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Die Besessene

von Blinki
GeschichteLiebesgeschichte / P18 / MaleSlash
Demir Azlan Konny von Brendorp
11.10.2008
08.06.2009
58
56.084
1
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161 Reviews
Dieses Kapitel
3 Reviews
 
11.10.2008 1.227
 
@Kaja123, KonnyFan, CrazyLove und Achanti: Vielen Dank für euer FB *knuddel* Habe mich wieder darüber gefreut.

Hier der nächste Teil.

***

Teil 54:

Petra stellte das Rauschen aus und für längere Zeit herrschte eine bedrückte Stille im Besprechungszimmer. Alle Anwesenden waren zutiefst geschockt und konnten nicht glauben, was Demirs Exfreundin gesagt hatte. Jeder ging seinen eigenen Gedanken nach und hoffte, dass sie Konny rechtzeitig finden würden. Sie wollten gar nicht daran denken, was passieren würde, wenn die Zeit verstrichen war und Demir sich gegen seine Exfreundin entschied, wovon sie alle ausgingen. Deshalb mussten sie Konny rechtzeitig finden. Doch wo sollten sie anfangen zu suchen?

‚Die Frau hat sie doch nicht mehr alle. Ich frage mich, was sie damit bezwecken will. Glaubt sie wirklich, dass ich durch diese Aktion zu ihr zurückkomme? Da kann sie lange drauf warten. Ich liebe Konny und nicht sie! Aber irgendetwas muss ich mir einfallen lassen, damit wir ihn rechtzeitig befreien. Nicht, dass Leyla ihm noch mehr antut. Das könnte ich mit meinem Gewissen nicht vereinbaren. Es reicht schon, dass er wegen mir in Gefahr geraten ist. Nur was? Sollte ich vielleicht so tun, als ob ich zu ihr zurückkomme, damit sie Konny laufen lässt? Aber was ist, wenn sie ihn nicht gehen lassen will, auch wenn ich wieder bei ihr bin? Das ist doch alles scheiße!‘, fluchte Demir in Gedanken und wünschte sich, dass sein Schatz hier wäre und er ihn sofort in seine Arme schließen konnte.

„Was machen wir denn jetzt?“, hörte er Frank fragen, der die Stille nicht mehr ertragen konnte und sah neugierig in die Runde. „Am Besten ist es, wenn wir uns das Rätsel noch mal anhören. Vielleicht bekommen wir so heraus, wo von Brendorp gefangen gehalten wird!“, schlug Thomas Anhoff vor und seine Leute waren sofort einverstanden. Petra spulte zu der Stelle, wo sich das Rätsel befand und spielte es sofort ab. Gespannt lauschten sie Leylas Worte und versuchten auf die Lösung zu kommen.

„Was meint sie denn damit?“, hakte Frank nach, als das Rätsel geendet hatte. Er konnte sich einfach keinen Reim darauf machen, was Leyla damit meinte. Auch seine männlichen Kollegen und Petra wussten sich keinen Rat und überlegten weiter. Doch nach kurzer Zeit ging Petra ein Licht auf und meinte: Ich hab‘s!“ Gespannt sahen die Männer die junge Frau an, die auch sofort erklärte: „Leyla Rodriguez hält Konny auf einem Schrottplatz gefangen!“

Verwundert sahen sie Petra an. „Mensch Leute. Was macht man denn mit einem Auto, was man weder kaufen, verkaufen, verschenken noch reparieren kann?“ „Verschrotten?“, kam die Gegenfrage von Frank. „Ja genau! Verschrotten und das tut man auf einem Schrottplatz!“, sagte Petra weiter und Demir sah sie geschockt an. „Die will den Lieferwagen verschrotten, wo sie Konny gefangen hält? Die Frau hat sie doch nicht mehr alle! Das müssen wir auf jeden Fall verhindern! Ich will Konny in einem Stück zurückhaben!“, rief er aufgebracht.

„Demir, bitte beruhig dich wieder. Wir werden alles daran setzen, dass wir Konny rechtzeitig finden und du ihn wieder in deine Arme schließen kannst!“, versuchte Frank den Deutsch-Türken zu beruhigen, was aber nicht richtig klappen wollte. „Hoffentlich!“, murmelte Demir vor sich hin und machte sich weiterhin tierische Sorgen um seinen Freund. Er hatte immer noch das Bild vor seinen Augen, wie Konny verletzt und gefesselt in dem alten und schmutzigen Lieferwagen lag.

