Zetsuai - Was wäre, wenn…

von Roxelane
GeschichteRomanze / P18 Slash
Katsumi Shibuya Koji Nanjo Takuto Izumi
23.11.2008
20.02.2009
6
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 Vorwort:

Was wäre, wenn Weihnachten in Zetsuai Band 4 fallen würde? Denn das erste Weihnachten wurde, meiner Meinung nach, von M.O. ja übergangen. ^____^
Taku wohnt bereits bei Kôji, aber die bewusste Szene – wo Kôji über ihn her fällt - hat sich noch nicht abgespielt … Jeder ist seines Glückes eigener Schmied, und bestimmt somit auch seine eigene Zukunft…

Tja, eigentlich habe ich eine Szene gehabt und dann nebeneinander zwei verschiedene Versionen davon durchgespielt. Konnte mich aber nicht entscheiden, was nun besser wäre, denn es sollte eigentlich keine AU werden.
Diese hier war die zweite Version der Geschichte, da die Erste wohl wieder so was Endloses geworden wäre, als ich damit anfing, mir aber mittendrin die Ideen ausgingen.

Irgendwann schrieb ich an der ersten Version weiter und diese AU wurde auch schon in Sadominas Zetsuai-Shrine (www.zetsuai.at) unter dem Titel: "Familiäre Intrigen" veröffentlicht.

Jedenfalls hatte ich zwischenzeitlich – parallel – ebenso an dieser Version geschrieben, aber irgendwie passte das eine oder andere hier dann doch nicht so wie ich es mir vorgestellt hatte und OOC wollte ich nicht daraus machen. Aber da ich diese Idee hier nicht aufgeben mochte, immerhin kam ich inzwischen schon auf 14 Seiten mit über 11.200 Wörtern, habe ich versucht sie an den Stellen zu entschärfen und sie etwas umzuschreiben, damit sie wieder Zetsuai und ihrem Original passt.

Also nicht wundern, dass der gleiche Wortlaut bei der gesamten Baumszene in beiden Versionen erscheint... Die Originalszene steckt jetzt aber komplett in der anderen FF! ^^;;;
Also: eine Idee = zwei verschiedene Geschichten, von sehr wahrscheinlich: unterschiedlicher Länge.

Nun aber geht’s los:


1. Kapitel

Es war Mitte Dezember…

Bereits seit Mitte November war Tokio mit Weihnachtsbäumen, prächtigen Lichterketten und überdimensionalen christlichen Symbolen geschmückt. Manche der Häuser waren so mit Lichterketten übersät, dass man schon von weitem jedes einzelne dunkle Fenster und jede geschlossene Tür erkennen konnte. Durch die Supermärkte hörte man „Jingle Bells“ und andere Weihnachtslieder schallen. Doch richtig weihnachtliche Stimmung kam bei den wenigsten hier auf.

Jubel, Trubel, Heiterkeit bei den Einen - die Zeit hatten diese bunte Welt zu betrachten, die sich darauf freuten am Heiligabend ihrem oder ihrer Liebsten ihre/seine Gefühle zu offenbaren und arbeitsreiche Stunden für Jene welche den Leuten ihre Waren anpriesen; und wieder Andere hofften durch diese vorgetäuschte „feierliche Stimmung“ reiche Gewinne zu erzielen.

~*~


Takuto war gerade erst vor einigen Wochen bei Kôji eingezogen und führte ihm nun seinen Haushalt.

Kôji hingegen fühlte sich in seiner Gegenwart immer mehr zu ihm hingezogen. Im Stillen freute er sich schon auf Weihnachten… hoffte, dass sich seine sehnlichsten Wünsche vielleicht endlich bewahrheiten würden. Träumte weiterhin davon, dass sein Begehren endlich in Erfüllung ging.

Aus diesem Grunde hatte er sich etwas von dem Treiben draußen anstecken lassen und sich über die Weihnachtsbräuche genauer informiert. ‚Warum nicht das christliche Weihnachten mal fast so wie in Europa feiern, mit einem richtigen Baum? Vielleicht gab es ja das eine oder andere was man mit unserem Weihnachten hier verbinden konnte?’

Eben noch gedacht und schon getan. Einiges dafür zu bekommen war gar nicht so einfach gewesen… Aber wozu ist schon Geld da, wenn man es nicht ausgibt? Kôji grinste vor sich hin. Er stellte es sich so schön vor… Takuto selbst hatte er davon allerdings noch nichts erzählt.

~*~


Der Bote brachte erst vor wenigen Minuten die bestellten Sachen und noch war Kôji alleine zu Hause.

Er sichtete die Schachteln, entschied sich dann für die Farben Silber, weiß und rot. ‚Mal sehen was Izumi wohl dazu sagt.’ Die anderen Sachen räumte er erst mal wieder in den großen Karton. ‚Wenn er sie nicht braucht, können die ja auch wieder weg.’ Kôji lächelte erneut, als er sich ausmalte, wie Takuto darauf wohl reagieren könnte.

Unachtsam fasste er dabei eine der blauen Kugeln an, die wie mit weißem Schnee besprüht war und noch eh er sich versah, zerbrach das feine Glas in seiner Hand.
„Autsch!“ Kôji hob seine Hand, sah wie das Blut daran herunter lief. Vorsichtig zog er eine Scherbe heraus. In dem Moment hörte er wie der Schlüssel sich in der Tür drehte. „Verdammt, er ist über eine Stunde zu früh. Mist… was nun?“ Kôji blickte sich um. Doch da war es schon zu spät.

