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Die Besessene

von Blinki
Kurzbeschreibung
GeschichteLiebesgeschichte / P18 / MaleSlash
Demir Azlan Konny von Brendorp
11.10.2008
08.06.2009
58
56.084
1
Alle Kapitel
161 Reviews
Dieses Kapitel
3 Reviews
 
11.10.2008 1.080
 
Danke ihr Lieben für euer FB *knuddel*

Hier ist der nächste Teil und ich wünsche euch einen schönen Ostermontag.

***

Teil 50:

… er hatte so zittrige Hände, dass er nicht sofort die Halsschlagader fand. ‚Ganz ruhig, Demir!‘, sagte er zu sich selbst und versuchte es noch einmal. Diesmal klappte es und Demir atmete erleichtert aus, da er Gebs Puls fühlen konnte. Danach widmete er sich der Schusswunde und presste seine Hände fest darauf. Der Deutsch-Türke hoffte, dass er so die Blutung stoppen konnte. Dabei fragte er sich, wo überhaupt sein Schatz abgeblieben war? Er wollte gerade nach Konny rufen, als er merkte, dass Geb sich anfing zu bewegen.

„Geb?“, fragte er vorsichtig nach und kurze Zeit später sah er in die rehbraunen Augen seines Kumpels. „Demir!“, flüsterte Geb und Demir wollte sofort von ihm wissen, was passiert war und wo überhaupt Konny steckte. „Oh … mein … Gott, Konny!“, kam es stockend von Geb und versuchte sich aufzurichten, doch Demir hielt ihn davon ab: „Hey, bleib ganz ruhig liegen. Du bist verletzt und darfst dich nicht bewegen!“ Der Setführer gehorchte, schloss aber seine Augen, da er mit der Bewusstlosigkeit zu kämpfen hatte. „Geb, was ist mit Konny?“, hörte er Demir aus der Ferne fragen und Geb konnte ihm noch einen Namen nennen, bevor es um ihn herum schwarz wurde.  

Demir stockte, als er Leylas Namen hörte. Er hatte immer noch gehofft, dass er mit seiner Vermutung falsch lag, doch jetzt hatte er leider Gewissheit. Leyla steckte wirklich hinter der Sache. Es machte ihn ganz verrückt, dass seine Exfreundin Konny nun in ihrer Gewalt hatte. ‚Man, warum bin ich nicht mit Konny gegangen? Vielleicht wäre das dann nie passiert!‘, machte er sich selber Vorwürfe. ‚Wenn Leyla Konny irgendetwas antut, kann sie was erleben!‘, dachte er weiter und bemerkte erst jetzt, dass Geb wieder bewusstlos war.

„Demir, wo bist du?“, hörte er plötzlich Franks Stimme. „Ich bin hier! Komm schnell!“, schrie Demir zurück und schon bald tauchte Frank in dem Kellerraum auf. Er lief sofort zu Demir hinüber, der seine Hände immer noch auf Gebs Schusswunde gepresst hatte. „Was ist mit Geb und wo ist Konny?“, wollte Frank gleich wissen und Demir erzählte ihm alles. Nachdem er den ersten Schock überwunden hatte, funkte Frank Anhoff an: „5/5 für Atlas 100!“ „100 hört!“, kam es von dem Kommandeur.

„Wir brauchen sofort einen Krankenwagen und den Notarzt zur alten Lagerhalle!“, bat Frank und von Anhoff kam: „Verstanden! Was ist mit Schurlau und von Brendorp?“ „Geb wurde angeschossen und Konny ist verschwunden!“; fing der junge Mann an zu erklären, wurde aber von Anhoff unterbrochen: „Verschwunden? Wie das?“ „Der Einsatz war eine Falle, und zwar wurde er von Demirs Exfreundin inszeniert, damit sie sich Konny schnappen konnte!“, sagte Frank weiter.

