein.
„WOW! Mike Celluci arbeitet heimlich an einem Fall. Wo sind die versteckten Kameras? Komme ich ins Fernsehen?“
Doch Mike war gar nicht nach Humor zu mute.
„Nun, heimlich würde ich es nicht nennen. Ich brauche nur ein paar mehr und vor allem bessere Hintergrund Informationen. Und die kann ich so Offiziell nicht bekommen. Also, bitte Vicki! Es ist ernst!! Sag mir einfach einen Treffpunkt. Wo und wann ist mit egal. Ich werde da sein.“ Jetzt war es an Vicki ernst zu sein. So sprach Mike nur, wenn es wirklich nicht anders ging.  

„O.K. Dir ist es anscheinend wirklich ernst. Komm zwei Stunden nach Sonnenuntergang in mein Büro. Dann habe ich auch genug Zeit Henry anzurufen und ihm alles zu erklären. Und was noch viel wichtiger ist, ihm zu überzeugen!“ Damit verabschiedeten sie sich von einander. Und Vicki versuchte sich wieder ihrem Buch zu widmen. Doch so recht wollte es ihr einfach nicht gelingen. Also beschloss sie erstmal Coreen anzurufen, um sie mit ins Bot zu hohlen. Doch leider ging nur ihre Mobilbox ran.

„Coreen? Wo bist du? Na ist ja auch egal. Komm bitte so schnell wie möglich in mein Büro. Wir haben einen neuen Fall.“ Damit legte sie auf und beschloss noch ein bisschen die Augen zuzumachen, das konnte schließlich eine lange Nacht werden.

Ihr schien es, als habe sie  nur ein paar Sekunden geschlafen, als sie von einem lauten `RUMPS` geweckt wurde.
„Was…was ist passiert.“
„Tschuldigung! Mir sind nur ein paar Akten runter gefallen.“ Meldete sich die bekannte Stimme von Coreen. Vicki tastete nach ihrer Brille und sah dann auf die Uhr.
Vor zwei Minuten war die Sonne untergegangen. Höchste Zeit Henry anzurufen, bevor dieser seine Wohnung verließ.
„Henry? Oh Gott sei Dank sind sie noch da….Was? Nein mir geht es gut. Mike hat uns für einen Fall angeheuert. Der wird sogar mal bezahlt…. Nein ich weiß noch nicht worum es geht. Das ganze ist Inoffiziell. Also?? Oh Danke. Könnten sie dann in zwei Stunden in meinem Büro sein? Vielen Dank“  

Ca. zwei Stunden später

„Vicki!“ begrüßte Mike die Detektivin. Dann sah er sich um, als such er wen.
„Wo hat sich denn dein Freund Fitzroy versteckt?“ Doch bevor die Junge Frau antworten konnte, kam der gesuchte auch schon zur Tür herein. Er hatte wieder dieses Lächeln auf Gesetz, sodass Vicki sich selbst daran erinnern musste, dass es hier um Arbeit ging und nicht um das Vergnügen.
Mike wollte gerade etwas zu dem Auftreten des Vampirs sagen, konnte sich aber noch Rechtzeitig selbst stoppen. Denk dran Celluci, immer schön ruhig. Immer schön daran denken, dass du diesmal auf die Hilfe von beiden angewiesen bist. Also, immer schön nett und freundlich bleiben.

„Also…“ fing er an.
„ Wie schon gesagt, es geht um einen aktuellen Fall. Eine junge Frau, um genau zu sagen. Sie scheint so etwas wie eine gespaltene Persönlichkeit zu haben. Nur das Problem ist, sie scheint Medizinisch und psychologisch  vollkommen in Ordnung zu sein.“ dann holte er tief Luft um weiter Fortzufahren, doch er wurde gleich von Vicki unterbrochen.

„Aha.. Sie ist also in Ordnung. Dann verstehe ich aber auch nicht, weshalb du unbedingt unsere Hilfe brauchst.“

„Hättest du mich gleich ausreden lassen, würdest du es jetzt schon wissen, glaub mir.
Also, wo war ich? Ach ja, wie gesagt, sie scheint vollkommen in Ordnung zu sein. Jetzt kommt allerdings mit das Kuriose: Ihre eine Persönlichkeit ist weiblich, mit dem Namen Janine. Die weibliche Persönlichkeit ist sozusagen ihr Haupt Charakter. Ihre zweite Persönlichkeit ist Männlich und hört auf den Namen Danny.“

Vicki, Henry und Coreen sahen ihn an, als wäre ihm ein zweiter Kopf gewachsen. Was gar nicht sooo abwegig wäre, wenn er bedachte, was er in den letzten Monaten schon so alles erlebt hatte.

