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Skeletons

GeschichteLiebesgeschichte / P18 / MaleSlash
Alphonse Elric Edward Elric
26.10.2008
24.04.2009
5
22.750
 
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12 Reviews
Dieses Kapitel
2 Reviews
 
 
26.10.2008 5.324
 
Disclaimer: Ja, das ist so was von meins. (und ich bin eine miserable Lügnerin. XD)
A/N: Was für eine hübsche Art, ein neues Kapitel zu beginnen. Direkt während eines Streits mit meiner Mutter über Elricest. Liebe ist Liebe, verdammt noch mal. Das ist alles, was ich dazu sage. X3
Viel Spaß mit Kapitel vier. :D

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Über Alex' sexuelle Vorlieben(Junge oder Mädchen meine ich) hab ich jetzt schon nachgegrübelt seit.. nun, ich zögere, „zu langer Zeit“ zu sagen... belassen wir es einfach bei „einer Weile“. Einer langen Weile. Und obwohl ich diese meine Gedanken normalerweise als 'Wunschdenken' abtue, mir sind doch einige 'verdächtige' Dinge aufgefallen, mit denen ich einige schwache Hoffnungen untermauern könnte, die ich entwickelt haben könnte. Zum Beispiel, dass Alex nie so wirklich daran interessiert schien, in die Umkleideräume der Mädchen herein zu schielen – ein Zeitvertreib, an dem sich viele seiner Freunde beteiligt hatten. Dann ist da noch seine offensichtliche Vorliebe für 'Frauenschnulzen': Titanic, Ein Chef zum Verlieben, Nur mit dir... auch wenn ich glaube, dass ich da ziemlich über einen Kamm schere; herrje, nicht einmal ich mag diese Filme wirklich. Aber hey – wenn ihr ihn einmal bei Kate and Leopold erlebt habt, hättet ihr auch so eure Zweifel.
Schlussendlich – und das ist wohl mein deutlichster Hinweis darauf, dass sich 'etwas' in Als Wunderbarer Welt abspielt – sind mir Bedenken gekommen, was sein Verhalten in letzter Zeit betrifft.
'In letzter Zeit' ist wohl das letzte halbe Jahr oder so.
Er lächelt nicht mehr. Oder jedenfalls nicht mehr so oft wie früher – jetzt besteht er nur noch aus düsteren Gesichtern, nervösem Herumschreien und Rotwerden. Und so süß er auch ist, wenn er rot wird(und so sehr ich es liebe, ihn damit aufzuziehen), es ist einfach nicht das gleiche. Alex ist dazu bestimmt, in Technicolor zu leben; er ist dazu geschaffen, zu lachen und zu strahlen und fröhlich und munter zu sein.
Ich mach mir Sorgen um ihn, wenn er das nicht ist.
Ich bohrte bei Mom nach ihrer Meinung zu der Sache – seiner plötzlichen Zurückhaltung und seiner finsteren Miene in letzterer Zeit-; sie hat nur gemeint, dass er eine launische Phase durchmacht. So wie ich während der Pubertät. Und der einzige Grund, dass ich launisch war, war dieser ganze Quatsch von wegen 'Selbstfindung', den ich durchgemacht hab. Oder die 'Konfrontation mit der Schwuchtel in mir' wie Rosie es so gern ausrückt. Natürlich fang ich da an, mich zu fragen...
Aber ich hab mir immer gesagt, dass ich rumspinne. Al macht auch eine Menge „nicht-schwuler“ Dinge: so hatte er damals in der achten Klasse eine Freundin. Jaja, sie war nur eine Woche aktuell und er war derjenige, der Schluss gemacht hat(ich war zugegeben viel zu froh darüber), aber sie war immer noch vorhanden. Und er liebt es, im Internet das zu lesen, was man als Lemon bezeichnet. (Es macht Spaß, jemanden anzuschwärzen).
Was mich zu der wichtigsten Frage bringt: Wo stehe ich also?
Antwort: Mein kleiner Bruder – den ich nur zu gern bespringen würde – könnte eventuell schwul sein. Da stehe ich. Er könnte eventuell schwul sein, genauso, wie der Himmel eventuell pink mit grünen Tupfen werden könnte; genauso wie ich eventuell Chemie und Mathe in diesem Semester bestehen könnte.
Ich weiß nicht, ob das etwas Gutes ist dieses „eventuell“(Ich meine, kommt schon, dann hätte ich wenigstens eine Chance); aber das weiß ich-
Mein Herz hat verdammt schnell geschlagen, als Alex, egal wie betäubt, gebrummt hat, dass er eventuell auf Jungs steht... schnell und laut.
Genau wie seines.
Ich habs hören können.

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Skeletons

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Alexanders Krankheit kurierte sich in weniger als einer Woche wieder aus – nichts schlimmes oder lebensbedrohliches oder auch nur genug, um ihn aus der Schule zu halten. (Verdammt, nach der ersten Nacht war es wirklich nur ein leichtes Unwohlsein: wie nasse Unterwäsche.) Nichts, womit er nicht umgehen konnte oder was er nicht gewöhnt war, damit umzugehen, egal, wie unwohl sich sein Magen überschlug oder zusammenzog. Er war zäh. Er war wild entschlossen.
