Ausflug mit Kind

von Straw28
KurzgeschichteHumor, Sci-Fi / P12
24.11.2008
24.11.2008
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A/N: Hey, so was Uraltes. Eins meiner ersten Werke. Sicher nicht sonderlich Originell, aber da wo es jetzt vorher war, ist es mir nicht so sicher, dass es da noch lange ist, zumal mein PC ja sowieso ständig den Geist aufgibt,  wollte ich es jetzt ins FF archiviert wissen. Sicher ein komischer Wunsch, aber ich wollte jetzt auch soweit alles zusammen haben, damit ich selber eine Art Überblick habe. Vielleicht erfreut sich der ein oder andere ja trotzdem an der Geschichte. Mich würde es freuen, als kleiner einsamer Q -Fan. Tja, ich liebe den Kerl einfach und ich befürchte, dass merkt man hier auch etwas zu viel. Sie ist sicher kein Glanzstück, aber na ja wer kann das schon von seiner ersten richtigen Geschichte sagen?  

Viel Spaß trotzdem.

Beta: Olli, danke für die Mithilfe und deine Zustimmung.

Disclaimer: Ich habe kein Recht an den hier verwendenden Figuren oder an der Marke Star Trek, liegt alles bei den jeweiligen Rechtinhabern.

K1

Die drei Sonnen stiegen nun immer höher und färbten den Himmel grell rot. Dazu herrschte schon fast eine Temperatur von 60 Grad. Doch all das kümmerte die einzigen Lebewesen, die sich nun am Strand sonnten, nicht. Etwas anderes schon.

Schwere Gedanken trübten den Tag auf Jentro 4. Eigentlich hatte Q den Ausflug hierher in Ruhe mit seiner kleinen Familie verbringen wollen. Ein wenig schwimmen und tauchen in den Tiefen des Meeres.

Ein sterbliches Wesen hätte das nicht überleben können, denn das Wasser war hochgiftig für die meisten Lebewesen da es sehr schwefelhältig war und eine Substanz enthielt, die sofort tödlich wirkte. Nicht natürlich für Q´s.

Doch den Ausflug hatte Lady Q ihm gerade völlig verdorben.

Alle drei Q hatten menschliche Gestalt angenommen. Aus einer Laune heraus. Zudem bevorzugte Q diese Gestalt vor vielen anderen.

´Wahrscheinlich wegen der Daumen´, dachte er bei sich.

Sehnsüchtig starrte Q seinem Sohn hinterher. Der nun in das blutrote Meer hinein lief und eintauchte. Der Junge machte sich langsam aber sicher prächtig. Gut, Q musste zugeben, dass der Junge vorher auf der schiefen Bahn gewesen war, doch endlich gewöhnte er sich daran, das einzige Q-Kind im Kontinuum zu sein. Seitdem er an Bord der Voyager gewesen war, war ihr Verhältnis fast etwas zu entspannt. Für Q manchmal sogar langweilig.

Beide Q Eltern saßen auf gelb–grünen Strandsesseln, die sich krass gegen das rötliche Licht absetzten. Q vermied es, seine Partnerin an zublicken. Was sie ihm gerade offenbart hatte, war nicht zu glauben. Wie sollte er das den anderen Q erklären? Lady Q selber blicke nun ihrerseits zum Meer und beobachte wie ihr Kind aus den Fluten wieder auftauchte. Ein Seufzen erklang. Und sie begann leise zu sprechen. „Ach, so schnell wird er groß. Gestern war er noch ein Baby und morgen ist er schon erwachsen. Warum also nicht? Er wäre nicht mehr alleine und wir könnten es besser machen, als beim ersten Mal.“ Dabei blickte sie nun endlich, Q an.

In ihren schwarzbraunen Augen lag etwas Bittendes.

Nun drehte er sich zu ihr um. Sein Blick war hart.

„Es ist die Art der Q. Zudem war es erst gestern wenn du die Zeit der Sterblichen nimmst. Und ich von meiner Seite habe keinen Fehler gemacht. Und einsam ist unser Junge bestimmt nicht. Er hat doch uns.“ Er verstränkte die Arme wie ein trotziges Kind, das im Unecht war und das nicht zugeben wollte.

Lady Q versuchte, ruhig auf ihrem Stuhl zu bleiben doch tiefer Ärger rührte sich in ihrem Inneren, Q schaffte es immer wieder, sie in Rage zu bringen seitdem sie sich kannten schon. Und auch dieses Mal verstand sie nicht, warum er sich nicht auch ein zweites Kind wünschte. Die Zeit seitdem Q Junior da war, war die schönste, die sie je zusammen verbracht hatten. Und das wollte er nicht noch mal erleben?

´Das begreife ich nicht ´, dachte sie.

Ihr Sohn war währenddessen, schon ein ganzes Stück weit im Meer verschwunden. Anscheinend tauchte er gerade. Trotz der widrigen Umstände war der Planet reich an pflanzlichen Lebensformen. Irgendwann mal mochten sich sogar höhere Lebewesen hier entwickeln. Doch das kümmerte beide Q gerade nicht. Ihr Streit ging nun erst richtig los. Lady Q war aufgestanden und ging unruhig hin und her. Q saß noch auf dem Sessel. Doch er konnte nur noch mit Mühe ruhig sitzen. Er ahnte, was nun folgen würde und Anspannung machte sich in ihm breit.

