Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

Kyubi Unleashed: Rache des Jinchurikis

Kurzbeschreibung
GeschichteAllgemein / P16 / Gen
Deidara Haku Naruto Uzumaki Tayuya Zabuza Momochi
28.11.2008
14.05.2009
26
48.292
8
Alle Kapitel
66 Reviews
Dieses Kapitel
5 Reviews
 
 
28.11.2008 1.769
 
„Okay, ich schaff das! Diesmal bestehe ich!“
Naruto stellte sich vor den Tisch mit den beiden Prüfern Sensei Iruka und Sensei Mizuki, machte das Fingerzeichen und schmiedete sein Chakra.
„Bunshin-No-Jutsu!“, rief er.
Doch anstatt einen richtigen Doppelgänger von sich zu erschaffen lag neben ihm, nachdem sich die Rauchwolke von der Kunst verzogen hatte, ein halbtotes Abbild von ihm. Der Blonde starrte entsetzt auf sein Werk und Iruka ebenfalls.
„Durchgefallen!“, sagte der und Naruto raufte sich die Haare. Wieder hatte er die Abschlussprüfung nicht bestanden, zum dritten Mal versagt. Warum mussten die auch immer die Kunst prüfen, in der er am schlechtesten war? Er ließ den Kopf hängen und wollte den Raum schon verlassen, als sich Mizuki zu Wort meldete.
„Sensei Iruka, das ist bereits sein dritter Anlauf und irgendwie hat er doch einen Doppelgänger erschaffen.“, sagte er. Naruto horchte auf. „Könnten wir ihn nicht bestehen lassen?“
„Ja!“, dachte der Blonde. Doch Iruka sagte: „Das geht nicht, Sensei Mizuki. Alle anderen Schüler haben mindestens drei Bunshin geschaffen und Naruto nur einen, der im Kampf nur ein Klotz am Bein wäre. Ich kann ihn nicht bestehen lassen ...“
Naruto blickte wütend und verschwand aus dem Raum. Warum? Warum schon wieder? Bestimmt war er wieder der Einzige, den Iruka hatte durchfallen lassen. Dabei gab er sich immer solche Mühe, trainierte fast täglich und alles ... warum ... warum nur?

Als hätte er es geahnt. Natürlich war er wieder als Einziger durchgefallen und jetzt saß er auf der Schaukel im Schatten eines Baumes auf dem Vorhof der Akademie und schaute traurig zu der Menge, die sich vor dem Eingang gesammelt hatte. Alle seine Klassenkameraden hatten natürlich bestanden und wurden nun von ihren Eltern und Verwandten dafür gelobt. Sogar Opa Hokage der Dritte war anwesend, doch Naruto interessierte das nicht. Ihn würde keiner loben oder trösten ... er war allein ...
Der Blonde schaute noch einmal zu den Leuten und merkte, das zwei Frauen ihn mit abfälligem Blick beobachteten. Als sie aber merkten, dass Naruto hinübersah, wandten sie sich ab. Er war es gewöhnt, aber es tat immer noch irgendwo weh ... wie Luft behandelt zu werden.
„Ich verschwinde besser ...“, nuschelte er zu sich selbst und setzte seine Schutzbrille auf. Als er hochblickte stand plötzlich Sensei Mizuki neben ihm. Aber was Naruto ein wenig verwunderte war, dass der Chu-Nin lächelte ...

Die Sonne ging langsam unter und tauchte den Himmel über Konohagakure in abendliches rot.
„Sensei Iruka ist ein strenger Lehrer. Er musste sich selbst auch immer anstrengen, da er seine Eltern früh verloren hat.“, sagte Mizuki. Er und Naruto saßen auf der Veranda seines Hauses.
„Aber warum ... warum hat er nur mich wieder durchfallen lassen ...?“, fragte der Blonde traurig.
„Vielleicht sieht er in dir eine Ähnlichkeit mit sich selbst. Er will einfach, dass du stark wirst.“
Naruto ließ sich davon nicht aufmuntern, er war viel zu sehr enttäuscht von sich selbst.
„Aber ich ... ich wollte einfach nur den Abschluss schaffen ...“, murmelte er.
„Okay, es geht wohl nicht anders.“, sagte Mizuki plötzlich und Naruto blickte überrascht zu ihm hinüber. Was geht nicht anders? „Hör mal, Naruto, ich verrate dir jetzt ein großes Geheimnis ...“
„Ein Geheimnis ...?“
„Ja, hör zu ...“ Der Sensei kam näher zu dem Blonden und senkte die Stimme. „Im Haus vom Hokage gibt es eine bestimmte Schriftrolle der sieben Siegel. Wenn du eine Kunst daraus erlernst, dann hast du den Abschluss!“
Es brauchte ein paar Sekunden, bis die Worte zu Naruto durchgedrungen waren.
„Was? Wirklich?!“, stotterte er. Das wäre wirklich wunderbar wenn er doch noch bestehen könnte. „Sag mir, was ich machen muss! Ich will umbedingt den Abschluss haben!“
Mizuki lächelte. „Gut, also hör zu ...“

