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Behind Blue Eyes

von IidaVnus
GeschichteLiebesgeschichte / P18 / MaleSlash
23.10.2008
23.10.2008
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2.151
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23.10.2008 2.151
 
Hallo. xD
Ich weiß, es ist irgendwie sehr skurril. Die Idee kam mir am Mittwoch in Geschichte und ich fühlte mich gezwungen sie umzusetzen. oO
Tut mir Leid, wenn es hier für irgendwen ein Stilbruch ist, aber ich musste es tun. =P
Bitte jegliche Abweichungen vom Buch oder Unlogik ignorieren. ^^
Die Personen sehen auch so aus wie im Film. xD Den Grund dafür verrat ich am Ende, sonst is die Spannung weg.

Viel Spaß
=====
Behind Blue Eyes

Mürrisch stapfe ich durch das nasse Gras. Die Luft ist frisch, der Himmel sternenklar. Von Schwarzkollm klingen die Melodien der Ostergesänge zu uns herauf. Ich fröstele leicht, denn zu dieser Jahreszeit sind die Nächte für gewöhnlich noch recht kalt.
Als wir an unserem Ziel angelangt sind, glaube ich schon, meine Füße vor Kälte nicht mehr zu spüren. Zitternd lasse ich mich am Stamm des alten Baumes hinabsinken und schließe die Augen. Ich will nur eines. Und zwar dass diese Nacht so schnell wie möglich ihr Ende findet.
Während ich den Gesängen der Schwarzkollmer Mädchen lausche, versuche ich so gut es geht zu vergessen, wer gerade neben mir sitzt. Wirklich viel Erfolg habe ich allerdings nicht, was nicht zuletzt daran liegt, dass ich seine Blicke regelrecht auf mir spüre. Sie durchbohren mich wie Nadeln. Neugierig. Gnadenlos.
Nach einigen Minuten öffne ich langsam die Augen und drehe den Kopf. Tatsächlich – keinen ganzen Meter von mir entfernt sitzend, hat er seine eisblauen Augen auf mich gerichtet und mustert mich aufmerksam. Seine Lippen ziert ein leichtes Lächeln, welches ich nicht wirklich zu deuten vermag.. Es ist einfach unmöglich, sein Lächeln zu deuten. Einerseits wirkt es unglaublich offen und ehrlich, aber auf der anderen Seite liegt diese gewisse Kälte darin, die er immer ausstahlt und die sein Lächeln auf unangenehme Weise verändert. Falsch erscheinen lässt. Schadenfroh.
Er weiß ganz genau wie sehr ich ihn verabscheue. Wie sehr ich es verabscheue mit ihm hier sitzen zu müssen. Viel lieber hätte ich Juro bei mir. Oder zumindest Hanzo oder Lobosch.
Aber gegen die Entscheidungen des Meisters kann ich mich genauso wenig zur Wehr setzen, wie die anderen Burschen, so gerne ich es auch will.
Mein Begleiter allerdings scheint alles andere als unglücklich darüber zu sein, mit mir hier zu sitzen. Vermutlich genießt er es in vollen Zügen mich mit seiner bloßen Anwesenheit quälen zu können. Es würde mich nicht einmal wundern, wenn er selbst beim Meister darum gebeten hätte die Osternacht mit mir verbringen zu dürfen. Und der Meister würde ihm niemals irgendeinen Wunsch abschlagen.
