Psychiatrie Mittelerde
von Raumoriel
Kurzbeschreibung
Warum ist die Welt böse? Gibt es bei den Nazgûl eine Frauenquote? Welches Altersheim kann Gandalf empfehlen? Und ist Haldir eigentlich schwul? Eure Lieblingscharaktere beantworten eure Fragen!
GeschichteHumor, Parodie / P12 / Gen
26.11.2008
19.07.2011
20
39.810
2
Alle Kapitel
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Dieses Kapitel
14 Reviews
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26.11.2008
860
Herzlich willkommen zurück!
Meine Story wurde leider beanstandet und ich musste sie völlig ausformulieren, was ein bisschen gedauert hat. Aus dem Grund ist das erste Kapitel jetzt ein bisschen langatmig, weil erstmal die Umstände geklärt werden müssen. Ich hoffe, ihr lasst euch davon nicht vergraulen ^^
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Es ist ein schöner, sonniger Herbsttag. Irgendwo mitten in einem Wald, von dem niemand genau weiß, wo er liegt, hat jemand ein riesiges Haus gebaut. Es besteht aus ein paar Gängen, die scheinbar völlig ungeordnet die Lichtung durchziehen, wobei sie sich in den verrücktesten Winkeln schneiden, und dazwischen liegen zahlreiche Gärten, Plätze, Höfe, Beete und Ähnliches. Etwa in der Mitte, vielleicht auch ein kleines Stückchen links davon, befindet sich eine Art Hauptgebäude, das zwei Stockwerke hat: Das untere ist quadratisch, und die Decke wird teilweise von einem Dachgarten mit Terrasse bedeckt, teilweise von einer kleineren, ebenfalls quadratischen Ansammlung von Räumen, die wiederum teilweise von einer Glaskuppel überspannt werden.
Viele Meilen rings um das Haus gibt es nichts als Bäume, nur Tiere durchstreifen das Gebiet (wobei diese das Haus selbst scheu meiden) und es scheint aberwitzig, so fern von aller Zivilisation eine Wohnstätte zu errichten, schon wegen der Nahrungsversorgung. Dennoch, den Bewohnern des Hauses geht es gut – nun, zumindest körperlich.
Die Bewohner sind zu definieren als die aktiven Teilnehmer des letzten großen Krieges von Mittelerde. Der Ringekrieg hat auf ihnen allen mehr oder weniger seine Spuren hinterlassen oder sie stehen zumindest unter Verdacht, in näherer oder fernerer Zukunft Anzeichen solcher Spuren zu zeigen, die sich meist dadurch äußern, dass vorher bereits vorhandene Verhaltensweisen in stark ausgeprägter Form eine Art Geistesstörung verursachen.
Um für all diese Bewohner zu sorgen, wurde ein Projekt ins Leben gerufen, das sich selbst „Unternehmen zur Gewährleistung der Versorgung und fachlichen Betreuung der vom Ringekrieg mitgenommenen Kämpfer“, kurz (oder auch eher lang) „UzGdVufBdvRmK“ nennt, aber selbst von den leitenden Personen wegen des langen Namens schlicht als „Arda-Psychiatrie“ bezeichnet wird. Die Leitung dieses Projekts obliegt aufgrund mangelnder finanzieller Möglichkeiten jedoch zumeist fachlich völlig inkompetenten da selbst betroffenen Personen, die aber sehr kompetent aussehen, etwa Meister Elrond oder Lady Galadriel.
Werfen wir nun einen Blick ins Innere des Haupthauses. Denn dort – im Erdgeschoss – befindet sich ein großer, halbkreisförmiger Saal. Seine gerade Seite entspricht einer gewöhnlichen Wand, die Runde ist aus Glas und dahinter liegt ein Raum mit vielen Sitzen, die allerdings leer sind. Nicht so der Saal: In ihm stehen lauter verschiedene Wesen, Elben, Zwerge, Hobbits, Menschen und noch mehr. Vor ihnen eine Elbin, die schwarzes Haar und sehr spitze Ohren hat und im Übrigen Raumoriel heißt und, da am Ringekrieg nicht im Geringsten beteiligt, so ziemlich die Einzige halbwegs Normale in der AP ist.
Geradezu übertrieben freundlich lächelnd winkt sie in unsere Kameras und ruft: "Hallihallo, willkommen in der Sprechstunde der Profis von Mittelerde!"
Hinter ihr in der Reihe wendet sich ein junger Hobbit an den neben ihm Stehenden, reckt die Nase hoch und sagt etwas. Glücklicherweise haben wir dort drinnen einige Mikrophone angebracht und können so der Unterhaltung folgen: "Hörst du, Pippin, ich bin ein Profi!"- „Vergiss es!“ – „Raumooooooooooooriel?“
Die Angesprochene hingegen ignoriert den Hobbit gekonnt und fährt stattdessen fort: "Hier werden eure Fragen exklusiv von euren Lieblingscharakteren beantwortet! Schreibt mir einfach irgendeine Frage, ein Problem, einen Begriff, den sie erklären sollen und den gewünschten Charakter, und sie werden sie ganz brav und umgehend beantworten!"
