Vampire

von Deira
GeschichteAbenteuer / P18
Vampire
27.10.2008
19.08.2020
200
280.546
6
Alle Kapitel
451 Reviews
Dieses Kapitel
10 Reviews
 
 Datenschutzinfo
 
27.10.2008 1.844
 
Wichtiger Hinweis:

An dieser Stelle sei noch erwähnt, dass die Rechte an dieser Geschichte bei mir liegen. Es handelt sich um mein geistiges Eigentum. Bei möglichen Plagiaten oder sollte jemand mit meiner Geschichte sogar Geld verdienen, werde ich mich rechtlich beraten lassen und rechtliche Schritte einleiten.



In dieser Geschichte geht es um Vampirjäger und Vampire. Die Geschichte wird sich über einen langen Zeitraum von über dreißig Jahren erstrecken und im Mittelpunkt steht eigentlich der Kampf zwischen einem der Vampirjäger, Tobias, und einem sehr mächtigen Vampir.
Wer wird zum Schluss siegen? Der Jäger oder der Vampir? Und wo ist gut und wo ist böse? Diese Frage wird sich auch von Zeit zu Zeit stellen.
Die Geschichte wird ziemlich lang werden und ihre Zeit dauern und ich plane sie schon seit geraumer Zeit.

Ein Element, dass sich Vampire nach dem Pfählen in Staub auflösen, habe ich aus der Serie „Buffy“ übernommen da mir diese Lösung irgendwie am besten gefällt. (Und sich, bequemer weise, nicht die Verlegenheit für meine Vampirjäger ergibt, dauernd gepfählte Untote entsorgen zu müssen.....)
Ansonsten bediene ich mich bei den gängigen Geschichten über Vampire, auch meine Helden müssen noch heraus finden dass manches wahr ist und manches in den Bereich der Legende gehört.
Also viel Spaß beim Lesen und ich freue mich natürlich auch über Reviews.

Ab 18 Jahren habe ich die Geschichte freigegeben da sie sich devinitiv an erwachsene Leser richtet und es auch zu Gewalt (nicht sexueller Art) kommen wird.


Kampf gegen drei Vampire, Teil I


Deutschland, Sommer 1975

Unheimlich lag das alte Haus im Mondschein da, als zwei Männer und eine Frau es betraten. Verliebte Paare hätten die unheimliche Umgebung vielleicht sogar als romantisch empfunden, kein Laut drang von der nahen Stadt nach hier.

„Das ist ein typisches Spukhaus,“ flüsterte Elke und ihre beiden Begleiter sahen sie mahnend an.

Elke warf ihnen einen bösen Blick zu. Schließlich mussten sie doch auch miteinander sprechen um sich abzustimmen wenn sie nun wirklich auf Vampire trafen. Aber auf der anderen Seite hatten Tobias und Klaus recht. Sie sollten wirklich nur das nötigste miteinander besprechen und sich nicht unnötig in Gefahr begeben.

Die Dielen knarrten als sie das alte Haus betraten und der Schein der Lampen formte unheimliche Schatten an den Wänden.
Nun deutete Klaus, der Älteste und somit auch der Anführer der kleinen Gruppe, auf eine Tür, die anscheinend zum Keller führte, und seine Lippen formten die Worte: „Da sind sie!“

Tobias öffnete die Tür und schaltete ebenfalls seine bislang geschonte Taschenlampe ein. Dann stiegen sie vorsichtig hinunter und sahen sich kurz darauf suchend in einem großen Raum um. Doch außer einigen umgestürzten Regalen war auf den ersten Blick nichts zu entdecken.

„Das gibt es doch nicht,“ fluchte Tobias ungehalten. „Wir waren uns doch so sicher, dass sie hier stecken!“

„Vielleicht haben sie ja vermutet, dass wir kommen würden,“ vermutete Elke aber Klaus schüttelte den Kopf.
„Das kann ich mir eigentlich nicht vorstellen. Schaut euch den Raum doch einmal genauer an. Es gibt hier zwei Fenster, aber die sind mit Brettern vernagelt worden. Hier dringt wirklich nicht ein einziger Lichtschein mehr hinein! Ein Ort zum Wohlfühlen für Ratten und Vampire. Aber ihr beiden seid eben noch Anfänger! Ihr seht manchmal das Offensichtliche nicht!“

Tobias trat, Klaus Bemerkung über Anfänger ignorierend, gegen eine Kiste. Sie war geräumig und bot einem ausgewachsenen Mann Platz. Platz zum Schlafen?

Klaus beugte sich über die Truhe und verzog angewidert das Gesicht. „Kann durchaus sein dass sich einer von denen tagsüber hier hinein quetscht!“

Elke nickte unbehaglich und ließ den Schein ihrer Taschenlampe durch den Kellerraum gleiten. „Wir sollten vielleicht bei Tage wieder kommen!“, sagte sie leise und Tobias stimmte ihr im Stillen zu.
Jedoch Klaus schüttelte den Kopf. „Nein, sollten wir nicht! Wir dürfen keine Zeit mehr verlieren, jetzt wo wir endlich wissen wo sie sich aufhalten! Diese Frau hat es doch der Polizei erzählt. In dem alten Haus des verstorbenen Herrn Schmitz halten sie sich auf! Hier wurde sie vor drei Tagen angegriffen....“

„Gut dass Willy ihm diese Infos gibt, das könnte ihn im Grunde genommen den Job kosten,“ dachte Tobias und umklammerte einen Holzpflock. Diese einfachen Waffen boten immer noch die beste Möglichkeit um einen Vampir zu vernichten.

„Hier sind sie nicht,“ stellte Klaus nach einer Weile wütend fest. „Willy hat uns die Info zu spät gegeben!Sie sind nicht hier! Aber wir werden auf sie warten! Und dann.....“

Ein lautes Knacken ertönte und mit einem Mal wurden die vernagelten Fenster mit roher Gewalt eingetreten. Zwei blasse Männer und eine Frau durchbrachen die Holzbretter sowie die Fensterscheiben der großen Kellerfenster und rissen Elke sowie Tobias mit sich zu Boden.

„Vampire,“ rief Elke während Klaus dem Schlag eines Vampirs auswich und ihm seinen Holzpflock schmerzhaft in den Arm rammte.
Der Vampir schrie auf ehe er Klaus zu Boden riss.

Unterdessen hockte die Vampirin, die zu Lebzeiten eine hübsche junge Frau mit blondem Haar gewesen war, auf Tobias Beinen und schlug mit der Faust in sein Gesicht. Dem jungen Vampirjäger drohten für einen Augenblick die Sinne zu schwinden ehe er mit der Hand nach seinem Holzpflock tastete.
Diesen hatte er, als die Vampirin sich auf ihn stürzte, verloren. Doch nun bekam er ihn zu greifen und mit aller Kraft stieß er diesen der untoten Kreatur in die Brust.

Die Vampirin kreischte auf und dann begann sie sich aufzulösen. Der Staub ihres zerfallenden Körpers verteilte sich über Tobias der sich langsam aufrichtete um seinen beiden Begleitern zur Hilfe zu kommen.
So schnell er konnte sprang er auf und stürzte sich mit seinem Holzpflock über den Vampir, der sich über Elke beugte, und seinen Mund bereits auf ihren Hals presste.
Von hinten bohrte er den Pflock mit aller Kraft in den Rücken und ins Herz der untoten Kreatur. Der Vampir löste sich, genau wie seine Gefährtin zuvor, in Staub auf. Tobias reichte Elke die Hand und half ihr aufzustehen während der dem Drang widerstand sich seinen schmerzenden Arm zu reiben. Einen Vampir auf diese Weise zu pfählen kostete sehr viel Kraft.

Währenddessen war es Klaus gelungen sich gegen den ihn angreifenden Vampir zur Wehr zu setzen und auch ihm seinen Holzplfock ins Herz zu stoßen. Angewidert klopfte der älteste der drei Vampirjäger sich nun den Staub von der Kleidung.

„Das ist immer wieder ekelerregend,“ murmelte er und ärgerte sich über sich selbst. „Wir hätten nicht bei Nacht hier her kommen sollen!“
„Das hat Elke vorhin auch schon gesagt,“ murmelte Tobias und Klaus warf ihm einen zornigen Blick zu. Klaus mochte es ganz und gar nicht auf Fehler hingewiesen zu werden.

„Schade dass sie bei Tag nicht steif und tot in ihren Särgen liegen,“ stellte Elke seufzend fest. „Wäre es so wie in diesen Dracula Filmen, dann wäre unser Leben um einiges einfacher!“

„Ja, das hast du recht. Aber einige Vampire ziehen es ja tatsächlich vor in Särgen oder großen Kisten zu schlafen. Sie fühlen sich manchmal richtig wohl da drinnen. Aber was soll man von einer bluttrinkenden Kreatur auch anderes erwarten? Sie haben schließlich nicht einmal eine Seele....“, antwortete Klaus verächtlich.