... und gewissermaßen wurde er ja auch entschädigt. Wenigstens seiner Meinung nach: während er krank war, hatte Alex das Glück, ein gutes Stück Aufmerksamkeit zu erhalten; vor allem die Aufmerksamkeit eines gewissen Jemands, der über ihm im Doppelstockbett schlief. Trotz seiner üblichen Faulheit war Edward ein wahrer Segen, wenn es darum ging, mit Kranken umzugehen – ihre Mutter meinte oft, er gäbe einen wunderbaren Arzt ab. Er war immer so ruhig und besänftigend... und Alexander konnte nicht leugnen(nicht einmal vor sich selbst), dass es schön war – es war schön, Zeit mit Edward verbringen zu können, ohne dass ihm... nun gut, er selbst im Weg stand: immer im Hinterkopf damit beschäftigt, eine Ausrede zu finden, um wütend zu sein oder einen Grund, zu gehen.
Vielleicht hatte der Doktor ja recht; vielleicht hatte Alexander wirklich stressbedingte Erschöpfungszustände und keine Grippe. Denn er fühlte sich ganz definitiv besser, nachdem er sich ein wenig entspannt hatte – er erlaubte Edward, ihn zu zeichnen, während er mit Alchemy spielte; und er lachte, wenn Rosie beim Uno verlor und einen Wutanfall vortäuschte. Tatsächlich wurde dem Brünetten bald klar, dass er sich jetzt besser fühlte, als er es lange Zeit getan hatte, grummelnder Bauch hin oder her.
Aber... da hing noch immer diese eine Sache in seinem Hinterkopf.
Diese Nacht. Die, als er das Nyquil genommen hatte.
... Er konnte sich nicht wirklich erinnern, was passiert war.
Oh, sicher, er hatte eine grundlegende(wenn auch etwas verschwommene) Ahnung – er hatte mit seiner Familie fern gesehen, Ed hatte ihm ins Bett geholfen, sie hatten geredet... aber irgendwo in diesen ineinander übergreifenden, nebeligen Erinnerungen hatte er den Verdacht, hatte er Dinge gesagt, die er wohl besser hätte nicht hätte sagen sollen. Zumindest war sich da ziemlich sicher... ('Hab ich...?')
Das und die Tatsache, dass er aufgewacht war und Edward dösend neben sich vorgefunden hatte: auf dem Boden neben Alex' Bett hockend, den Kopf in den überkreuzten Armen. Unnötig zu sagen, dass Alex bei diesem Anblick den Kopf verloren hatte – 'Was zur Hölle ist passiert!' - doch er war bald von seinem müde verärgerten, nur halbwachen Bruder beruhigt worden, der Alex knapp darüber informierte, dass er eingeschlafen war, während er einen beachtlichen Anteil von Eds Haaren festgehalten hatte. Und er hatte sich geweigert, loszulassen.
„...Oh“, war Alexanders unglaublich elegante Reaktion auf diese Enthüllung. Doch immer noch, wenn auch deutlich ruhiger, hatte er das Gefühl, als wäre ihm etwas herausgerutscht... etwas Geheimes.
Nicht, dass er irgendwelche Schlüsse daraus ziehen konnte, wie Edward sich verhielt; nach einem kurzen Nickerchen war sein Bruder so gut wie neu – amüsiert, wenn nicht gar heiter über alles und jeden. Er versicherte Al, dass es in Ordnung war, es hatte ihn nicht gestört, lang aufzubleiben(„Ich hatte sowieso ein paar Sachen zu überdenken.“) und dass er nur froh war dass Alex die 'so dringend benötigte Ruhe' bekommen hatte.
Das wiederum hieß, dass Edward entweder der fürsorglichste ältere Bruder der ganzen Welt war oder aber ein verzweifelter Teenager, der versuchte, etwas merkwürdiges unter den Teppich zu kehren. Denn das war wirklich nicht normal. Welcher normale Mensch sagte etwas so Taktvolles zu Jemandem, der ihn die ganze Nacht wach gehalten hatte?
Mit all dem im Hinterkopf, verstärkte Alexander sich auf das Letztere: 'Ein hübscher Weg, den eigenen Arsch zu retten.' Aber... nun, bei aller Wahrheitsliebe, vielleicht war er auch einfach nur paranoid. Anscheinend gab es keine Ungereimtheit zwischen Alex und seinem Bruder; nicht im Geringsten – wenn er also etwas gesagt hatte, überhaupt irgendwas, war es wohl einfach nur etwas Dummes gewesen.
... hoffte er.

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Februar 1922
Lieber Al,
Erinnerst du dich an die Winter in Resembool? Wenn der Boden vollkommen zugeschneit war und die Bäume waren aus Eis und der Wind konnte dich Schneiden wie Millionen von Glasscherben? Wie wir Mom immer erzählt hatten, der Norden wäre ein Zuckerschlecken im Vergleich zum Winter von Resembool
`Resembool ist weit von München entfernt.