"Aber ich muss zurück nach Gondor! Mein Land geht zugrunde ohne mich! Ich kann unmöglich...", beginnt ein schwarzhaariger Mensch in der Reihe sich nun zu regen, wird jedoch sofort von einem anderen mit den Worten "GONDOR IST MEIN LAND!" zurechtgewiesen.
Die Elbin sieht sich ob der Lautstärke gezwungen, zu reagieren. Sie bedenkt den Ersten mit einem Blick, der jeden Nazgûl in die Flucht schlagen würde, und zischt ganz leise: "Du wirst ganz brav tun, was ich dir sage, oder ich sperr dich zusammen mit Boromir in sein Zimmer!!"
Nun aber zeigt sich der zweite Mensch entsetzt. "Aber das... Das machst du doch nicht WIRKLICH, oder?“, stammelt er, „Was hab ich denn gemacht? Ich bin auch immer gaaaaaaanz lieb, versprochen! Bitte, Raumoriel, das kannst du doch nicht machen!"
Mit einem ärgerlichen Seufzen stimmt die Elbin zu: "Nein, ich fürchte, das kann ich nicht...", woraufhin der Erste, in der Meinung, so einer Strafe entronnen zu sein, erleichtert aufatmet. Raumoriel jedoch lässt nicht so rasch locker: "Aber in Éowyns Zimmer!!" Eine blonde Frau fängt an zu grinsen, woraufhin der Störenfried ganz schnell sehr kleinlaut schweigt.
Raumoriel wendet sich jetzt wieder an uns: „Nun, also wir warten nur noch auf eure Aufträge! Und wir hoffen natürlich, dass diese bald eintrudeln werden!“ Sie wirft einen misstrauischen Blick in die Runde, doch als niemand so töricht ist, zu widersprechen, sagt sie, nun wieder freundlich lächelnd: „Schön! Dann, bis hoffentlich bald!“
Dies fassen die Anwesenden als Erlaubnis zum Gehen auf. Die Mikrophone schnappen trotz des allgemeinen Gemurmels noch folgenden Wortwechsel zwischen zwei blonden, männlichen Elben auf: "Du, Glorfindel... die holen uns doch sicher nicht mitten in der Nacht aus dem Bett, oder?" - "Ich hoffe es... ich brauch doch meinen Schönheitsschlaf!"
Meine Story wurde leider beanstandet und ich musste sie völlig ausformulieren, was ein bisschen gedauert hat. Aus dem Grund ist das erste Kapitel jetzt ein bisschen langatmig, weil erstmal die Umstände geklärt werden müssen. Ich hoffe, ihr lasst euch davon nicht vergraulen ^^
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Es ist ein schöner, sonniger Herbsttag. Irgendwo mitten in einem Wald, von dem niemand genau weiß, wo er liegt, hat jemand ein riesiges Haus gebaut. Es besteht aus ein paar Gängen, die scheinbar völlig ungeordnet die Lichtung durchziehen, wobei sie sich in den verrücktesten Winkeln schneiden, und dazwischen liegen zahlreiche Gärten, Plätze, Höfe, Beete und Ähnliches. Etwa in der Mitte, vielleicht auch ein kleines Stückchen links davon, befindet sich eine Art Hauptgebäude, das zwei Stockwerke hat: Das untere ist quadratisch, und die Decke wird teilweise von einem Dachgarten mit Terrasse bedeckt, teilweise von einer kleineren, ebenfalls quadratischen Ansammlung von Räumen, die wiederum teilweise von einer Glaskuppel überspannt werden.
Viele Meilen rings um das Haus gibt es nichts als Bäume, nur Tiere durchstreifen das Gebiet (wobei diese das Haus selbst scheu meiden) und es scheint aberwitzig, so fern von aller Zivilisation eine Wohnstätte zu errichten, schon wegen der Nahrungsversorgung. Dennoch, den Bewohnern des Hauses geht es gut – nun, zumindest körperlich.
Die Bewohner sind zu definieren als die aktiven Teilnehmer des letzten großen Krieges von Mittelerde. Der Ringekrieg hat auf ihnen allen mehr oder weniger seine Spuren hinterlassen oder sie stehen zumindest unter Verdacht, in näherer oder fernerer Zukunft Anzeichen solcher Spuren zu zeigen, die sich meist dadurch äußern, dass vorher bereits vorhandene Verhaltensweisen in stark ausgeprägter Form eine Art Geistesstörung verursachen.