"Du bist so still??", er klingt ernsthaft besorgt. Vermutlich wieder eine seiner zahlreichen Maschen. "Was sollte ich denn sagen?", frage ich mit deutlichem Desinteresse in der Stimme zurück. "Ich weiß ja nicht... Willst du die ganze Nacht lang vor dich hin schweigen?", er zwirbelt eine Strähne seines langen blonden Haares zwischen den Fingern. Entnervt verdrehe ich die Augen. "Stell dir mal vor, ja, will ich!", blaffe ich ihn an, woraufhin er abwehrend die Hände hebt. "Okay, okay, ist ja schon gut!" Mit diesen Worten lässt er sich nach hinten ins Gras sinken und schließt die Augen. Ich seufze leise. Die ganze Situation irritiert mich zunehmend. Er ist doch sonst nicht so... so... nett. Ob es daran liegt, dass wir unter uns sind?? Dass keiner der anderen Gesellen dabei ist, vor denen er selbstbewusst und großkotzig dastehen will? Genau genommen könnte ich diesen äußerst seltenen Zustand ausnutzen. "Hey...", zische ich in seine Richtung, denn obwohl keiner in der Nähe ist, den wir stören könnten, ist es mir unangenehm die Stille der Nacht mit einer zu lauten Stimme zu durchbrechen. Von ihm kommt keinerlei Reaktion. "Hey... psst... Lyschko!", versuche ich es erneut, noch immer flüsternd, aber doch etwas lauter als zuvor. Diesmal erziele ich eine größere Wirkung. Mühsam rappelt er sich hoch, stützt sich hinten auf die Ellbogen und schaut mich fragend an. "Was gibt’s denn?" Wie? Kein dummer Spruch? Kein 'Na so was, du kannst ja doch sprechen.'? So langsam macht er mir Angst.
"Das mit Tonda damals...", beginne ich stockend, "...was das...? Also ich meine... hast du ihn wirklich nicht verraten?", fast schon schüchtern sehe ich ihn an.
Lyschko seufzt leise auf. "Ach Krabat... dass dich das noch immer so beschäftigt... aber: nein, hab ich nicht! Das habe ich dir doch damals schon gesagt." Ich senke den Blick. Ja, er hat es mir schon einmal versichert. Noch vor Tondas Tod. Doch glaubte ich ihm? Glaube ich ihm heute? Ich kann es nicht sagen. "Du musst mir glauben.", als könne er Gedanken lesen wirft er diesen Satz nach einigen Sekunden des Schweigens hinterher. Wieder sehe ich auf. Blicke in seine Augen. Sollte sich irgendwo hinter diesem endlos erscheinenden Blau doch ein anderer Lyschko verstecken? Ein Lyschko, der nicht nur an sich denkt? Der Gefühle hat und diese sogar zeigen kann?
Ich vermag es kaum für möglich zu halten.
"Aber woher hätte der Meister denn wi...", ich werde von Lyschkos leisem Auflachen unterbrochen. "Ich bitte dich, Krabat. Du bist lang genug hier. Über kurz oder lang findet der Meister so etwas heraus. Das weißt du genau so gut wie ich."
Mit einem leichten Kopfschütteln wende ich den Blick von ihm ab, obwohl ich weiß, dass er recht hat.
Das Gras raschelt, ich höre, wie er näher zu mir rutscht. Ein wärmender Arm um meine Schulter.
"Du hast ihn sehr gemocht, nicht wahr?", seine Stimme ist nur mehr ein Flüstern. Meine Antwort ist ein Kopfnicken. Ja, ich habe Tonda sehr gemocht. Er war wie ein Bruder für mich. Obwohl wir uns nicht lange kannten. Und obwohl Lyschko im Moment so ganz anders ist als sonst, würde ich doch nichts lieber als ihn gegen Tonda eintauschen. "Ich hab Tonda auch gern gehabt, das kannst du mir glauben." "Du?", meine Stimme klingt weitaus abfälliger als ich es beabsichtigt habe und es tut mir fast ein wenig Leid. Aber diese Aussage von Lyschko klingt nun wirklich zu absurd. Wenn irgendwer Tonda gehasst hat, dann war er es. "Natürlich. Vielleicht war ich neidisch auf ihn, das gebe ich ja zu. Aber gemocht habe ich ihn genau wie alle anderen es taten."
Ich muss zugeben, das klingt doch irgendwo plausibel, denn mit Neid ist Lyschkos Verhalten wohl am ehesten zu erklären.