Es ist, als würde die Kälte nie enden – die Straßen sind gefroren, die Häuser haben Frostbrand, es ist nie genug Holz da, um ein großes Feuer zu machen oder genug Decken, um wirklich warm zu bleiben... die hässlichen Temperaturen richten furchtbaren Schaden an meinem Arm und meinem Bein an. (auch wenn sie nicht mehr aus Stahl sind, die Docks tun immer noch scheiße weh, wenn so ein Scheißwetter ist wie jetzt.) Heidrich hat wohl bemerkt, wie viel Ärger sie mir machen und bot mir an, die Schmerzen wegzumassieren – er hat gesehen, wie ich es versucht habe, auch, wenn es ziemlich bescheuert aussah. Ich hab dankend abgelehnt.
Ich weiß nicht, Al. Ich sollte nicht so kalt zu ihm sein, ich weiß, das sollte ich wirklich nicht. Aber immer, wenn ich in seiner Nähe bin... er sieht nicht einmal so sehr nach dir aus, weißt du? Aus der Entfernung vielleicht, aber von Nahem...
Trotzdem reicht es aus, dass ich weinen will. Und du kennst mich – ich weine nicht. Ich hasse es, zu weinen. Und so versuche ich, jede Rührung zu vermeiden, koste es, was es wolle.
Ich glaube, ich verletze seine Gefühle.
Ich hoffe, er kann mir verzeigen.
-Ed.
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Er war das nicht gewöhnt.
Edward grollte die leere Leinwand an, die er auf siener Staffelei platziert hatte, die Füße um die Beine seines Sitzes gehakt. Der Stuhl quietschte. Seine Hände umgriffen den Sirt zwischen seinen Schenkeln; er wiegte sich vor und zurück, kaute auf der Spitze eines Pinsels. Der Stuhl quietschte wieder, schlug rhythmisch gegen den zementierten Boden des Kellers.
„...“
Sein Gesicht wurde sauer, die Stirn runzelte sich in heftiger Frustration, als nichts zu ihm kam. Absolut gar nichts. Nichts, außer einem blöden Summen... Ed's Kopf war zu voll; ein Wirbel aus Geräuschen und Gedanken, so weiß und überwältigend wie die Leinwand vor ihm.
In diesem Moment überraschte der Blonde sich selbst, als er missmutig fluchte, das bittere Wort um den Griff seines Pinsels blubberte. Er starrte böse auf die Ansammlung von Farbtuben neben sich, die Hände zuckten ihm, sie in einem Anfall unreifer Wut um sich zu schmeißen. Doch er wusste, das würde er nie tun – zum einen wollte er sich nicht damit befassen müssen, sie wegzumachen und sie waren zu teuer, um sie zu verschwenden.
Dennoch, der Gedanke war gefällig...
„Kreatief?“
Er sank in sich zusammen, blies die Wangen auf, als die vertraute Stimme an den Wänden widerhallte; eine schmale Hand fiel zeitgleich auf seine Schulter. Rosie, nun neben ihm betrachtete die vollkommen leere Leinwand prüfend, trommelte gelangweilt mit den Fingern. Das war irgendwie nervtötend...
„Ich weiß nicht“, murrte Edward, immer noch am Ende seines Pinsels herumkaute. „Ich dachte, es würde helfen, wenn ich male, aber ich... komm einfach nicht in die richtige Stimmung.“
„Oh?“, summte Rosalie leichthin, schob die Hüfte heraus, als sie auf die Weiße starrte – sie regelrecht aufsaugte. Es war wirklich irgendwie armselig,diese Weiße... „Es gibt eine Stimmung dafür?“
Edward bedachte seine Schwester mit einem ausdruckslosen Blick und piekte sie mit dem stumpfen Ende seines Pinsels in die Seite. „Nicht fürs Nichtstun“, antwortete er gedehnt, „aber ja, für Malerei schon. Für jede Form der Kunst. Und ich kann mein Gehirn nicht dazu bringen sich so weit auszuschalten um diesen Zustand zu erreichen!“ Der Junge knetete seine Stirn, als er das sagte, ganz eindeutig schlecht gelaunt – was Rosie mit einer Spur von ehrlicher Überraschung bemerkte. Verärgert? Ihr ältester Bruder war kaum jemals etwas anderes, als... ja, irgendwie abgehoben. Was in aller Welt hatte ihn wieder auf den Boden bringen können?
„Ed...?“, murmelte sie und blickte ein wenig besorgter, als Edward sein Gesicht in den Händen vergrub und unterdrückt irgendetwas murmelte. Sie zog ihre Hand zurück, mit einem Mal hatte sie bemerkt, wie angespannt sich seine Schultern unter ihren Fingern anfühlte. „Ed, wart mal, du spielst hier nichts vor? Bist du in Ordnung?“
Eine Pause.
„... ich weiß es nicht.“
Er flüsterte es regelrecht, klang zerrissen und verwirrt und wütend, alles auf einmal. Rosie war nun wirklich überrascht, sie trat einen deutlichen Schritt zurück, als er mit finsterem Blick den Kopf hob. „Ich weiß es nicht, Rosalie. Ich bin in den letzten Tagen absolut unfähig, geradeaus zu denken. Ich kann... kann gar nichts machen!“, schnarrte er, zog an seinen Haaren, als er sich zusammenrollte. „Sobald ich damit anfange, denk ich an ihn... und was er gesagt hat... und wie dumm ich doch bin, aber ich kann nicht aufhören!“
Gut. Das war ganz eindeutig ein Unterschied zu sonst. Rosalie lehnte sich an der kalten Wand zurück, beobachtete ihren Bruder aufmerksam – und mit wahnsinnigem Interesse. „Alex?“, riet sie ohne großen Aufwand, wobei sie ihren ältesten Bruder mit ihren türkisen Augen aufspießte. „Alex hat was gesagt? Was hat er gesagt?“
„Er stand zu dem Zeitpunkt unter Medikamenten“, grummelte Ed und ging wieder dazu über, auf dem Stiel seines Pinsels herumzukauen. Seine Finger zuckten; Rosie konnte sehen, dass er sich naxh seinen Zigaretten sehnte. Das verstärkte ihre sorgenvolle Miene nur noch mehr. 'Die beiden werden noch am Stress sterben, ehe sie 30 sind.' „Aber er... er hat mir gesagt, dass er vielleicht... du weiß schon...“ Der Blonde räusperte sich unbehaglich, bewegte sich auf seinem Sitz, der Stuhl wippte vor und zurück. Rosie hob eine Augenbraue, abwartend. (Sie musste nicht allzu lang warten.)
„Dass er vielleicht auch schwul ist.“
... Trotz allem konnte Rosalie sich nicht dazu bringen, allzu schockiert zu schauen – nur amüsiert. Sehr amüsiert. „Also wir haben wirklich ein paar seltsame Gene in dieser Familie, nicht wahr?“, zwitscherte sie und betrachtete ihren glänzenden Nagelack mit einem versonnenen kleinen Lächeln. „Aber ehrlich, ich versteh nicht, warum du deswegen so in Panik gerätst.“
Ich hab keine Panik!“, schnappte Edward – seine kleine Schwester versteifte sich sehr überrascht – doch sofort beruhigte er sich selbst, indem er ein Mal tief Luft holte. Oder zwei Mal. Oder drei Mal. (Ed rauchte still vor sich hin und massierte seine Schläfen. Er hasste es, wütend zu sein; es verursachte ihm Kopfschmerzen.) Ein langer, schwerer Moment hing zwischen ihnen... doch nach dieser Pause schaffte er es, sich zu entspannen. Wenn auch ein wenig gezwungen.
„Ich hab keine Panik“, wiederholte Edward ruhig, drehte den nun wirklich abgekauten Pinsel zwischen seinen langen Fingern. Seine goldenen Augen jedoch hingen weiterhin fest an der Leinwand; zusammengekniffen, als versuchte er, etwas durch Nebel hindurch zu erkennen. „Nur, ich... ich meine... es war schon fast grausam. Als ob er vielleicht eine der Fragen zwischen uns klärt... und trotzdem...“ Das Herumspielen hörte auf; er krümmte sich, balancierte nun gefährlich auf seinem Stuhl, die Knie unters Kinn gepresst. „Naja, er wäre mir so viel näher, aber zugleich noch weiter entfernt.“
„...“ Rosie konnte nicht anders als grinsen. „Poetisch“, lobte sie gelassen und rutschte dann mit einem leisen Aufseufzen die Wand hinunter. „Aber auch ziemlich emo, großer Bruder.“ Sie kicherte, fühlte seinen bernsteinernen Blick zu ihr herüberflackern. „Allerdings glaub ich nicht, dass du es ändern kannst, als der melodramatische Freak, der du nun mal bist.“
„Danke, Rosie. Das ist ne tolle Methode, damit ich mich in meiner dunkelsten Stunde besser fühle.“
„Das ist nicht deine dunkelste Stunde“, versicherte ihm das Mädchen geistesabwesend und spielte mit einer losen Strähne ihres Haares. „Dass ist deine Stunde des unnötigen Rumnörgelns. Ich meine, ehrlich mal, Ed. Ist dir je in den Sinn gekommen, mit Alex darüber zu reden?“
Er dankte es ihr mit einem trockenen Blick. „Ist dir je in den Sinn gekommen, vor einen rasenden Bus zu laufen? Denn das ist genau das, was du mir sagt, dass ich es tun soll.“
Ein Schnauben. „Nein, ist es nicht“, witzelte sie, ihre Augen immer noch halb geschlossen. „Ich schlage dir nicht vor, ihn zu vergewaltigen oder so was – oder ihm überhaupt zu sagen, wie du fühlst. Aber Alex ist momentan ziemlich hilflos und ich bin sicher, dass er jemanden braucht, mit dem er reden kann. Darüber, wie er sich fühlt und all das. Selbst wenn dieses Geständnis das Ergebnis vom Nyquil ist, es beweist immer noch, dass diese Sorge schon eine ganze Weile in seinem Kopf herum geht. Und die Tatsache, dass er es bis jetzt noch nicht mal erwähnt hat, zeigt nur, dass er sich innerlich deswegen zerreißt... oder aus irgendeinem Grund Angst davor hat, wie wir auf seine potentiellen Vorlieben reagieren. Keine Ahnung warum, aber bitte sehr.“
Rosalie nickte, wie um sich das selbst zu bestätigen. Edward starrte sie an.
„Was bist du, ne Psychaterin?“, frage er dann mit einem kleinen, gemeinen Lächeln über seine Knie hinweg. Rosie starrte ihn als Antwort böse an und streckte ihm die Zunge heraus.
„Müsste ich nicht sein, wenn du deine Probleme ausnahmsweise mal alleine lösen könntest“, antwortete sie kalt. Allem Anschein nach schätzte sie es überhaupt nicht, dass man sie aufzog, nachdem sie jemandem zur Hilfe war. „Jetzt geh und rede mit Alex.“
Doch zu Rosies Überraschung (und Ärger) schüttelte Ed den Kopf; drehte sich um als er – wurde er rot? „Nein.“
„Geh!“, grollte sie und zeigte mit dem Finger die Treppe hinauf. Beide standen sie zur gleichen Zeit auf und starrten sich an – auch, wenn Edward einen definitiven Größenvorteil hatte, er überragte seine Schwester um einen ganzen Fuß.
„Und was soll ich sagen?“, fragte er grimmig, stemmte die Fäuste in die Hüften, den Pinsel hinter das Ohr geklemmt. „'Hey Al! Also, du bist schwul?'“
Rosie würdigte dies mit einem aufgebrachten Blick, begegnete seiner Haltung mit erhobenen Fäusten. „Du könntest es mit ein bisschen mehr Takt versuchen“, schlug sie eisig vor und mit genug Sarkasmus, um die Titanic zu versenken., „aber ja, das ist die Grundidee.“
Ihr Bruder rollte spöttisch die Augen; ihre Augenbrauen zuckten. „Verdammt, Edward!“, zischte sie und warf vor Ärger die Hände in die Luft. „Was IST das nur mit Männern und Kommunikation! Es ist der Schlüssel in einer Beziehung, weißt du!“ Als er nicht antwortete, schüttelte Rosie den Kopf und drehte sich mit einem angewiderten Grunzen um. „Männer! Da wünsch ich mir glatt, ich wär ne Lesbe!“
„Du BIST ne Lesbe“, antwortete Ed, ohne, dass er etwas dagegen tun konnte, während er sie beobachtete, wie sie die Treppe hinaufstürmte. Es war wohl nicht das Schlaueste zu sagen, rückwirkend betrachtet... Rosalie grollte – hielt auf der mittleren Stufe, gerade lang genug, um ihn um zu schubsen. „Mit beiden Händen.
Ich bin bisexuell!“
„Sag das Amy!“, rief er und zuckte zusammen, als sie die Tür hinter sich zuknallte. Doch es war nicht laut genug, um seine Antwort zu ertränken, was klar wurde, als sie sofort zurückkrähte:
„HAB ich! Und jetzt wirst DU mit Alex reden, ehe ich das selber mache! Und wer weiß, was ich sage...?“
Wenn schon nichts anderes, brachte das Edward dazu, sich in Bewegung zu setzen.
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Mai 1922
Lieber Al,
Ich bin heut einem Taschendieb über den Weg gelaufen. Das Kind war vielleicht sechs und als ich ihm hinterher gejagt bin(glaub mir, ich bin ihm hinterher gejagt), hab ich gesehen, dass er sich um zwei jüngere Geschwister kümmert – eine Schwester und ein Bruder, beide kaum älter als vier. Sie waren halb verhungert und hatten nur Lumpen am Leib und hatten Angst, sie leben in einer Gasse hinter dem Metzgerladen.
Ich hab ihnen das Geld gelassen. Ich hab ihnen zwar ne Predigt gehalten, aber sie haben das Geld behalten. Ich hab ihnen auch meine Adresse gegeben, falls sie noch etwas anderes brauchen.
Und nachdem ich gegangen war, hab ich an uns gedacht. Ich daran gedacht, wie es war, als Mom gestorben war – als wir dachten, wir hätten nichts mehr zu verlieren. Ja, wir waren dumm. Und wir waren rücksichtslos. Und auch, wenn ich weiß, dass es allein unsere Schuld war, was dann passierte, ein Teil von mir hat auch immer der Alchemie die Schuld gegeben. Ich hab mich immer gefragt, wie schön alles ohne gewesen wäre – ein ruhiges Leben zusammen, komplett, ohne das Militär oder den Stein oder Blutsiegel oder irgendetwas davon.
Aber heute, als ich diese Kinder beobachtet hab, kam mir in den Sinn... vielleicht hatten wir ja Glück.
