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Die Besessene

von Blinki
Kurzbeschreibung
GeschichteLiebesgeschichte / P18 / MaleSlash
Demir Azlan Konny von Brendorp
11.10.2008
08.06.2009
58
56.084
1
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161 Reviews
Dieses Kapitel
2 Reviews
 
11.10.2008 1.317
 
Vielen Dank für euer FB *knuddel*

Weiter gehts!!

***

Teil 40:

„Man, ich sehe richtig scheiße aus!“, meinte Demir, als er sich in dem großen Spiegel über dem Waschbecken betrachtete. ‚Wer hat sich nur dieses Outfit ausgedacht? Da werde ich mich ja richtig lächerlich machen. Aber da muss ich jetzt durch und wie Konny schon meinte, dauert es eh nicht so lange. Zum Glück, denn einen ganzen Tag würde ich damit nicht herumlaufen wollen!‘, dachte er und schaute auf die pinkfarbenen Gummistiefel.

„Da kann ich dir nur zustimmen, mein Schatz!“, hörte er seinen Freund sagen und schaute wieder auf. Vor ihm stand ein grinsender Konstantin von Brendorp, der ihn immer wieder von oben nach unten betrachtete. „Wir sollten Geb gleich mal fragen, wer sich dieses scheußliche Outfit für dich ausgesucht hat!“, schlug Konny vor und Demir war sofort einverstanden: „Ja auf jeden Fall. Vor allem wer auf die Idee kam, dass ich auch einen BH anziehen muss. Der zwickt total und ist auch kein schönes Gefühl. Zum Glück konnte ich meine Boxershorts anbehalten und musste nicht so einen String oder Omaschlüpfer anziehen. Da wäre nicht lange gutgegangen!“

Bei der Vorstellung mussten sich sowohl Konny als auch Demir ein Lachen verkneifen.  „Das wäre bestimmt in die Hose gegangen. Aber du kannst von Glück sagen, dass ich das nicht ausgesucht habe, denn dann wäre es noch viel schlimmer geworden! Du weißt ja, dass Rache bekanntlich süß ist!“, meinte Konny und erinnerte seinen Freund noch mal daran, wer sein Outfit ausgesucht hatte. „Ja ich weiß, dass das gemein war. Aber das Dirndl stand dir sehr gut!“, meinte Demir nur und grinste Konny an, der ihn empört ansah. „Willst du damit jetzt andeuten, dass mir Frauenkleider stehen oder was?“, wollte dieser gleich wissen.

„Hey Schatz, dass war ein Scherz! So als Gag könntest du so was schon tragen, aber ansonsten bevorzuge ich an dir lieber Hosen und Hemden. Und außerdem, wenn ich auf Frauenkleidung stehen würde, wäre ich wohl kaum schwul geworden!“, versuchte Demir seinen Freund wieder zu beruhigen, was auch klappte. „Da hast du aber Glück, dass du noch die Kurve bekommen hast.“, meinte Konny und Demir scherzte gleich weiter: „Aber so ein paar High Heels würden dir bestimmt gut stehen!“ Konny sah ihn entgeistert an und meinte: „Wenn du nicht gleich aufhörst, werde ich mir das noch überlegen, ob ich dir heute Abend mein letztes Geschenk gebe!“ „Ist ja gut. Ich bin schon leise!“, winkte Demir ab und Konny war zu frieden.

Für kurze Zeit schwieg das Paar, doch dann wollte Demir von seinem Freund wissen, ob er ihm nicht ein kleines bisschen was von dem Geschenk verriet. „Nein, dass werde ich nicht tun. Wenn ich dir jetzt schon etwas verraten würde, wäre es doch keine Überraschung mehr, oder?“, lehnte Konny ab. Eigentlich wollte Demir noch was dazu sagen, doch sie hörten Gebs Stimme durch die geschlossene Badezimmertür sagen: „Hey Jungs! Wie sieht es aus? Ist Demir schon umgezogen? Wir müssen langsam los!“ „Wir kommen gleich!“, sagte Konny etwas lauter und von Demir wollte er wissen: „Bist du bereit?“

Der Deutsch-Türke atmete einmal kräftig durch und nickte mit seinem Kopf. Bevor sie zur Tür gingen, sagte er noch etwas bedrückt: „Ich will nur hoffen, dass das Fegen nicht so lange dauert! Der BH bringt mich jetzt schon um!“ „Das schaffst du schon, mein Schatz. Ich bin mir hundertprozentig sicher, dass es nicht so lange dauern wird, bis du freigeküsst wirst. Wer kann dir schon widerstehen? Und vielleicht sind die Anderen ja so nett und erlauben dir, dass du den BH schon früher abmachen kannst!“, versuchte der blonde junge Mann seinen Freund aufzubauen und gab ihm einen Kuss auf den Mund, den Demir nur zu gerne erwiderte.

