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Twin's Fate- One Shot

von Nenilein
Kurzbeschreibung
GeschichteAllgemein / P6 / Gen
Palom und Porom
24.11.2008
24.11.2008
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Zumindest sind sie in Sicherheit….
Porom wiederholte diesen Gedanken wieder und wieder zu sich selbst. Doch das änderte nichts an der Tatsache, dass ihr zum heulen zumute war… sie hätte geheult, wenn sie es gekonnt hatte.
Doch das konnte sie nicht.
Denn ihr Körper war nun nichts weiter als eine Statue, gelehnt gegen die Westwand dieser Vorhalle. Und doch war sie bei vollem Bewußtsein und nahm alles um sich so klar wahr, als würde sie mitten im Raum stehen. Ein geistiges Bild von sich selbst, eine Illusion, die nur sie sehen konnte, aus dem Willen heraus, zu existieren. Doch wenn sie die Hand nach etwas ausstrecken wollte, dann glitt sie hindurch, geschah nichts. Und wollte sie den Raum verlassen, dann wurde sie zurückgehalten, als hinge sie an einer Kette.
Sie war eine Gefangene in diesem Raum.
„Das war eine blöde Idee!“, mault Pallom. Sein geistiges Abbild, dass Porom sehen konnte, saß auf dem Boden und starrte Gelangweilt auf den Teppich, doch sein wahrer Körper stand gegen die Ostwand des Raumes gelehnt, in die selbe steingraue Farbe gehüllt, wie Poroms eigener.
„Was hätten wir tun solln?“, fragte Porom ihren Bruder. „Uns zerquetschen lassen? Sieh es positiv. Wenigstens leben wir noch….“
„Wenn du das „Leben“ nennst, na dann gute Nacht.“
Pallom verdrehte die Augen.
„Dir ist es vielleicht entgangen, Schwesterchen, aber wir sitzen hier drinnen fest, können mit niemanden sprechen, und, oh ja, ICH HAB’ HUNGER!“
„Den Hunger bildest du dir nur ein. Statuen hungern nicht!“, widersprach Porom.
„Statuen diskutieren normalerweise auch nicht telepathisch mit anderen Statuen darüber, ob sie Hunger haben!“, fauchte Pallom zurück.
„Ich hatte ne’ großartige Zukunft vor mir! Ich bin Mysidias talentiertester Schwarzmagier, und das mit 5 Jahren! Was hätte ich dann erst mit 50 zusammengebracht? Der Älteste hätte gegen mich sicher wie ein billiger Taschenspieler ausgesehen!“
„ Sprich nicht so hablässig über den---„
„..und jetzt?! Jetzt kann ich hier nie mehr weg! Ich bin in der Vorhalle eines Thronsaals gefangen! Wenn es wenigstens der Thronsaal wäre, aber, nein, es ist die VORHALLE des Thronsaals!“
„Pallom, hör auf zu fle….. huh?“
Porom stoppte. Sie sah ihren Bruder an. Er wirkte völlig verzweifelt und ängstlich….
„…Pallom…“
In Gedanken kam Porom näher an ihn heran…. Sie wollte ihn trösten, bis sein geistiges Abbild mit wütendem Blick den Kopf hob, die feucht wirkenden Augen auf seine Schwester fixiert:
„Das ist alles deine Schuld!“
„MEINE SCHULD?“
Porom dachte wohl, sie hört nicht recht.
„In wiefern ist das bitte MEINE Schuld?!“
„DU bist die Weißmagierin hier! Was ist jetzt mit deiner tollen Gabe, das Böse vorherzuspüren?! Du hättest uns warnen können!“
„Erstens: Ich kann nur Monster spüren, und das kannst du auch. Und, zweitens, das war kein Monster, das war der GEIST von einem, der die Wände verflucht hat um uns zu killen! Wie hätte ich das bitte vorhersagen sollen?! Ich bin eine Heilerin, keine Hellseherin!“
„Na und?! DU warst diejenige, die mit der bescheuerten Idee ankam, uns zu versteinern! Wegen DIR stehen wir jetzt hier und langweilen uns zu Tode, und das bis zum St. Nimmerleinstag!“
Porom wehrte sich:
„Es war UNSERE Entscheidung!! Du hast laut und deutlich gesagt: Ja, tun wir’s!“
„Ja, die Wände sind auf uns zu gekommen! Was hätte ich den sonst machen sollen? „Nein“ sagen, vielleicht? Es war ne Druckentscheidung!“
„Bei mir doch auch!“, heulte Porom faßt schon „Wir können froh sein, dass mir das in dem Moment gerade eingefallen ist!“
„FROH?! WORÜBER?!“, schrie Palom wütend.
Porom drehte sich zur Seite und flüsterte:

