~ Time after Time ~

von Lana-Lang
GeschichteDrama / P12
Clark Kent Cloe Sullivan Lana Lang Lex Luthor
22.10.2008
22.10.2008
3
5245
 
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So, nun hab auch ich mich entschlossen, meine erste SV FF zu beginnen. Bisher habe ich nur eine handvoll deutsche und englische FF zu einer Anime-Serie (SRatSS) geschrieben und jahrelang in RPG´s aktiv. Hoffe jedoch mein Stil gefällt Euch und würd mich sehr über Feedback freuen.

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Sprache: deutsch
Status: nicht abgeschlossen
Rating: sehen wir am Ende^^
Genre: Drama/Romantik
Spoiler: als ich die Story begann ja - inzwischen nicht mehr
Pairings: öhm... ja... gute Frage
Autor: Lana/ Lana-Lana/MissLanaLang
eMail: webmaster@smallville-portal.com
Datum: 17.06.2006 -
Disclaimer: Smallville und all seine Figuren gehören leider nicht mir^^ sondern wie folgt:Copyright © Warner Bros. All rights reserved
Copyright © DC Comics. All rights reserved
Copyright © Alfred Gough & Miles Millar. All rights reserved
Copyright "Time after Time" liegt bei mir^^




“Ja, Lana – gut! Sie machen das sehr gut!”, sprach die ältere Hebamme beruhigend auf die junge Frau ein, die nun schon seit über 12 Stunden in der Klinik mit den Wehen kämpfte. Lana bäumte sich unter den starken Schmerzen auf und krallte sich in das Bettzeug. Sie war klitsch nass geschwitzt, das dunkle Haar hing strähnig herab.
Sie fühlte, wie ihre Kräfte immer mehr nachließen – das Martyrium dauerte schon so lange. Seit gut einer Stunde hatten endlich die Presswehen eingesetzt und nun wurden die Schmerzen immer heftiger und die Wehen gönnten ihre keine Verschnaufpause mehr. Lana schrie ihren Schmerz heraus. Sie hatte das Gefühl innerlich zu bersten. Jetzt wo der Kopf des Kindes immer mehr drückte, liefen ihr die Tränen aus den Augenwinkeln.
„Gleich Lana, sie haben es bald geschafft!“ kam es wieder von ihrer Hebamme.
„Ich möchte, dass sie bei der nächsten Wehe, das Kinn zur Brust drücken, die Augen zu machen und dann ordentlich mitpressen Lana – sie schaffen das.“ Auch ihr war nicht entgangen, dass die zierliche Frau nicht mehr lange durchhalten würde. Vor allem war Lana allein im Kreissaal. Das tat Mrs. Stuart am Meisten leid. In so jungen Jahren, allein ein Kind auszutragen und großzuziehen, war alles andere als leicht. Welches Schicksal hinter Miss Lang steckte, konnte sie nicht einmal erahnen.

„Ich…. ich kann nicht…… mehr Maggie.“, jappste Lana erschöpft.
„Doch Lana, Sie können das – ich weiß es. Lana ich helfe Ihnen, aber sie müssen auch mir helfen! Zusammen schaffen wir es – für ihr Baby.“, versuchte sie die junge Frau zu ermutigen. Sie griff nach dem nassen Waschlappen, der in einer kleinen Schale lag und tupfte ihr damit liebevoll den Schweiß von der Stirn.
„Nicht mehr lang – versprochen!“, versuchte Mrs. Stuart es weiter und tätschelte Lanas Bein als Aufforderung, gleich wieder mitzuarbeiten. Ein Blick auf den Wehenschreiber sagte ihr auch, dass die nächste Presswehe kam. Und schon in diesem Moment krallte sich Lana wieder ans Bett.
„Ja Lana und nun zeigen sie mir, dass sie es können.“, ging die Hebamme wieder zwischen Lanas Beine und berichtet ihr freudig, dass der Kopf langsam hervortrat.
„Großartig Lana, gleich haben Sie es geschafft.“, lächelte sie die junge Patientin an.

Lana kämpfte und versuchte den Schmerz zu veratmen. Einige weitere Wehen dauerte es noch, bis das Baby mit dem Köpfchen durchgestoßen war. Lana hielt den Schmerz fast nicht mehr aus und wollte am Liebsten nur noch weg.
„Noch ein aller letztes Mal Schätzchen, dann ist es da.“, wollte Mrs. Stuart die werdende Mutter beruhigen. „Nein … ich kann nicht mehr…. Bitte!“, Tränen liefen ihr über die Wangen.
„Lana“, die Hebamme griff nach ihrer Hand und führte sie zwischen Lanas Schenkel und legte ihre Finger auf den kleinen Schopf.
„Fühlen Sie, Lana, es ist so gut wie da, nur noch ein allerletztes Mal!“

Es war ein unglaubliches Gefühl, welches Lana erfasste, als sie plötzlich den zarten Schopf ihres Kindes spüren konnte. Doch lange blieb ihr keine Zeit, die Wehe erfasste sie wieder. Sie krallte sich nochmals ans Bett. Mrs. Stuart half mit geübtem Griff nach, schnell und schonend für Beide, die Schultern des kleinen Wunders durch das letzte Stück des Geburtskanals zu bugsieren. Mit einem lauten Aufschrei der frischgebackenen Mutter, flutschte der Rest fast von alleine. Lana sackte erschöpft in sich zusammen und atmete schwer.

Da ertönte auch schon das Weinen des neuen Erdenbürgers in den Händen der Hebamme. Mit einem liebevollen Lächeln legte sie Lana ihr Baby auf die Brust.
„Herzlichen Glückwunsch Lana. Sie haben ein wunderhübsches Mädchen zur Welt gebracht. Das haben Sie großartig gemacht!“ lobte sie noch ihre Patientin, die ihre eigene Tochter sein hätte können.
Sofort hatte Lana die Schmerzen vergessen. Überglücklich hielt sie das kleine Bündel in ihrem Arm. Die Tränen, die sie nun vergoss, waren Tränen der Rührung und des absoluten Mutterglücks.
„Hallo, mein kleiner Engel“, begrüßte sie das Mädchen, welches sich auch langsam beruhigte und mit großen Augen die ersten Blicke riskierte.
„Du bist wunderschön.“ hauchte Lana ihrer Tochter entgegen und strich sanft mit einem Finger über die kleine, zarte Wange. Beiden wurden erst einige Momente des Kennenlernens und der Ruhe gegönnt. Die Hebamme legte ein Handtuch um das Baby und deckte dann Mutter und Kind noch zusätzlich zu.

Die großen Augen guckten in die neue helle Welt – noch ein bisschen blendete das Licht in den zarten blauen Augen. Sanft küsste Lana ihr Mädchen auf die Stirn. Dann beobachtete sie liebevoll das neue Leben in ihren Armen. Sie blieb an den Augen der Kleinen hängen: ‚Du hast seine Augen’, dachte Lana und schon drifteten ihre Gedanken wieder zu dem Mann, der ihr Herz so brutal gebrochen hatte. Aber nach wie vor liebte sie ihn. Immer wieder schalt sie sich für diesen Gedanken. Sie hätte alles für Clark gegeben, aber er hatte diesen Weg gewählt. Aber warum konnte sie ihn einfach nicht hassen und vergessen?

„So Lana“, riss die Hebamme die junge Frau aus ihren Gedanken, „Wir werden die kleine Maus jetzt mal abnabeln und dann werden wir mal nachsehen, wie schwer und groß sie eigentlich ist.“ lächelte sie der jungen Mutter zu. Das Abnabeln war schnell geschehen und die Hebamme kümmerte sie rührend um den kleinen Neuankömmling. Sie wog das Neugeborene und maß es, dann trug sie alles in eine Kartei ein. Als Andenken für diesen Moment, drückte sie die kleinen Füßchen in ein Stempelkissen und dann auf eine Karte. Zwischendrin erzählte sie immer wieder Lana die Daten ihrer Tochter.

Inzwischen fing das Kind wieder zu wimmern an. „Ja Kleines. Dir ist kalt was. Wir werden Dich jetzt erstmal schön warm baden und dann bekommst du auch was zum Anziehen. Hier ist es ja viel kälter als in dem schönen Wasserbett in Mummys Bauch.“, scherzte sie mit dem Kind. Lana beobachtete alles gerührt von ihrem Bett aus. Während sich um das Kind gekümmert wurde, war der Gynäkologe gekommen und untersuchte Lana, nachdem auch die Nachgeburt ohne Komplikationen gekommen war.
„Alles Bestens Miss Lang.“, lächelte er sie an und deckte sie dann wieder zu. Ungeduldig wartete Lana auf die Rückkehr ihres Kindes.

Die Hebamme kam, mit einem gewaschenen und in einen weichen Strampelanzug gesteckten Baby, wieder zu Lana. „So, nun gehen wir wieder dahin, wo es am Schönsten ist. Zur Mama“, lächelte sie vom Kind zur Mutter und legte es ihr in die Arme.
„Wie soll denn der kleine Wonneproppen heißen Lana?“, fragte sie neugierig.
Lana hatte sich schon während der Schwangerschaft überlegt, wie sie ihr Kind nennen sollte. Sie hatte einige in die engere Auswahl genommen, wollte sich aber erst festlegen, nachdem sie dem Kind in die Augen blickte: „Laura, sie soll Laura heißen.“
„Ein wunderschöner Name.“, meinte Mrs. Stuart.

