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Die Besessene

von Blinki
Kurzbeschreibung
GeschichteLiebesgeschichte / P18 / MaleSlash
Demir Azlan Konny von Brendorp
11.10.2008
08.06.2009
58
56.084
1
Alle Kapitel
161 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
11.10.2008 1.108
 
Nur ein FB? Echt schade, aber man kann ja niemanden zwingen.

Hier der nächste Teil!

***

Teil 33:

„Du weißt aber schon, dass man Kinder auch adoptieren kann, oder?“, wollte Geb wissen, als Demir die Haustür geschlossen hatte. Maja war mit ihren beiden Töchtern schon mal zu Konny in das Wohnzimmer gegangen, um ihn zu begrüßen. „Ja das weiß ich auch. Aber ich glaube, dass die Adoption für Schwule sehr schwer sein wird. Wenn ich da an den ganzen Papierkram denke. Aber noch ist es viel zu früh für ein Kind. Zumal ich auch gar nicht weiß, ob Konny überhaupt Kinder haben will!“, erklärte Demir und machte sich mit seinem Kumpel auf den Weg Richtung Wohnzimmer.

„Du kannst ihn ja mal fragen! Und wenn er es nicht möchte, kannst du jederzeit zu uns kommen. Wir haben schließlich bald drei Racker zu Hause. Ich will nur hoffen, dass es endlich mal ein Junge wird! Ich liebe ja meine Mädels, aber ein bisschen männliche Unterstützung im Hause Schurlau wäre schon klasse!“, kam es von Geb und Demir fragte gleich nach: „Wollt ihr es denn schon vorher wissen was es wird oder euch überraschen lassen?“ „Das ist die Frage aller Fragen. Wir sind uns noch nicht einig. Maja möchte es gerne wissen und ich möchte mich überraschen lassen. Ich frag mich sowieso warum sie es wissen will. Bei Sophia und Lissy haben wir uns auch überraschen lassen!“, erklärte Geb.

„Ihr könntet doch einen Kompromiss eingehen. Der Arzt sagt es Maja und sie muss es für sich behalten!“, schlug Demir vor, doch Geb schüttelte nur mit seinem Kopf und erwiderte: „Das bringt doch nichts. Frauen können so eine Nachricht nicht für sich behalten und müssen es jemanden erzählen. Auch wenn Maja es vielleicht nur ihren Freundinnen erzählt, kann es passieren, dass es doch herauskommt. Und weiß ich, ob sie nicht mal mit rosa oder blauen Babysachen nach Hause kommt? Ich werde auf jeden Fall noch mal mit ihr reden. Vielleicht kann ich ihr die Sache ausreden und wir lassen uns doch überraschen!“

„Tja Alter. Hättest du gut vorgesorgt, würdest du dir jetzt nicht solche Gedanken machen müssen!“, sagte Demir neunmalklug und sah Geb grinsend an. Dieser verdrehte nur genervt seine Augen. Er hasste das, wenn sein Kumpel alles besser wusste. Demir konnte von Glück sagen, dass er mit einem Mann zusammen war und dieser nicht schwanger werden konnte. „Jaja!“, sagte er knapp und betrat das Wohnzimmer, um Konny zu begrüßen.

„Das ist ja schön. Ich freu mich für euch. In welchem Monat bist du denn?“, hörte er Konny sagen und ging auf seine Frau und seinen Stellvertreter zu. „Sie ist im 4. Monat.“, antwortete er für Maja und begrüßte seinen Freund. In der Zwischenzeit holte Demir eine passende Vase für den Blumenstrauß, stellte ihn neben die Rosen und legte die Geschenke auf den Tisch. Danach ging er zu seinem Schatz und dem Ehepaar Schurlau.

