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Wenn du in meiner Nähe bist...

von Elira
Kurzbeschreibung
GeschichteLiebesgeschichte / P12 / MaleSlash
Leo Malte
18.10.2008
18.10.2008
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843
 
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18.10.2008 843
 
Hallo  meine Lieben <3
Heute habe ich etwas ganz süßes für euch. Etwas, was von der lieben TEH33K gebetat wurde (danke :D *dir einen Keks rüber schieb*) und nur für euch alle ist *grins*
Habt Spaß beim Lesen!
Und lasst mir doch ein Review da, ja?

Nun geht es aber los!

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Wenn du in meiner Nähe bist


War ich endlich Manns genug, es ihm zu sagen?

Ich liege nackt in seinem Bett, wieder einmal. Und er steht nun wieder in der Küche und kocht Kaffee.

Er hatte mir einmal gesagt, dass er sich kaum zurück halten kann, wenn er morgens entdeckt, dass ich wieder neben ihm liege. Nackt.

Langsam setze ich mich auf.
Es ist grade einmal 8 Uhr morgens und das am Samstag.

Gleich nachdem ich mein Abi in der Tasche hatte, bin ich nach Berlin gezogen, um hier zu studieren. Mein Hobby habe ich dabei nicht aufgegeben. Ebenso wie er. Auch ich bin jetzt einer von den netten Jungs vom FC Queerschlag.
Und jeden Freitagnachmittag geschieht das Selbe. Wir beide sehen uns nach dem Training in den Duschen tief in die Augen. Unsere Hände finden wie von selbst zueinander und es fühlt sich immer wieder an, wie das erste Mal. Danach gehen wir zu ihm, weil bei mir meine Mitbewohner rumlungern.
Ich liebe seine Wohnung. Sie ist nicht sehr groß, aber hat einen tollen Ausblick auf die Stadt und ist sehr gemütlich eingerichtet. Sie passt zu ihm. Warm und freundlich.

Ich schwinge meine Beine aus seinem Bett. Mach dabei jedoch kein Geräusch.
Eigentlich hätten wir ausschlafen können. Aber auch ich habe Probleme, wenn er neben mir liegt, weil meine Gedanken immer wieder zu ihm abdriften.

Wir sind offiziell nicht zusammen, können aber nicht voneinander lassen. Seit ich hier bin, haben weder er, noch ich es geschafft eine Beziehung mit jemand anderen zu führen.
Ich will nur ihn.
Aber das weiß er nicht. Noch immer denkt er wahrscheinlich, dass ich Achim nachtrauer, aber das stimmt nicht.
Achim war zwar der Auslöser dafür, dass ich mich gefunden habe, dass ich es mir endlich eingestehen konnte, aber Leo ist es, der mir mein Herz gestohlen hat.
Klar geworden ist mir das erst, als ich im Bus vom Camp nach hause gesessen habe.

Meine leisen Schritte führen mich durch das Schlafzimmer in den Flur.
Ich höre das Geräusch, welches ertönt, wenn er die Kaffee-Dose aus dem Schrank zieht. Und ich weiß ganz genau, wie seine braunen Augen nun traurig dabei zusehen, wie der Löffel für Löffel von dem dunkelbraunen Pulver in den Filter rieseln lässt.

Er fürchtet, genau wie ich den Moment, in dem ich gehen muss.
Dabei hoffe ich immer wieder, dass es einmal anders abläuft.
Dass ich mich mal nicht mit einem „Guten Morgen“ bemerkbar mache, zu ihm gehe, meine eine Hand auf seiner Hüfte. Er würde dieses traurige Lächeln aufsetzen, meinen Gruß erwidern und mir einen viel zu kurzen Kuss geben. Dann würde ich mir etwas anziehen, einen Kaffee trinken und dann gehen, weil die Stille, welche wegen der vielen unausgesprochenen Dinge wie ein Fels zwischen uns liegt, zu unangenehm und drückend wird.
Wenn die Anderen bei uns sind ist das nicht so. Malte meinte einmal sogar, dass wir beide perfekt harmonieren.


Meine Schritte führen mich weiter, bis ich bei der offenen Küchentür angekommen bin. Dort bleibe ich im Rahmen stehen. Nackt.
Er ist tatsächlich grade dabei das Pulver in den Filter rieseln zu lassen. Stark darauf konzentriert nichts anderes zu machen, oder zu denken.

Ich weiß, dass er sich so sehr nach mir sehnt, wie ich mich nach ihm.
Warum ist das also so schwer?

Er trägt nur die schwarze Panty.
Die, die ich ihm geschenkt habe, weil ich sie so toll an ihm fand.
Seine Bewegungen sind langsam, schwer darauf bedacht alles bis in die letzte Sekunde heraus zu zögern.

Aber ich will nicht länger warten. Seine weiche, sanfte Haut schreit regelrecht nach mir. Ich möchte ihn fühlen. Seine Nähe spüren.

So leise, wie ich kann, setze ich meinen Weg fort und gehe auf ihn zu.
Als ich meine Hände über seine leicht gebräunte Haut fahren lasse, sieht er nicht einmal auf.

Ich weiß, dass er Angst hat. Angst davor, dass alles wieder vorbei sein könnte.

Ich lasse meine Hände auf seinen Hüften liegen und trete noch einen Schritt heran, um ihm ganz nahe zu sein.

Er hat sich noch keinen Millimeter bewegt. Seine Hand war in der Luft erstarrt.

Genießerisch schließe ich meine Augen, atme seinen wohligen Geruch ein und wüsche mir mehr als alles andere endlich bei ihm bleiben zu dürfen.
Sanft berühre ich seinen Nacken mit meinen Lippen, spüre wie ich ein kleiner Schauder überfällt.

Noch immer habe ich das Gefühl einen Frosch im Hals zu haben. Wie jeden Samstagmorgen, aber ich muss es ihm endlich sagen.

Meine Arme legen sich nun vollends um ihn. Ich will ihn niemals wieder los lassen.
Ich beuge mich zu ihm vor und flüstere ihm ins Ohr.
Meine Stimme klingt rau und meine Augen sind fest geschlossen, um seine Reaktion nicht mit zu bekommen.

„Ich liebe dich.“
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