Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

Die Besessene

von Blinki
Kurzbeschreibung
GeschichteLiebesgeschichte / P18 / MaleSlash
Demir Azlan Konny von Brendorp
11.10.2008
08.06.2009
58
56.084
1
Alle Kapitel
161 Reviews
Dieses Kapitel
3 Reviews
 
11.10.2008 1.372
 
Danke ihr Lieben für euer FB *knuddel*

Hier ist auch schon der nächste Teil.

***

Teil 48:

„Leyla?“, hakte Geb ungläubig nach und drehte sich um. Tatsächlich vor ihm stand Leyla Rodriguez mit einer Waffe in der Hand, die sie jetzt auch auf ihn richtete. „Sag bloß, dass du mich nicht an der Stimme erkannt hast? Geb, ich bin echt enttäuscht von dir. Aber lassen wir das. Du wirst jetzt erst mal deine Waffen, dein Funkgerät und diesen Stöpsel aus deinem Ohr auf den Boden legen, und zwar schön langsam! Falls du auf irgendwelche dummen Gedanken kommen solltest, werde ich sofort schießen!“, sagte Demirs Ex und der Setführer der Einheit 50 kam der Aufforderung nach. Was anderes blieb ihm auch nicht übrig, wenn er sich keine Kugel einfangen wollte.

‚Demir hatte also Recht mit seinem komischen Gefühl. Was mache ich denn jetzt nur? Ich muss die Jungs, vor allem Konny, warnen. Aber wie?‘, überlegte Geb, während er die Sachen auf den Boden legte und gleich danach seine Hände hob. Allerdings fiel ihm im Moment nichts ein und deshalb sprach er erst einmal Leyla an: „Leyla, was soll das hier alles? Warum tust du das?“ „Ich will mir holen, was mir zusteht. Doch vorher muss ich noch diesen Schandfleck beseitigen!“, beantwortete die junge Frau Gebs Frage. ‚Schandfleck? Die bezeichnet Konny als Schandfleck! Die Alte hat sie doch nicht mehr alle!’, dachte Geb total sauer, versuchte aber nach außen hin, total ruhig zu bleiben.  

„Aber warum gerade so? Wieso der falsche Einsatz?“, wollte der 9er von ihr wissen. „Anders bin ich ja nicht an die Ratte dran gekommen, da Demir die ganze Zeit auf ihn aufgepasst hat. So dachte ich mir, dass ich ein Verbrechen vortäusche! Bis jetzt hat es auch alles sehr gut geklappt.“, sagte sie und wollte noch weiterreden, doch Geb unterbrach sie: „Du hast auf unsere Kollegen geschossen und einen von ihnen verletzt!“

„Opfer muss man nun mal bringen, wenn man seine große Liebe zurückhaben will!“, sagte Leyla und der junge Mann konnte nur mit seinem Kopf schütteln: „Glaubst du wirklich, dass Demir durch solch eine Aktion zu dir zurückkommt?“ „Ja, das wird er! Demir liebt mich und nicht diesen Kerl. Der hat Demir doch nur einen Floh ins Ohr gesetzt, dass er schwul ist. Aber wenn mein Schatz wieder bei mir ist, werde ich mich gut um ihn kümmern, damit er von diesem Trip herunterkommt!“, erklärte Leyla grinsend.

„Du bist doch völlig krank. Demir liebt dich nicht. Er liebt Konny und deswegen wird er auch nicht zu dir zurückkommen!“, kam es von Geb, was die Frau sehr wütend machte: „Wie oft soll ich dir das noch sagen? Demir liebt mich und niemanden sonst! Du hast doch gar keine Ahnung von seinen Gefühlen und jetzt halt endlich deine verdammte Klappe! Sonst wirst du mich kennen lernen.“ ‚Ach und du hast mehr Ahnung von seinen Gefühlen, oder wie?‘, dachte Geb, wollte es aber nicht laut aussprechen. Nicht das Leyla ihre Drohung noch wahr machte.

Geb wurde aus seinen Gedanken gerissen, als er Konnys Stimme hörte, die nach ihm rief: „Hey Geb, wo bist du denn? Warum meldest du dich denn nicht über Funk? Ich habe auf meiner Seite alles durchgesucht, aber niemanden gefunden!“ ‚Mist was mache ich denn jetzt? Konny darf auf keinen Fall hierher kommen!‘, dachte Geb weiter und sah zu Leyla, die ein Grinsen im Gesicht hatte. Der Setführer überlegte fieberhaft, was er nur machen könnte, damit Konny nicht zu ihm kam. Doch außer Leyla versuchen zu überwältigen, fiel ihm nichts ein.

Aber dann musste er damit rechnen, dass er sich vielleicht eine Kugel einfangen würde. Würde er dieses Risiko eingehen, um einen Freund zu schützen? Geb konnte diese Frage mit einem ganz klaren Ja beantworten. ‚Ich muss mir jetzt aber nur einen günstigen Moment aussuchen, damit ich zuschlagen kann!‘, überlegte er sich, als ihm Leyla plötzlich befahl: „Du wirst jetzt deinem Kollegen sagen, dass du was gefunden hast und er hierher kommen soll!“ „Nein, dass werde ich ganz bestimmt nicht tun!“, erwiderte Geb.

„Entweder du sagst ihm das jetzt oder du wirst dir eine Kugel einfangen. Der Scheißkerl wird so oder so hierher kommen. Es liegt jetzt nur an dir, ob er ganz normal hierher kommt oder wegen einem Schuss!“, sagte Leyla immer noch total sauer, doch Geb weigerte sich nach Konny zu rufen. Er sah leider auch keine Möglichkeit, Leyla die Waffe zu entreißen und so musste er sich seinem Schicksal beugen. „Gut, du hast es ja nicht anders gewollt!“, sagte sie, zielte auf Gebs Schulter und drückte ab.

Getroffen ging der Setführer zu Boden und hielt sich seine verletzte Schulter. „Geb? Wo bist du?“, hörte er Konny schreien und eilige Schritte auf den Raum zu kommen. „Konny! Nein! Nicht hierher kommen! Verschwinde!“, schrie Geb so laut er konnte. Dafür bekam aber von Leyla eins mit dem Pistolenknauf übergezogen. „Geb, was hast du gesagt?“, hörte er Konny noch sagen, doch dann wurde ihm schwarz vor den Augen.

„Dein Freund meinte, dass du nicht hierher kommen sollst!“, sagte Leyla, als Konny bei ihnen im Raum angekommen war. Konny sah Geb auf den Boden liegen und lief sofort zu ihm herüber. Auf Demirs Ex achtete er nicht richtig, denn sein Freund war in diesem Moment viel wichtiger. Als Konny die Schussverletzung entdeckt hatte, sah er zu Leyla herüber. „Was haben Sie mit ihm gemacht und wer sind Sie überhaupt?“, wollte der blonde 9er wissen und bemerkte erst da, dass er mit einer Waffe bedroht wurde. Genauso wie bei Geb musste Konny seine Sachen auf den Boden legen.

„Geb wollte nicht auf mich hören, da musste ich andere Seiten aufziehen. Aber du solltest dich nicht so sehr um ihn kümmern, sondern eher um dich. Ich bin nämlich Demirs Freundin und ich lasse nicht zu, dass er mit jemanden Anderen zusammen ist. Noch dazu mit einem Kerl. Demir ist nicht schwul. Niemals! Außerdem liebt er nur mich!“, sagte Leyla und fuchtelte mit der Waffe vor Konnys Gesicht herum. „Du bist also Leyla Rodriguez? Demirs Exfreundin. Er …“, begann Konny wurde aber von Leyla auf heftige Art unterbrochen: „Freundin! Nicht Exfreundin! Und damit das auch so bleibt, werden wir beide jetzt einen schönen Ausflug machen! Du Schwuchtel!“

Sie deutete Konny an, dass er gehen sollte, doch er blieb stehen. „Los beweg deinen Arsch. Sonst passiert dir das Gleiche wie deinem Freund!“, befahl Leyla in einem wütenden Ton und zielte mit der Waffe auf Konny. „Los drück schon ab! Dann hast du endlich das Problem beseitigt und hast Demir ganz für dich alleine. Aber ich sage dir gleich, dass er nicht zu dir zurückkommt! Er liebt dich gar nicht, sondern mich!“, sagte Konny genauso wütend. Ihm war es im Moment so was von egal, dass er bedroht wurde.

„Halt endlich deine verdammte Klappe! Ich will das nicht mehr hören! Demir ist nicht schwul! Er liebt mich und damit basta!“, schrie sie Konny an und für einen kurzen Moment zielte sie nicht mit der Waffe auf ihn, was er sofort ausnutzte und sich auf sie stürzte. Eigentlich hatte Konny gedacht, dass es nicht so schwer war, eine Frau zu entwaffnen, doch Leyla Rodriguez stellte sich als sehr harter Brocken heraus. „Lass mich los, du verdammte Schwuchtel!“, schrie sie den blonden 9er an und schuppste ihn mit aller Kraft von sich. Da sie immer noch die Waffe hatte, wollte sich Konny wieder auf sie stürzen, doch dazu kam er nicht mehr, da ein Schuss fiel und auch er getroffen zu Boden ging.

Mit schmerzverzerrtem Gesicht hielt Konny sich seinen rechten Oberschenkel, wo ihn die Kugel gestreift hatte. „Das hast du nun davon. Los aufstehen!“, befahl die junge Frau und Konny gehorchte. Er rappelte sich auf und humpelte los. Leyla folgte und sagte ihm, wo es lang ging. Da sie sich im Keller befanden, war es ein Kinderspiel die alte Lagerhalle zu verlassen. An einem alten Lieferwagen blieben sie stehen. „Los, öffne die Tür und dann steig ein!“, befahl die Entführerin und Konny tat wie ihm geheißen. Gleich danach wurde ihm schwarz vor Augen, denn Leyla hatte ihn niedergeschlagen. Sie schloss die Schiebetür, stieg ein und fuhr los.

Das sie aber von einem älteren Mann beobachtet wurde, bekam sie nicht mit.

***

Wie hat es euch gefallen?
Würde mich freuen, wenn es ein paar mehr FBs geben würde!!
Review schreiben
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast