Vampire gibt es nicht....oder etwa doch??

von Arualy
GeschichteAllgemein / P16
Beth Turner Josef Kostan Mick St. John
12.10.2008
05.04.2015
15
22726
 
Alle Kapitel
13 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
 Datenschutzinfo
 
 
Die Sonne war bereits aufgegangen, als ich von meinen Date mit Beth in meiner Wohnung angekommen bin. Meine Gedanken drehten sich immer um ein und denselben Satz den Beth gestern Abend zu mir sagte "Auf die Vampire". Ich lag gerade in meiner Kühltruhe und versuchte etwas Ruhe zu finden, doch dies wollte mir einfach nicht gelingen. Was meinte Beth genau damit? War es wirklich nur so daher gesagt? Oder wollte sie mir vielleicht noch etwas anders mitteilen, was ich aber instinktiv zu verdrängen versuchte.Wollte sie verwandelt werden? Nein das konnte sie nicht gemeint haben, begann ich mir einzureden. Ich hatte ihr ja schon des öfteren die Schattenseiten des Vampir daseins erklärt. Das Herumirren, das Verstecken, der Verzicht auf Sachen, die man einst geliebt hat, wie ein Bad in der Sonne. Doch ich fürchtete, dass sie durch die Droge Black Crystal, die aus Vampirblut gewonnen wird, gefallen daran fand. Da sie mir an jenem Morgen, nachdem sie mich die Nacht zuvor unter Drogeneinfluss gebeten hatte, sie zu verwandeln, mit glänzenden Augen und faszinierenden Blick auf mich gerichtet von den Vorteilen eines Vampir vorschwärmte. Sie sagte zu mir, dass sie sich unbesiegbar und unwiderstehlich fühlte und beschrieb es, als das beste Gefühl seit langem. Ich versuchte mit allen Mitteln diese Gedanken beiseite zu schieben. Doch ich kam immer mehr ins grübeln. Zuerst musste ich an das schönste Gefühl denken, was ich vor kurzer Zeit noch empfunden habe, nämlich das Gefühl wieder ein Mensch zu sein. Kaffee trinken und schmecken zu können, Hotdogs und Donuts zu essen...hach wenn ich daran zurückdenke...die kurze Zeit die ich wieder glücklich war...ich selbst war....stimmte mich traurig...sehr traurig. Es kann doch nicht die Ironie des Schicksals sein das sie, als das beste Gefühl seit langem, den Moment bezeichnete, indem sie wie ein Vampir fühlte. Ich merkte wie ich mir nervös auf die Unterlippe biss.

Als es plötzlich an der Tür klopfte....

Ich wunderte mich ein wenig darüber, da es Beth ja unmöglich sein konnte, sie wusste das ich total erschöpft war und etwas Schlaf brauchte, Josef wollte selber schlafen und einen neuen Auftrag hatte ich auch nicht in Aussicht. Also wer wollte jetzt mit mir reden. Ich öffnete den Deckel meiner Kühltruhe und richtete mich langsam auf. Schnell zog ich meine Jogginghose an in der Hoffnung, dass draußen vor der Tür doch Beth sehnsüchtig auf mich wartete. Noch immer spürte ich ihr weichen Lippen auf meinen, wenn ich an sie und unseren leidenschaftlichen Kuss dachte. Was würde ich machen, wenn sie jetzt wirklich vor der Tür steht? Ich war zwar sehr müde, trotzdem würde ich sie jetzt nicht mehr gehen lassen. Es fiel mir schon sehr schwer mich von ihr zu verabschieden. Endlich hatte ich das Gefühl, es könnte funktionieren zwischen uns. Ein Lächeln breitete sich in meinem Gesicht aus, als mir diese Gedanken durch den Kopf gingen. Josef hatte Recht. Er hatte eigentlich fast immer Recht, wenn es um Beth geht. Tja...er ist eben mein Vater...ähm Stiefvater. Ich musste lachen als ich darüber nachdachte. Er wollte ja nicht das ich ihn so nenne. Nichts desto trotz er wusste es von Anfang an, das ich in sie verliebt war. Doch ich wollte und konnte es mir einfach nicht eingestehen.

