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Die Besessene

von Blinki
Kurzbeschreibung
GeschichteLiebesgeschichte / P18 / MaleSlash
Demir Azlan Konny von Brendorp
11.10.2008
08.06.2009
58
56.084
1
Alle Kapitel
161 Reviews
Dieses Kapitel
3 Reviews
 
11.10.2008 1.378
 
Vielen Dank ihr Beiden für euer FB *knuddel* Wenigstens bleibt ihr mir treu.

Hier der nächste Teil. Viel Spaß dabei!

***

Teil 39:

„Natürlich im positiven Sinne. Was denkst du denn?“, meinte Gebhard Schurlau und sah Demir Aslan an.  „Na, bei dir weiß man ja nie!“, neckte dieser seinen Kumpel, was Geb nicht auf sich sitzen lassen wollte: „Sonst hätte ich das doch auch nicht gesagt, wenn du dich zum Negativen verändert hättest!“ „Doch Geb ich kenn dich. Das hättest du mir auch noch gesagt. Zwar nicht heute aber irgendwann anders, wenn wir vielleicht alleine sind!“, gab Demir von sich.

Der Setführer wollte noch etwas dazu sagen, doch Frank schaltete sich mit ein: „Jungs, es reicht jetzt! Hört auf euch wie zwei kleine Kinder zu benehmen. Wir sind hier nicht im Kindergarten! Außerdem wollten wir Demirs Geburtstag feiern und uns nicht streiten!“ Die Jungs wussten, dass Frank Recht hatte. Sie hörten auf und entschuldigten sich bei dem jeweils Anderen. „So will ich das sehen!“, grinste Frank vor sich hin und stand auf, da er auf die Toilette musste. Geb, Demir und Caspar sahen ihm noch kurz hinterher, bevor sie sich wieder unterhielten.

Als Frank nach kurzer Zeit zurückkam, war die Besichtigung von Konnys Garten fertig, denn Konny und die Frauen saßen an dem großen Tisch und redeten über die Fußball-EM, die leider schon wieder vorbei war. Zu aller Erst sprachen sie über das großartige Spiel Deutschland gegen Portugal. Frank setzte sich neben Sabine, strich ihr liebevoll über den Rücken und gab auch seinen Senf zu dem Spiel dazu. Eigentlich waren Maja, Petra und Stella nicht so fußballbegeistert, doch zur EM hatte sich das geändert. Sabine war schon vorher der totale Fußballfan. Ab und zu konnte sie Frank sogar dazu überreden, dass er mal mit ins Stadion kam. Egal ob Bundesligaspiel oder von der Nationalmannschaft.

Da Lissy und Sophia sich nicht für Fußball interessierten, fragten sie Konny, ob er irgendwelche Spiele für den Garten hatte. Er bejahte dies und ging mit den beiden Mädchen zu seiner Garage und nach kurzem Überlegen, beschlossen sie Boggia zu spielen. Zuerst spielten die beiden Schwestern noch alleine, doch nach einiger Zeit gesellten sich Caspar und Stella zu ihnen. Der Rest der Mannschaft unterhielt sich immer noch über die EM.

Sie waren so sehr in ihr Gespräch vertieft, dass die drei Frauen und die vier Männer der GSG9 gar nicht merkten, wie schnell die Zeit verging. Geb erschrak, als er nach einer Weile auf seine Uhr sah und feststellte, dass es schon fast vier Uhr war. Um 16:15 Uhr wollten sie sich auf den Weg zum Rathaus machen und Demir sollte sich vorher noch umziehen. Also mussten sie sich beeilen. Geb versuchte die Aufmerksamkeit auf sich zu lenken, doch am Anfang wollte es nicht so recht klappen. Erst als Maja zu ihrem Mann herüber schaute, konnte Geb ihr andeuten, dass sie auf ihre Uhr gucken sollte, was sie auch gleich tat.

Auch sie erschrak und sagte gleich darauf: „Mensch Leute ist das schon spät geworden. Wir sollten uns so langsam mal auf den Weg machen.“ Als Maja dies gesagt hatte, schauten alle Gäste auf ihre Uhren und gaben ihr Recht. „Wo wollt ihr denn hin?“, fragte Demir neugierig nach, als seine Freunde aufgestanden waren. „Wir werden jetzt gleich einen schönen Ausflug machen!“, erklärte Frank und ging zu Demir herüber. „Und du wirst auch mitkommen!“, fügte er noch hinzu. Der Deutsch-Türke wusste erst nicht, was er meinte, doch als auch er auf die Uhr geschaut hatte, wusste er, was los war.

„Oh nein Leute, dass könnt ihr vergessen! Ich werde auf keinen Fall fegen!“, sagte er gleich danach und versuchte zu verschwinden, doch Frank hielt ihn fest. „Mensch Demir, jetzt stell dich doch nicht so an. Es ist nun mal Brauch, dass Mann an seinem 30. Geburtstag fegen muss, wenn er nicht verheiratet ist. Du wirst da auch nicht drum herum kommen!“, erklärte der kräftige Mann und die anderen Gäste und Konny nickten mit ihren Köpfen. Demir wusste, dass er eh keine Chance hatte. Deshalb gab er sich nach kurzer Zeit geschlagen. „Und was habt ihr jetzt mit mir vor?“, hakte er nach. Er wusste ja nur, dass er vor dem Rathaus fegen musste.

