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Alles im Griff ... vielleicht aber auch nicht

von Eowyn84
GeschichteLiebesgeschichte / P16 / Gen
Ben Kessler Katja Metz
14.11.2008
08.01.2009
8
6.606
 
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14.11.2008 694
 
...Harry, Henning und die anderen fuhren mit Jasmin zurück aufs Revier, während Katja immer noch weinend in Ben’s Armen lag.
„Schhhhh… ganz ruhig… ich bin ja da bei dir.“, beruhigte Ben sie.
Langsam wurde Katja ruhiger und nach 20 Minuten war ihr Weinen verstummt. Ben hielt sie immer noch im Arm, aber langsam versuchte sie sich aus der Umarmung zu befreien.
„Danke Ben, es geht schon wieder.”
„Willst du aufs Revier zurück fahren?”, fragte er fürsorglich.
„Ja, ich denke, das ist das Beste. Dann können wir den Bericht schreiben. Aber eine Frage musst du mir noch beantworten. Warum hast du zu Jasmin gesagt, dass ich deine Freundin bin?” , wollte sie neugierig wissen.
„Naja, ich wollte sie loswerden und da ist mir nichts Besseres eingefallen. Es war ja nur eine Notlüge, ich hoffe, du bist mir nicht böse.”
„Keine Sorge, bin ich nicht. Ist ja keine schlimme Lüge gewesen, aber jetzt lass uns fahren, sonst machen sich die anderen noch Sorgen um uns.”

Auf dem Revier angekommen wollten sofort alle wissen, wie es Katja ging und redeten wild durcheinander:
“Hey, hey, hey. Ruhe bitte Kollegen. Katja geht's gut, wir schreiben jetzt unseren Bericht und dann machen wir Feierabend, wenn Dirk nichts dagegen hat?” Bei diesem Satz schielte Ben unauffällig zu Dirk, der natürlich sofort nickte und hinzufügte:
„ Da heute Donnerstag ist, bekommt ihr beide morgen auch frei, Lothar und Nicky werden den 14/2 übernehmen.”
Derweil wuchsen in Ben die Schuldgefühle, weil er Katja in Gefahr gebracht hatte,  dahingegen dachte diese darüber nach, wie sie Ben dazu bringen konnte, das er mit zu ihr kam, damit sie nicht so allein sein würde am Abend. Während Ben alles dafür tat, den Bericht schnellstmöglich fertig zu bekommen, um nicht ständig Katja sehen zu müssen, tat diese genau das Gegenteil, da sie nicht allein sein wollte.
     
„Katja, wir sind fertig. Endlich Feierabend.“
... „Erde an Katja, Erde an Katja...“
„Hmmm? Was ist los? Sorry, ich war gerade im Gedanken.“
„Das hab ich gemerkt. Wir sind fertig, der Feierabend ruft.“
„Was, jetzt schon? Sicher, das wir den Bericht nicht noch einmal durchlesen sollten?“
„Ich hab ihn gerade nochmal gelesen und die letzten Rechtschreibfehler korrigiert. Wir sind wirklich fertig.“ Mit diesen Worten stand Ben auf und ging in den Gemeinschaftsraum um seine Uniform gegen Jeans und T-Shirt auszutauschen. Katja folgte ihm langsam und dachte wieder über das nach, worüber sie die ganze Zeit schon am Grübeln war. ’Warum macht es mir nichts aus, dass er mich als seine Freundin ausgegeben hat? Warum will ich, dass er noch mit zu mir kommt, damit ich nicht allein bin? Harry könnte ich doch sicherlich auch fragen... und warum schwirrt mir dieser Kerl überhaupt andauernd im Kopf rum?! Er ist mein Partner und noch dazu hätte er mich fast umgebracht mit dieser Aktion heute!' Als Ben sich fertig umgezogen hatte, beobachtete er die aus dem Fenster schauende Katja.
„Sag mal, hast du nicht Lust heute Abend noch was Trinken zu gehen oder so? Ich würde dich gern einladen auf den Schock.“, wieder erhielt er keine Antwort. 'Was würde ich nur dafür geben, zu wissen, woran sie gerade denkt!'
„KAAAATJAAAA, sag mal, was ist denn los mit dir?!“
„Hast du was gesagt?“
„Ja, ich hab dich gefragt, was mit dir los ist, du bist so abwesend.“
„Echt? Naja, es ist nichts, nichts weiter.... Außer, das mich so eine irre Stalkerin fast umgebracht hätte, weil du ihr ja unbedingt vorlügen musstest, dass ich deine neue Freundin bin!“
„Ich dachte, du hättest gesagt, dass die Lüge nicht so schlimm war. Und wegen der anderen Sache mach ich mir schon selber genug Vorwürfe, dass ich nicht gleich auf dich gehört hab. Es tut mir leid.“
„Es tut dir also leid und deswegen willst du mich jetzt wohl auch zum Essen einladen, damit du dein Gewissen beruhigen kannst, oder was?! Nein danke, Ben Kessler, ich habe keine Lust den Abend mit dir zu verbringen.“
„Ich dachte eigentlich, du willst nach der ganzen Sache einfach nicht allein sein, aber da du anscheinend gut zurecht kommst, geh ich jetzt. Schönen Feierabend!“, sagte er wütend und stampfte davon.
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