„Ja. Ihr habt richtig gehört. Wobei der Körper allerdings eine Frau bleibt. Um das mal klarzustellen. Was mich stutzig gemacht hat und weshalb ich euch auch um Hilfe gebeten habe ist, ich habe festgestellt, durch einige Recherchen, dass sich ihre Familie und auch ihre Vorfahren mit dem Okkulten beschäftigt.“

Nun war Coreens Neugier geweckt. Vicki jedoch, schaffte es zuerst eine Frage zu stellen.
„O.K. Sie haben sich mit Hexerei und Magie beschäftigt. Weiß oder Schwarz?“

Doch bevor Mike auch nur den Mund aufmachen konnte, um ihr zu antworten, viel ihm diesmal Coreen in das Wort.
„ Es gibt weder Weiße noch Schwarze Magie. Magie generell ist neutral. Was sie jedoch bewirken soll, wird im Volksmund als Weiß oder Schwarz gewertet. Die Regel aller hexen heißt eigentlich auch `` Tue was du willst, solange es niemanden schadet.`´ Leider halten sich nicht alles Hexen daran.“

„Was eigentlich auch ganz gut ist.“ Meldete sich jetzt auch Henry zu Wort. Er hatte schon so oft mit dieser Materie zu tun gehabt, dass er schon genau wusste, wovon er sprach.
Vicki allerdings, runzelte die Stirn
„Und was bitte soll daran gut sein??“

„Ganz einfach, das Gleichgewicht muss eingehalten werden. Ich weiß, dass hört sich jetzt alles etwas nach Fantasie an, aber im Grunde ist es ganz simpel. Das hat was mit Ying und Yang zu tun. Böse und Gut. Licht und Schatten. Ohne das eine, kann das andere nicht existieren. Das heißt, ohne Dunkelheit kein Licht. Wo nichts Böses ist. Kann man auch nichts Gutes sehen.“ Erklärte der uneheliche Sohn Henry VIII.

„Ja, aber man muss auch beachten, dass jede Magie fordert. Das heißt, sendet man etwas Böses kommt es dreifach zurück.“ Beendete Coreen die Erklärung.

„Du willst also damit sagen, dass die Familie Schwarze Magie praktiziert, (missbilliges Stirnrunzeln von Coreen) O.K. Entschuldigung, neutrale Magie, mit bösem Ziel und sie dafür jetzt bezahlen muss?“ wollte es Vicki genau wissen. Sie ganz konnte sie der Sache nicht glauben.

„Nun, so genau kann man das nicht sagen, wir wissen schließlich nicht welche Art von Magie oder Zauber sie angewendet haben. Es kann auch damit etwas zu tun haben, welche Götter sie in ihre Rituale mit einbeziehen.“
Jetzt war Vicki wieder verwirrt.
„Moment, Moment. Was heißt welche Art von Magie oder Zauber oder welcher Gott? Wie viele gibt es denn davon?“

Darauf stürmte Coreen schnell zu den Büchern, suchte sich ein bestimmter heraus, blätterte schnell auf eine bestimmte Seite und erklärte

„Nun, es gibt die Ritualmagie, Kerzenmagie, Voodoo, Tarot, Runen u.s.w. Jede Hexen Religion, wenn man es noch nicht mal so nennen kann, hat seine eigenen Götter. Doch im Grunde ist es laut meines Buchs immer der Gleiche Gott, das heißt, Gott und Göttin. Je nachdem welcher „Religion“ die Hexe anghört.
Das jetzt zu erklären, da würde man zu weit ausschweifen müssen.“

„O.K. Dann haben wir uns ja in dieser Sache schon einmal weitergebildet. Haben wir den Akten von Janine?“ wandte sich Vicki jetzt wieder an Mike. Der musste sich erstmal den Gedankensprung seiner ehemaligen Kollegin anpassen.
„Was?? Ja.. ähmm... natürlich. Hier.“ Und reichte ihnen Kopien.

„Also, ihr Name ist Janine Torat, sie ist 25 Jahre alt, weiß, hat keine Kinder und ist geschieden….“ Er hatte mal wieder nicht zu Ende sprechen können, da viel ihm auch schon wieder Vicki in das Wort
„WOW! Hier steht, sie hat das erste Mal mit 18 geheiratet. Ist das nicht ein bisschen früh?“    

Diesmal antwortete ihr Henry mit einem Lächeln
„Vor 200 Jahren war man in diesem Alter schon lange Mutter von 3 Kindern. Geheiratet hat man damals zum teil schon mit 13.“  Jetzt konnte es sich Celluci nicht verkneifen.

„Wie reden hier von einer Zeit, in der die Menschen noch dachten,
die Erde wäre eine Scheibe und sie wäre der Mittelpunkt des Universums. Ganz davon abgesehen davon hieß es ja auch noch, Frauen sind zum Kinderkriegen und zum Kochen da. Und die Männer nur für
die Arbeit. Man kann also sagen, dass die Intelligenz des Menschen damals noch in den Kinderschuhen steckte.“

„Und bei manschen Menschen ist das ja auch heute noch. Und so schnell wird sich garantiert auch nichts ändern.“ Konterte Henry. Er hatte schon 400 Jahre überlebt, er brauchte sich nichts von diesem Sterblichen sagen lassen. Vicki rollte nur genervt mit den Augen.
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