Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

Second Season: Mighty Ducks

GeschichteAbenteuer / P6 / Gen
16.11.2008
08.07.2012
13
46.638
 
Alle Kapitel
14 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
16.11.2008 2.870
 
Es war eine laue Nacht, als Wildwing, Mallory und Nosedive aus dem Kino zurück ins Stadion kamen. Da sie zu Fuß gegangen waren, kamen sie an der Eisfläche vorbei.
Sie diskutierten gerade über den Film, als sie bemerkten, dass jemand trainierte. Und zu ihrer aller Überraschung war es Andrea. Sie hatte die Kufen an ihren Stiefel aktiviert, sich einen Schläger und einen Puck geschnappt und flitzte nur so über das Eis. Sie war so in ihr Spiel vertrieft, dass sie die Anderen erst bemerkte, als Nosedive sie ansprach.
„Wow, Andrea!“, rief der blonde Erpel. „Du bist ja wirklich gut!“
Andrea blieb abrupt stehen.
„Danke“, sagte sie lächelnd. „Und entschuldigt, dass ich mir etwas von eurer Ausrüstung ausgeborgt habe. Ich konnte einfach nicht widerstehen!“
„Kein Problem“, erwiderte Wildwing. „Aber wieso spielst du nicht bei uns in der Mannschaft? Wir könnten Verstärkung gebrauchen.“
„Ja, genau“, beteiligte sich nun auch Mallory an dem Gespräch. „Als wir dich damals fragten, sagtest du, du würdest kein Eishockey spielen.“
„Das habe ich dann wohl falsch ausgedrückt“, entschuldigte sich Andrea. „Ich spiele eigentlich nur nicht mehr in einer Mannschaft.“
„Wie meinst du das?“, Mallory sah sie fragend an.
„Ich helfe euch gerne beim Training“, antwortete die braunhaarige Ente, „aber ich spiele keine Matches mehr.“
Traurig blickte sie auf Puck und Schläger. Dann wandte sie sich ab und verließ die Eisfläche.
Nosedive wollte gerade zu einer Frage ansetzen, aber Andrea unterbrach ihn schnell: „Ende der Diskussion.“ Und ihr Tonfall machte deutlich, dass sie keine weiteren Fragen dulden würde.

Am nächsten Morgen waren schon alle Ducks bis auf Andrea in der Küche versammelt. Nosedive war immer noch etwas euphorisch wegen Andreas Eishockey-Künsten.
„Du hättest sie sehen sollen, Tanya!“, sagte er. „Sie war richtig gut!“
In diesem Augenblick betrat Andrea die Küche. Nosedive lief sofort zu ihr.
„Komm’ schon, Andrea, spiel bei uns mit!“, flehte er sie an. „Wieso willst du denn nicht mit uns Spiele gewinnen?“
Andrea sah ihn etwas verstimmt an.
„Nosedive, erstens: Keine Fragen, bevor ich meinen ersten Kaffee hatte, und zweitens: Ich habe schon gestern nein gesagt“, sagte sie streng und holte sich erst mal eine Tasse Kaffee.
Nosedive sah sie bestürzt an.
„Duke, hilf mir mal“, wandte er sich an den grauen Erpel. „Rede du ihr zu.“
„Nein, Nosedive“, gab dieser zur Antwort. „Sie wird ihre Gründe haben.“
Andrea nickte ihm dankbar zu und setzte sich dann an den Tisch, um ihren Kaffee zu trinken.
„Aber Eishockey ist doch das coolste Spiel der Welt!“, rief Nosedive verzweifelt.
„Das stelle ich doch gar nicht in Frage“, erwiderte Andrea, nachdem sie einen großen Schluck von ihrem Kaffee getrunken hatte. „Ich spiele nur keine Matches mehr.“
„Aber wieso denn nicht?“ Nosedives Ton schwankte zwischen Verzweiflung und Bestürzung.
Andrea hatte inzwischen ihren Kaffee ausgetrunken und räumte die leere Tasse in den Geschirrspüler. Nosedive starrte sie die ganze Zeit flehend an. Andrea seufzte. Er würde vorher ohnehin keine Ruhe geben.
„Weil mir mein Bruder bei den Spielen nicht zusieht“, sagte sie schließlich.
Nosedive war sichtlich erleichtert, denn er war überzeugt, Andrea nun überzeugen zu können. „Ach, komm, nur weil dein Bruder auf Puckworld ist und du auf der Erde, musst du doch nicht mit dem Eishockey aufhören. Er wird das sicher verstehen. Du musst es ihm nur erklären.“
Ein schmerzhafter Ausdruck trat in Andreas Gesicht, und sie blickte zu Boden, als sie sagte: „Um ihm das zu erklären, bräuchte ich ein Medium.“
Sie wandte ihren Blick nun wieder Nosedive zu, der sie verwirrt ansah. „Mein Bruder ist vor sieben Jahren gestorben.“
Und mit diesen Worten verließ sie die Küche, denn sie war nun den Tränen nahe.
Mallory schlug Nosedive auf den Hinterkopf, und auch die Anderen blickten ihn böse an.
„Aber das konnte ich doch nicht wissen“, sagte er kleinlaut.