„Na klasse, ein persönlicher Rachefeldzug! So was hat uns gerade noch gefehlt. Ich habe doch Aslan und von Brendorp gesagt, dass sie ihre privaten Probleme zu Hause lassen sollen!“, fluchte der Kommandeur herum. „Aber sie können doch nichts dafür!“, versuchte Frank das Paar in Schutz zu nehmen, doch Anhoff ging nicht weiter darauf ein:  „Der Krankenwagen und der Notarzt sind unterwegs. Wenn Sie später wieder im Lagezentrum sind, möchte ich, dass Aslan umgehend in mein Büro kommt!“ „Verstanden! 5/5 Ende!“, Frank beendete den Funkverkehr und erzählte Demir, was Anhoff gesagt hatte.

‚Ich soll zu Anhoff ins Büro kommen? Na, da kann ich mich ja noch auf was gefasst machen. Aber das ist mir im Moment total egal. Ich will jetzt endlich wissen wo Konny ist!‘, dachte Demir, wurde aber aus seinen Gedanken gerissen, als Frank vorschlug: „Wir sollten Caspar, Günter und die anderen Jungs informieren, was passiert ist und wo wir uns gerade befinden. Bis jetzt wissen sie ja noch nichts davon!“ Demir war einverstanden und so informierte Frank seine Kollegen.

„Wie geht es Geb?“, fragte Caspar nach einer Weile, als er den Kellerraum betrat. Stefan wollte draußen auf den Krankenwagen und den Notarzt warten und ihnen später den Weg zeigen. Da Frank seinen Kollegen genau beschrieben hatte, wo sie sich befanden, war es ein leichtes Spiel. „Geb wird das schon überleben. Ich will jetzt endlich wissen, wo und was mit Konny ist. Die Blutspur, die wir auf dem Flur gefunden haben, kann schon man nicht von Geb sein.

Entweder muss sie von Konny oder Leyla sein. Aber wenn Leyla verletzt wäre, hätte Konny ein Leichtes gehabt, sie zu überwältigen. Also muss er derjenige sein, der verletzt ist. Ich will nur hoffen, dass es nicht so schlimm ist! Ich könnte mir das nicht verzeihen, wenn ihm durch meine Schuld was passiert! Reicht ja schon, dass Geb verletzt und Konny entführt wurde!“, sagte Demir und war mit seinen Nerven schon fast am Ende.

Beruhigend legte Caspar seinem Freund eine Hand auf die Schulter. „Hey beruhig dich, Demir. Dich trifft keine Schuld. Du hättest doch nicht ahnen können, dass Leyla zu so etwas fähig ist!“ „Doch, dass hätte ich. Ich war schließlich längere Zeit mit ihr zusammen und in den Briefen hat sie uns ja auch schon gedroht. Hätte ich vorhin nur auf mein Gefühl gehört und wäre mit Konny gegangen! Dann wäre das nie passiert!“, sagte er weiter.

„Glaubst du wirklich, dass du es hättest verhindern können? Ich glaube es nicht. Es wäre bestimmt genauso abgelaufen und du würdest jetzt an Stelle von Geb verletzt am Boden liegen!“, kam es von Frank und Caspar stimmte ihm zu. „Ja, ihr habt ja Recht!“, murmelte Demir vor sich hin, doch noch immer machte er sich Vorwürfe.

Für kurze Zeit schwiegen die Männer der GSG9, als Stefan mit dem Notarzt und den Sanitätern in den Raum kamen. Einer der Sanitäter löste Demir, der seine Hände immer noch auf Gebs Schusswunde gepresst hatte, ab. Der Deutsch-Türke atmete erleichtert auf. Endlich war Geb in guten Händen. Da die Helfer ein bisschen mehr Platz brauchten, entfernten sich Demir, Caspar und Frank von der Gruppe.

„Sag mal Frank, hast du irgendetwas herausgefunden, als du der Blutspur gefolgt bist?“, wollte Demir von seinem Freund wissen. „Also, die Blutspur führte bis zum Anfang der Straße, doch dann war sie zu Ende. Ich schätze mal, dass da ein Auto stand, indem Konny weggebracht wurde!“, erklärte der Größte in der Einheit 50 und von Demir kam nur ein „Verdammt!“

So langsam konnte Demir nicht mehr und er ließ seinen Gefühlen freien Lauf. Die Tränen, die er bis jetzt noch zurückhalten konnte, liefen ihm nun lautlos über die Wange. Als er die Wand neben sich sah, musste er einfach zu schlagen.

***

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