„Hehe, das war ja einfach!“
Naruto landete auf dem Boden. Mizuki hatte ihm geraten, in den Wald zu gehen und dort die Künste in der Schriftrolle zu üben. Dem Blonden war es doch tatsächlich gelungen, die große Rolle zu beschaffen. Ziemlich aufgeregt stellte er sie vor sich auf den Boden, setzte sich und öffnete die Schriftrolle.
„Mal sehen ... die erste Kunst ist Kagebunshin-No-Jutsu ...“, las er und fasste sich an den Kopf. „Argh, warum kommt zuerst mein Schwachpunkt?! Egal, ich werde alle Künste dadrin lernen und dann bin ich ein Ninja!“
Und das tat er. Über eine Stunde übte er Kagebunshin-No-Jutsu und zu seiner eigenen Freude und Überraschung schien er es auf die Reihe zu bekommen, echte Doppelgänger zu schaffen. Während er das jedoch tat, merkte er nicht, das in Konoha mittlerweile die Hölle los war und alle Ninja auf der Suche nach ihm waren.
Schließlich stand plötzlich Iruka vor dem erschöpften Naruto.
„Hab ich dich ... Naruto!“, sagte der Chu-Nin.
Der Blonde grinste und kratzte sich verlegen am Kopf.
„Mensch, ich hab doch erst eine Kunst gelernt.“, sagte er und stand auf. Er strahlte Iruka an. „Hör mal, hör mal, ich zeig dir jetzt eine großartige Kunst und dann hab ich bestanden ja?“
Iruka stutzte.
„Wer hat dir das erzählt?“
„Sensei Mizuki! Er hat gesagt, wenn ich die Künste aus dieser Schriftrolle meistere, dann hab ich den Abschluss! Dadrin sind wirklich großartige Jutsus!“
Naruto hob die Hände und wollte gerade loslegen, als Iruka plötzlich „Vorsicht!“ rief und den Blonden wegstieß, während er von einigen Kunai getroffen wurde. Erschrocken sprang Naruto auf, die Schriftrolle auf seinem Rücken, und sah Mizuki auf einem Baumast stehen, zwei große Shuriken auf dem Rücken. Wie es aussah, hatte er die Kunai geworfen. Naruto verstand gar nichts mehr.
„Naruto, gib mir die Rolle!“, befahl Mizuki.
„Was bitte? Was ist denn jetzt los?!“, fragte der Blonde.
„Naruto, gib ihm auf keinen Fall die Schriftrolle!“, rief Iruka und zog ein Kunai aus seinem Bein. „Das ist ein gefährliches Schriftstück, in dem verbotene Künste versiegelt sind! Mizuki hat dich nur benutzt, um an die Rolle zu kommen!“
„Was?“ Naruto trat einen Schritt zurück und beäugte Mizuki böse. Der fing auf einmal zu grinsen an.
„Naruto ... es hat keinen Sinn, wenn du sie behältst. Ich erzähl dir die Wahrheit!“, sagte er.
„Wahrheit ...? Was für eine Wahrheit ...?“, dachte Naruto.
„Nein! Mizuki, tu es nicht!!“, brüllte Iruka panisch, doch Mizuki beachtete ihn nicht.
„Du weißt doch, das vor zwölf Jahren das Fuchsungeheuer Kyubi gebändigt wurde oder? Damals wurde auch ein Gesetz erlassen ...“, sagte Mizuki.
„Wa ... was für ein Gesetz ...?“, fragte Naruto.
„Ein Gesetz, von dem du allein nichts wissen durftest.“
„Nur ich ...?! Was für ein Gesetz?!“
Mizuki lachte. Naruto wurde unruhig, er verstand das alles nicht. Was für ein Gesetz? Und warum betraf es nicht ihn?
„Das Gesetz befahl, dass man niemals aussprechen darf, dass DU in Wahrheit das Fuchsungeheuer bist!“
Naruto erschrak, konnte es wirklich ... die Verachtung, der Hass der Leute ...
„Was soll das heißen?!“
„Stopp, Mizuki!!!“, brüllte Iruka, doch auch diesmal wurde er ignoriert.
„Das heißt, du hast Irukas Eltern getötet und fast das ganze Dorf zerstört! Du bist das neunschwänzige Fuchsungeheuer, Kyubi!!“
„Nein ... nein ...“, murmelte Naruto. Er wollte es nicht glauben ... „Nein ...“
„Du wurdest von Hokage dem Vierten versiegelt-“, find Mizuki an.
„Hör endlich auf!!“, brüllte Iruka dazwischen.
„- und die ganze Zeit haben dich die Leute betrogen und verachtet! Hast du denn nie was gemerkt? Du warst immer verhasst!“
„Nein ... nein!“ Naruto schossen die Tränen in die Augen ... Tränen des Zorns und der Wut.