Wenig später machten sich Nosedive, Mallory und Duke auf die Suche nach Andrea. Sie fanden sie bei ihrem Flieger. Die braunhaarige Ente saß auf einer der Tragfläche der Blackwing. Sie schien tatsächlich geweint zu haben.
Mallory bedachte Nosedive noch einmal mit einem bösen Blick, woraufhin dieser beschämt zu Boden blickte.
Er wandte sich dann auch sofort an Andrea. „Es tut mir Leid“, sagte er.
„Nein, schon gut“, erwiderte Andrea. „Du konntest es ja nicht wissen.“
Ihr Blick wanderte die Blackwing entlang. „Wisst ihr, die hat er mir gebaut. Als ich neun war, verlor ich bei einem Autounfall meine Eltern. Mein Bruder saß auch in dem Auto und wurde schwer verletzt. Von da an musste er im Rollstuhl sitzen, und ich habe ihm versprochen, von nun an für ihn Eishockey zu spielen. Er war bei allen meinen Spielen dabei. Er hat mir immer zugesehen. Und als ich meine abenteuerliche Arbeit begonnen habe, hat er mich unterstützt. Ein Großteil meiner Ausrüstung ist von ihm, aber dieser Jet hier war sein Meisterwerk.“ Sanft strich sich mit den Fingern über die Tragfläche.
„Andrea...“, begann Mallory, doch die braunhaarige Ente ließ sie nicht ausreden: „Schon okay, es ist Vergangenheit.“
Und mit einem Satz landete sie vor den dreien auf dem Boden.
„Wenn du reden willst, du weißt, du kannst immer zu mir kommen, mein Engel“, sagte Duke.
„Danke.“
„Und zu mir auch“, fügte Mallory hinzu. „So, und jetzt müssen wir nach oben. Wir bekommen Besuch von einem lieben Freund. Und glaub mir, Andrea, wenn der dich nicht ablenken kann, kann es niemand.“

Wenig später verstand Andrea, was Mallory gemeint hatte, denn es war Buzz, der den Mighty Ducks einen Besuch abstattete. In seiner gewohnt quirligen Art begrüßte er seine Freunde. Bei Andrea stutzte er jedoch einen Augenblick.
„Von dir habe ich schon gehört“, sagte er dann aber fröhlich. „Du bist Andrea, nicht wahr?“
„Ja“, erwiderte die braunhaarige Ente. „Freut mich, dich kennen zu lernen, Buzz.“
Und sie streckte ihm ihre Hand hin, die der blonde Junge lächelnd ergriff. Doch es blieb nicht lange so ruhig.
„Wildwing, darf ich noch einmal eine Runde mit der Aerowing fliegen?“, fragte Buzz sofort. „Oder spielen wir eine Runde Eishockey, Nosedive? Oder...?“
So ging es die ganze Zeit, bis Buzz und Nosedive sich endlich darauf geeinigt hatten, eine Runde Videospiele zu spielen.
Gebannt saßen die beiden vor dem Bildschirm im Gemeinschaftsraum und spielten auf der Playstation.
Andrea sah ihnen dabei zu, als Mallory ihr zuflüsterte: „Habe ich’s dir nicht gesagt?“
Die braunhaarige Ente nickte lächelnd, musste gleich darauf aber wirklich lachen, denn Buzz hatte es tatsächlich geschafft, Nosedive bei dessen Lieblingsspiel zu schlagen. Das hatte einen Freudentanz von Buzz und einen Tobsuchtsanfall von Nosedive zur Folge, der dann auch noch lautstark nach einer Revanche verlangte.