„Ja, es ist der Name meiner verstorbenen Mutter.“, fügte Lana erklärend dazu. „So lebt ein Stück von ihr weiter.“, wieder schimmerten ihre Augen feucht.
„Sie wäre sicher sehr stolz auf Sie, Lana. Das ist eine wundervolle Geste.“, auch die Hebamme war leicht gerührt. Auch wenn sie täglich so vielen Kindern ins Leben half, diese Beiden ergriffen irgendwie ihr Herz. „Nun gönnen wir Euch aber mal Ruhe und bringen Euch aufs Zimmer“, sagte sie und schob das Bett vom Kreissaal in eins der Zimmer.
„Wir sollten dann nachher auch mal versuchen, ob Laura trinkt. Aber dazu muss die Milch einschießen, also wird auch etwas gegessen.“, sprach sie mütterlich zu Lana. Diese nickte nur und war dann wieder ganz auf ihr Kind fixiert. Lächelnd verlies Mrs. Stuart das Zimmer.

Sachte strich Lana über den kleinen Kopf, als Laura ihre Fingerchen streckte und leicht gluckste. Lana lächelte ihr zu:
„Na mein Schatz, fängst Du an die Welt zu entdecken?“ Sie gab ihr ihren kleinen Finger und reflexartig legten sich die des Kindes um ihre eigenen.
„Leider kann ich Dir keine Bilderbuchwelt bieten Laura. Ich wünschte, ich könnte. Aber wir beiden haben nur uns. Deine Oma und Dein Opa erfahren leider nie, welche wunderschöne Enkelin sie haben. Du musst wissen, sie sind schon gestorben, als ich noch ein kleines Mädchen war“, fing Lana an zu erzählen, und berichtete Laura ihre Geschichte, auch wenn sie sie sicher noch nicht verstehen würde.
„Tante Nell, ja sie hätte Dich auch sofort in ihr Herz geschlossen. Aber leider ist auch sie nicht mehr bei uns. Vor einem guten halben Jahr ist sie mit ihrem Mann in einem Autounfall ums Leben gekommen“, Tränen liefen erneut über Lanas Wangen, denn wieder wurde ihr bewusst, dass sie niemanden mehr auf dieser Welt hatte. Sie war allein…

„Nein, jetzt haben wir uns Laura. Keiner von uns beiden ist allein. Und ich liebe Dich über alles, mein Engelchen. Du hast mir die Kraft gegeben nicht aufzugeben, nur für Dich leb ich weiter. Hab keine Angst, ja, ich wollte nicht mehr leben, nachdem auch noch Nell starb, aber für Dich musste und wollte ich leben“, sprach sie weiter und küsste die kleinen Fingerchen.

„Auch einen Daddy kann ich Dir leider nicht bieten Laura.“, flüsterte sie weiter, wobei sie immer wieder schlucken musste, wenn sie an die Liebe ihres Lebens dachte.
„Aber ich verspreche Dir – eines Tages, werden wir den besten Daddy für Dich finden, den Du Dir nur wünschen kannst.“ Verstohlen wischte sie sich die Tränen weg und versuchte ihrer Tochter wieder ein fröhliches und tapferes Gesicht zu zeigen.
Da klopfte es an der Tür und die Schwester kam mit dem Essen für die frisch gebackene Mutter. Eigentlich hatte Lana keinen Hunger, aber sie wusste, dass sie für Laura musste. Die Schwester nahm ihr das Kind ab und legte es in ihr Bettchen, damit sie in Ruhe essen konnte.
Danach kam Maggie zu ihr und half ihr, Laura „anzulegen“ und nach den ersten paar Fehlversuchen klappte es wunderbar. Zufrieden lächelnd beobachtete die Hebamme die Beiden.
„Lana, ich hab Ihnen doch von meiner Schwester erzählt, die hier in New Orleans ein kleines Cafe unterhält und jemanden sucht. Ich habe mit ihr telefoniert und sie würde sie gern kennen lernen und würde ihnen den Job gerne geben, sobald sie sich etwas von der Geburt erholt und gestärkt haben“, lächelte sie die junge Frau an.
Lanas Augen weiteten sich:
„Aber Maggie, das .... das ist doch....“, sie wusste gar nicht was sie sagen sollte.
„Wunderbar ist das.“, lachte die ältere Dame. Die pure Erleichterung und Dank sprach aus Lanas Gesichtszügen. Ihr letzter Chef hatte sie, als sie ihm sagte, dass sie ein Kind erwartete, mit der Begründung gekündigt, er könne seinen Kunden keine kugelrunde Bedienung zumuten. Seit dem hatte sie sich mit Gelegenheitsjobs über Wasser gehalten. Je weiter die Schwangerschaft aber voran geschritten war, umso schwieriger wurde es und schließlich konnte sie nicht mehr arbeiten. Sie quälte sich seit Wochen, wie sie nur weiter machen sollte, und nun kam der rettende Strohhalm.
„Danke, ich kann nur einfach Danke sagen, und kann gar nicht damit ausdrücken, was Sie für mich damit getan haben.“ Sie griff nach der Hand von Mrs. Stuart.
„Schon gut Kindchen, ich habe nur vermittelt und ein bisschen Glück im Leben habt ihr beiden verdient, nicht wahr Laura“, lächelte sie das Baby an und stupste ihr auf das Nässchen.