Ich meine, ich sag nicht, dass das, was uns passiert ist, gut war – es war furchtbar. Es war die Hölle. Aber was, wenn wir nie die Alchemie gelernt hätten? Was, wenn wir nie Sensei getroffen hätten? Was, wenn wir versucht hätten, allein zu leben, wie diese Kinder? Was, wenn wir, so wie sie, es nicht gepackt hätten?
Obwohl wir dem Tod auf andere Arten ins Auge gesehen hatten – Arten, die wir gewissermaßen selbst gewählt hatten – wir mussten uns sie über Geld oder Hunger oder solche Dinge Sorgen machen. Nicht so wie diese Waisen. Und wir hatten einen Sinn; ein Ziel. Freunde, die uns halfen. Sie sind ganz allein und leben nur noch, weil sie zu viel Angst haben, zu sterben.
Vielleicht hab ich die Dinge aus dem falschen Winkel betrachtet. Vielleicht passiert ja alles aus einem Grund; oder birgt wenigstens ein bisschen was Gutes in sich.
Vielleicht hat es ja auch was Gutes, dass ich hier festsitze?
-Ed
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Wie auch immer, am Ende gewann Edward.
Irgendwie.
Genau wie am Ende Rosie gewann.
Irgendwie.
Wie sich heraus stellte, war Alex auf der Couch eingeschlafen, neben Alchemie zusammengerollt und er sah so friedlich aus, dass sie nicht das Herz hatten, ihn aufzuwecken – auch wenn das in Rosalies Fall hieß, dass sie einen Streit verlor. Das war die Seite, auf der Ed gewann: er musste nicht mit Alex reden, wie es seine Schwester verlangt hatte. Das war wirklich unverschämtes Glück, da er immer noch keine Ahnung hatte, was er sagen wollte, doch zur Gleichen Zeit musste er sich fragen:
Wie um alles in der Welt hatte Alex es geschafft, seinen und Rosies sehr lautstarken Kampf zu verschlafen.
... Wie sich herausstellte, hatte er das nicht.
Was die Seite war, auf der Rosie gewann.
Natürlich wurde das erst sehr viel später klar – nachdem der Mond über die entfernten Hügelkuppen aufgegangen war, hell durch das Fenster schien; die scharfen Strahlen schnitten durch die kühle Herbstnacht. Es war wunderschön, wie eine schimmernde Blase in einem ruhigen, schwarzen Ozean: die verspielten Strahlen trafen auf die blassgelbe Wand von Edwards und Alexanders Schlafzimmer und prallten ab. Der flüchtige Scheim erhellte jede schattige Ecke, ergoss sich in silbernen Pfützen auf den Teppich.
Alexander betrachtete die Kugel am Himmel mit niedergeschlagenen Augen, die schweren Lider flatterten. Doch obwohl sein Gesichtsausdruck Erschöpfung verhieß, war sein Geist hellwach; verzweifelt und wirr – schoss Gedanken durch seine Adern wie kleine Stromschläge. Er blickte stumm ins Leere, ging die Ereignisse des Nachmittags immer und immer wieder durch... auf der Couch sitzend, Alchemy im Schoß, panisch vor sich hinstarrend, als Edwards und Rosalies gedämpfte Auseinandersetzung lauter und lauter wurde, zu ihm hinauf drang. Worte, die er nicht glauben konnte... 'Haben sie gewusst, dass ich zuhöre? Haben sie vergessen, dass ich hier bin? Haben sie versucht, mich reinzulegen?'
Edwards gedämpfte Worte – die ersten, die er klar verstanden hatte – hallten endlos in seinen Ohren wider: Nur, ich... ich meine... es war schon fast grausam. Als ob er vielleicht eine der Fragen zwischen uns klärt... und trotzdem...
Wovon hatte Ed geredet? Hatte es etwas mit dem zu tun, was er, Alex, letzte Nacht gesagt hatte-? Wusste... wusste Edward etwa, bei welchen Gedanken er sich manchmal erwischte, wenn er sich nicht zurückhalten konnte...?
'Nein, das kann unmöglich sein', versichtete Alex sich hastig selbst, er lief rosa an. Seine Finger ballten sich unter der Bettdecke zu Fäusten, er schloss fest die Augen. 'Und jetzt hör auf, das selber zu denken! Du bist ganz einfach idiotisch! Jetzt schl-'
„Al...?“
Alexander erstarrte, sein Magen sackte nach unten, als er aufzuckte, sein Kopf wirbelte nach rechte – um Edward zu entdecken, der über den Rand seines Bettes gebeugt war, Kopfunter; sein Haar war so lang, dass es beinahe Alex' Matratze streifte. Er machte ein müdes Gesicht, die Augenbrauen gerunzelt.