Takuto steckte den Kopf zur Tür hinein und Kôji hörte schon sein fröhliches: „Hallo Kôji… wir haben heute gewon… KO-JI was ist los?... Du blutest ja.“

Takuto ließ seine Tasche mit einem lauten Knall zu Boden fallen, stürzte auf den langhaarigen Sänger zu und nahm besorgt die blutende Hand von Kôji um sich das Unheil zu betrachten. Dann zerrte er ihn hoch. „Komm mit.“

Kôji wollte schon protestieren, dass er gar nicht so schlimm sei - schließlich sei man doch ein Mann und keine Memme - aber da zog Takuto ihn auch schon ins Bad. Das Blut lief in der Zwischenzeit von Kôji's Hand herunter, tropfte auf die von Takuto; da dieser ihn immer noch nicht losgelassen hatte. Unter dem Wasserhahn spülte er erst einmal Kôji das Blut ab. Da er nichts in der Wunde erkennen konnte, kam ein bisschen Jod und anschließend ein Pflaster darauf.

~*~


Als er nun wieder das Bad verlassen hatte, bemerkte er das Kôji die Heizung höher aufgedreht hatte. Vorher war es ihm gar nicht aufgefallen. Zu groß war die Sorge als er das viele Blut sah. Kôji musste sich wohl direkt in eine Arterie geschnitten haben.

Doch diesem schien es nichts auszumachen, dass es so heiß hier drin war. Entgegen der Jahreszeit trug er etwas Luftiges. Takuto schloss hinter sich die Tür. Dann sah er sich erst einmal um.

Auf dem Boden des wohnlichen Zimmers lag ein großer Tannenbaum, daneben türmten sich jede Menge Schachteln.

Kôji setzte sich indes auf den Stuhl bei seinem Klavier, zeigte auf den Ständer und den Baum, danach auf die Ecke die er von seinem Platz aus gut einsehen konnte. „Weißt du Izumi… Ich mag diese Sitte. Baust du ihn bitte dort auf. Du hast gesehen, ich habe für so was nur zwei linke Hände. In den Kartons findest du alles was du zum Schmücken benötigst.“ Dann nahm er sich das Notenheft, blätterte „Stille Nacht“ auf und fing leise die Takte dafür zu spielen an.

Takuto hatte eigentlich, weil er sich vorhin noch mit Serika getroffen hatte, mal etwas anderes angezogen als nur diese sportliche Kluft. Da er nicht sehr viel an Wäsche besaß, hatte er vorher noch die Chance genutzt, sie zu waschen und leider hingen die Sachen immer noch nass auf der Leine.

‚Was nun?’ Wenn er sich in diesen Sachen über den Baum hermachte und dabei mit dem Harz des Baumes in Berührung kam, konnte er sie gewiss hinterher vergessen. Die Flecken würde er unmöglich aus dem Gewebe entfernen können. Zögernd, was er nun tun sollte, blickte er hin und her. Jedenfalls ließ sein Ordnungssinn es nicht zu, diese Sachen bis zum nächsten Tag hier so liegen zu lassen.

Kôji bemerkte, dass er immer noch recht teilnahmslos herum stand. Fragend sah er auf. „Was ist los? Du stehst da wie hingestellt und nicht abgeholt? Magst du meine Musik nicht. Soll ich was anderes spielen…? Ich dachte, ich stimme dich nebenbei auf Weihnachten ein bisschen ein…“

„Ja… nein… schon… aber…“ Er wollte gerade fragen, ob Kôji ihm nicht ein paar abgetragene Sachen von sich geben könnte, doch ein Blick aus den Augen des Anderen ließ ihn verstummen. Stattdessen schaute er nur an sich herunter.

Kôji verstand die Geste auch so. „Ist wohl dein bestes Zeug? Na ja Zweitbestes denk ich mal…“ Mit einem Grinsen unterbreitete er ihm den Vorschlag: „Leg es doch einfach ab… oder glaubst du, ich hätte noch nie einen Menschen in Unterwäsche gesehen?“

Takuto fand diesen Vorschlag nicht gerade akzeptabel. Er musste daran denken, dass er nicht einmal ein Hemd darunter trug. Aber Kôji ließ ihm scheinbar keine andere Wahl. Wieder schien er total in seine Noten eingetaucht zu sein. Also sah Takuto sich unsicher um.

Die Luft war heiß, frieren würde er also nicht. Kôji war beschäftigt und der Stuhl da drüben stand irgendwie einladend da, als ob er nur darauf wartete die Kleidungsstücke aufzunehmen. Immer noch zögernd trat er darauf zu.
Kôji den Rücken zugewandt, begann er sich Stück für Stück seiner Kleidung zu entledigen.

Schließlich hatte er sie abgelegt, frustriert sah er an sich hinunter. ‚Kein gerade schicklicher Aufzug, falls jemand gerade in diesem Augenblick klingeln sollte.’ Katsumis Gesichtsausdruck tauchte vor ihm auf, dann plötzlich der seiner Schwester. Kopfschüttelnd vertrieb er die Gedanken.
Letztendlich trug er nur noch Shorts.

~*~


Kôji hatte indes mit dem Spielen aufgehört, war neugierig darauf was der Andere denn jetzt tat. Er beobachtete ihn wie er sich entkleidete und konnte sich einfach nicht von seinem Anblick losreißen und sich wieder auf die Noten konzentrieren. Der Anblick war einfach zu berauschend. Selbst in seinen kühnsten Träumen war Takuto's Körper nie so perfekt gewesen, wie er ihn jetzt sah.

Als Takuto sich dann aber umdrehte, um sich dem Baum zuzuwenden, tat Kôji so, als ob nichts gewesen wäre. Emsig aber fast lautlos blätterte er in seinen Unterlagen, als ob er gerade ein neues Lied suchte.
Aber immer wieder linste er von den Noten auf, um seinem Schwarm bei der Arbeit zu beobachten.
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