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Die Besessene

von Blinki
GeschichteLiebesgeschichte / P18 / MaleSlash
Demir Azlan Konny von Brendorp
11.10.2008
08.06.2009
58
56.084
1
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161 Reviews
Dieses Kapitel
2 Reviews
 
11.10.2008 1.250
 
@KonnyFan, CrazyLove und Achanti: Vielen Dank für euer FB *knuddel* Ich freue mich immer wieder.
@Unbekannt: Wer auch immer du bist, vielen Dank für dein FB. Freut mich, dass dir die FF gefällt.

Hier ist auch schon der nächste Teil.

***

Teil 55:

In der Zwischenzeit wachte Konstantin von Brendorp stöhnend aus seiner Bewusstlosigkeit auf. Er hatte starke Kopfschmerzen und sein Oberschenkel tat auch höllisch weh. Als er an seinen Kopf fassen wollte, bemerkte der 9er, dass seine Hände auf den Rücken gefesselt waren. ‚Was soll das denn? Wo bin ich überhaupt?‘, fragte er und sah sich um. Dabei konnte er feststellen, dass auch seine Füße gefesselt waren und seine Verletzung am Oberschenkel notdürftig versorgt wurde. Konny versuchte nach Hilfe zu schreien, doch es gelang ihm nicht, da er ja von Leyla geknebelt worden war. Frustriert gab der junge Mann auf.

Konny überlegte, was passiert war und kurze Zeit später fiel es ihm alles wieder ein. ‚Hoffentlich geht es Geb gut. Die Schusswunde an seiner Schulter sah nicht so prickelnd aus!‘, dachte Konny weiter und wünschte sich nichts sehnlicher, als bei seinem Freund und seinen Kollegen zu sein und das alles wieder in Ordnung war. Er versuchte sich von seinen Fesseln zu befreien, doch es gelang ihm nicht. Diese saßen einfach zu fest. Außerdem war er noch sehr geschwächt und ihm wurde immer wärmer, was auch kein Wunder war. Der heutige Tag war ein sehr heißer und dass er jetzt in einem stinkigen und verdreckten Lieferwagen lag, machte die Situation auch nicht viel besser.

„Na, hat der gnädige Herr endlich seinen Schönheitsschlaf beendet?“, hörte Konny eine Stimme sagen. Verwirrt sah er sich um und entdeckte Demirs Ex, die gerade in den Lieferwagen stieg und auf ihn zu kam. Er konnte sehen, dass Leyla Rodriguez eine Wasserflasche in der Hand hielt. ‚Ich würde alles dafür tun, dass ich einen Schluck Wasser bekomme!‘, dachte er und sah gierig auf die Flasche. Leyla entging Konnys Blick nicht und sie wollte gleich von ihrem Gefangenen wissen, ob er Durst hatte.

Auf Konnys Kopfnicken hin, meinte sie: „Wenn du nicht anfängst nach Hilfe zu schreien, nehme ich dir den Knebel ab und du kannst was trinken! Ansonsten wirst du gar nichts bekommen. Haben wir uns verstanden?“ Als Konny erneut nickte, entfernte sie den Knebel und half ihm ein wenig auf, damit er sich beim Trinken nicht verschluckte. Nachdem er ein paar Schlucke getrunken hatte, bedankte sich Konny bei ihr und wollte gleich von ihr wissen: „Warum machst du das hier alles und wieso hast du auf Geb geschossen?“

„Ich habe dir doch schon mal gesagt, dass Geb nicht auf mich hören wollte. So musste ich andere Seiten aufziehen. Aber echt schade, dass ich nur seine Schulter getroffen habe. Das Herz oder der Kopf wäre viel besser gewesen. Aber ich will mal hoffen, dass der Mistkerl an der Schussverletzung verreckt ist, denn dann ist schon mal ein Störenfried weniger. Demir gehört mir und er wird zu mir zurückkommen! Da ist es mir egal wie weit ich gehe!“, erklärte Leyla und Konny sah sie sauer an. Wie konnte sie sich nur wünschen, dass Geb tot war?