„Hey Demir. Falls es dich beruhigt, kann ich ja die DVD zur Spurensicherung schicken. Der ED (Erkennungsdienst) hat ja leider keine verwertbaren Spuren gefunden. Vielleicht können die irgendwelche brauchbaren Geräusche herausfiltern, die uns zu Konny führen!“, schlug Petra vor und Demir war von der Idee begeistert. „Was wollen wir in der Zwischenzeit machen? Das dauert ja noch bis die damit fertig sind!“, fragte Frank nach, während Petra Helmholtz die DVD in einen Umschlag steckte und sie einem Boten gab, der diese umgehend zur Spurensicherung bringen sollte. Vorher hatte die junge Frau noch ein „EILT“ auf den Umschlag geschrieben.

„Petra kann ja schon mal eine Liste mit sämtlichen Schrottplätzen in der Umgebung und bis zu 30 km entfernt zusammenstellen, damit die Suche nachher einfacher wird, wenn wir das Ergebnis bekommen!“, schlug Anhoff vor und Petra machte sich sofort an die Arbeit. „Aber die Schrottplätze in der Nähe sollten wir jetzt schon durchsuchen, denn wir dürfen keine Zeit verlieren!“, sagte Demir festentschlossen.

„Ich glaub zwar nicht, dass Leyla Konny in der Nähe versteckt hat, aber ein Versuch ist es wert!“, meinte Frank, woraufhin Demir wissen wollte: „Was willst du denn sonst machen? Warten bis die von der Spusi fertig sind? Die Zeit müssen wir anders nutzen. Notfalls werde ich auch alleine nach Konny suchen, wenn ihr hier lieber auf die Ergebnisse warten wollt! Ich kann hier aber nicht tatenlos herumsitzen, während mein Freund da draußen um sein Leben kämpft!“

„Wer hat denn gesagt, dass wir hier warten wollen? Ich habe nur gesagt, dass ich nicht glaube, dass Leyla Konny in der Nähe versteckt hat. Aber ich kann mich auch täuschen, deshalb finde ich es besser, wenn wir jeder Möglichkeit nachgehen. Wir sind ein Team und werden gemeinsam nach Konny suchen!“, erklärte Frank und Caspar stimmte ihm  zu. Diesmal mischte sich Anhoff ein: „Eigentlich müsste ich ja jemanden Anderen nach von Brendorp suchen lassen, weil Ihr Team nicht vollständig ist und Sie verletzt sind.  Aber ich kenne Sie, Aslan. Sie werden alles daran setzen, dass Sie nach Ihrem Freund suchen können!“ „Da haben Sie vollkommen Recht, Chef. So eine kleine Verletzung an der Hand wird mich auch nicht davon abbringen nach Konny zu suchen!“, erklärte Demir und Anhoff drückte ein Auge zu.

Kurze Zeit später teilte Petra den Jungs mit, dass es 4 Schrottplätze in der Nähe gab, die sie auch gleich durchsuchen wollten. Anhoff stellte ihnen das 30iger Set zur Unterstützung, woraufhin ihn Demir dankbar ansah. So würde die Suche noch schneller von statten gehen. Die drei Männer der Einheit 50 wollten gerade das Besprechungszimmer verlassen, als Demir einfiel, dass er Maja Schurlau noch über Gebs Gesundheitszustand informieren musste. Demir hoffte nur, dass Maja sich nicht so sehr aufregte. Er wusste von seinem Kumpel, dass Aufregung für schwangere Frauen nicht sehr gut war.

„Leute, bevor es los geht, muss ich noch schnell Maja anrufen und ihr sagen, was mit Geb passiert ist!“, sagte Demir und Caspar wollte wissen, ob Demir schon was Neues wusste. „Ja, der Arzt hat mich vorhin als ich bei Anhoff war angerufen und mir mitgeteilt, dass Geb die OP sehr gut überstanden hat!“, erklärte der Deutsch-Türke und Caspar, Frank sowie Petra atmeten erleichtert auf.

Gleich danach rief er Maja an, die natürlich total geschockt war und sofort ins Klinikum fahren wollte, um nach ihrem Mann zu sehen. Demir redete noch kurz mit ihr, wobei er aber die Sache mit Konny verschwieg, da er nicht wollte, dass sie sich auch noch um seinen und den gemeinsamen Freund sorgte. Bevor er das Telefongespräch mit Maja beendete, teilte er ihr noch mit, dass sie später auch ins Klinikum kommen würden.

Nachdem Demir, der vorzeitige Setführer, mit Günter geredet hatte, welche Schrottplätze sie übernehmen wollten, machte er sich zusammen mit Frank und Caspar in die Richtung, wo sich ihre Schrottplätze befanden. Während der Fahrt fragte sich der dunkelhaarige 9er wie es seinem Freund gerade ging. (Anmerkung der Autorin: Das fragt ihr euch bestimmt auch schon die ganze Zeit, wie es Konny geht. Auflösung im nächsten Teil! *g*)

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