Konny gratulierte den werdenden Eltern und meinte: „Wenn es soweit ist und ihr Hilfe braucht, meldet euch einfach bei uns. Wir werden jederzeit für euch da sein. Außerdem möchte ich mal so ein kleines Würmchen in meinen Armen halten. Das habe ich noch nie gemacht. Es wird bestimmt ein unbeschreibliches Gefühl sein. Echt schade, dass wir keine Kinder bekommen können. So eine kleine Familie wäre schon echt was Tolles!“

Demir konnte nicht glauben, was Konny da sagte. Er wollte also auch eine Familie haben. Der Deutsch-Türke lächelte vor sich hin, als er sich vorstellte, wie er mit Konny und ihrer  Tochter oder ihrem Sohn in dem großen Garten spielen würden. Das würde bestimmt ein wunderschönes Bild abgeben. Demir hoffte, dass es auch irgendwann mal so weit kommen würde. Nicht, dass ihnen das Jugendamt noch ein Strich durch die Rechnung machen würde, weil sie schwule Männer waren. Er nahm sich vor, schon bald mit Konny darüber zu reden. Wenn sein Freund einverstanden war, könnten sie sich beim Jugendamt erkundigen, wie es mit der Adoption ablaufen würde und ob sie überhaupt Chancen auf ein Kind hatten.

Demir wurde aus seinen Gedanken gerissen, als er Geb sagen hörte: „Wenn ihr euch wirklich sicher seid, könnt ihr immer noch ein Kind adoptieren!“ ‚Du Schlauberger, wäre ich nie draufgekommen! Außerdem haben wir da eben schon drüber gesprochen.‘, dachte Demir und wollte was dazu sagen, als Lissy plötzlich vor ihm stand und sich einmischte: „Onkel Demir. Jetzt mach doch endlich mal mein Geschenk auf. Ich will wissen was du dazu sagst!“ Sie hielt ihm das Geschenk wieder hin, welches er eben auf den Tisch gelegt hatte.

Das Geburtstagskind wusste, dass das kleine Mädchen erst Ruhe geben würde, wenn er ihrer Aufforderung nachgegangen war. Er nahm ihr das Geschenk aus der Hand und meinte zu ihr: „Okay du kleine Nervensäge. Lass uns aufs Sofa setzen, damit ich dein Geschenk auspacken kann!“ Lissy war sofort damit einverstanden. Sie nahm seine Hand und wollte ihn zum Sofa ziehen, als es erneut an der Tür klingelte. „Sorry Kleine. Ich bin gleich wieder zurück!“ sagte Demir, ließ Lissys Hand los, gab ihr das Geschenk zurück und verschwand aus dem Wohnzimmer.

„Man das ist so gemein. Warum muss Demir denn schon wieder an die Haustür gehen? Das ist doch Konnys Haus, dann kann er auch gehen. Demir soll jetzt wieder herkommen und endlich mein Geschenk auspacken. Ich will wissen, wie er es findet!“, maulte Lissy vor sich hin und zog eine beleidigte Schnute. Maja ging zu ihrer Tochter herüber und kniete sich so gut es mit ihrem Bauch ging zu ihr nach unten.

„Lissy, hör auf zu nörgeln. Auch wenn es vielleicht Konnys Haus ist, kann auch Demir an die Tür gehen. Er wird schon noch dein Geschenk auspacken. Außerdem weißt du doch, dass es so üblich ist, dass das Geburtstagskind die Tür aufmacht und die Gäste empfängt. War bei deinem Geburtstag nicht anders und ich erinnere dich noch mal daran, dass du immer einen Aufstand gemacht hast, wenn Sophia, Papa oder ich die Tür geöffnet haben!“, erklärte Maja und Lissy war immer noch eingeschnappt.

„Ja das weiß ich. Trotzdem will ich, dass er es jetzt auspackt!“, maulte das kleine Mädchen weiter herum. „Das wird er bestimmt gleich machen, wenn er wieder ins Wohnzimmer zurückkommt. Ich kann mir denken, dass Demir auch einige Geschenke von den anderen Gästen dabei hat. Vielleicht kannst du ihm ja beim Auspacken helfen, während er dein Geschenk öffnet!“, schlug Maja vor, denn sie wusste, dass ihre Tochter das Auspacken von Geschenken liebte. Lissy überlegte kurz und strahlte ihre Mutter an. Das war eine sehr gute Idee, was sie ihr auch gleich mitteilte. Jetzt hoffte sie, dass Demir auch schnell wieder kam.

***
Würde mich freuen, wenn sich auch mal ein paar mehr Leute melden.
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