„Al?“, wiederholte er und beobachtete dösig, wie Alex wieder zu atmen begann, sein Griff um die Decke sich lockerte. „Warum bist du denn immer noch wach? Es ist schon fast eins. Morgen haben wir Schule.“
Alex überlegte, dass dies ein guter Zeitpunkt war, zum zu antworten(oder verdammt, wenigstens zu sprechen), doch merkwürdigerweise konnte er nicht – viel zu sehr war er damit beschäftigt, Eds lange Strähnen zu beobachten, wie sie im Mondlicht schimmerten, ein dunkler Strohton in dieser Dämmrigkeit. Und obwohl er sich sicher war, dass seine Wangen flammten, konnte er nicht anders, als sie weiterhin anzuschauen, zu versuchen, den Klumpen in seiner Kehle herunter zu schlucken.
Naja, er wäre mir so viel näher, aber zugleich noch weiter entfernt...
„Brüderchen...“, hörte der Brünette sich selbst plötzlich murmeln, strich sich lose Strähnen kupferfarbener Haare hinter die Ohren hinter die Ohren, sank tiefer in seine Kissen, „Ed, kann ich... dich was fragen?“
Edward blinzelte – dann, weil er sich wohl nicht mehr in dieser Balance halten konnte, zog er sich vorsichtig wieder in das obere Bett zurück. Allerdings antwortete er gelassen(wenn nicht gar dösig): „Sicher. Was ist es denn, lieb Brüderlein mein? Es muss ja wichtig sein, dass es dich so spät noch wach hält.“
Alex lächelte leicht, obwohl ihm so gar nicht danach war. Doch als er sprach, zitterte seine Stimme genauso. „Was... hab ich gesagt?“, fragte er leise und rollte sich um Bunny zusammen, sein Plüschkänguruh. Die abgenutzten Knopfaugen der Puppe schimmerten wie alte Pfennige; der alte Stoff seines Körpers roch schwach nach Weichspüler und Zigarettenrauch. Er versuchte, sein Unwohlsein über diese unendlich laute Stille zu ignorieren – konzentrierte sich stattdessen auf den vertrauten Geruch. „Was hab ich gesagt, als ich so zu vom Nyquil war? Was hab ich gesagt, dass du... du weißt, mit Rosie. Hab ich...etwas Falsches gesagt?“
Er presste die Letzte Frage regelrecht heraus, zu nervös, um irgendwo anders hinzusehen als zum Fenster. Nicht, dass es etwas machte – Edward hatte sich ebenso wenig bewegt; er starrte wohl panisch an die Decke. Doch wenn er es war, klang er nicht so. Er klang nur... zurückhaltend. Vorsichtig. „... du hast nichts Falsches gesagt“, versicherte Ed ihm leise, die Sprungfedern seines Bettes quietschten, als er sich auf die linke Seite drehte. „Du hast mir nur gesagt, dass du glaubst, vielleicht schwul zu sein.“
Alex' Zunge klebte an seinem Gaumen fest, er riss die Augen auf. Mit einem Mal fühlte er sich, als würde er gleich wieder kotzen... „Ich hab...?“, würgte er, hin- und hergerissen zwischen Angst und – irgendwo tief in seinem Inneren – Erleichterung. Dass er es endlich gesagt hatte, egal ob er es jetzt für wahr erachtete oder nicht. „Würd dich das anekeln, wenn ich's wär...?“
Edward gluckste und rollte sich nun komplett auf den Bauch. „'Mich anekeln'...? Also bitte. Ich bin vieles, Al“, seufzte er in die Kissen, irgendwie amüsiert, „aber ich bin kein Heuchler. Natürlich würde es mich nicht anekeln, wenn du schwul wärst. Nur, falls du es vergessen hast, ich bin auch schwul.“
Das war wahr. Das war sehr wahr. Doch- Alex blinzelte. 'Sekunde mal...' „Ich wär so viel näher, aber zugleich noch weiter entfernt“, murmelte er, die Stirn gedankenvoll gerunzelt.
Über ihm schien sich sein Bruder zu versteifen, er setzte sich auf. „Bitte was?“, fragte er, ein wenig schneller, als eigentlich nötig. „Was hast du gerade gesagt?“
„Nichts“, antwortete Alexander ebenso schnell und lief scharlachrot an. 'Ja, so enttarnt man sich todsicher, Alex!' „Ich hab... nur gehört, wie du zu Rosie gesagt hast...“ Der Brünette schluckte laut; Edward war ungewöhnlich still. „Bruder...“, versuchte er es wieder, dieses Mal leiser. Warum war ihm so nach Weinen? Er wollte nicht weinen – er war nicht traurig oder so etwas. Und doch... „Bruder, ich bin durcheinander!“, schniefte Alex und verfluchte sich aus tiefstem Herzen, als die Tränen kamen. 'Warum bin ich nur so armselig?' „Ich weiß nicht, was ich fühle, ich weiß nicht, was ich denke und ganz sicher weiß ich nicht, was ich will!“ Hinten in seiner Kehle machte er ein wütendes Geräusch, versuchte, das brennende Gefühl zu unterdrücken, das sich seinen Weg nach oben bahnte. „Ich versteh es einfach nicht!