„Sicherlich nicht?“, fragte Elke ein wenig nachdenklich. „Versteh mich nicht falsch, Klaus. Ich bin bestimmt die letzte die sich für diese Blutsauger einsetzt. Aber kann es nicht sein dass sich nur die Körper verändern? Und die Seelen nur ein wenig?“

„Vampire werden mit der Zeit gleichgültig gegenüber ihren ehemaligen Artgenosssen, den Menschen. Das einzige was sie dann noch interessiert ist unser Blut. Es mag sein dass die Seele erst nach und nach verschwindet. Bei dem einen früher und bei dem anderen später. Aber sie alle verdienen es, dass man ihnen einen Pflock ins Herz stößt!“, erklärte Klaus mit einem Anflug von Ungeduld.
„Im Grunde genommen tun wir ihnen einen Gefallen wenn wir sie pfählen! Ihnen und natürlich den Menschen!“, fügte er noch hinzu.

„Dem kann ich nur zustimmen,“ knurrte Tobias schlecht gelaunt.

Seine Hose wies einen großen Riss auf und er würde sich für seinen eigentliche Arbeit in einer Autowerkstatt eine neue kaufen müssen. Sein Chef mochte es ganz und gar nicht, wenn er mit zerrissener Kleidung zur Arbeit erschien.

Leider wurden weder er, noch Klaus oder Elke für ihre Arbeit als Vampirjäger bezahlt. Klaus, der mittlerweile vierzig Jahre alt war, war ihnen beiden einst zur Hilfe geeilt als ein Blutsauger sie nach einem Kinobesuch an griff und sie hatten sich entschlossen, ihn zu unterstützen. Bislang hatten sie es auf insgesamt zwanzig tote Vampire gebracht.

„Ich muss jetzt nach Hause! Meine Eltern machen sich sonst Sorgen! Sie denken sowieso schon du wärst nicht der richtige Freund für mich,“ sagte Elke und grinste Tobias verschwörerisch an.

Trotz ihrer bereits dreiundzwanzig Jahre lebte Elke noch zu Hause und manchmal wünschte sie sich, sie könne an diesem Zustand etwas ändern. Aber ihre Eltern bestanden darauf, dass sie sich wie eine anständige junge Dame verhielt.*

Tobias war ein Jahr älter als Elke und auch er lebte, eher aus finanziellen denn aus moralischen Gründen, mit seiner Mutter und seinem jüngeren Bruder zusammen. Doch im Gegensatz zu Elke genoss er wesentlich mehr Freiheiten und seine Mutter hatte es aufgeben ihn zu fragen wo, oder mit wem, er seine Nächte verbrachte.
Auch sie dachte, dass Elke seine feste Freundin sei und hatte ihn bereits mehrfach gebeten die junge Frau zum Kaffee mitzubringen und ihr offiziell vorzustellen.

Doch dies war bislang aus dem einfachen Grunde nicht geschehen da sie kein Paar waren und nach ihrer ersten Verabredung, die mit einem Vampirüberfall geendet hatte, zu dem Schluss gekommen waren, dass sie nicht zusammen passten.

„Du kannst deine Eltern ja beruhigen! Sag ihnen, dass wir nicht knutschend im Kino saßen, sondern statt dessen in einem baufälligen Haus Vampire gejagt haben,“ riet Tobias Elke mit einem Augenzwinkern.
„Dann denken sie wenigstens nicht dass du mir die Hose beim Fummeln zerrissen hättest!“

Elke lachte und dies brachte ihr und Tobias einen mahnenden Blick von Klaus ein.
„Ihr solltet mit viel mehr Ernst an diese Sache heran gehen! Die Vampirjagd ist kein Kinderspiel sondern eine wichtige Arbeit zum Wohl der Menschheit! Also hört auf mit den albernen Kindereien und helft mir den Staub ein wenig zusammen zu kehren! Sonst zieht vielleicht noch jemand die richtigen Schlüsse und das letzte, was wir brauchen können, ist eine Massenpanik!“

„Ich denke manchmal, es wäre nicht das Schlechteste den Rest der Welt von der Existens von Vampiren zu überzeugen,“ dachte Tobias, behielt diese Meinung aber für sich.

Schon öfters war er deswegen mit Klaus aneinander geraten. Und eigentlich hatte der ältere Vampirjäger ja auch Recht. Wie hätten sie der Welt erklären sollen dass es Vampire gab?

Elke lebt noch daheim und es gilt als unmoralisch, wenn sie einfach auszieht? So was  war im Deutschland der siebziger Jahre nicht ungewöhnlich.
Die Zeiten, in denen es zur Regel wurde, dass unverheiratete junge Frauen allein lebten oder aber mit einem Freund zusammen zogen, waren noch nicht endgültig gekommen. Vor allem Ältere sahen so etwas auch nicht gerne.
Erst zu Beginn der 70 er Jahre wurde es beispielsweise nicht mehr bestraft, wenn man volljährigen(!) Paaren gestattete, sich zu anderen Dingen als „Mensch ärgere dich nicht“ in der Wohnung oder im Haus zu treffen, bzw. ihnen gar eine Wohnung vermieten durfte.
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