„Dass Cecil, Yang und Meister Tellah noch leben….“

„…..“
Palom schwieg. Er drehte in Gedanken den Kopf weg. Jetzt fiel ihm auf, wie egoistisch er die ganze Zeit war…
„Du hast Recht, Schwesterchen….“
Er versuchte zu lächeln, zumindest im Geist.
„Cecil lebt. Das ist alles, was zählt.“
Porom tat es ihm gleich… auch wenn dieses Lächeln ebenso falsch war, wie Paloms.
„Ich… Ich frage mich, ob er sie wiedergefunden hat…“, flüsterte Porom. „Das Mädchen… Rosa.“
„Ganz sicher. Er läßt sich nicht unterkriegen. Er hat was drauf! Hehe.. Aber…. Natürlich hätte ich sie 10 Mal schneller gefunden!“
Porom hob unbeeindruckt die Augenbrauen an:
„Natürlich.“
Sarkasmus lag in ihren Gedanken.
Sie schaute ihren Bruder, der es offensichtlich ernst meinte, kurz an.
Dann lachte sie.
„Was?!“, fragte Palom perplex.
„Du bist so ein Kindskopf!“, lachte Porom.
„Hey!“
„Ist aber so!“, kicherte Porom weiter„Manchmal fällt es mir echt schwer zu glauben, dass wir gleich alt sein sollen!“
„Mir auch!“, Palom verschränkte die Arme: „Ich fühle mich weit älter als mickrige 5 Jahre! Ich bin geistig mindestens so weit wie 25!“
„Ja, 25!“, lachte Porom „25 Monate!“
„Blöde Kuh!“, schimpfte Palom.
„Beleidigte Leberwurst!“, kicherte Porom zurück. „Du darfst nicht immer so schnell angerührt sein, wenn du wirklich erwachsen sein willst!“
„Du redest so, als würdest du dich für sooo erwachsen halten!“
„Blödsinn! Ich sage nur das, was der Älteste sagen würde!“
„Hehe, der Älteste! Ich weiß schon ganz genau, was er sagen wird, wenn er DAS hier herausfindet… ehem…“
Palom Abbild stand auf und ging in eine ehrwürdige Pose. Er sprach in tiefer Stimmlage:
„ Kinder, das war eine äußerst tohrhafte Dummheit von euch! Was habt ihr euch dabei nur gedacht! Entscheidungen sollten auch in der Not stets wohl überlegt sein! Bla, Bla, Bla, Rabarbabarbarabara!“
„Hahahahahaha!“, Porom musste tatsächlich lachen.
„Eigentlich hasse ich es ja, wenn du den Ältesten veräppelst, aber das war einfach ZU perfekt! Kompliment!“
„Hey, Porom?“, fragte Palom. „Weißt du noch, dass eine Mal wo ich dieses Exam in Magie zweiter Stufe ablegen musste, aber…err… verhindert war?“
Porom verdrehte die Augen:
„Du hattest Muffensausen, weil du keinen Spruch gelernt hattest, sondern die ganze Woche damit verbracht hast, sämtliche Hühner der Stadt in tanzende Kröten zu verwandeln.“
„EGAL!“, lenkte Palom ab:
„Jedenfalls… da bist du doch für mich eingesprungen! Mann, das war so zu Schräglachen!“
„Du hast mir angedroht, mich in ein Schwein zu verwandeln, wenn ich’s nicht tue!“, seufzte Porom.
„Ich musste dir die Haare machen und dich schminken, damit du so aussiehst wie ich, und ich musste mir Stirnfransen schneiden…. Nur weil wir noch keinen einzigen Verwandlungszauber für menschliche Gestalten konnten.“
„War doch Lustig!“, meinte Palom. „Und die Haare sind dir auch nachgewachsen!“
Porom griff sich in das, momentan ohnehin nicht echte, Haar und sagte:
„Es war vielleicht solang lustig, bis wir den Fehler in deinem tollen Plan fanden:
Ich bin eine WEIßmagierin.“
„Hehehe, ja, das war schon blöd, als dich der Älteste dann gebeten hat, Blitzra zu wirken!“
„Und dann habe ich statt dessen Vitra gewirkt…“
„Und der Älteste ganz, so: „Was war das?!“ Und du: „Err… ein sanftes Blitzchen… mit Heilwirkung?!““
Porom lachte:
„Ja!! Hehehe! Und der Älteste dann: „Gut. Liebe Porom, du kannst gehen. Falls sich der ECHTE Palom hier irgendwo im Saal befindet, möchte ich ihm mitteilen, dass er nachsitzt. Die nächsten 12 Wochen!“
Palom wurde rot:
„Das war der weniger lustige Teil… da haben die Jungs mitgekriegt, dass ich mich als meine Schwester verkleidet habe und haben sich schrottgelacht über mich. 12 Wochen lang. Beim Nachsitzen. Durch’s Fenster.“
„Selber Schuld!“, lachte Porom. „Wenn du mal ab und zu die Nase von selbst in die Bücher stecken würdest, hättest du nicht solche Probleme!“
„Tja….“
Palom hielt kurz ein.
„Würde ich echt öfters lesen, hätte ich vielleicht nen Zauber gekannt, der uns ALLE gerettet hätte… ohne Nebenwirkungen….“
Er schaute Porom an:
„Irgendwie ist es dann ja eigentlich meine Schuld….“
„Schwachsinn!“, meinte Porom „Der Schuldige bin weder ich, noch bist es du! Daran sind Golbez und seine 4 Vollidioten schuld, mit ihren skrupellosen Plänen!“
Pallom machte große Augen:
„Das gibt’s nicht:
ICH gebe Schuld ZU und DU verteidigst MICH?!“
„Tja….“, sagte Porom. „Ausnahmen bestätigen die Regel!“
„Hihihihihihi!“
Die Beiden lachten.
Es war schon komisch. Sie waren Zwillinge, doch jetzt, da sie sich nicht mal wirklich in die Augen sehen konnte, waren sie sich näher als jemals zuvor und hatten zusammen einen riesen Spaß…