Als ich nun meinen Blick auf den Bildschirm meiner Kamera richtete, war ich total verwirrt. Was um alles in der Welt wollte Ben Talbot von mir? Ich öffnete die Tür. "Hallo", brachte ich hervor und versuchte weder sehr verwundert noch verschlafen zu wirken. Doch ich glaube es gelang mir beides nicht. "Hallo Mr. St. John" sagte er mit ernster Stimme, "ich müsste mal mit ihnen sprechen".Ok...da war ich jetzt aber sehr gespannt, ich hoffte es war nicht allzu wichtig, denn ich ersehnte meine Kühltruhe und die wohlverdiente Ruhe, die sie mir bescherte. Bei dem Gedanken daran, musste ich ein Gähnen unterdrücken. "Wie kann es sein, dass ich sie hier ohne auch nur ein Hauch eines Kratzers antreffe? Müssten sie nicht verletzt im Krankenhaus liegen?" Ich verstand nicht was er von mir wollte. Die Worte klangen alle sehr leise und dumpf. Ich musste mich bemühen einen halbwegs wachen Eindruck zu machen, doch geistig war ich schon längst in meiner Kühltruhe und träumte von Beth und mir. Wieder konnte ich nicht anders und ein Lächeln zog sie über mein ganzes Gesicht, als ich an sie dachte. "Hallo?? Mr. St. John?? Hören sie mir überhaupt zu?" "Bitte...w..was??"ich schreckte auf und als ich auf das Bild mit welchem er mir vor der Nase herumwedelte, schaute und erkannte wer darauf abgebildet war, musste ich schlucken. Ich hatte nicht damit gerechnet, dass mich jemand beobachtet hatte, geschweige denn fotografiert hatte, als ich angefahren wurde und dann einfach wieder aufgestanden bin .Na toll....was sollte ich jetzt antworten? Es war mein nicht vorhandener Zwillingsbruder? Wohl kaum...Panisch versuchte ich mir eine plausible Erklärung einfallen zu lassen. Aber die gab es nicht, außer ich würde ihm die Wahreit erzählen, nämlich das ich ein Vampir war und Verletzungen in wenigen Sekunden einfach wieder von selbst heilten.

"Da hat sich wohl jemand ein Scherz erlaubt", brachte ich mit Mühe hervor. Er schaute mich skeptisch an: "Ein Scherz?" Oh man... ne bessere Ausrede hätte mir echt nicht einfallen können. "Ja genau, sie wissen doch,dass ich seit ich mit Tierney Taler zusammengearbeitet hatte über Nacht zum beliebsten Ziel der Paparazzi geworden bin. Und ich denke einfach da hat jemand ein wenig an seinen Computerprogrammen rumexperimentiert." Ich versuchte dabei zu grinsen, doch ich befürchte es sah nicht sehr glaubhaft aus. Meine Antwort war auch wirklich lächerlich gewesen. Ich würde sie mir selbst am allerwenigsten glauben. "Könnte ich das Bild vielleicht haben? Sie wissen schon um nach Hinweisen zu suchen, die auf den Urheber schließen lassen?" "Na schön....is wohl wirklich nur ein blöder Scherz gewesen", entgegnete er mir. Ich hingegen war ganz und gar nicht beruhigt auch wenn ich nun das Foto hatte. Es gab nämlich drei Dinge denen ich mir absolut sicher war. Erstens Ben Talbot hatte mir diese völlig absurde Story ganz und gar nicht abgekauft. Wäre auch zu schön gewesen. Zweitens es gab mit Sicherheit noch mehr Bilder von diesem "Unfall" Doch wo waren diese und wer hatte sie gemacht? Und drittens mein Geheimnis bzw. das Geheimnis aller lebenden Vampire war in Gefahr. "Ich muss sofort zu Josef." "Wie bitte?" fragte mich Ben Talbot verdutzt. Mir war nicht bewusst gewesen, dass ich dies laut gesagt habe."Ähmm jaaa, Josef, ein guter Bekannter-eigentlich bester Freund- kennt sich mit solchen gefälschten Bilder aus. In Wahrheit hatte er seine über 100 Angestellten dafür, aber es war ja eh alles nur eine billige Ausrede gewesen. "Tut mir leid, wenn ich so kurz angebunden bin, aber ich hab es eilig, ich möchte ja nicht das dieses Bild irgendwo in der Zeitung unter wildspekulierten Schlagzeilen steht." "Melden Sie sich bei mir wenn sie etwas rausgefunden haben?" fragte er mich mit einem misstrauischen Blick. "Ja mach ich." sagte ich hastig. Wo soll das nur hinführen? Ich verstrickte mich in immer mehr Lügengeschichten. Als Talbot endlich meine Wohnung verließ, zog ich mich hastig an, schnappte mir meine Autoschlüssel und fuhr so schnell es ging zu Josef.
Review schreiben