Stille. Stille, von Alexanders schwerer Atmung einmal abgesehen: Ein Versuch, den brennenden Tränen entgegenzuwirken. Es half nichts. Entsprechend fragte Alex sich leicht verärgert, ob Ed vielleicht eingeschlafen war; es war schon eine ganze Minute verstrichen und er hatte noch nicht geantwortet.
Doch dann – sehr plötzlich – seufzte der ältere Junge... und seine Hand schob sich über den Rand seines Bettes, baumelte nun ein paar Zentimeter über Als Kopf. „Das tun wir kaum“, stimmte er leise zu, in dieser samtenen Stimme, die Alex so sehr liebte. „Aber du musst es trotzdem weiter versuchen. Du musst tun, was du für richtig hältst; was du als das Beste für dich hältst; egal wie selbstsüchtig das klingen mag. Es ist ja so, dass ehe du mit jemand anderem lebst, musst du erstmal mit dir selbst leben können und mit den Entscheidungen, die du triffst – und mit den Konsequenzen.“
„...“ Leise schniefend nickte Alexander, griff nach Eds Hand und verschränkte ihre Finger miteinander. Die Hand seines Bruders war warm und groß, wahrscheinlich mit Farbe bekleckst... und sie war überraschend kräftig unter der Weichheit.
Es fühlte sich himmlisch an.
Alex lächelte.
„Brüderchen...?“
„Mmm?“
„Musstest du jemals deinem eigenen Ratschlag folgen?“
Doch dieses Mal antwortete Edward nicht – er war schon eingeschlafen.
X

August, 1922
Lieber Al,
Heidrich und ich sind heute ausgefahren; das Wetter war herrlich und wir haben eine Großteil unserer Arbeit fertig. Heidrichs Pläne sind langsam zu erkennen... momentan haben wir eine Rakete so weit, dass wir sie zum Volksfest im nächsten Jahr starten können. Heidrich sagt, er kann es nicht erwarten, mich dorthin mitzunehmen, er sei sich sicher, dass ich mich wirklich gut amüsieren würde. Ich hab ihm erzählt, dass ich schon vorher auf Jahrmärkten war und dass sie nie irgendwie aufregend gewesen wären, doch er hat nur gelacht und mir versichert, dass das daran liege, dass ich noch nie auf einem Riesenrad war. Ich muss zugeben, er hatte recht – ich hab noch nicht mal je von denen gehört. Also hab ich ihn von Riesenrädern erzählen lassen, bis er unter einem Ahornbaum eingeschlafen ist. Er schien glücklich; ich war froh.
... ich mach mir Sorgen um ihn, Al. Er hat immer noch hin und wieder Hustenanfälle, obwohl er seit letztem Jahr keine Erkältung mehr hatte. Und er sieht mich manchmal so seltsam an. Als ob er mich nicht wirklich sieht... oder als versuche er, jemand anderen in mir zu sehen. Ich hab ihn dabei erwischt, wie er versucht hat, meine Hand zu halten. Und ich hab ihn beinahe gelassen, ohne nachzudenken. Oder besser gesagt, ich hab gedacht, er wäre du. Ich weiß nicht warum ich das gedacht habe; ihr beide seht euch nun wirklich nicht ähnlich. Aber manchmal... ich weiß nicht. Ich verliere die Kontrolle über mich selbst, glaube ich. Wie beim ersten Mal, als ich ihn getroffen habe. Gott, ich war so dumm... ich dachte wirklich, ich hätte dich gefunden.
Und ich muss sagen, es ist wirklich ein Wunder, dass er mich nicht sofort hat einweisen lassen. Ich hätte persönlich dafür gesorgt, wäre ein vollkommen Fremder auf mich zugerannt und mir um den Hals gefallen, schluchzend und in einer fremden Sprache schimpfend.
Doch das hat er nicht. Er hat erschreckt geschaut, natürlich, aber nur für einen Moment. Dann – aus einem mir unbekannten Grund; ob es meine Ähnlichkeit zu Cullison war oder Heidrichs eigene natürliche Freundlichkeit – entschied er sich dafür, mich ebenfalls zu umarmen, seine verstreuten Einkäufe aufzusammeln und mich nach Hause mitzunehmen.
Es gibt mir manchmal zu denken, ob er vielleicht etwas anderes von mir will. Was, da bin ich mir nicht sicher... aber etwas anderes, das ich ihm nicht geben kann.
Ich hoffe, ich irre mich. Zu seinem Besten, zu meinem Besten und zu deinem, Al.
Ed
XXX

Yeah! Wir nähern uns langsam einigen Szenen, von denen ichi weiß, dass sie euch ALLEN gefallen werden. X3
Wo wir grad dabei sind, ihr Leute von fanfiction-dot-net, ich muss euch sagen, ihr verpasst was. Kommt, besucht die Elricest Seite auf livejournal. Da sind Massen an Material zu Skeletons dort gepostet. Zwei SMUT Bonuskapitel(für all diejenigen unter euch, die ihre Dosis lemon brauchen) und drei wunderschöne Fanarts von unglaublich talentieren Lesern! Bitte, schaut es euch an – ihr werdet garantiert nicht enttäuscht. :D
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