Um für all diese Bewohner zu sorgen, wurde ein Projekt ins Leben gerufen, das sich selbst „Unternehmen zur Gewährleistung der Versorgung und fachlichen Betreuung der vom Ringekrieg mitgenommenen Kämpfer“, kurz (oder auch eher lang) „UzGdVufBdvRmK“ nennt, aber selbst von den leitenden Personen wegen des langen Namens schlicht als „Arda-Psychiatrie“ bezeichnet wird. Die Leitung dieses Projekts obliegt aufgrund mangelnder finanzieller Möglichkeiten jedoch zumeist fachlich völlig inkompetenten da selbst betroffenen Personen, die aber sehr kompetent aussehen, etwa Meister Elrond oder Lady Galadriel.
Werfen wir nun einen Blick ins Innere des Haupthauses. Denn dort – im Erdgeschoss – befindet sich ein großer, halbkreisförmiger Saal. Seine gerade Seite entspricht einer gewöhnlichen Wand, die Runde ist aus Glas und dahinter liegt ein Raum mit vielen Sitzen, die allerdings leer sind. Nicht so der Saal: In ihm stehen lauter verschiedene Wesen, Elben, Zwerge, Hobbits, Menschen und noch mehr. Vor ihnen eine Elbin, die schwarzes Haar und sehr spitze Ohren hat und im Übrigen Raumoriel heißt und, da am Ringekrieg nicht im Geringsten beteiligt, so ziemlich die Einzige halbwegs Normale in der AP ist.
Geradezu übertrieben freundlich lächelnd winkt sie in unsere Kameras und ruft: "Hallihallo, willkommen in der Sprechstunde der Profis von Mittelerde!"
Hinter ihr in der Reihe wendet sich ein junger Hobbit an den neben ihm Stehenden, reckt die Nase hoch und sagt etwas. Glücklicherweise haben wir dort drinnen einige Mikrophone angebracht und können so der Unterhaltung folgen: "Hörst du, Pippin, ich bin ein Profi!"- „Vergiss es!“ – „Raumooooooooooooriel?“
Die Angesprochene hingegen ignoriert den Hobbit gekonnt und fährt stattdessen fort: "Hier werden eure Fragen exklusiv von euren Lieblingscharakteren beantwortet! Schreibt mir einfach irgendeine Frage, ein Problem, einen Begriff, den sie erklären sollen und den gewünschten Charakter, und sie werden sie ganz brav und umgehend beantworten!"
"Aber ich muss zurück nach Gondor! Mein Land geht zugrunde ohne mich! Ich kann unmöglich...", beginnt ein schwarzhaariger Mensch in der Reihe sich nun zu regen, wird jedoch sofort von einem anderen mit den Worten "GONDOR IST MEIN LAND!" zurechtgewiesen.
Die Elbin sieht sich ob der Lautstärke gezwungen, zu reagieren. Sie bedenkt den Ersten mit einem Blick, der jeden Nazgûl in die Flucht schlagen würde, und zischt ganz leise: "Du wirst ganz brav tun, was ich dir sage, oder ich sperr dich zusammen mit Boromir in sein Zimmer!!"
Nun aber zeigt sich der zweite Mensch entsetzt. "Aber das... Das machst du doch nicht WIRKLICH, oder?“, stammelt er, „Was hab ich denn gemacht? Ich bin auch immer gaaaaaaanz lieb, versprochen! Bitte, Raumoriel, das kannst du doch nicht machen!"
Mit einem ärgerlichen Seufzen stimmt die Elbin zu: "Nein, ich fürchte, das kann ich nicht...", woraufhin der Erste, in der Meinung, so einer Strafe entronnen zu sein, erleichtert aufatmet. Raumoriel jedoch lässt nicht so rasch locker: "Aber in Éowyns Zimmer!!" Eine blonde Frau fängt an zu grinsen, woraufhin der Störenfried ganz schnell sehr kleinlaut schweigt.
Raumoriel wendet sich jetzt wieder an uns: „Nun, also wir warten nur noch auf eure Aufträge! Und wir hoffen natürlich, dass diese bald eintrudeln werden!“ Sie wirft einen misstrauischen Blick in die Runde, doch als niemand so töricht ist, zu widersprechen, sagt sie, nun wieder freundlich lächelnd: „Schön! Dann, bis hoffentlich bald!“
Dies fassen die Anwesenden als Erlaubnis zum Gehen auf. Die Mikrophone schnappen trotz des allgemeinen Gemurmels noch folgenden Wortwechsel zwischen zwei blonden, männlichen Elben auf: "Du, Glorfindel... die holen uns doch sicher nicht mitten in der Nacht aus dem Bett, oder?" - "Ich hoffe es... ich brauch doch meinen Schönheitsschlaf!"