‚Die Frau ist total krank und besessen von Demir!‘, dachte der blonde 9er und erwiderte gleich: „Sie werden Geb schon rechtzeitig gefunden haben und glaubst du etwa, dass Demir durch so eine Aktion zu dir zurückkommt? Wieso sollte er das auch machen, wenn er mich statt dich liebt?“ Erbost sah Leyla ihren Gefangenen an: „Demir ist nicht schwul und er liebt nur mich! Du hast ihm doch diese ganzen Flausen in den Kopf gesetzt, dass er angeblich schwul ist. Aber das werde ich ihm schon alles wieder ausreden, damit er wieder glücklich wird. Das wird er mit mir auf jeden Fall werden!“

Konny musste trotz seiner misslichen Lage, in der er sich gerade befand, lachen. „Was gibt es denn da zu lachen?“, wollte Leyla wütend von ihm wissen. „Glaubst du wirklich, dass Demir mit dir glücklich wird? Er liebt dich doch gar nicht und wird garantiert nicht, egal ob erzwungen oder freiwillig, zu dir zurückkommen!“, erklärte Konny immer noch lachend, aber das Lachen blieb ihm im Halse stecken, als Leyla sagte: „Wenn Demir nicht zu mir zurückkommt, habe ich mir etwas tolles für deinen Tod ausgedacht. Du musst wissen, dass wir hier auf einem Schrottplatz sind und ich den Lieferwagen nicht mehr brauche!“

Er sah seine Entführerin geschockt an. „Du willst den Wagen verschrotten?“, wollte er ungläubig wissen und Leyla bestätigte es ihm noch einmal: „Ganz genau, und zwar zusammen mit dir, wenn Demir sich falsch entscheiden sollte! Doch dazu hat er noch 3 Stunden und 40 Minuten Zeit. Ich habe ihm nämlich vorhin eine Videobotschaft mit einem Rätsel geschickt. Vielleicht ist er so schlau und kann es lösen. Wenn er dich dann vor Ablauf des Ultimatums findet, lasse ich dich frei, ansonsten wartet die Schrottpresse auf dich. Also, hoffe mal lieber, dass er sich richtig entscheidet!“

„Du bist doch völlig krank! Demir wird mich schon rechtzeitig finden und dann landest du in der Irrenanstalt!“, schrie Konny schon fast und erhielt dafür eine Ohrfeige von Leyla. „Vielleicht bin ich ja krank, aber krank nach Liebe! Wenn Demir bei mir ist, wird es mir auch wieder besser gehen. Aber ich glaube kaum, dass er dich noch rechtzeitig finden wird. Es gibt so viele Schrottplätze in Berlin und Umgebung, da kann er lange nach dir suchen. Zumal er auch gar nicht weiß, nach was für einem Wagen sie suchen müssen.“, meinte die junge Frau und Konny hoffte, dass jemand den Wagen gesehen und es seinen Kollegen mitgeteilt hatte.

„Wie oft soll ich das denn noch sagen, dass Demir dich nicht liebt? Er hat dich vielleicht früher mal geliebt, doch dann hast du ihn betrogen und seine Gefühle verletzt. Sowas würde man nicht machen, wenn man den Menschen über alles liebt. Glaubst du wirklich, dass er mit dir glücklich wird, nach allem was du ihm angetan hast? Nein, ich glaube nicht. Er würde eher auch sterben wollen, als zu dir zurückzukommen. Wer will auch schon mit so einer wie dir zusammen sein? Erst betrügt sie ihren Freund und später bedroht und entführt sie dessen Freund und Partner!“, redete sich Konny in Rage, denn ihm ging die Sache tierisch auf die Neven. Wann wollte Leyla es endlich begreifen?

„Halt endlich deine Klappe, sonst stopf ich sie dir!“, brüllte Leyla, doch Konny hörte gar nicht darauf: „Wieso sollte ich? Er würde das auch nur machen, damit ich in Sicherheit komme. Aber danach würde er dich sofort wieder wie eine heiße Kartoffel fallen lassen, denn er ist glücklich mit mir. Mit dieser Aktion wirst du daran auch nichts ändern! Wann kapierst du endlich, dass Demir schwul ist? SCHWUL! S..C..H..W..U..L!!!“

Das war zu viel für Leyla. „Du mieses Schwein! Ich bring dich um!“, schrie sie und fing an mit der halbvollen Wasserflasche, die aus Plastik war, auf Konny einzuschlagen. Immer und immer wieder traf sie sein Gesicht und die Brust. Da ihr das aber nicht genug war, trat sie ihm noch mehrere Male in den Bauch. Ihr Gefangener versuchte sich zwar zu wehren, doch dadurch, dass seine Hände und Füße gefesselt waren, hatte er keine Chance und musste diese Qualen über sich ergehen lassen. Obwohl Konny sein Bewusstsein schon längst verloren hatte, trat sie ihm noch einmal in den Bauch. Danach ließ sie von dem schwer verletzten 9er ab. „Das hast du nun davon!“, sagte sie triumphierend zu ihrem Opfer, knebelte es wieder und verließ den Lieferwagen.

***
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