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Die Besessene

von Blinki
Kurzbeschreibung
GeschichteLiebesgeschichte / P18 / MaleSlash
Demir Azlan Konny von Brendorp
11.10.2008
08.06.2009
58
56.084
1
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Dieses Kapitel
2 Reviews
 
11.10.2008 948
 
Danke für das liebe FB. *knuddel*

Hier der nächste Teil.

***

Teil 23:

Als Konny den Brief gelesen hatte, musste er sich erst einmal auf den nächstgelegenen Stuhl setzen. Den Brief behielt er dabei immer noch in der Hand. Er konnte es einfach nicht glauben, was dort drin stand und musste ihn gleich noch einmal lesen. Der blonde 9er hoffte, dass er sich vielleicht nur verlesen hatte oder es ein ganz schlechter Scherz war, doch dem war leider nicht so. Wieso sollte auch eine Frau solche Zeilen schreiben, wenn es nicht der Wahrheit entsprach?
     
Er ließ den Brief geschockt auf den Tisch fallen und schlug seine Hände vors Gesicht. ‚Das darf doch alles nicht wahr sein. Demir betrügt mich mit einer Tussi. Warum tut er mir das an und warum ausgerechnet eine Frau? Wieso kein Mann? Ich dachte, dass er schwul ist. Gebe ich ihm etwas nicht genug Liebe, so dass er sich Abhilfe bei einer Frau verschaffen muss? Aber wieso hat er sich dann nicht schon längst von mir getrennt?‘, fragte sich Konny und überlegte, ob er in ihrer Beziehung irgendetwas falsch gemacht hatte, was der Grund für Demirs Seitensprung war. Doch ihm fiel im Moment nichts ein.

Konny merkte, dass er wütend aber auch gleichzeitig sehr enttäuscht war. Wie sollte das nur mit ihm und Demir weitergehen? Als der junge Mann die Stimme von seinem Freund hörte, fasste er einen Entschluss: „Ich werde Demir damit jetzt konfrontieren und er soll mir ins Gesicht sagen, was an der Sache wirklich wahr ist! Sollte es alles wahr sein, dann sind wir die längste Zeit ein Paar gewesen!“ Er ging zum Badezimmer und wollte eigentlich gleich hineinstürmen, als die Tür schon von Demir geöffnet wurde.

„Konny warum antwortest du denn nicht, wenn ich dich rufe?“, wollte der Deutsch-Türke von ihm wissen und sah ihn fragend an. Demir bemerkte sofort, dass mit seinem Freund irgendetwas nicht stimmte und hakte deshalb besorgt nach: „Alles in Ordnung, Schatz?“ Als er den blonden 9er anfassen wollte, wich dieser zurück. „Fass mich nicht an und hör auf mich Schatz zu nennen!“, fauchte Konny in einem wütenden Ton und Demir fragte sich, was das gerade sollte. Warum verhielt sich Konstantin von Brendorp gerade so komisch? „Was ist denn los mit dir?“, fragte er vorsichtig nach.

Der Stellvertreter ging gar nicht darauf ein, sondern redete sich jetzt in Rage: „Du bist so ein verdammtes Arschloch. Wie konntest du mir nur so was an tun? Ich hatte wirklich gedacht, dass dir was an mir liegt und du mich liebst. Aber du bist genauso wie die anderen Leute. Ich liebe dich und du spielst nur mit mir. Ich bin echt enttäuscht von dir!“ Demir verstand nicht was Konny damit meinte und wollte gleich nachfragen, als ihm der Brief von Leyla in Konnys Händen auffiel. ‚Er hat ihn also gelesen und denkt, dass ich was mit Leyla hinter seinem Rücken habe!‘, dachte Demir und überlegte sich, wie er es seinem Freund beibringen konnte, damit dieser nicht noch mehr ausrastete.

„Konny, ich kann dir das erklären!“, fing er an, wurde aber sofort von seinem Freund unterbrochen. „Was gibt es denn da noch zu erklären? Gib doch gleich zu, dass du hinter meinem Rücken mit einer Frau schläfst! Warum musste es ausgerechnet eine Frau sein? Reicht ja schon, dass du mich betrügst, aber noch mit einer Frau. Du bist echt das aller Letzte!“, jetzt brüllte der maßlos verletzte Konny schon fast. Die Tränen konnte er nur schwer zurückhalten, so sehr war er von Demir enttäuscht. „So ist es aber nicht!“, versuchte Demir einen erneuten Anlauf, wurde aber wieder von dem blonden jungen Mann unterbrochen: „Wie denn dann? Erklär es mir endlich!“

„Das würde ich ja gerne, aber du unterbrichst mich andauern!“, sagte Demir diesmal auch schon lauter. „Ach jetzt bin ich auch noch Schuld? Weißt du was, das wird mir hier alles zu blöd. Schieb dir deine Erklärung doch sonst wo hin. Ich werde jetzt gehen und ich will dich nie mehr wiedersehen! Geh doch zu deiner blöden Tussi!“, sagte Konny in einem immer noch wütenden Ton, drehte sich um und wollte Richtung Wohnungstür gehen. Doch er kam nicht weit, da er von Demir festgehalten wurde. Er versuchte sich loszureißen, schaffte es aber nicht.

„Was soll das? Erst willst du wissen was los ist und jetzt willst du einfach weglaufen? Nein mein Lieber, du bleibst schön hier, bis ich dir alles erklärt habe! Danach kannst du immer noch entscheiden, ob du gehen und mich nicht mehr wiedersehen willst. Aber ich hoffe, dass das nicht passieren wird, da ich dich liebe. Ich sage dir schon mal so viel, dass die Frau  uns Beide auseinander bringen will. Aber um das alles zu erklären, wäre es besser wenn wir uns ins Wohnzimmer setzen!“, sagte Demir, ließ seinen Freund los und ging schon mal ins Wohnzimmer. Konny wollte ihm erst nicht folgen, tat es dann aber doch, denn er wollte endlich Gewissheit haben. Dabei fragte er sich, wieso diese Leyla Demir und ihn auseinander bringen wollte?

Im Wohnzimmer angekommen, setzte sich Konny neben Demir und sah ihn an. Er wollte etwas fragen, doch der Deutsch-Türke legte ihm ein Finger auf die Lippen und schüttelte mit dem Kopf. „Halt die Klappe. Jetzt rede ich! Und wehe zu unterbrichst mich!“, sagte Demir in einem scharfen Ton, wobei es Konny eiskalt den Rücken herunterlief. Er nickte nur mit seinem Kopf und Demir nahm seinen Finger von seinen Lippen. „Sehr schön!“, kam es zufrieden von dem dunkelhaarigen 9er und atmete noch einmal kräftig durch, damit er anfangen konnte. Konny sah ihn an und war schon ganz gespannt, was jetzt an der Sache wahr war und was nicht.

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