Seufzend lasse ich meinen Kopf gegen seine Schulter sinken, ohne so wirklich zu wissen, was ich da gerade tue. Doch es scheint ihn nicht weiter zu interessieren. Sein Arm entfernt sich keinen Millimeter von meiner Schulter, stattdessen zieht er mich noch ein Stück näher zu sich und streichelt sanft meine Schulter. Erneut drehe ich den Kopf in seine Richtung. Nur um mich noch einmal zu vergewissern, dass es wirklich Lyschko ist, der da neben mir sitzt.
Sein Gesicht ist so nah an meinem, dass ich seinen warmen Atem auf meiner Haut spüren kann. Eigentlich will ich mich wieder abwenden, doch irgendetwas hält mich davon ab. Zwingt mich, weiterhin in seine Augen zu sehen, den Ausdruck in ihnen zu studieren, der mir so gänzlich unbekannt ist.
Ich wehre mich auch nicht, als er den letzten Abstand zwischen und überwindet und seine Lippen sanft auf meine drückt. Unwillkürlich seufze ich auf. Seine Lippen sind unglaublich warm und weich, lassen mir einen Schauer nach dem anderen über den Rücken laufen, als er sie leicht gegen die meinigen bewegt.
Er saugt sich leicht an meiner Unterlippe fest, entlässt sie dann wieder um kurz darauf mit der Zungenspitze daran entlang zu streichen.
Fast schon ungeduldig stupse ich mit der Zunge gegen seine Lippen, er versteht die Anspielung und öffnet den Mund ein Stück um meiner Zunge Einlass zu gewähren. Scheu und zurückhaltend umspielen sich unsere Zungen, erkunden schüchtern und zugleich neugierig das unbekannte Terrain.
Doch mit der Zeit werden wir beide mutiger, das zunächst noch sachte Spiel unserer Zungen artet mehr und mehr in einen Kampf aus.
Ohne den Kuss zu lösen drückt Lyschko mich nach hinten, liegt nun halb auf mir. Ich vergrabe eine Hand in seinem langen blonden Haar. Dürfen wir das hier? Vermutlich nicht. Vermutlich waren wir die längste Zeit am Leben, wenn der Meister hiervon Wind bekommt. Aber momentan interessiert mich das herzlich wenig und Lyschko scheint es ähnlich zu gehen.
Blind greife ich nach dem Saum seines Hemdes, ziehe es ihm über den Kopf und werfe es achtlos neben uns ins Gras. Lyschko richtet sich auf und zieht mich mit sich hoch, bleibt allerdings schmunzelnd auf meinem Schoß sitzen um auch mich von meinem störenden Oberteil zu befreien.
Seine Hände streichen über meinen nackten Oberkörper, während er mich in einen erneuten Kuss verwickelt. Immer wieder reizt er mit den Fingern leicht meine Brustwarzen, lässt mich aufkeuchen.
Erneut drückt er mich zurück. Unsere Umhänge und Oberteile bilden einen angenehmen Untergrund, der meinen Rücken vor der Kälte des nassen Grases schützt.
Etwas unbeholfen beginnt er an meiner Hose herumzunesteln, braucht eine Weile, bis er mich schließlich daraus befreit hat. Seine Nähe lässt mich die Kälte um uns herum kaum spüren.
Heiser stöhne ich auf, als ich seine Hand kurz darauf an meinem Glied spüre. Die Kälte ist nun endgültig vergessen. Keuchend drücke ich mich ihm entgegen. Will mehr von diesem unbekannten und doch so unbeschreiblich tollen Gefühl. Haltsuchend kralle ich mich in seinen Nacken, konzentriere mich voll und ganz auf die Bewegungen seiner Hand die mich langsam aber sicher in den Wahnsinn zu treiben scheinen.
Plötzlich löst er jedoch abrupt seine Hand von mir und ich reiße empört die Augen auf. Ist er etwa doch so ein Sadist wie ich vermutet hatte? Er lacht leise, als er meinen entsetzten Blick sieht. "Keine Angst, ich will nur selber auch was davon haben.", er grinst vielversprechend, während er sich nun selbst auch seiner Hose entledigt.
Etwas unwohl ist mir nun doch, denn ich habe nicht wirklich eine Vorstellung davon, wie das was jetzt kommen wird ablaufen soll. Nur zu gerne lasse ich mich von ihm in einen erneuten Kuss verwickeln, verspanne mich jedoch augenblicklich, als er kurz darauf mit einem Finger in mich eindringt. Er hält sofort inne, haucht zärtliche Küsse auf meine Wangen und meine Lippen. "Versuch dich zu entspannen, das wird gleich besser." Ich versuche zu tun was er sagt und vor allem nicht weiter darüber nachzudenken woher er diese Erfahrung hat. Tatsächlich lassen die Schmerzen nach einigen Augenblicken da und ich beginne das unbekannte Gefühl zu genießen.
Leise keuchend drücke ich mich ihm entgegen, als Lyschko noch einen weiteren Finger hinzunimmt.
Als er seine Finger nach einer Weile wieder zurückzieht murre ich schon beinahe enttäuscht auf.
Er lacht leise auf und versinkt erneut mit mir in einen Kuss.
Kurz darauf dringt er richtig in mich ein und ein stechender Schmerz durchfährt meinen Körper, der mich leise aufwimmern lässt. "Shhht...", Lyschko streicht beruhigend über meine Wange und wartet wieder bis ich mich entspannt habe, bevor er beginnt sich in mir zu bewegen. Ich halte die Augen geschlossen, konzentriere mich einfach nur auf seine Bewegungen und seine beruhigenden Küsse.
Tatsächlich verschwindet das unangenehme Gefühl nach und nach gänzlich. Was er mit mir macht ist einfach nur der absolute Wahnsinn. Sein Keuchen dringt an mein Ohr, erregt mich nur noch mehr.
Er haucht sanfte Küsse auf meinen Hals, während er seine Bewegungen intensiviert. Meine Fingernägel krallen sich in seinen Rücken, hinterlassen mit Sicherheit deutliche Spuren, doch darauf kann ich nun keine Rücksicht nehmen. Immer wieder stöhne ich leise seinen Namen, bewege mich gegen ihn, will mehr von diesem Gefühl.
Gierig schnappt Lyschko nach meinen Lippen, verwickelt mich wieder in einen Kuss. Seine Hand wandert währenddessen zwischen uns und beginnt wieder mich sanft zu massieren.
Ich stöhne haltlos in den Kuss, klammere mich an ihn. Ich habe das Gefühl jede Sekunde zu zerspringen. Als er seine Bewegungen noch einmal beschleunigt, kann ich mich endgültig nicht mehr beherrschen und komme mit einem heiseren Aufschrei über seine Hand. Auch er hält nicht mehr lang durch, folgt mir kurz darauf laut stöhnend über die Klippe und sinkt keuchend auf mir zusammen.
Atemlos sehe ich ihn an. "Was war das?", keuche ich leise.
"Es war jedenfalls nicht übel.", kommt die freche Antwort von meinem Gegenüber. Unwillkürlich muss ich lächeln und hauche ihm noch einen Kuss auf die Lippen.
Scheinbar steckt hinter seinen blauen Augen wirklich ein Teil von ihm, den ich bisher nicht kannte.
Und ich bin wahnsinnig neugierig darauf, diesen Teil besser kennen zu lernen.

FIN
=====
So. Das wars. XD
Ich muss dazu sagen: ursprünglich hatte ich vor einfach nur David Kross und Robert Stadlober zu verslashen. Ich hatte allerdings partout keine Idee wie ich das umsetzen sollte, ohne dass es ne dämliche Mainstream Story wird. So mussten eben die beiden in ihren Rollen herhalten.
Muss dazu erwähnen, dass ich dank Robert ein Lyschko Fetischist wurde. XDD

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