„Und in Wahrheit auch bei Iruka! Er hasst dich!“, hetzte Mizuki weiter und nahm einen seiner Shuriken von Rücken. „Du wirst von niemandem akzeptiert!
Jetzt brach alles auf Naruto ein. Die Verachtung, der Hass, die Trauer. Nun wusste er warum er immer herablassend behandelt wurde und nun wünschte er, er hätte es nie erfahren.
„Nein! Nein! NEIN!“, schrie er und plötzlich brodelte etwas heißes in ihm. Der Shuriken, den Mizuki geworfen hatte, wurde von einem Windstoß weggefegt. „NEEEEIIIN!!!!“
Das Brodelnde materialiesierte sich kreisförmig um den Blonden herum – es war rotes Chakra. Wie eine Spirale waberte es um Naruto, der mit tränenverschmiertem Gesicht darin stand. Es reichte ... er wollte nicht mehr, Lügen ... alles Lügen ... Wenn er das Fuchsungeheuer sein sollte dann ... dann sollte es auch so sein!
„GROOOAAAAAAHHH!!!“
Narutos animalischer Schrei hallte durch den Wald und ließ die Bäume erzittern, das rote Chakra verschwand, doch Naruto war bereits nicht mehr er selbst. Seine Augen waren rot und die Pupillen zu Schlitzen verengt. Voller Zorn blickte er zu Mizuki hoch, der wohl nun begriff, was er angerichtet hatte. Doch war es zu spät, seinen Fehler zu korrigieren.
Naruto fixierte ihn mit den Augen einer Bestie und sprang zu ihm hoch. Während der Blonde noch in der Luft war, warf Mizuki mit erschrockenem Gesicht sein zweites Shuriken, doch Naruto tauchte darunter hindurch und packte das Wurfgeschoss und rammte es Mizuki in die Brust. Der Aufprall warf beide von dem Baum zurück auf den Boden. Naruto war über Mizuki, der Blut spuckte und dann schräg lächelte.
„Fuchsungeheuer ...!“, röchelte er. Er gab keinen Laut von sich, als Naruto den Shuriken mit rechts noch tiefer in die Brust des Chu-Nins bohrte und mit der linken Hand ausholte. Der Schlag ging voller Wucht auf Mizukis Kopf und man konnte praktisch hören, wie sein Schädel brach ...
Naruto erhob sich von dem toten Körper Mizukis und zog den Shuriken aus ihm heraus.
„So wird es euch allen ergehen ...“, knurrte der Blonde. Seine roten Augen wanderten zu Iruka, der sich mühsam aufrichtete. Immer noch steckten einige Kunai in seinem Körper, doch das war dem Blonden egal.
Niemand konnte ihn leiden ... niemand akzeptierte ihn, er war verhasst, Iruka hatte ihm etwas vorgespielt ... wie alle ... eine Lüge ... Hass ... Verrat ... Wut!
„Naruto! Hör bitte auf!“, rief Iruka verzweifelt. Er hatte nun selbst Tränen in den Augen. „Bitte! Das bist du nicht! Lass nicht zu, dass das Fuchsungeheuer dich übernimmt!“
„Iruka ... Lügner ... selbst jetzt spielst du noch diese Rolle ...“, knurrte Naruto. „Ich habe wirklich geglaubt ... ich bedeute dir was ...“
„Aber das tust du!“
„LÜGNER!“, brüllte der Blonde und wieder schoss ein Windstoß durch die Bäume. „IHR HABT MIR ALLE WAS VORGESPIELT! ICH LASS MICH NICHT MEHR VERARSCHEN! ICH WERDE EUCH ALLE TÖTEN FÜR ZWÖLF JAHRE DER EINSAMKEIT!!“
„Naruto ... bitte ...“, flehte Iruka.
„LASS DAS!“, donnerte Naruto und warf das Shuriken mit enormer Wucht. Es nagelte Iruka gegen einen Baum, hatte seinen Bruskorb glatt durchbohrt. „ES REICHT! GENUG! ICH HAB GENUG!! GENUG VON EUCH ALLEN!! WENN ICH DAS KYUBI SEIN SOLL, DANN SOLL ES SO SEIN!! ICH WERDE DIE SCHRIFTROLLE BENUTZEN, UM MICH AN EUCH ALLEN ZU RÄCHEN FÜR DAS WAS IHR UND DER VIERTE HOKAGE MIR ANGETAN HABT!! SEI FROH, DAS DU DAS NICHT MEHR MITERLEBEN WIRST!!“
Zwei Tränen schossen aus seinen Augen, als er Iruka sah, der sich kaum noch rührte, doch die Reue wurde kurz darauf von einer neuen Flut aus Wut ertränkt und er verschwand mit der Schriftrolle im Wald.
„Na ... ru ... to ...“, röchelte Iruka. Danach würde er sich nie mehr rühren ...
Review schreiben
 
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast