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Die Besessene

von Blinki
GeschichteLiebesgeschichte / P18 / MaleSlash
Demir Azlan Konny von Brendorp
11.10.2008
08.06.2009
58
56.084
1
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Dieses Kapitel
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11.10.2008 1.368
 
Achtung Taschentuchalarm!!

***

Teil 58:

‚Wie bekomme ich dieses Ding denn jetzt zum stehen?‘, fragte sich der Deutsch-Türke und sah sich hektisch um. Dabei konnte er am Rande der Anlage einen roten Knopf erkennen, auf dem in großer Schrift „Not aus“ stand. Sofort lief er dort hin und wollte gerade auf den Knopf drücken, als er von hinten eine Stimme vernahm: „Hey, was machen Sie da? Sie können die Schrottpresse nicht einfach so ausstellen!“ Bevor sich Demir umdrehte, drückte er schnell auf den Knopf und erklärte dem Mann: „Doch kann ich. Ich bin von der Polizei! In dem Wagen, welcher gerade verschrottet werden soll, ist noch eine Person eingeschlossen!“

„Das ist doch nur ein Scherz, oder?“, wollte der Arbeiter wissen und sah Demir geschockt an. „Sehe ich so aus, als ob ich Scherze mache?“, erwiderte der 9er und nachdem der Mann mit seinem Kopf geschüttelt hatte, kletterte er in die Schrottpresse, um endlich seinen Freund zu befreien. ‚Oh mein Gott. Hoffentlich lebt Konny noch!‘, dachte er, als er sah, wie weit das Dach nach unten gedrückt wurde. Demir hatte plötzlich panische Angst, dass sein Freund nicht mehr leben würde, deshalb rief er gleich nach ihm: „Konny hörst du mich?“ Gespannt wartete er auf eine Antwort, doch diese blieb aus. Der Deutsch-Türke rief noch einige Male nach seinem Freund, aber immer noch ohne Erfolg.

‚Wie bekommen wir ihn da nur heraus?‘, fragte sich Demir voller Sorge und versuchte irgendwie ins Wageninnere zu gelangen, was aber nicht klappte. Auch mit dem Dach anheben, hatte er keinen Erfolg. Schließlich hatte er nur eine gesunde Hand zur Verfügung. ‚Ich muss mir irgendetwas anderes einfallen lassen!‘, kam es von Demir und zuckte erschrocken zusammen, als er Franks Stimme hörte: „Feuerwehr und RTW sind schon unterwegs. Die müssten eigentlich gleich eintreffen und dann können die Feuerwehrleute Konny da so schnell wie möglich herausholen!“ Demir sah zu seiner linken Seite und entdeckte Frank, der neben ihm stand. Er hatte gar nicht mitbekommen, dass Frank sich zu ihm gesellt hatte.

„Hoffentlich beeilen die sich auch. Ansonsten muss ich mir was überlegen, wie ich Konny da herausbekomme. Ich will jetzt endlich wissen, was mit ihm ist! Ich weiß ja noch nicht mal, ob er überhaupt noch lebt.“, erklärte Demir mit belegter Stimme und sah Frank mit glänzenden Augen an. „Hey, an sowas darfst du gar nicht denken. Konny wird das schaffen. Du weißt doch, dass er ein Kämpfer ist!“, sagte Frank und legte seinem Freund zur Beruhigung eine Hand auf die Schulter. Demir wollte gerade etwas erwidern, als er hörte, dass die Feuerwehr und der RTW in Anmarsch waren. Erleichtert atmete der Deutsch-Türke aus. Endlich war Rettung für seinen Freund da. Er hoffte, dass die Leute von der Feuerwehr Konny so schnell wie möglich befreien konnten.

Nachdem die Retter an der Schrottpresse angekommen waren, berichtete Frank -Demir war zu angespannt und besorgt- dem Einsatzleiter was passiert war. Dieser redete noch kurz mit seinen Leuten und gleich danach holten die Männer die benötigten Sachen für Konnys Rettung aus ihren Fahrzeugen. Während sie sich an die Arbeit machten, zog Frank Demir zur Seite, damit die Feuerwehrleute genug Platz hatten. Caspar, der die ganze Zeit auf Leyla aufgepasst hatte, gesellte sich jetzt auch zu ihnen, denn die junge Frau wurde von den Kollegen im Streifenwagen mitgenommen.

„Man wie lange dauert das denn noch?“, wollte Demir nach gut 10 Minuten wissen und begann an seinen Fingernägeln zu kauen. Die Warterei machte ihn schon ganz verrückt. „Die sind bestimmt gleich fertig!“, versuchte Caspar ihn zu beruhigen, was aber nicht richtig klappen wollte. Demir Aslan war das reinste Nervenbündel. Doch Caspar und Frank verstanden ihn, denn ihnen ging es genauso. Sie wollten jetzt so schnell wie möglich wissen, was mit ihrem Freund war.

Nach weiteren 5 Minuten hatten es die Feuerwehrleute endlich geschafft und konnten ins Wageninnere gelangen. Sie waren total geschockt von Konnys Anblick, befreiten ihn aber schnell von den Fesseln und legten ihn auf eine Vakuummatratze. Gleich danach brachten sie ihn ins Freie, wo Demir schon ungeduldig auf ihn wartete und sofort zu seinem Freund lief. Als Demir Konny sah, wurde ihm ganz schlecht, denn dieser sah einfach nur schrecklich aus mit dem ganzen Blut in seinem Gesicht.

‚Oh mein Gott, Konny. Dafür wird Leyla noch bezahlen!‘, dachte Demir, wurde aber aus seinen Gedanken gerissen, als er jemanden sagen hörte: „Bitte gehen Sie zur Seite, wir müssen ihn untersuchen!“ Demir tat wie ihm geheißen und machte dem Notarzt, der ihn angesprochen hatte, ein wenig Platz. „Wie geht es Konny?“, wollte der dunkelhaarige 9er nach einer Weile wissen. „Es sieht nicht sehr gut aus. Wir müssen ihn so schnell wie möglich ins Krankenhaus bringen!“, erklärte der Notarzt und sofort machten sie sich mit Konny auf den Weg zum Krankenwagen. Demir wich keinen Meter von der Seite seines Freundes.

„Kann ich mitfahren? Ich bin sein Freund!“, hakte Demir nach, als die Sanitäter Konny in den Krankenwagen geschoben hatten. Der Arzt, der den blonden 9er gerade ans EKG angeschlossen hatte, nickte und der Deutsch-Türke stieg ein. Bevor die Türen geschlossen wurden, schaute er noch schnell zu Frank und Caspar hinüber, die vor dem Krankenwagen warteten. Sie tauschten einen kurzen Blickkontakt aus und Demir wusste, dass seine beiden Freunde sich auch gleich auf den Weg ins Klinikum machen würden.  

Kurz nachdem der Krankenwagen losgefahren war, kam Konstantin von Brendorp wieder zu sich und sah Demir etwas später aus den geschwollenen Augen an. „Hey Schatz! Du bist ja endlich wieder wach!“, kam es von diesem und lächelte seinen Freund verliebt an. Konny wollte etwas sagen, doch durch die Beatmungsmaske kam nur ein Gemurmel heraus. Deshalb nahm der Notarzt sie Konny ab und er fragte leise: „Demir? Bist du das wirklich oder träum ich das nur und ich bin schon im Himmel?“ „Nein Schatz, ich bin es wirklich! Es wird alles wieder gut. Du bist jetzt in Sicherheit.“, kam es von Demir und ihm lief eine vereinzelte Träne über die Wange. Er war so froh, dass er endlich bei seinem Freund war.

Der 9er beugte sich zu Konny nach unten und gab ihm einen Kuss, den dieser nur zu gerne erwiderte. „Darauf habe ich zu lange warten müssen! Ich bin so froh, dass wir dich noch rechtzeitig gefunden haben. Ich liebe dich, Konny!“, sagte Demir und küsste den blonden jungen Mann erneut. „Ich … liebe … dich auch, Demir!“, kam es von Konny, nachdem sie sich voneinander gelöst hatten. „Was … ist … mit … Geb?“, hakte er weiter nach und ihm fiel das Reden immer schwerer, da er sehr schlecht Luft bekam. Sofort setzte der Notarzt ihm die Maske wieder auf.

„Er wurde vorhin operiert und der Arzt hat gesagt, dass er wieder ganz gesund wird!“, erklärte Demir und strich seinem Freund einige Haare aus dem Gesicht. „Du wirst auch wieder richtig gesund werden. Vielleicht kommst du ja mit Geb in ein Zimmer, dann könnt ihr euch gegenseitig nerven!“, fügte Demir noch hinzu und brachte Konny dadurch zum Lachen. Doch das war ein Fehler, denn dieser fing an zu husten und konnte nicht mehr aufhören. „Konny was ist los?“, fragte Demir leicht panisch, als er sah, dass dieser plötzlich Blut spuckte.

Seine Angst wurde noch größer, als das Piepen des EKGS immer stärker wurde. Der Notarzt versuchte Konny zu beruhigen, doch es gelang ihm nicht. Mit letzter Kraft nahm Konny die Maske -gegen den Willen des Arztes- von seinem Gesicht und flüsterte Demir zu: „Demir… ich … liebe … dich … Das … darfst … du … nie … vergessen. Hörst … du!“ Danach schloss Konny seine Augen und es war nur noch ein durchgehender Piepton zu hören.

„Konny?“, fragte der Deutsch-Türke ängstlich nach und hörte den Notarzt sagen: „Er atmet nicht mehr!“ „NEIN KONNY! DU DARST MICH NICHT ALLEINE LASSEN!“, schrie Demir verzweifelt und ihm liefen Tränen über seine Wangen. Er wollte es einfach nicht wahr haben, dass seine große Liebe im Sterben lag. Demir wünschte sich, dass es diesmal auch wieder nur ein Traum war, doch er wusste, dass es die Wirklichkeit war. ‚Bitte lieber Gott, lass Konny nicht sterben. Ich brauch ihn doch noch!‘, betete Demir deshalb und sah dabei zu, wie der Arzt versuchte, Konny zu reanimieren.

Ende oder Fortsetzung folgt? Das müsst ihr entscheiden!!

***

Falls Interesse an einer Fortsetzung besteht, sollten sich schon ein paar Leute mehr melden.
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