Eine halbe Stunde später waren die Ducks samt Buzz im Einkaufszentrum unterwegs. Buzz wollte nämlich unbedingt in den Comicladen. Und ehrlich gesagt, war das das Einzige, was Nosedive ein wenig aufmuntern konnte, denn er hatte doch allen Ernstes dreimal hintereinander gegen den kleinen Blondschopf verloren.
Keiner von ihnen bemerkte jedoch, dass sie beobachtet wurden. Fünf Männer in Anzügen behielten sie alle im Blick.
„Und dieser kleine Junge soll das Genie sein, das der Boss braucht?“ fragte einer der Männer leise.
„Ja“, bestätigte ein anderer. „Und heute haben wir die beste Chance, ihn zu erwischen.“
Kaum hatten die sieben Enten und der blonde Junge den Comicladen betreten, als auch die Männer von vorhin in den Laden kamen. Sie sahen sich offensichtlich interessiert um, doch in Wahrheit kreisten sie die Ducks und Buzz ein.
Doch von den Enten bemerkte das niemand, denn sie waren alle ziemlich mit Buzz beschäftigt, der natürlich davon auch nichts mitbekam.
Erst als sich einer der Männer vor dem Eingang aufbaute und eine Pistole zückte, war klar, dass diese Typen nicht zum Shoppen hier waren. Die Anderen versperrten den Notausgang und hatten nun auch ihre Waffen in der Hand.
„Wenn ich euch nun bitten dürfte, mitzukommen“, sagte der Typ beim Eingang.
Die Enten sahen sich kurz an und wechselten dann schnell in ihre Kampfanzüge.
„Angebot abgelehnt“, sagte Wildwing und schoss einen Puck nach dem Kerl beim Eingang.
Mallory schnappte sich Buzz und suchte mit ihm hinter der Ladentheke Deckung.
„Lass den Kopf unten, Buzz!“ sagte sie streng. „Diesmal wirklich!“
Und sie nahm ihre Puckkanone in die Hand und beteiligte sich nun auch an der Schießerei. Die anderen Enten hatten hinter den Regalen Schutz gesucht. Andrea warf ihren Bumerang-Puck nach einem der Angreifer. Dieser schlug knapp neben dem Mann beim Eingang ein und lenkte ihn so einen Augenblick ab. Die Gelegenheit ließ Nosedive sich nicht entgehen und schoss ihm die Pistole aus der Hand. Der blonde Erpel warf einen triumphierenden Blick zu Buzz, der immer noch hinter der Theke kauerte. „Da siehst du mal, wie ich schießen kann.“
Auf den nun Unbewaffneten wurde sofort verstärkt das Feuer eröffnet.
„Zeit für einen stilvollen Abgang!“, rief Duke Andrea zu.
Diese nickte, zückte eine ihrer Rauchbomben und warf sie in den Raum. Sofort, als sich der schwarze Rauch auszubreiten begann, rannten die Enten los, Mallory mit Buzz im Schlepptau.
Bald waren alle sicher im Freien, doch sie atmeten erst wirklich auf, als sie wieder in ihrem Hauptquartier waren.

„Was wollten die von uns?“, fragte Tanya.
„Sie wollten Buzz“, erklärte Nosedive sofort.
„Und woher willst du das wissen?“, fragte Mallory schnippisch.
„Ich hab’ das Drehbuch gelesen“, gab Nosedive gönnerhaft zurück.
„Aber warum denn Buzz?“ fragte Andrea.
Doch ehe jemand antworten konnte, fing Buzz zu stottern an: „Ähm, also, tja, ähm, ich glaube, ich habe vergessen, euch den Brief meines Vormundes zu geben.“ Und er holte einen Brief aus seiner Hosentasche und gab ihn Wildwing.
Der weiße Erpel las den Brief schnell durch und wandte sich dann an sein Team: „Hier steht, dass möglicherweise versucht wird, Buzz zu entführen und wir gut auf ihn aufpassen sollen.“
Dann fragte er Buzz: „Wieso hast du uns das nicht gesagt?“
„Na ja, ich dachte, dann würde es bestimmt kein lustiger Besuch werden“, gab der Junge zurück. „Und ich wollte doch, dass wir Spaß haben. Und außerdem reden diese Leute schon ewig davon, mich zu entführen, haben es aber noch nie geschafft.“
„Und wer sind die?“ fragte Tanya.
„Sie wurden von einer Konkurrenzfirma angeheuert, vermutet mein Vormund. Es hat erst letztens wieder eine Technologiefirma versucht, mich für sich zu gewinnen, aber ich habe abgelehnt“, erklärte Buzz. „Das hat ihnen wohl nicht gepasst.“
„Wie dem auch sei“, sagte Wildwing. „Ich glaube, wir bringen dich besser wieder nach Hause.“
„Aber warum kann ich denn nicht hier bleiben?“ Buzz sah die sieben Enten bittend an. „Hier bin ich doch sicher. Und ich könnte euch bei der Verbrecherjagd helfen, bei technischen Dingen und beim Eishockey.“
„So verlockend das auch klingt, Buzz“, erwiderte der Teamcaptain der Mighty Ducks, „aber du weißt so gut wie ich, dass es nicht geht. Du bist noch minderjährig und musst daher bei deinem Vormund bleiben.“
Buzz wollte widersprechen, doch ein Blick Wildwings machte ihm deutlich, dass das nichts bringen würde.
Mallory klopfte ihm aufmunternd auf die Schulter. „Ach, halb so wild, Buzz. Dann kommen eben wir dich besuchen.“
„Ja“, schaltete sich nun auch Nosedive ein. „Und bei unserem nächsten Treffen kommst du mir nicht so ungeschoren davon.“
„Ach, willst du denn noch öfters gegen mich verlieren?“ fragte Buzz verschmitzt lächelnd.
Dann machten sie sich alle auf den Weg zum Migrator.

