~ Lanas Diary ~

von Lana-Lang
GeschichteDrama / P12
Lana Lang
22.10.2008
22.10.2008
2
3991
 
Alle Kapitel
noch keine Reviews
Dieses Kapitel
noch keine Reviews
 
 Datenschutzinfo
 
 
18.02.2007
Daniel Jouvance - Europäische Nummer 1 in der Meereskosmetik - Hier Klicken!
Sprache: deutsch
Status: nicht abgeschlossen
Rating: G
Pairings: öhm... ja... gute Frage
Autor: Lana-Lang/Lana (Miss_Lana_Lang)
eMail: webmaster@smallville-portal.com
Datum: 10.02.2007 -
Disclaimer: Smallville und all seine Figuren gehören leider nicht mir^^ sondern wie folgt:Copyright © Warner Bros. All rights reserved
Copyright © DC Comics. All rights reserved
Copyright © Alfred Gough & Miles Millar. All rights reserved
Copyright & Idee "Diaries" liegt bei mir^^

Ich wünsch Euch ganz viel Spaß beim Lesen und würde mich über Euer FB sehr freuen.

In Liebe, Eure Lana^^

_____________________________________________________________




Smallville, 18.02.2007

Eine weiter Nacht.
Eine dunkle, kalte Nacht.
Eine eisige, einsame, dunkle Nacht.
Aber warum denk ich so? Ich habe doch einen Partner:
Einen Mann der mich liebt und mit mir den Rest seines Lebens verbringen will.
Aber liebt er wirklich mich? Oder will er mich besitzen? Besitzen, wie alles andere in seinem Leben? Ich weiß es nicht.
Ich bin so unsicher. Immer wieder kommen diese Zweifel und Fragen. Aber warum auf einmal? Jetzt – weil es mit jedem Tag ernster wird? Weil der Tag der Hochzeit im Laufschritt auf uns zu kommt? Weil ich sein Kind unter dem Herzen trage?
Oder weil ich immer wieder neue Dinge erfahre und erlebe? Ich bin so verwirrt – so zerrissen. Wie ein Schiff auf dem unendlichen Ozean und niemals ist Land in Sicht. Es gibt Sturm und ich treibe vom Kurs ab, dann wieder Flaute und ich stehe auf der Stelle. Aber ankommen werde ich nie.

Ich kann nicht schlafen – wieder eine Nacht, in der ich kein Auge zu mache und mich von einer Seite auf die Andere wälze. Nachdenke, grüble, hinterfrage und abwäge. Ich liege hier in diesem großen Bett, verlier mich fast darin. Genau wie in meinem jetzigen Leben. Ich weiß ich bin hier, aber es verschluckt mich fast. So wie in diesem Bett, fühl ich mich auch tagsüber. Mir fehlt es an nichts und doch fehlt mir so viel. Ich habe Alles und auch Nichts.
Ja, ich war schon immer einsam gewesen – aber auf eine ganz andere Art und Weise. Ich habe meine Eltern sterben sehen und selbst wenn dir Außenstehende helfen wollen, können sie dich nur oberflächlich verstehen. Ferner wollte ich auch nicht dauernd das Mitleid ertragen und wie eine zerbrechliche Puppe behandelt werden. Das kleine Mädchen auf dem „Times-Magazine“. Und auch nicht Andere mit meiner Trauer oder Tränen belasten. So etwas macht auf einer gewissen Ebene einfach einsam.

Aber ich hatte Freunde und liebe Bekannte um mich. Ich hatte Gesellschaft und Spaß… Was hab ich jetzt? Nichts mehr von all dem.
Ja, ich hab Chloe noch, aber auch unser Verhältnis hat gelitten und wir hätten uns fast ganz verloren. Ich hoffe, ich habe die Notbremse noch rechtzeitig gezogen und wir können einen Neuanfang starten. Ich will sie nicht verlieren. Nein! Die Schwester, die ich nie hatte. Sie ist mir so wichtig und ich verstehe nicht, wie es so kommen konnte. Was haben wir falsch gemacht? Was habe ich falsch gemacht? Oder war das alles doch nicht aufzuhalten? War ein Teil davon Schicksal?

Auch mit Lois wird der Kontakt immer weniger und dabei hatte ich sie so gerne um mich. Aber vermutlich spielen dort auch einige Ereignisse der letzten Zeit hinein.
Wenn ich nur an das Verlobungsessen denke… Ich kann verstehen, dass sie erstmal Zeit für sich braucht. Vor allen so verletzt zu werden ist einfach nur schrecklich. Mir tut es so leid, was passiert ist, auch wenn ich es nicht ändern konnte. Ob sie mir böse ist?
Ich hoffe inständig, dass es einfach nur einiger Zeit bedarf und wir eine zweite Chance bekommen werden. Das kann doch nicht alles gewesen sein. Sie ist eine tolle Frau und Freundin. Ich hab so manches von ihr gelernt. Vielleicht spielt das auch in meine jetzigen Überlegungen hinein?

Aber doch muss ich kurz schmunzeln. Lois und Clark – gerade die Beiden? Hund und Katz, nie hätte ich das für möglich gehalten. Aber ich muss mir auch eingestehen, ich spüre bei diesem Gedanken nicht nur positive Gefühle. Es keimt auch etwas anderes in mir auf: ist es etwa Eifersucht? Ich hab doch gar kein Recht dazu. Warum hört es nicht einfach auf? Dieses dumme Gefühl, das dort nicht hingehört…

Ja, und da bin ich bei Clark. Jedes Mal, wenn ich an ihn denke oder sein Name fällt, passieren seltsame Dinge in mir. Ich kann sie nicht zuordnen. Es verwirrt mich mehr und mehr. Ich versteh es nicht. Alles zieht sich in mir zusammen und es beklemmt mich. Zur gleichen Zeit jedoch fühl ich diese kleine, aufsteigende Wärme in mir. Dieses kleine Glückgefühl. Die einzigste Wärme die ich spüre. Aber warum?

Clark, meine erste große Liebe….. und so viel mehr. Er war alles für mich. Bester Freund, Bruderersatz, Familie – ja und der Mann, den ich über alles liebte. Mein Ratgeber, mein Vertrauter, der mich verstand, teilweise sogar ohne Worte, nur mit einem Blick, einer Geste. Oh, wie sehr ich das vermisse. Es zerreißt mich innerlich.
Und was ist geblieben? Fragezeichen und Enttäuschung.
Dieses mächtige „Warum“ schwingt immer noch mit und ob es jemals verschwinden wird, ist unwahrscheinlich. Dieses „warum“ brennt sich immer tiefer in mich, auch wenn ich weiß, dass es ausweglos ist.
Ich dachte immer er war mehr als „die große Liebe“ – für mich war er die „Liebe meines Lebens“ und nun werde ich in Kürze die Frau eines Anderen. Ist dieser Mann die „Liebe meines Lebens“? Werde ich mit ihm für immer glücklich sein?
Bis vor kurzem dachte ich es – oder machte ich mir selbst nur etwas vor? Ich weiß es nicht, ich bin so verwirrt. Wie soll das alles nur weiter gehen?

Die Wahrheit ist – ich liebe zwei Männer. Jeden auf eine ganz eigene und besondere Weise. Und ich weiß nicht, wie das passieren konnte.
Clark kann ich nicht loslassen, mein Herz kann es nicht, meine Seele. Es geht einfach nicht, so sehr ich mich auch zwinge und quäle. Immer wieder macht mein Herz einen Satz, wenn ich ihn sehe, seine Stimme höre oder seinen Duft erhasche. Auch jetzt, wo ich hier liege, kann ich ihn mir förmlich vorstellen – und schon wieder: da ist dieses Gefühl. Ein kleiner warmer Punkt in mir, der sich ausbreitet. Die Wärme, die mich nicht gänzlich erfrieren lässt. Ich liege hier in einem beheizten Zimmer unter einer warmen Decke, doch genau hier, in dieser Wärme komme ich dem seelischen Kältetod unaufhaltsam immer näher.

Und dann ist da Lex, der Mann der mich bat, seine Frau zu werden. Ja, auch ihn liebe ich. Er gab mir Halt, als ich ihn brauchte. Er fing mich auf, als ich so unendlich tief fiel. Er war da. Er hat mir so viel beigebracht und immer an mich geglaubt. Mich gefördert und gefordert.
Und das Wichtigste: Vertrauen.
Er vertraut mir und ich kann auch ihm vertrauen. Er weihte mich in Dinge ein, wo mich Clark immer außen vor hielt und dabei noch so ungeschickt log. Ich spürte und wusste es jedes Mal, auch wenn ich nicht immer etwas gesagt habe. Oft hab ich geschluckt und mir nur meinen Teil gedacht.
Bei Lex brauch ich das nicht. Er vertraut mir – oder?
Ich setze mich verwundert auf. Verwundert über meine eigenen Gedanken. Bekomm ich Zweifel an der Aufrichtigkeit von Lex? Ist es wahr, was so Viele über ihn sagen? Ich war doch auch schon anderer Meinung. War ich damals gescheiter, als heute?
Was ist nur los? Warum diese Zweifel?
Bin ich undankbar?
Dinge, die in letzter Zeit passieren, sein Verhalten, die immer mehr werdenden Stunden, in denen er mich zurücklässt – ja, diese lassen mich zweifeln.

Ich liege unter einer dicken Federdecke und doch friere ich. Der kalte Stoff umhüllt mich und spiegelt meinen Alltag wieder. Diese Decke, dieses Bett, dieses Zimmer, dieses Haus – ich liebe und ich hasse es. Ein goldener Käfig – welch passende Metapher. Aber Käfig? Bin ich denn nicht freiwillig hierher gekommen? Warum fühl ich mich dann jetzt eingeengt und eingesperrt? Warum? Hauptsächlich ist es meine Seele, die nach Freiheit schreit.
Ich bin bei Lex und doch einsam. Ich wusste, er ist ein Geschäftsmann und hat viele Verpflichtungen und große Verantwortung, aber Gemeinsames wird immer weniger.
Rapunzel im hohen Turm. Ja so fühl ich mich, nur mein Haar ist zu kurz. Zu Kurz, um das Märchen umzusetzen.
Ich gehe ein, ich verwelke – das spüre ich selbst. Aber was soll ich tun?