„Bevor wir zum Rathaus fahren, müsstest du das hier noch anziehen!“, sagte Geb, der eben an seinem Auto war und überreichte Demir eine Plastiktüte, die dieser nur wiederwillig in Empfang nahm. „Das ist doch nicht euer Ernst?“, wollte Demir wissen, als er sich den Inhalt der Tüte angesehen hatte. „Oh doch, dass ist unser vollster Ernst. Am Besten wäre es, wenn du dich im Badezimmer umziehst. Und bevor du irgendwelche Dummheiten machst, denn bei dir weiß man ja nie, werden Konny und ich als Aufpasser mitkommen!“, erklärte Geb. Demir wollte eigentlich noch was dazu sagen, wurde aber von seinem festen und besten Freund mitgeschleift, so dass er keine Chance hatte.

„Ich bin ja echt mal gespannt wie Demir darin aussieht!“, meinte Frank und auf die anderen waren schon ganz gespannt. „Bestimmt richtig witzig. Wir müssen auf jeden Fall viele Fotos davon machen!“, meinte Stella grinsend. „Ja, dass stimmt. Aber sagt mal Leute: Sollten nicht schon zwei oder drei von uns losfahren und alles vorbereiten? Ich finde es doof, wenn Demir dabei ist und wir fangen erst dann damit an!“, schlug Petra vor, da sie vorher nicht richtig darüber gesprochen hatten, wie sie es machen wollten.

„Petra hat Recht. Ich finde es auch viel besser, wenn vorher schon alles fertig ist. Die Sachen sind ja eh bei uns im Auto und da könnte ich mit den beiden Männern vorfahren und alles vorbereiten. Demirs andere Freunde wollten ja auch zum Rathaus kommen und wenn sie bereits da sind, könnten sie mithelfen!“, sagte Sabine und es waren sofort alle einverstanden. Sabine, Frank und Caspar verabschiedeten sich von den Frauen und den beiden Mädchen, gingen zu Frank Wernitz Auto und fuhren etwas später los.

Währenddessen kämpfte Konny mit einem aufbrausenden Demir Aslan, der sich weigerte die Klamotten anzuziehen: „Konny, ich werde das nicht anziehen. Ich mache mich doch damit total lächerlich!“ Geb, der vor der Tür stand, bekam natürlich alles mit und schüttelte mit seinem Kopf. Er war schon ganz gespannt, ob Konny es schaffen würde, dass Demir die Sachen anzog. Ansonsten mussten sie sich irgendetwas einfallen lassen, denn so viel Zeit zum diskutieren hatten sie nicht mehr.

„Mensch Süßer. Stell dich doch nicht so an. Was ist denn bitteschön so schlimm daran? Erinnerst du dich noch, wie ich aussah, als ich fegen musste? Da ist ja deins noch harmlos dagegen!“, hörte Geb den Stellvertreter sagen und musste dabei schmunzeln, als er sich erinnerte. Auch Demir fing sofort wieder an zu grinsen, als er daran denken musste, wie Konny vor fast einem Jahr aussah.

Es sah einfach zum schießen aus, wie Konstantin von Brendorp in einem Dirndl und mit langen blonden Haaren die Treppenstufen fegen musste. (Anmerkung der Autorin: Schade, dass es kein Bild davon gibt. Aber ich hätte Andreas mal in Braunschweig fragen können, ob er das mal für mich macht. *g*) Konny war es einfach nur peinlich, doch die restlichen 9er und auch ein paar Außenstehende mussten so richtig lachen. Es wurden davon auch viele Fotos gemacht. Demir hatte es sehr viel Spaß gemacht, Konny damit aufzuziehen, doch jetzt machte er es nicht mehr. Schließlich waren sie jetzt ein Paar und dieser Kinderkram musste irgendwann mal aufhören.

„Da kann ich mich jetzt wirklich glücklich schätzen, dass ich nur so etwas anziehen darf!“, meinte Demir immer noch mit einem Grinsen im Gesicht und zog sich um. Konny half ihm dabei. Als sie endlich fertig waren, betrachtete Konny erst einmal seinen Freund von oben nach unten und musste sich ein Lachen verkneifen. Demir Aslan sah in diesem Fummel auf gut Deutsch richtig scheiße aus.

Schon alleine die pinkfarbenen Gummistiefel und die grasgrünen Gummihandschuhe zu dem bunten Kittel waren der letzte Schrei. Aber auch die Perücke mit den langen schwarzen Haaren, die mit einem Kopftuch zusammengebunden wurden, sah sehr lustig aus. Jetzt fehlte nur noch der Besen und dann konnte „Oma“ Demir Aslan aus Kreuzberg anfangen mit dem fegen. (Anmerkung der Autorin: Da habe ich leider auch zu spät dran gedacht. Sonst hätte ich Bülent in Berlin gefragt und die Sachen auch mitgebracht. *g*)

***

Zeit für ein FB? Würde mich tierisch freuen!
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