Schon ein paar Minuten später brausten sie durch die Straßen. Buzz war zwar immer noch ein klein wenig verstimmt, aber ließ sich von allen – besonders aber von Mallory – das Versprechen geben, dass sie ihn bald besuchen würden.
Doch im nächsten Augenblick traute Wildwing seinen Augen kaum. Vor ihnen war die ganze Straße versperrt. Sofort stieg er auf die Bremse, und der Migrator kam kurz vor der Absperrung zum Stehen. Doch als er den Rückwärtsgang einlegen wollte, fielen hinter ihnen ein paar Strommasten um und versperrten so den Rückweg.
„Eine Falle!“ rief Mallory.
„Was du nicht sagst!“, erwiderte Nosedive.
Die Ducks verließen gemeinsam mit Buzz, den sie in die Mitte genommen hatten, das Fahrzeug, doch kaum befanden sie sich im Freien, als sie von dicken Rauchwolken eingehüllt wurden, so dass sie nichts mehr sehen konnten. Und ehe sie wirklich bemerkten, was los war, war Buzz verschwunden. Als der Rauch sich verzog, sahen sie, wie der Junge von zwei der Typen aus dem Comicladen davon geschleppt wurde. Einer der Männer sagte verächtlich: „Die denken wohl, sie sind die Einzigen, die mit Rauchbomben umgehen können.“
Sofort nahmen die sieben Enten die Verfolgung auf, aber als sie um die Ecke bogen, hinter der Buzz’ Entführer verschwunden waren, blieben sie einen Augenblick vor Überraschung stehen. Es handelte sich nämlich um einen geräumigen Platz, auf dem ein Hubschrauber wartete. Buzz wurde gerade in den Hubschrauber verfrachtet, der auch sofort vom Boden abhob.
Mallory preschte nach vorne und schoss auf den Hubschrauber, aber Wildwing war schnell an ihrer Seite und hielt sie zurück, indem er ihre Puckkanone am Lauf packte und nach unten drückte.
„Nicht!“, rief er. „Du bringst Buzz in Gefahr!“
Mallory sah ihn verzweifelt an. „Aber wir müssen doch etwas tun!“
„Und das werden wir!“, sagte Andrea. Sie sah zu dem Hubschrauber und schätzte ab, wie weit er schon vom Boden entfernt war.
„Grin!“, rief sie dem großen Erpel zu. „Ich brauche Starthilfe!“
Sie rannte auf ihn zu, und Grin reagierte sofort. Er hielt seine Hände so, als wolle er Andrea eine Räuberleiter machen, und sobald diese ihren Fuß in Position gebracht hatte, schleuderte er sie in die Luft.
Die braunhaarige Ente schaffte es, das Landegestell des Hubschraubers mit beiden Händen zu packen.
Im Inneren des Flugzeugs wurde der kleine Ruck natürlich bemerkt.
„Sieh nach, was da los ist!“, befahl einer der Männer einem Anderen.
Dieser beugte sich sofort ein wenig hinaus, denn die Tür war noch nicht geschlossen, aber er wurde sofort zurückgeworfen, denn Andrea hatte Schwung geholt und ihm mit beiden Füßen ins Gesicht geschlagen. Der Mann fiel bewusstlos zurück, und fast im selben Augenblick war auch schon Andrea im Inneren des Hubschraubers. Sie schlug mit ihren Eisenkrallen in die Steuerung. Die Männer waren fiel zu perplex, um überhaupt zu reagieren. Erst nach ein paar Augenblicken kam wieder Leben in sie, aber Andrea setzte zwei von ihnen mit Fußtritten außer Gefecht. Der, der den Hubschrauber steuerte, war viel zu sehr damit beschäftigt, einen Absturz zu verhindern, blieb also nur mehr der eine, der Buzz festhielt. Er wollte gerade nach seiner Pistole greifen, doch Buzz biss ihm kräftig in die Hand, so dass er ihn schreiend los ließ.
„Gut gemacht“, sagte Andrea anerkennend. „Aber wir steigen hier besser aus.“
Sie nahm Buzz Huckepack und rief ihm noch zu: „Halt dich gut fest!“
Dann sprang sie aus dem abstürzenden Hubschrauber. Im Sprung drehte sie sich und schoss ihren Kletterhaken ab. Dieser fand an einem der nahen Gebäude Halt, und schon wenig später landete Andrea mit ihrer menschlichen Fracht heil auf dem Boden.
Der Hubschrauber jedoch schlug weiter entfernt auf einer Straße auf, doch zum Glück seiner Passagiere ging er nicht in Flammen auf. Bald darauf traf auch die Polizei ein.
Währenddessen ging Andrea mit Buzz, der noch etwas wackelig auf den Beinen war, zu den anderen Ducks.
„Gut gemacht, Andrea“, sagte Wildwing.
Die schwarz gekleidete Ente antwortete mit einem Lächeln.
„Buzz, alles in Ordnung?“ fragte Mallory sofort, denn der Junge war ungewöhnlich still, was allerdings nicht lange anhielt.
„Hast du das gesehen, Mallory?!“ fragte er aufgeregt. „Das war der Wahnsinn!“