Lady Q fing an zu argumentieren. „Und was wenn ihm was passiert? Dann stehen wir alle ohne Retter da! Wäre es da nicht einfacher, noch ein Kind in Reserve zu haben, das schon entwickelt und vorbereite ist?“

Q knurrte währenddessen vor sich hin. Diese Diskussion war nicht die erste solcher Art. Ganz im Gegenteil. Seit einiger Zeit tauchte das Thema immer wieder auf. Und immer waren es die gleichen Worte die er nun sprach. „Was sollte ihm passieren? Er ist Q. Er ist unsterblich. Was machst du dann mit dem anderen Kind? Zurückgeben können wir es dann nicht. Und wie sollten wir das dem Q– Kontinuum erklären? Das erste war schon schwer aber notwendig. Doch ein zweites ließ es aussehen als ob… wir Spaß daran hätten.“ Q stockte. Den letzten Satz hätte er nicht sagen sollen. Wutentbrannt starrte ihn Lady Q an

Und wenig später bestätigte sich, was er erahnt hatte. „ Du tust so, als ob es eine Last gewesen wäre. Du tust so, als ob es dir keinen Spaß gemacht hat, als er das erste Mal sein eigenes Sonnensystem geschaffen hat. Und in die Planeten gebissen hat, weil er wissen wollte wie hart so ein Planet ist. Erinnerst du dich nicht mehr an unseren Stolz? Warum lügst du dich noch immer selber an? Ich weiß einfach, dass du den gleichen Wunsch hast wie ich. Du hast bloß Angst, dass du dich vor dem Kontinuum verantworten musst. Das ist dein wahrer Grund.“ Aufgebracht stampfte sie mit dem Fuß auf, wobei der ganze Planet leicht erbebte.

Q hatte für seine Verhältnisse ruhig zugehört doch nun hatte sie ein heikles Thema angesprochen und das konnte er nicht auf sich sitzen lassen. „ Ich hatte noch nie Angst, mich vor dem Rat zu verteidigen. Niemals.“ Er hob mahnend den Zeigefinger. „ Vergiss bitte nicht, dass ich es war, der die Rebellion anführte. Ich war es, der das Risiko einging, ein Leben als Mensch zu führen. Und ich würde es jeder Zeit noch mal tun.“ Nun wurde seine Stimme sanfter, denn noch etwas kam ihm zu Bewusstsein.

„Q, du erliegst gerade etwas, das für unser Eins sehr gefährlich ist. Die Sterblichen nennen das Mutterliebe. Und wenn du nicht aufhörst es zu erleben, wird es dich zerrissen. Glaube mir.“ Seine Stimme hatte nun den Klang von weichem Honig und Lady Q beruhigte sich etwas. Sie trat zu ihm und legte ihm ihren Kopf auf die Schulter. Eine Träne rann ihr an der Wange herab. Q musste sich sogar anstrengen, ihre gehauchten Worte zu verstehen. „Aber wie, Q, wie soll ich das abstellen? Es war einfach da. Sag mir wie. Wie kannst du das? Hast du nicht jeden Tag Angst, dass ihm was passiert? Ich habe Angst, ich habe noch nie Angst gehabt. Hilf mir. Wie machst du das?“, fragte sie ihn wie ein Kind, das sich im Dunkeln fürchtet.

Sie starrte ihm nun in die Augen während er ihnen Kopf streichelte. Er brauchte nichts zu sagen. Denn sie begriff dass es Q eigentlich auch so erging. Nur wollte er es bisher nicht wahrhaben. Nun waren sie sich ganz nahe. Und Lady Q beschloss ihm die Wahrheit zu sagen. „ Q, ich… ich muss dir etwas sagen. Weiß du, die Nacht auf dem Planeten Tansit? Na ja, wir waren da doch etwas wilder als wir dachten und da…“

Er legte ihr zwei Finger auf den Mund „Ich weiß. Wir schaffen es bestimmt“ sagte er schlicht.

In diesem Augenblick kam ein platschnasser Q aus dem Wasser gestürmt. Beide Q lösten sich schnell voneinander. Ihr Sohn sollte nicht sehen dass sie sich solcher sterblichen Schwächen hingaben. Das könnte einen negativen Einfluss auf ihn haben. Er rannte zur seiner Mutter und wirbelte sie herum. Beide lachten vor Glückseligkeit.

Als das Schauspiel vorüber war, strich sie ihrem Sohn ein paar Strähnen aus dem Haar. Sie hielten sich im Arm, während Q vor ihnen stand. Nun trat er neben seinen Sohn. Über dessen Kopf nickten sich beide zu.

„Q wir haben dir etwas zu sagen.“ begann Q nun. „Weiß du, deine Mutter und ich haben uns überlegt, ob du nicht ein Geschwisterchen möchtest.“

Der junge Q schaute nun etwas verwirrt von einem zu anderen. „Genauer gesagt kommt es schon morgen. Und es wird eine kleine Schwester. Freust du dich, mein Schatz?“ fragte ihn Lady Q, die Q nun das ganze aus der Hand nahm.

„Hab ich eine andere Wahl?“, antworte Q Junior wenig begeistert. „Zurück schicken können wir es ja wohl nicht.“

Lady Q stemmte die Hände in die Hüften. „Na toll, ganz der Vater“ sagte sie bevor sie verschwand.

Vater und Sohn sahen sich an und zuckten mit der Schulter. Ein stummes Einverständnis herrschte zwischen ihnen. Dann drehten sie sich um und rannten zum Meer. Doch ehe Q endgültig ins Meer tauchte dachte er bei sich: `Ehe der Stress wieder los geht, will ich doch noch was an Spaß haben. Würde mich interessieren was der alte Glatzkopf so treib. Ob er wohl immer noch versucht, Data menschlich zu machen. Armer Android! ´

Ein fieses Lächeln huschte über sein Gesicht.

Dann verschwand sein Kopf auch in den Fluten.

Ende
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