~ Lanas Diary ~ "Der schönste Tag im Leben"

von Lana-Lang
GeschichteDrama / P12
Lana Lang
22.10.2008
22.10.2008
1
2038
 
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(Inspiriert von der Folge "Promise" 6x16: Diese Folge, war wie wir alle erwartet haben, sehr emotional und unter die Haut gehend. Mich hat sie wieder sehr bewegt und ich konnte danach nicht schlafen. Ich habe die Gedanken, die Eindrücke, die ich in der Serie gewonnen habe, versucht umzusetzen. Ich hab mich sofort wieder in Lanas Situation hinein versetzten können. Es hat mich gepackt. Ich hab schon bei der Folge Tränen vergossen und auch die folgende FF habe ich weinend geschrieben.
In dem Moment dachte ich wirklich, dass ich ihren Schmerz, ihre Verzweiflung und Kummer spüren kann.
Ich hoffe, ich kann dies gut rüberbringen und dass trotz der emotionsgeladenen Situation, in der sie entstand, es dieser Geschichte keinen Abbruch tut.)


Es handelt sich um einen weiteren Eintrag meine Serie "DIARIES" - ich habe jedoch bewusst einen neuen Thread gewählt, da sich noch 2 weitere Einträge in Bearbeitung befinden, und diese zeitlich vor Diesem gehören. Hoff auf Euer Verständnis.

Viel Spaß beim Lesen und ich würd mich über Meinungen und Feedback sehr freuen.



Sprache: deutsch
Status: abgeschlossen
Rating: G
Pairings: öhm... ja... gute Frage
Autor: Lana/Lana-Lang (Miss_Lana_Lang/April-Lana
eMail: webmaster@smallville-portal.com
Datum: 16.03.2007
Disclaimer: Smallville und all seine Figuren gehören leider nicht mir^^ sondern wie folgt:Copyright © Warner Bros. All rights reserved
Copyright © DC Comics. All rights reserved
Copyright © Alfred Gough & Miles Millar. All rights reserved
Copyright & Idee "Diaries" liegt bei mir^^


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Smallville, 15.03.2007

Der schönste Tag im Leben – das soll der Hochzeitstag sein.
Und warum ist es für mich der schrecklichste Tag, neben dem Todestag meiner Eltern?
Ich sollte strahlen, doch ich muss immer wieder mit den Tränen kämpfen. Ich bin so verzweifelt. Ich habe das Gefühl in ein tiefes Loch, in einen Strudel gezogen zu werden. Er hält mich erbarmungslos, ich komm nicht mehr heraus. Ich weiß nicht was ich tun soll!
Bitte, lasst mich aus diesem Albtraum erwachen! Bitte, ich flehe Euch an!
Wann hat es endlich ein Ende?!

Meine Gedanken überschlagen sich. Ich kann es nicht begreifen. Was hab ich getan – was hab ich nur getan! Die Tränen kommen wieder, ich kann sie nicht stoppen. Und ich weiß nicht, wie lange ich sie noch vor den Anderen verstecken kann. Es war heute schon mehrfach knapp.
Ja, ich habe über all die Jahre gelernt eine Maske zu tragen, um Anderen nicht meinen Kummer zu zeigen. Die lange Zeit hat mich zu einer Meisterin gemacht, meine Trauer um meine Eltern zu verstecken. Ob es mir nun diesmal auch gelingt? Ich weiß es nicht.
Ich spüre, wie sich alles in meinem Inneren zusammenzieht. Ich bekomme keine Luft, ich habe das Gefühl zu ersticken. Es erdrückt mich, es droht mich zu zerquetschen….

Ich soll eine glückliche Braut sein – nein, dass kann ich nicht. Nach außen, ja – da versuch ich es zu spielen. Aber in mir drinnen, da sieht es ganz Anders aus. Ich leide, ich gehe ein und ich habe Angst. Große Angst.

Endlich, nach all den Jahren weiß ich, was Clark vor mir versteckte. Und ich verstehe sogar warum er es tat. Diese Gabe, es muss hart sein – er musste sich so einsam gefühlt haben, so allein, wie ein Aussätziger . Jetzt, wo ich alles erfahren habe, tut es mir leid, wie ich ihn oft bedrängt habe. Wie schwer muss es für ihn gewesen sein, all dies vor seinen Freunden und vor mir zu verstecken. Aus Angst ausgegrenzt oder gejagt zu werden.
Ich wusste schon immer, dass er etwas Besonderes ist. Aber DAS hätte ich niemals für möglich gehalten. Jedoch in den letzten Wochen, hat sich mir erneut gezeigt, dass es zwischen Himmel und Erde Dinge gibt, die sich keiner erklären kann und, dass wirklich alles möglich ist. Alle Fragen erübrigen sich mit einem Schlag. Die vielen Male, wo er unzähligen Menschen das Leben gerettet hat – ganz selbstlos und ohne Lohn. Ich kann gar nicht mehr zählen, wie oft ich ihm mein Leben zu verdanken habe. Aber nun verstehe ich auch das „Wie“ und „Was“. Die Rettung aus dem Tornado, ich wusste, dass er es war, der mich gerettet hatte. Er redete mir nur aus Selbstschutz ein, er wäre es nicht gewesen. Doch ich spürte es immer. Dieser Traum verfolgt mich heute und ich hatte stets das Gefühl, dass ich mir das nicht nur eingebildet habe.
Aber auch noch weitere Male, denke ich, dass ich nur durch sein Eingreifen überlebt habe, z.B. als Adam auf mich schoss und Clark noch am Sorgentelefon war oder damals am Staudamm, als ich beinah zusammen mit Ian in die Tiefe gestürzt wäre; nicht zu vergessen die Nikodemuspflanze und die Sache mit dem Bodyguard. Ach es gab so erschreckend viele Ereignisse in den letzten Jahren und stets war er es gewesen, der unvermittelt aufgetaucht war und mich beschützt hat. Und ich konnte mich kaum dafür bedanken, obwohl ich es spürte, dass ich es müsste.

Hätte ich das nur alles schon früher gewusst! Es wäre alles ganz anders gekommen. Ich bin so verzweifelt. Nein Clark, ich bin Dir nicht böse. Ich kann es verstehen – ich wünschte nur, wir hätten diese Chance gehabt. Ja, ich gebe es zu. Es tut weh. Ich habe nie die Gelegenheit bekommen, Dir zu beweisen und zu zeigen, dass sich für mich nichts ändern würde. Für mich bist und bleibst Du immer noch der Clark Kent, den ich kenne … und den ich liebe. Du bist und bleibst die Liebe meines Lebens.

Wie ironisch das nun auch klingen mag, ich habe nicht die Liebe meines Lebens geheiratet, ich habe Lex das Ja-Wort gegeben. Ich wollte es nicht, wirklich nicht. Ich habe gesehen und erkannt, dass Lex nicht der Mann ist, wie ich ihn mir vorgestellt habe. Ich dachte ich könnte ihn ändern. Aber das kann ich nicht. Niemand kann es. Ich dachte ich liebe ihn stärker als Clark, aber ich kann mich und mein Herz nicht weiter belügen. Und ich wollte auch ihm nicht weiter etwas vormachen.

Clark, ich weiß wie sehr ich Dich damit verletzt habe. Wir sehr ich Dich verwirrt habe. Du stehst nun vor einem Scherbenhaufen, einem Berg voller Fragezeichen. Ich würde Dir so gern alles erklären, zu Dir flüchten, Dich einweihen – aber ich kann es nicht, ich darf es nicht. Um Dich und Dein Geheimnis zu schützen. Ich will nicht riskieren, dass Lionel Dir etwas antut. Ja ich hab gesehen, welche Kräfte Du hast und Du kannst scheinbar mehr aushalten, als jeder normale Mensch, aber ich weiß es eben nicht genau. Man droht mir mit einer Schwachstelle und ich kann und will es einfach nicht riskieren. Ich liebe Dich so sehr Clark, ich würde es mir niemals verzeihen, wenn Du wegen mir…

Ich bin nicht glücklich. Ich habe Angst, ich bin verwirrt, ich will hier einfach nur weg. Aber ich kann nicht. Ich bin gefangen. Gefangen in einem goldenen Käfig und in den Fängen der Luthors. Warum hab ich es nicht früher erkannt? Warum nicht gesehen was passiert?
Ich könnte nun bei Dir sein. Wir beide – zusammen.
Clark, ich habe Angst. Schreckliche Angst. Angst um Dich, Angst um mein Kind und Angst um mich selbst. Ich spüre, dass etwas nicht stimmt. Ich weiß nur nicht was.
Seit einiger Zeit empfinde ich die Berührungen von Lex als unangenehm. Ich versuche mich zu entziehen, aber ich fürchte mich vor den Konsequenzen. Ich bin feige.

Ich will nicht mehr, dass er mich anfasst. Das Streicheln und Liebkosen ist mir zuwider. Oft konnte ich mich auf das Kind oder Unwohlsein hinausreden. Doch in den letzten Tagen häuften sich seine Annährungen wieder. Davor fühlte ich mich oft einsam und allein. Nun wünschte ich jede Sekunde, ich wäre es.
Ich habe Angst, dass er mein Schauspiel erkennt. Was wird dann passieren? Es widert mich an, es ekelt mich, wenn Lex mich berührt. Er wollte seine typische Hochzeitsnacht und er ließ sich diesmal auch nicht abspeisen. Ich hab mich noch nie so schrecklich dabei gefühlt wie heute Nacht. Ich spürte nichts, keine Lust, kein Verlangen. Nur Abneigung und Ekel. Es war kalt und abstoßend. Ich habe nur die Augen geschlossen und gehofft, dass es schnell vorbei ist. Meine Gedanken drifteten wie immer zu Dir Clark. Ich dachte zurück an unsere schöne Zeit, an die vielen Male, in denen Du mich gerettet hast, an unsere schönen und innigen Momente. Für mich gab und gibt es kein schöneres, geborgeneres Gefühl, als in Deinen Armen zu liegen. Wie lange ich das schon so schmerzlich vermisse – und ich weiß, ich werde es nie wieder spüren können. Ich werde es nie wieder spüren dürfen und es zerreißt mich. Deine liebevollen Hände, Deine tiefgründigen Augen, Deine zärtlichen Lippen – ich kann nicht in Worte fassen, wie sehr ich mich nach ihnen verzehre. Ich würde alles dafür geben, sie nur noch einmal kosten zu dürfen, noch einmal Deine Haut zu spüren, Deinen Duft einzuatmen, Deinem Herz zu lauschen und einfach nur eins mit Dir zu sein.

Ich weiß nicht, wie ich es durchhalten soll. Wie ich es Lex vorspielen soll. Ob ich es überhaupt ewig vorspielen kann?

Ich könnte schreien, toben, mir das Herz aus dem Leib reißen. Ich will einfach nur endlich aufwachen. Aber es ist kein Traum. Es ist mein Leben, das zum Albtraum wurde. Und ich musste meine große Liebe so sehr verletzten.
Am liebsten würde ich meinem Leben ein Ende setzten. Zu meinen Eltern kehren. Aber ich kann nicht. Ich muss für dieses Kind unter meinem Herzen leben. Außerdem kann ich nicht zulassen, dass Lionel oder Lex Dir etwas zu Leide tun. Ich kann es einfach nicht.

Es tut mir so Leid Clark. Ich weiß, wie sich der Schmerz anfühlt. Ich kenne nun die Bedeutung des Satzes: „Ich wollte Dir niemals weh tun“. Für diesen Satz habe ich Dich damals verdammt – und nun musste ich ihn Dir selber sagen.
Als ich Dich in der Kirche sah, hat es mir das Herz zerfetzt. Ich wünschte, Du hättest es nicht mit ansehen müssen. Aber was hab ich erwartet? Ich weiß nun, dass Du mich genauso sehr liebst, wie ich Dich.

Verdammt Clark – warum erst jetzt?! Es gab so viele Gelegenheiten! Ich kam so oft zu Dir! Warum hast Du nicht einmal den Mund aufgemacht?!
Nein - es tut mir leid – ich darf Dir keine Vorwürfe machen. Ich kann mir Deine innere Angst nur vorstellen. Dafür verurteile ich Dich nicht.
Deine Augen, dieser Schmerz in Deinen Augen, als ich am Altar stand, den werde ich niemals vergessen. Die Träne, welche bei diesem Anblick über meine Wange rann, war keine Freudenträne, so wie Lex sie gedeutet hatte, nein – diese Träne galt Dir. Sie galt uns und unserer Liebe. Und auch jetzt kann ich sie nicht mehr aufhalten und sie tropfen unaufhaltsam auf diese Zeilen.

Diesen verletzten Blick, als ich Dir nach der Trauung ins Gesicht gelogen habe, dass ich wider unserer Absprache, nun doch Lex doch geheiratet habe, dass ich ihn lieben würde – es tat so weh. Jedes Wort war wie ein Messerstich in eine alte Wunde und brachte ungeheure qualvolle Schmerzen mit sich. Es blutet und es wird niemals aufhören. Inständig hoffe ich, dass Du mich durchschaust. Keiner kennt mich so wie Du Clark. Wir haben uns so oft ohne Worte verstehen können, und ich hoffe Du wirst eines Tages meinen verzweifelten Hilfeschrei erhören. Aber selbst wenn, was sollen wir nur tun?

Ich wollte mich Dir in die Arme werfen. Von Deiner Stärke und Kraft zehren und flüchten. Aber es geht nicht
Ich hoffe nur, Du erkennst die schlechte Lügnerin, und weißt, dass ich es nicht tat, weil ich es wollte – sondern weil ich es musste. Ich musste, um Dich und Dein Geheimnis zu schützen.
Und ich schwöre Dir, bei unserer Liebe – ich werde Dein Geheimnis mit ins Grab nehmen, es wird niemals meine Lippen verlassen.

Ich werde den herzerweichenden Ausdruck in deinen Augen niemals vergessen. Und ich bin der Grund, der diese strahlenden Türen zur Seele, so traurig und verstört gemacht hat. Und das werde ich mir niemals verzeihen können. Du bist so ein guter und zärtlicher Mann und es zerreist mich, dass ich erst jetzt dazu die Chance bekam, dich/das zu begreifen.

Lex bekommt nur meine Hülle, meinen Körper – aber mein Herz und meine Liebe gehören auf ewig Dir Clark. In meinen Träumen sind wir eins, die kann mir auch kein Lex und kein Lionel nehmen. In meinem Herzen bist Du mir immer ganz nah und ich hoffe, dass ich auch weiterhin einen Platz in Deinem einnehmen darf.

Clark – ich liebe Dich mehr als alles Andere auf dieser Welt – auch wenn ich es Dir niemals mehr werde sagen können.