Da Buzz nun wieder außer Gefahr war, konnte er wenige Tage später zum Match seiner Lieblingseishockeymannschaft kommen. Er durfte sogar auf der Ersatzbank sitzen. Doch es sah nicht gut aus für die Mighty Ducks, denn es stand Unentschieden.
Gerade eben wurde Tanya gegen die Bande geschleudert, und die blonde Ente blieb auf dem Eis liegen. Der Schiedsrichter pfiff ab. Wildwing und die Anderen waren sofort bei Tanya, die sich mit schmerzerfüllten Gesicht das Knie hielt.
„Ist es sehr schlimm?“, fragte der Teamcaptain sofort.
„Neinnein, es geht schon“, gab Tanya zurück, doch der kleine Schmerzenschrei, den sie von sich gab, als sie aufzustehen versuchte, strafte ihre Aussage Lügen.
„Nein, du kannst nicht mehr weiterspielen“, erklärte Wildwing und brachte Tanya zur Ersatzbank.
„Was machen wir jetzt?“, fragte Mallory.
„Wir müssen mit einem Spieler weniger auskommen“, sagte Nosedive. „Wir haben eben keinen Ersatzspieler.“
„Kein Problem!“ rief Buzz. „Ich springe ein. Ich hole nur schnell meine Ausrüstung.“ Und schon wollte er sich auf den Weg zur Umkleidekabine machen.
„Nein, das geht nicht, Buzz“, sagte Mallory. „Das ist noch zu gefährlich für dich.“
„Und was ist mit mir?“, fragte da eine Stimme, und die Enten erkannten Andrea, die plötzlich in voller Hockey-Montur vor ihnen stand. „Darf ich mitspielen?“
„Selbstverständlich!“ rief Nosedive fröhlich, und auch die Anderen nickten.
Und schon war Andrea auf dem Eis.
„Aber ich dachte, du spielst nicht mehr, weil dein Bruder dir nicht zusieht“, wandte sich  Mallory an die neue Mitspielerin.
„Aber er sieht mir doch zu“, erwiderte Andrea lächelnd.
„Ja, das tut er ganz bestimmt, mein Engel“, sagte nun Duke.
Und dann wurde das Match wieder angepfiffen. Andrea schnappte sich sofort den Puck und preschte auf das gegnerische Tor zu.
Der Kommentator gab natürlich seinen Senf zu dem Geschehen: „Und hier sehen wir die neue Mitspielerin der Mighty Ducks, Andrea O’Down. Sie schnappt sich den Puck, bricht durch die gegnerische Linien, schießt, und TOOOOR!“
Als Andrea das Tor geschossen hatte, brach tosender Jubel im Stadion los. Sofort war die braunhaarige Ente von ihren Teamkollegen umringt. Mallory umarmte sie sogar.
Andrea wandte ihren Blick kurz nach oben und sagte leise: „Für dich, Alec!“
Review schreiben
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast