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Die Besessene

von Blinki
Kurzbeschreibung
GeschichteLiebesgeschichte / P18 / MaleSlash
Demir Azlan Konny von Brendorp
11.10.2008
08.06.2009
58
56.084
1
Alle Kapitel
161 Reviews
Dieses Kapitel
4 Reviews
 
11.10.2008 1.304
 
Es ist wieder Montag und hier kommt auch schon der nächste Teil.

Dazu muss ich sagen, dass meine Lektorin ein bisschen was dazu geschrieben hat und ich wollte das drin lassen. Die Stelle wurde markiert. Ich hoffe, dass es euch gefällt.

Vielen Dank für euer FB und viel Spaß bei dem neuen Teil.

***

Teil 44:

Mit einem lauten, klagenden Aufschrei wachte Demir Aslan auf und versuchte sich sekundenspäter loszureißen, da er merkte, dass er von zwei starken Armen festgehalten wurde. „Ganz ruhig, mein Schatz. Ich bin es, Konny!“, sagte eine vertraute Stimme und Demir hörte sofort auf sich zu wehren. Ungläubig sah er seinen Freund an: „Konny? Du lebst?“ Erst jetzt fiel dem Deutsch-Türken auf, dass er sich in ihrem Bett befand und nicht am Lagezentrum war.

„Es war nur ein Traum!“, sagte er erleichtert und ließ sich ins Kissen zurückfallen. „Schatz, ist alles in Ordnung bei dir?“, fragte Konny besorgt nach und Demir bestätigte dies mit einem Kopfnicken. „Was hast du denn geträumt?“, hakte Konny weiter nach und fügte hinzu: „Ich habe dich schreien gehört und dann hast du immer wieder meinen Namen gerufen!“ „Tut mir leid, dass ich dich dadurch geweckt habe!“, entschuldigte sich Demir bei seinem Freund, doch dieser winkte sofort ab: „Deswegen musst du dich nicht entschuldigen. Jeder hat mal einen Alptraum!“

Konny merkte, dass Demir noch nicht ganz bei der Sache war und wohl immer noch an den Traum denken musste. Deshalb fragte er ihn: „Willst du mir nicht erzählen was du geträumt hast? Danach geht es dir bestimmt besser!“ Demir überlegte, ob er es Konny erzählen sollte. Wenn ja, dann auch alles? Nach kurzer Zeit entschloss er sich dazu. Vor seinem Freund brauchte er keine Geheimnisse zu haben. Er kuschelte sich an Konny und fing an zu erzählen. Dabei machte er immer wieder kleine Pausen, um sich selbst zu beruhigen, was auch kurze Zeit später klappte.

„Jetzt verfolgt dich deine Ex auch schon in deine Träume!“, meinte der Stellvertreter total geschockt, als Demir ihm alles erzählt hatte. Er hätte nie gedacht, dass der Traum so schlimm war. Vor allem schockte ihn das Ende, als sich sein Freund umgebracht hatte. Würde Demir auch im realen Leben soweit gehen, wenn ihm bei einem Einsatz etwas Schlimmes passieren oder er sogar ums Leben kommen würde? Er würde es zu gerne wissen wollen, doch irgendwie fand Konny, dass er Demir sowas noch nicht fragen konnte. Vielleicht später irgendwann mal, aber nicht jetzt.

Er wurde aus seinen Gedanken gerissen, als er Demir sagen hörte: „Ja leider. Aber eins sage ich dir: Ab sofort werde ich dich keine Sekunde mehr aus den Augen lassen. Ich möchte nicht, dass dir so etwas wie in meinem Alptraum passiert!“ „Schatz, es war nur ein Traum!“, versuchte Konny seinen Freund zu beruhigen und strich Demir kurz durch die Haare. „Ja ich weiß. Aber ich weiß auch, dass es schon viele Träume gab, die real geworden sind! Ich will nur hoffen, dass es nicht mit meinem passiert, denn ich möchte dich einfach nicht verlieren!“, erwiderte Demir und sah Konny in die Augen.

„Schatz noch einmal: Es war nur ein Traum! Außerdem hatten wir das Thema schon besprochen oder willst du damit wieder von Neuem anfangen?“, hakte Konny nach und fügte hinzu: „Du weißt ganz genau, dass uns auch so etwas bei unseren Einsätzen passieren kann. Da beschützen wir uns zwar gegenseitig, aber ein Restrisiko ist immer dabei. Wir haben es ja schon öfters erlebt, dass einer von uns Beiden oder auch von den anderen Jungs verletzt wird!“ „Du hast ja recht, aber trotzdem habe ich Angst um dich!“, erklärte Demir und Konny sagte ihm ebenfalls, dass auch er Angst um Demir hatte.

Die beiden Männer der GSG9 schwiegen für kurze Zeit, doch dann schlug Konny vor: „Wenn du willst und es dich auch beruhigt, können wir ja heute die ganze Zeit zu Hause bleiben und es uns auf der Terrasse gemütlich machen. Schönes Wetter haben sie ja wieder angesagt. Geb und vielleicht auch Frank und Caspar können wir es am Montag erzählen und dann abwarten, was die Jungs dazu sagen.“ Demir überlegte kurz und war mit dem Vorschlag seines Freundes einverstanden. Als Bestätigung nickte er mit seinem Kopf.  

(Dies ist ein Stück von meiner Lektorin. Wir wollten es mit reinnehmen. Ich hoffe, dass es euch auch gefällt.)

Doch dann fühlte Demir, dass es mit der einfachen Erklärung nicht zu Ende war. Konny wollte er auf keinen Fall beunruhigen, der gab sich wirklich so viel Mühe mit ihm. Gestern, an seinem Geburtstag hatte er den Tag wirklich nur für ihn gestaltet. Er hatte tags zuvor für ihn geschuftet wie ein Tier, an was er nicht alles gedacht hatte. So drehte er sich leise auf die von Konny abgewandte Seite um ihn ja nicht in seiner bestimmt dringend benötigten Nachtruhe erneut zu stören. Er selbst war lange nicht so ruhig wie er vorgab zu sein. Die Angst war nach wie vor real existent. Er zitterte unterdrückt vor sich hin, ,Nein, Konny wollte er um alles in der Welt nicht verlieren’, so viel Gutes war ihm lange nicht widerfahren wie von Konny, jetzt da sie ein Paar waren. Er musste versuchen seine Angst in vernünftige Bahnen zu lenken. Plötzlich spürte er wie sich Konny langsam von hinten an ihn schob und ihn ganz sachte mit den Armen umfing. Er konnte sich mit seinen Sorgen fallen lassen. Konny war da. Konny hielt ihn.

Konny selbst hatte durchaus gespürt, dass es für Demir mit den paar Worten nicht getan war, auch wenn dieser es nicht sagte. Konnys Gespür für Demirs Stimmungslagen war mit jedem Tag ihrer intensiven Partnerschaft gewachsen. Jetzt war ihm schlagartig klar, dass Demir ihn mehr brauchte als je zuvor. So rutschte er langsam auf Demirs Seite. Er spürte die Aufregung seines Partners, der sein Zittern zu unterdrücken versuchte. Er schlief nicht wie er vorgab, er wollte ihn – Konny- schützen und nicht mehr aufregen. ,Demir wollte doch nicht etwa hier den starken Mann spielen und ihn, Konny nicht weiter mit seinem Alptraum belasten?’ Demirs breiter, starker Rücken zeichnete sich in der Dämmerung des Raumes als weicher Hügel unter der Decke ab. Konny fühlte in seinem tiefen Inneren jetzt die Kälte, welche von Demir ausging.

So schob er einen Arm unter ihm hindurch und langte mit seinem Anderen über Demir hinweg. Dabei zog er die Decke noch ein wenig höher. Mit seinem ganzen Körper schmiegte er sich an die Rückseite seines Partners um ihm Halt und Wärme zu spenden. Nach einigen Minuten spürte er wie Demir sein bedingungslos dargebotenes Geschenk der Nähe dankbar annahm und sich in die Geborgenheit wie ein kleines Kind fallen ließ. Langsam begann Konny wortlos über Demirs Schulter zu streicheln. Ein tiefer Seufzer entwich Demir, der sich ebenso wortlos der unendlichen Liebe die ihm umfing hingab. Wie zwei aneinander gerückte große S lagen sie in Löffelstellung dicht aneinander geschmiegt.

Ganz allmählich begann Demir wieder die Umwelt wahrzunehmen. Er spürte Konnys selbstlose Unterstützung für ihn. Er fühlte Konnys Brustwarzen, die seinen Rücken berührten, das sanfte, beruhigende, schutzspendende Streicheln, die Härchen auf Konnys Arm, welche über die Seinen glitten. Den Körper direkt auf der Rückseite des Seinen. Die Wärme, welche aus Konnys Innerstem seine eigene Kälte aus seinem Körper vertrieb. Ganz ohne große Worte war die Angst gegangen und hatte dem Gefühl von Sicherheit und gutem Aufgehobensein Platz gemacht. Seine Empfindungen gingen jetzt über das bloße Dasein hinaus.

Da war Konnys Körper, passend angeschmiegt an den Seinen. Da war der leise Atemhauch in seinem Nacken, da waren die Beine an der Rückseite seiner Schenkel. Die starken Arme um seinen Körper, welche ihn hielten und sanft liebkosten. Da war die Berührung von Konnys Glied, welches sich nicht an die Regeln hielt, an seiner  Kehrseite. Konny konnte seine steigende Erregung nicht zurückhalten. Plötzlich begann Konny sich zu lösen und gleichzeitig ein wenig von Demir abzurücken.

***
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