„Hoffentlich hast du recht!“, meinte das Geburtstagskind, nachdem sie sich voneinander gelöst hatten. „Ansonsten ziehst du es so lange durch, bis du freigeküsst wirst! Das war bei mir nicht anders. Außerdem kann ich mich noch gut daran erinnern, dass du das eine Mädchen aufgehalten hast, als sie mich frei küssen wollte. Vielleicht sollte ich das ja auch machen. Egal ob bei Männlein oder Weiblein!“, sagte Konny und grinste Demir an. „So lange es bei mir auch nur bei Einer oder Einem bleibt, ist mir das eigentlich egal. Aber sag mal, bist du nicht eifersüchtig, wenn mich wer anders geküsst?“, hakte Demir nach. „Wieso sollte ich? Ich weiß doch, dass du nur mich liebst und dieser Kuss nichts zu bedeuten hat!“, kam die Antwort von Konny und damit hatte er ins Schwarze getroffen.

Ihre Unterhaltung wurde unterbrochen, als sie schon wieder Gebs Stimme hörten. Diesmal etwas ungeduldiger: „Mensch Jungs, jetzt kommt endlich! Wir müssen los!“ Das Paar verdrehte genervt die Augen und machte sich auf den Weg zur Tür. „Warum schreit Geb eigentlich so herum? Er hätte doch auch gut reinkommen können und es uns normal sagen können. Die Tür ist schließlich nicht verschlossen!“, meinte Konny und Demir sagte: „Vielleicht hat er doch noch nicht alles von seiner guten Kinderstube verlernt!“

„Man bist du fies!“, hörte Gebhard Schurlau Konny sagen, als die Tür aufging. „Wieso ist Demir fies?“, wollte er gleich wissen und sah seinen Stellvertreter fragend an. Demir konnte er noch nicht entdecken. Er war schon ganz gespannt, wie sein Kumpel in dem Outfit aussah. „Geb, ich habe dir schon mal gesagt, dass du alles essen, aber nicht alles wissen kannst!“, kam es von Demir, den der Setführer jetzt endlich sehen konnte. Sofort fing er an zu lachen. „Man Demir, du siehst richtig scheiße aus!“, kicherte er vor sich hin.

„Das weiß ich selber. Sag mir lieber, wer von euch sich dieses doofe Outfit ausgesucht hat!“, forderte Demir Aslan seinen Kumpel auf. „Größenteils haben die Frauen die Sachen ausgesucht!“, erklärte Geb, während die drei Männer der GSG9 die Treppe nach unten gingen. Konny ging voran, Demir in der Mitte und Geb bildete das Schlusslicht. „Und wer von den Damen ist auf die blöde Idee gekommen, dass ich einen ausgetopften BH tragen muss?“, hakte Demir weiter nach.

Geb räusperte sich und meinte: „Keine von ihnen. Das war meine Idee!“ Abrupt blieb Demir auf der Treppe stehen und Geb musste aufpassen, dass er nicht in ihn hineinlief. „Wie bitte? Na klasse. Echt toll gemacht, Geb! Weißt du eigentlich wie scheußlich so ein Teil ist?“, kam es schlechtgelaunt von Demir und ging, ohne auf die Antwort seines Freundes zu warten, die restlichen Stufen nach unten. Konny war schon auf den Weg Richtung Terrasse und Demir wollte ihm eigentlich folgen, doch Geb hielt ihn am Arm fest.

„Das sollte doch nur ein Scherz sein. Und wenn dir das nicht passt, kannst du den BH ja gleich nach dem Fegen ausziehen oder von mir aus auch jetzt gleich. Aber ich verstehe gerade nicht, warum du deswegen so einen Aufstand machst. Als Konny fegen musste, hast du ihm doch auch gesagt, dass er sich nicht so anstellen soll, als er da im Dirndl stand!“, sagte Geb und sah Demir fragend an.

„Ich würde den BH ja gerne ausziehen. Aber dazu muss ich mich erst mal wieder entkleiden, damit es klappt. Doch dazu haben wir nicht mehr genügend Zeit. Also muss ich da jetzt durch. Außerdem kannst du die beiden Situationen nicht miteinander vergleichen, denn Konny hatte keine Unterwäsche von Frauen an. Aber ich will jetzt nicht länger mit dir darüber diskutieren. Wir sollten so langsam mal auf die Terrasse gehen, damit wir gleich losfahren können!“, meinte der Deutsch-Türke, als ob nichts gewesen wäre.

Gebhard Schurlau war einverstanden und ging zusammen mit Demir Aslan auf die Terrasse. Dort angekommen mussten Maja, Stella und Sophia sofort anfangen zu lachen, als sie Demir so sahen. Lissy wunderte sich, warum sie lachten? Wer war eigentlich die Frau an der Seite von ihrem Papa und wo war Demir abgeblieben? Konny hatte doch gesagt, dass er gleich kommen würde. Deswegen fragte sie auch sofort nach: „Papa, wer ist die Frau an deiner Seite und wo ist Demir?“

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