Einige Zeit verging (wieviel genau, war schwer zu sagen).
Nur selten kamen Leute durch die Kammer in den Thronsaal, doch immer, wenn sie die Statuen der Magierzwillinge sahen, drehten sie sich verwundert danach um.
Anfangs hatten Palom und Porom versucht, sich bemerkbar zu machen, aber schließlich, da es sinnlos war, sind sie dazu übergegangen, statt dessen zu raten, wer wohl als nächstes durchkommt, wie lange er sie wohl verdutzt anstarren würde, und ob er wohl irgendwelche Kommentare zu ihrem „Desing“ abgeben würde. (Meistens hieß es, ihre Roben wären unglaubwürdig und lächerlich, was die Beiden recht verstimmte, und manches mal sagte einer, die rechte Statue hätte eine bescheuerte Frisur, worauf Palom jedesmal Lust hatte, dem jeweiligen Passanten eine zu verpassen)
„Das ist ein Novizen-zopf! Ein NOVIZEN-ZOPF!“, schrie Palom einmal auf. „Yang hat auch einen, aber den lacht keiner aus!“
„Yang hat aber auch tonnenweiße Muskeln.“, erinnerte ihn Porom. „Und du bist… nun ja… 5.“
„Arghh…“
Palom betrachtete seine dünnen Ärmchen.
„Nicht fair!“
Die Beiden hatten sich inzwischen relativ mit ihrem Schicksal abgefunden. Alles in allem waren die Tage nicht so langweilig. Ab und an kamen interessante Leute vorbei und die Beiden fanden immer wieder Gesprächsstoff. Sie fingen auch an, ihre Situation zu analysieren und „was-wäre-wenn“ Theorien aufzustellen.
„Hmm… Hätten wir einfach Yang und Cecil versteinert…“, überlegte Palom
Porom fuhr fort:
„..hätten wir den Zauber nachher aufheben können und alles wäre in Ordnung! Tja, aber auf sowas kommt man eben nicht unter Druck!“
„Außerdem wären die zwei sicher stocksauer gewesen!“, Palom „Wer läßt sich schon gerne versteinern?—Außer uns.“
„Wir hätten uns eben bei ihnen entschuldigen müssen. Sie hätten es sicher verstanden!“, meinte Porom.
Palom nickte:
„Ja, hast’ recht. Yang und Cecil sind super Typen! Cecil hat mich damals ja echt überrascht… so nett, obwohl er der Dunkle Ritter von damals war…“
„Die Paladin-Rüstung steht ihm auch viel besser!“, kommentierte Porom.
„Oh!“ Palom schaute verschmitzt drein: „So ist das? Meine Schwester steht auf Typen mit Schwert, Cape und langem, seidigem Haar?“
„W-Was?!“, Porom schreckte auf. Ihr Bruder warf ihr doch nicht gerade vor auf Cecil zu---
„PALOM! Hör mit dem Schwachsinn auf! Cecil liebt Rosa!“
„Und du bist doch sicher neidisch, oder? Oder?“
„NEIN! Überhaupt nicht! Ich bin erst fünf Jahre alt! Ich habe noch GENUG Zeit mir einen zu suchen, der zu mir paßt! Und der wird garantiert NICHT so sein wie du, Bruderherz!“
„Aber so wie Cecil-herzchen?
„HÖR AUF!“
In diesem Moment hörten die Beiden Schritte. Jemand kam…

„Diese Statuen sind also…“
„Die Zwillingsmagier aus Mysidia, die mir auf den Berg geholfen haben. Ja“

„Das ist Cecils Stimme!“, sagte Porom. Sie und Palom lauschten aufgeregt.

Cecil betrat tatsächlich den Raum, gefolgt von Yang, Cid, einer Frau ihn Seidenkleidung, einem Mann in dunkler Rüstung mit Speer und zwei hiesigen Magiern.
Die Frau faßte sich sofort an den Händen, als würde sie beten
„Die armen Kinder!“
Die beiden Magier traten vor. Der Schwarzmagier sprach.
„Wir wunderten uns bereits, warum der Raum an Größe verloren hat, und  was die Statuen hier zu suchen haben… aber nie hätten wir uns erträumt, dass es sich dabei um die beiden Zwillingskinder aus Mysidia handelt!“
„Ihr kennt sie?“, fragte Yang.

Palom verschränkte die Arme:
„Ha! Natürlich haben sie schon vom großen, berühmten Palom gehört! Wer hat das nicht?“
„Aber wo ist Tellah?“, fragte Porom nervös.

Die Weißmagierin sagte:
„Die Beiden sind auch hier sehr bekannt, weil von den Kollegen aus Mysidia aus die Kunde zu uns dran, dass sie mit ihren 5 Jahren bereits sämtliche Magie der Stufe 2 beherrschen! Einfach außergewöhnlich!“
„Oh ja…. Das sind sie…“
Cecil trat zu Poroms Körper vor und berührte sie sanft am steinernen Haar.

„Awwww! Cecil-herzchen hat dich berührt, Schwester!“
Porom lief knallrot an:
„Klappe.“

Cid setzte sich ein:
„Die Kinder waren echt mutig! Haben sich blitzschnell entschieden, uns zu retten! Ja ja,!“
„Es könnte sein, dass die beiden im Moment bei vollem Bewußtsein sind, oder?“, fragte Rosa.
Die Weißmagierin nickte:
„Das ist korrekt. Sollten ihre Seelen nicht schlafen, dann sind sie im Moment hier mitten unter uns… als Gefangene.“

„Wie recht sie doch haben, Fräulein…“, seufzte Pallom.

„Ich wußte gar nicht, wie ich es dem Ältesten beibringen sollte, dass die Kinder, die er mir anvertraut hatte…“, Cecil unterbrach.
„….Er war sehr geschockt…“
„VERDAMMT!“
Der Mann mit dem Speer rammte selbigen vor Wut in den Boden:
„Hätte ich mich nicht dermaßen ausnutzen lassen, wäre es nie so weit gekommen! Wir hätten, wie geplant, die Rebellion gestartet, und den falschen  König gestürzt! Diese bemitleidenswerten Kinder würden jetzt noch in Mysidia sein und ihre Sprüche üben!“

„..Ich bin aber froh, dass wir mit Cecil gegangen sind…“, meinte Palom. „Es hat Spaß gemacht… und wir haben Freunde gefunden.“
Porom nickte: „Ja… irgendwie… war es das hier wert!“

„Kain, du bist unschuldig! Golbez hat dich kontrolliert!“, warf Cecil ein.
Kain beruhigte sich nicht:
„Doch ich habe mich kontrollieren LASSEN und damit dich und Rosa in Gefahr gebracht… das werde ich mir nie vergeben“
Rosa nahm Kains Hände:
„Kain…. Schmach aus der Vergangenheit zu ziehen bringt jetzt nichts. Jetzt müssen wir versuchen, die Zukunft zu verbessern. Wir müssen unser bestes geben und weitermachen!“
Yang nickte:
„Ja. Für alle, die in diesen Kämpfen bereits fallen mußten… Anna, Palom, Porom, Rydia und Tellah…“

Porom schrak auf:
„Meister Tellah ist….“
„…Tot?“, vollendete Palom fast tonlos den Satz.
Porom schüttelte in Gedanken den Kopf:
„..Nein…“
Palom machte in Gedanken eine Faust:
„Dafür…. Dafür wird dieser Golbez büßen!!!!!“
„Palom…“
Er stürmte Richtung Tür, doch er konnte, sie nicht durchschreiten:
„LASS MICH DURCH!!!“
Porom kam zu ihm:
„Palom, hör auf! Du weißt, dass es nichts bringt…“
Palom weinte ohne Tränen:
„Warum ist das passiert?! Warum konnten wir nichts tun!? Meister Tellah hat das nicht verdient! Dieses Mädchen hat das nicht verdient! Wir haben das nicht verdient! Es ist nicht Fair! Nicht fair!“

„Es ist nicht fair.“, sagte Cecil plötzlich. „All dieses Leid… Wofür?“
Rosa trat an die versteinerten Zwillinge heran:
„Ich wünschte, wir könnten diesen Kindern helfen…. Doch ich verfüge nicht über diese Kraft…. Was hilft einem die Macht zu Heilen, wenn man denen, die es am nötigsten haben, nicht helfen  kann?“, sie weinte eine Träne.
„Wir arbeiten daran!“, meinte die Weißmagierin.
Cecil verbeugte sich kurz:
„Danke…“
Kain drehte sich um:
„Golbez wird nicht lange fackeln… wollen wir etwas erreichen, müssen wir jetzt weiter.“
Cecil nickte:
„Gehen wir!“
„Ich navigiere uns zu der Insel!“, sagte Cid.
Die Gruppe verließ den Raum. Nur Cecil drehte sich um:
„Palom.. Porom… wenn ihr mich hören könnt, haltet bitte noch ein wenig durch. Ihr werdet wieder normal werden… versprochen.“
Cecil verließ den Raum.

„Wir halten das schon durch Cecil….“, flüsterte Palom.
Porom verbeugte sich kurz:
„Danke. Wir haben volles vertrauen in euch, Freunde… bitte, auch wenn wir nicht helfen können, wir beten, dass ihr Golbez besiegt…“
Sie schaute ihrem Bruder in die Augen:
„Palom! Wir werden auch kämpfen oder? Ich meine, ein bißchen Stein hält uns doch nicht auf! Wahre Willenskraft kann JEDEN Zauber brechen!“
Palom nickte:
„JA! Warum sitzen wir nur hier und langweilen uns?! Wir können doch was tun! Ich für meinen Teil WILL hier raus!“
Er verschränkte die Arme:
„Komm schon, Porom, heil uns!“
Sie konzentrierte sich:
„MEDICA!“
Nichts geschah.
„MEDICA!“
Immer noch nichts.
Sie seufzte.
Doch Palom trat vor sich:
„Zwillingsmagie?“
„OK!“
Gemeinsam versuchten sie es erneut:
„MEDICA!“
Sie versuchten es weiter und weiter, auch wenn sie nicht wussten, für wie lange.
Menschen kamen vorbei, doch sie nahmen es nicht wahr. Sie konzentrierten sich nur auf den Zauber, den sie sprechen wollten…

So kam es, dass sie es eines Tages auch nicht bemerkten, als die Magier den Raum wieder betraten--- in Begleitung.
„Und es funktioniert keine gewöhnliche Heilung?“, fragte der Älteste von Mysidia.
„Nichts.“, meinte die Weißmagierin.
Der Älteste trat näher.
Er konzentrierte sich, betrachtete die Kinder…
Und lächelte:
„…Diesesmal wird es funktionieren.“
„Huh?“
Die Magier schienen verwirrt.

„Palom… ich kann nicht mehr!“
„Nicht aufgeben Porom! Dieses mal klappt’s, ich weiß es!“
„Und was wenn nicht? Was wenn es nie klappt?“
„Dann versuchen wir es weiter und weiter! Cecil kämpft doch auch! Wir müssen es auch weiterversuchen!“
„O… K…. Ich… Wir können das! Noch einmal!“

Der Älteste erhob den Arm und machte sich bereit.

Palom und Porom ebenso…

Und alle drei gemeinsam, von innen und außen, sprachen das Wort, zur selben Zeit:

„MEDICA!!!!“

Ein helles Licht erstrahlte plötzlich und hüllte alle Anwesenden ein, blendend hell……………..

„Uhh…“
Porom schlug die
Augen auf.
Unter sich spürte sie den Teppich der Halle… Sie spürte ihn tatsächlich, jede einzelne Faser…
Sie schaute auf. Ein wohlbekanntes Gesicht schaute sie zufrieden an.
„Ä…Ältester?“, fragte Porom.
Sie hörte ihre eigene Stimme. Sie hörte sie wirklich, sie nahm sie nicht nur in Gedanken wahr.
Der Älteste lächelte:
„Zuallerst: Das war eine dumme, thorhafte Idee, Kinder. Zweitens:
Willkommen zurück. Palom. Porom.“
Porom lächelte.
Sie waren zurück…
Sie drehte sich um.
Palom war hinter ihr und grinste:
„Hab ich doch gesagt, dieses Mal klappt’s!“
Porom strahlte aus ganzem Herzen. Dann warf sie sich auf ihrem Bruder und umarmte ihn. Nach all diesen Wochen der Verzweiflung, waren sie endlich wieder frei. Und unendlich glücklich.

„Cecil! Leute! Seht uns an! Wir sind zurück. Wir leben!“
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