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Die Besessene

von Blinki
GeschichteLiebesgeschichte / P18 / MaleSlash
Demir Azlan Konny von Brendorp
11.10.2008
08.06.2009
58
56.084
1
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11.10.2008 1.318
 
Vielen Dank für euer FB *knuddel* Es geht auch schon weiter!

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Teil 56:

Nach einiger Zeit verließen Demir Aslan, Frank Wernitz und Caspar Reindl bedrückt den zweiten Schrottplatz, wo sie auch keine Spur von Konstantin von Brendorp und Leyla Rodriguez finden konnten. „Was machen wir denn jetzt?“, wollte Caspar von seinen beiden Freunden und Kollegen wissen. Frank konnte ihm darauf keine Antwort geben, da er absolut keine Idee hatte, doch Demir wusste was zu machen war.

„Wir warten erst mal ab, ob Günter und seine Jungs Erfolg hatten. Wenn dies nicht der Fall ist, würde ich vorschlagen, dass wir die nächsten Schrottplätze durchsuchen. Es dauert ja bestimmt noch eine Weile bis sich Petra bei uns meldet und mitteilt, was die Spurensicherung herausgefunden hat. Wir sollten auf jeden Fall die Zeit nutzen und weitersuchen. Wir wissen ja, wie der Wagen aussieht.

Außerdem habe ich da noch so eine Theorie: Die Dauer nach Konnys Verschwinden und das Erhalten des Videobandes sind ja nicht so weit auseinander. Deshalb denke ich, dass Leyla ihn irgendwo in der Nähe gefangen hält, denn für weiterweg wäre die Entfernung zu groß. Zumal sie ja auch noch das Video drehen musste!“, erklärte der Deutsch-Türke. Frank und Caspar dachten über Demirs Worte nach und konnten seine Theorie nur bestätigen.

Nachdem Günter den drei Männern der Einheit 50 mitgeteilt hatte, dass auch sie keinen Erfolg hatten, funkte Demir Petra an und wollte zu allererst wissen, ob sie schon Nachricht von der Spurensicherung erhalten hatte. „Leider nicht, aber Anhoff macht ihnen schon Dampf unterm Hintern!“, erklärte sie und Demir konnte sich ein Schmunzeln nicht verkneifen. Kommandeur Anhoff war schon eine Marke für sich, wenn es um seine Leute ging.

„Ich will ja mal hoffen, dass es nicht mehr so lange dauert. Aber könntest du uns schon mal die Adressen von den nächsten Schrottplätzen geben? Wir wollen solange weitersuchen, bis sich die Spurensicherung meldet. Vielleicht haben wir ja Glück und der Schrottplatz ist schon dabei. Auf jeden Fall haben wir einen Vorteil, da wir bereits wissen, wie der Lieferwagen aussieht!“, meinte der dunkelhaarige Mann und Petra gab ihm etwas später die Adressen durch. Da Günter und seine Jungs auch weitersuchen wollten, teilten sie es wieder untereinander auf und machten sich gleich danach auf den Weg.

Etwa 1 ½ Stunden später bekam Petra Helmholtz endlich den langersehnten Anruf von der Spurensicherung. Der Mann teilte ihr mit, was für Geräusche sie herausfiltern konnten und Petra machte sich mit Hilfe von Bender –auf Anhoffs Anweisung- sofort an die Arbeit. Es dauert zwar einige Zeit, doch nach einer halben Stunde konnten sie anhand der Geräusche drei Schrottplätze herausfinden, die mit diesen übereinstimmten. Gleich danach funkte sie Demir an: „Atlas 100 für 5/3!“ „5/3 hört?“, kam es umgehend von Demir.

„Die Spurensicherung hat sich endlich gemeldet und wir haben drei Schrottplätze gefunden!“, erklärte die Koordinatorin und gab Demir die Adressen durch. Günter, der alles mit angehört hatte, teilte Demir mit, dass von den Schrottplätzen zwei in ihrer unmittelbaren Nähe waren und sie diese deshalb übernehmen wollten. Demir war es nur Recht. So würden sie Konny bestimmt schneller finden, wenn er auf den besagten Schrottplätzen auch gefangen gehalten wurde. Doch davon ging er jetzt mal aus. Nachdem mit Günter alles geregelt war, fuhren Demir, Frank und Caspar zu ihrer Adresse.

In der Zwischenzeit war Leyla Rodriguez wieder bei Konny und überlegte, ob sie Demir jetzt schon mal anrufen sollte? Vielleicht hatte er schon eine Entscheidung getroffen. Sie entschloss sich dafür und holte ihr Handy aus der Tasche. „Mist, Akku leer!“, brummte sie vor sich hin und pfefferte das Handy auf den Boden. ‚Also muss ich mir wohl oder übel eine Telefonzelle suchen. Hoffentlich ist hier eine in der Nähe. Auch wenn der Scheißkerl noch nicht wieder bei Bewusstsein ist, möchte ich ihn nicht so lange alleine lassen!‘, dachte die junge Frau und nach einem kurzen Blick auf Konny, verließ sie erneut den Lieferwagen. Sie machte sich auf die Suche nach einer Telefonzelle, was sie aber lieber nicht hätte machen sollen.

„Frank, halt an! Sofort!“, forderte Demir seinen Freund und Kollegen auf, als sie nach einer Weile an dem besagten Schrottplatz angekommen waren. Frank tat wie ihm geheißen und hielt am Straßenrand an. „Was ist denn los?“, wollte er gleich von Demir wissen. Doch der Deutsch-Türke blieb ihm die Antwort schuldig, da er einfach ausstieg und zu einer, für Frank und Caspar fremden Person, herüberlief. „Was ist denn mit dem auf einmal los?“, wunderte sich Caspar, stieg gemeinsam mit Frank aus und ging zu Demir herüber.

Die beiden Männer der GSG9 sahen, dass Demir eine Frau festhielt und auf diese einrede. „Jetzt sag mir endlich, wo du Konny versteckt hast!“, hörten sie ihn sagen, als sie näher kamen. War das etwa Demirs Exfreundin? Musste wohl so sein, denn sonst würde er die Frau nicht nach Konny fragen. „Lass mich los! Du tust mir weh!“, schrie Leyla schon fast, doch der junge Mann ignorierte es. Genauso wie die verwunderten Blicke der vorbeigehenden Passanten, die aber keine Anstalten machten einzugreifen.

„Wenn du mir nicht sofort sagst, wo du Konny versteckt hast, wirst du mich gleich so richtig kennenlernen!“, fauchte Demir in einem wütenden Ton, der selbst Frank und Caspar Angst machte, und kam ihr bedrohlich nahe. Eigentlich wollte Leyla nichts über Konnys Aufenthaltsort preis geben, doch, da sie ihre große Liebe nicht gerne wütend sah, gab sie doch nach. „Okay, ich zeige es euch!“, sagte sie nach kurzer Zeit. Bevor der Deutsch-Türke sie losließ, meinte er noch zu ihr: „Falls du irgendwelche Dummheiten machst oder versuchst du flüchten, kannst du Gift darauf nehmen, dass ich dich nicht schone und von meiner Schusswaffe Gebrauch machen werde.“

Bis jetzt hatten sich Frank und Caspar noch zurückgehalten, doch das ging eindeutig ihnen zu weit. Demir konnte doch nicht einfach einen Menschen drohen, diesen zu erschießen. Deshalb schaltete sich Frank auch gleich mit ein: „Hey Demir, jetzt komm mal wieder runter. Hier wird niemand erschossen! Schon gar nicht, weil man vielleicht Dummheiten macht. Ich glaube auch nicht, dass deine Ex so doof ist und einfach weglaufen würde. Gegen uns hat sie eh keine Chance. Aber falls es dich beruhigt, kann ich ihr gerne Handschellen anlegen.“

„Okay mach das. Beeil dich aber, ich will jetzt so schnell wie möglich zu Konny!“, sagte Demir und übergab Frank Leyla. Als dieser ihr die Handschellen anlegte, meinte sie zu ihrem Ex: „Ich weiß immer noch nicht, was du an diesem Mistkerl so toll findest! Du bist mit mir doch viel glücklicher!“ Demir sah seine Ex kurz an und wollte noch was sagen, doch er verkniff es sich. Wieso sollte er sich über diese Frau aufregen? Die würde ja eh  nichts kapieren. Im Moment war ihm Konny viel wichtiger.

Deshalb sagte er nur noch zu seinen Leuten, dass sie jetzt endlich nach Konny suchen sollten und ging zu ihrem Wagen zurück. Caspar und Frank folgten ihm mir ihrer Gefangenen und stiegen gemeinsam ein. Sie fuhren auf den Schrottplatz und Leyla zeigte ihnen den Weg. „Du hast den Lieferwagen aber ganz schön weit im Gelände versteckt!“, sagte Demir, da sie schon einige Zeit unterwegs waren. „Ja, es soll ihn ja auch nicht gleich jeder von der Straße aus sehen! Aber wieso Lieferwagen? Wieso wusstest ihr, dass es ein Lieferwagen war und wieso seit ihr gerade zu diesem Schrottplatz gefahren?“, wollte sie gleich wissen.

„Weil 1. Dich ein älterer Mann dabei beobachtet hat, wie du Konny niedergeschlagen und mit dem Lieferwagen weggebracht hast und 2. wir Geräusche aus dem Video herausfiltern konnten, die uns hierher geführt haben. Da du auch hier bist, vermute ich, dass Konny ebenfalls hier sein muss. Bete mal, dass es auch so ist, denn sonst werde ich meine gute Kinderstube vergessen!“, erklärte Demir, woraufhin Leyla gleich meinte: „Keine Bange, dass ist schon der richtige Weg zu deinem Lover!“

Am Ziel angekommen, meinte die junge Frau erschrocken. „Das gibt es doch nicht. Der Wagen ist weg!“

***

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