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Schach Matt!

SongficAllgemein / P6
10.10.2008
10.10.2008
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Hallöchen liebe Leser/innen!!!^^

Mal wieder eine kleine Songfic von mir! Wurde ja auch mal wieder Zeit ...
Ich hoffe, dass es euch gefällt! Das Lied ist von Roland Kaiser und heißt „Schach Matt“. Ich fand es für diese Story ganz passend.
http://de.youtube.com/watch?v=d-2tjFRvCLE ... der Link für diejenigen, die zum Lesen den richtigen Stimmungsmacher brauchen! *g*

Alle Rechte an dieser Story gehören mir. Die Frage, die Janine Huber (ebenfalls meine!) stellt, hab ich mir selbst ausgedacht und die Antwort wurde von mir persönlich recherchiert! (Wikipedia sei Dank!^^)
Ralf Schmitz – eine Hauptperson – gehört mir (leider!!!) nicht.^^ Ich konnte ihn auch leider nicht fragen, ob er etwas gegen diese Geschichte hat ... daher tut es mir leid! Wenn er wirklich Einwände haben sollte, dann soll er sich bitte bei mir persönlich melden (*g*)!
Die Nebencharas sind auch nicht mir, sondern alle echt. Beschwerden an mich richten!^^

So, nun wünsche ich viel Spaß! Denkt an die Reviews!

EDIT: Die Geschichte wurde gesperrt - also musste ich den meisten Text vom Lied löschen ... Regeln sind eben Regeln *seufz*
Ich hoffe, ihr lest sie trotzdem ... ;-P



Schach Matt!



Er konnte es nicht glauben! Er, der seit Jahren keine wirklich ernstzunehmende Beziehung gehabt hatte und es auch nie darauf anlegte ... er hatte sich verliebt. Eigentlich hatte er schon vor Jahren kapituliert. Nie dachte er, dass die richtige Frau kommen würde. Er hatte die Hoffnung längst aufgegeben.
Doch nun stand sie auf einmal vor ihm! Besser gesagt, sie saß. Nicht vor ihm, sondern neben ihm. Und sie unterhielt sich angeregt mit Michael Kessler! Ein ungewohntes Gefühl stieg in ihm auf. Es war Eifersucht. Schwach nur, doch sie war präsent.
Um sich abzulenken, fing er ein Gespräch mit Bernhard an, dem er allerdings nur unter Aufbietung all seiner Willenskraft und Konzentration wirklich folgen konnte. Er war froh, dass die Aufzeichnung einer neuen Folge von „Genial Daneben“ endlich anfing! Hugo stellte wie gewohnt unter Applaus die Gäste vor und setzte sich auf seinen Chefsessel.

„Herzlich Willkommen, liebe Zuschauer und Zuschauerinnen vor den Fernsehern. Auch an unser Publikum ein herzliches Willkommen. Na ja, und ihr seid eben da. Kann man nichts machen.“, wandte er sich unter Lachen an seine prominenten Gäste.
„Wir können auch wieder gehen.“, erwiderte Bernhard und verkniff sich ein breites Grinsen.
„Ach, lass den alten Mann doch reden! Bei seinem Alzheimer hat er wahrscheinlich nur wieder vergessen, dass er sich über unsere Anwesenheit freut.“, meinte Hella.
„Wahrscheinlich ... Heute haben wir einen neuen Gast. Es könnte durchaus sein, dass Sie, liebe Zuschauer, unser neustes Mitglied noch nicht kennen -“
„Was aber schade wäre!“, wandte Michael ein.
„Stimmt! Es wäre wirklich schade. Aber wenn Sie sie noch nicht kennen, dann kennen Sie sie spätestens jetzt! Sophie, ich freue mich, Sie hier begrüßen zu dürfen!“
„Danke, Herr Balder! Ich freue mich, dass man mich reingelassen hat.“, antwortete die junge Frau ernst.
Ralf konnte sich ein lautes Prusten nicht verkneifen. „Tut mir leid! Mir ist nur grade in den Sinn gekommen, dass, wenn sie den Herr Balder hier reinlassen, du dann keine Schwierigkeiten haben dürftest.“

Hella lachte laut los. „Genau! Wenn der alte Mann hier rein kommt, dann ist das für dich kein Problem!“ Sie schlug sich eine Hand vor den Mund, um ihr Lachen zu ersticken.
„Spaßig. Also, für alle, die Sophie noch nicht kennen: sie ist eine erfolgreiche Jungautorin und hat vor kurzem ihr erstes Buch rausgebracht. Es heißt „Im Schatten der Menschheit“ und ist ein absoluter Bestseller. Ich habe es selber schon gelesen und bin wirklich begeistert davon.“
„Wird es eigentlich eine Fortsetzung geben?“, fragte Hoecker interessiert.
„Die ist in Arbeit, ja.“
„Oh, das ist toll!“, freute sich Ralf.
„Bin ich eigentlich der einzige, der das Buch nicht gelesen hat?“, fragte Michael irritiert.
„Sieht so aus.“, antwortete Hella.
„Und was machen Sie so, wenn Sie mal keine Bücher schreiben?“
„Tja, Herr Balder, das ist schnell erklärt. Ich studiere in Köln Chemie und wenn ich mal nicht in der Uni oder vorm PC bin, dann suche ich eine Wohnung.“
„Sie haben keine Wohnung? Wo leben Sie denn dann?“
„Bei meiner Großtante und meinem Großonkel in Köln. Ist wirklich toll dort, aber ich hätte doch schon gerne was eigenes.“
„Bei mir im Haus ist eine Wohnung frei geworden.“, überlegte Ralf stirnrunzelnd. „Ich kann dir die Nummer vom Vermieter geben.“
„Oh ja, das wär genial!“, freute sich Sophie.

Schach Matt - durch die Dame im Spiel
Schach Matt - weil sie mir so gefiel
Schach Matt - denn sie spielte sehr klug
Schach Matt - packte mich Zug um Zug


„Apropos genial. Hier kommt die erste Frage von Janine Huber aus – na, wo?“
„Frankfurt!“
„München!“
„Berlin!“
„Dresden!“
„Bad Gottleuba!“
„Was? Woher?“, fragte Hugo mit verwirrtem Blick auf Sophie.
„Bad Gottleuba.“, wiederholte diese.
„Wo ist denn das?“
„Ach, Höckerchen, das weißt du nicht?“, stichelte Hella.
„Aber du!“
„Das ist ein Kaff in Sachsen, circa eine halbe Stunde Autofahrt von Dresden entfernt, in der Nähe der tschechischen Grenze.“
„Aha. Und wie kommen Sie darauf?“
„Ich hab da mal gewohnt.“
„Ach so! Nein, aus Bad Gottleuba kommt Janine Huber nicht. Sie kommt aus Ulm.“
„Wusste ich’s doch!“, meinte Ralf.
„Janine hat eine sehr schöne Frage an euch.“
„...“
„Sie müssen uns die Frage schon stellen, Herr Balder.“, sprach Bernhard laut, deutlich und langsam. Er erntete einige Lacher dafür.

„Janine Huber möchte folgendes wissen: Was ist die sogenannte Klinkerbauweise?“
„Was?“, fragte Michael vollkommen irritiert nach.
„Klinkerbauweise ... was ist das?“, wiederholte Hugo.
„Das ist doch ganz einfach!“, fing Ralf an und lehnte sich in seinem Stuhl zurück. „Die Klinkerbauweise ist ein bestimmter Plan, nach dem Türklinken hergestellt werden. So! Gelöst! Wir bekommen die 500 Euro!“
„Hat er Recht?“, fragte Hugo nach.
„Ja!“, beharrte Ralf gespielt beleidigt.
„Nein.“, antwortete Bernhard überzeugt.
„Stimmt! Ist Blödsinn.“
„Ich fand’s gut.“, schmunzelte Sophie.
„Danke, wenigstens eine, die zu mir hält.“
„Aber den Ansatz fand ich nicht so schlecht.“, wandte Hella ein. „Hat es denn etwas mit Türklinken zu tun?“
„Nein.“
„Vielleicht im weitesten Sinne?“, hakte Ralf nach.
„Nicht mal im ganz weitesten Sinne.“
„Schade.“
„Klinkerbauweise ... Leute, denkt mal nach. Was könnte es sein?“
„Ah! Ich weiß es!“, meldete sich Bernhard begeistert zu Wort. „Und zwar: 1885 ...“
Allgemeines Aufstöhnen war von den Prominenten zu hören. „Bitte nicht.“, seufzte Ralf resignierend.
„... da lief ein gewisser Herr von und zu Klinker ...“
„Wie hieß der mit Vornamen?“, fragte Hugo dazwischen.
„Äääähm ... Eduard! Also ... Eduard Klinker lief 1885 durch einen Wald!“
„Und was hat es ihm gebracht?“, fragte Michael nach.
„Keine Ahnung, ich hab den Anfang gemacht! Ihr müsst das nun zuende führen!“
Sophie grinste über beide Ohren und beobachtete zurückgelehnt das Raten ihrer Kollegen.

„Sophie, Sie gucken so wissend.“, stellte Hugo dann fest.
„Tja, das kommt daher, dass ich mir ziemlich sicher bin, die Antwort zu wissen. Die korrekte Antwort!“
„Dann spuck es aus!“
„Mensch Micha! Du darfst Frauen doch nicht hetzen!“, wandte Ralf tadelnd ein.
„Danke Ralf. Also, die Klinkerbauweise ist ein Begriff aus der Schiffstechnik.“
Kurz schaute Herr Balder leicht verwirrt. Dann sah er auf seinen Zettel. „Stimmt.“
„Ne!“, rief Michael aus.
„Sag ich doch!“, meinte Sophie gelassen. „Es geht um die Beplankung eines Schiffes. Bei der Klinkerbauweise werden die Planken nämlich so ... eingebaut, sag ich jetzt mal, dass sie sich überlappen.“
„Richtige Antwort!“, kam es von Hugo zurück.
„Gibt’s nicht!“ Ralf schaute Sophie total baff an, lächelte dann aber breit und umarmte sie, während sich der Applaus des Publikums langsam legte. „Da sehen Sie mal, Herr Balder! Es gibt auch noch intelligente junge Menschen. Ha!“
„Das habe ich nie bezweifelt! ... Zur Antwort: Es handelt sich bei der Klinkenbauweise tatsächlich um einen Begriff aus der Schifffahrt. Dabei werden die Planken nicht Kante an Kante, sondern überlappend angebracht. Jeweils die obere Planke überlappt die untere Planke. Das erhöht die Wendigkeit eines Schiffes und wurde schon von den Wikingern angewandt. Richtige Antwort von Sophie! Janine Huber, es tut mir leid, aber das war mal wirklich eine präzise Antwort.“
„Eine Frage, bevor Sie weiter machen, Herr Balder.“, fing Ralf an und wandte sich Sophie zu. „Woher wusstest du das?“

Die junge Frau lachte kurz auf. „Ich hab vor zwei oder drei Jahren mal eine Geschichte geschrieben, für die ich mich vorher über Schiffe informieren musste. Da hab ich das aufgeschnappt ...“
Es ging weiter. Fragen wurden gestellt, richtige und falsche Antworten gegeben, Geld verteilt und viel gelacht. Die ganze Zeit über verstanden sich Ralf und Sophie immer besser. Man merkte richtig, dass sie auf ein und derselben Wellenlänge waren.
Als die Show dann vorbei war, saßen die Promis noch eine Weile zusammen und aßen zu Abend.
„Hm! Der Catering hier ist aber echt toll!“, meinte Ralf und nahm sich noch einige Kartoffeln nach.
„Hast du schon das letzte Mal festgestellt, Ralf.“, erwiderte Hella schmunzelnd und sah interessiert zwischen Sophie und Ralf hin und her. Die beiden scherzten immer noch und schienen sich super zu verstehen. Nicht nur Hella war das aufgefallen!

Schach Matt - durch die Dame im Spiel
Schach Matt - weil sie mir so gefiel
Schach Matt - denn sie spielte sehr klug
Schach Matt - packte mich Zug um Zug


Bevor Sophie in ihr kleines Auto stieg, wurde sie von einer Stimme aufgehalten, die sie zurückrief. Sie drehte sich um und sah Ralf auf sie zueilen.
„Hier, du wolltest doch die Nummer von meinem Vermieter.“ Er schob ihr einen Zettel zu, auf dem Name, Adresse und Telefonnummer notiert waren.
„Danke!“ Sophie strahlte ihr Gegenüber an und ließ den Zettel in ihre Handtasche gleiten. Dann standen sie sich verlegen gegenüber.
„Du hast dich heute Abend wirklich gut geschlagen. Normalerweise sind diejenigen, die das erste Mal im Fernsehen sind, unglaublich nervös.“

Sie lachte laut auf. „Oh, du glaubst nicht, wie nervös ich war! Ich bin in den ersten Minuten beinahe gestorben! Zum Glück haben mich die ganzen Scherze aber schnell von den Kameras abgelenkt. Normalerweise stehe ich nicht so gerne im Rampenlicht.“
„Hat man nicht gemerkt. Du hast dich wie ein alter Profi verhalten.“ Er lächelte sie schüchtern an und konnte sich nicht erklären, warum er plötzlich so zurückhaltend war. Eigentlich war er auch privat so aufgedreht, witzig und redegewandt, wie er es auf der Bühne zeigte. Doch nun fehlten ihm bei Sophies Anblick einfach die Worte. Ein Kloß bildete sich in seinem Hals.
Sophie erging es nicht viel anders. Üblicherweise hatte sie immer einen Spruch parat, der ihr aus peinlichen Situationen raushalf, doch Ralfs Anblick, wie er da so unsicher vor ihr stand, verschlug ihr einfach die Sprache. Schließlich fasste sie sich jedoch ein Herz.

Schach Matt - durch die Dame im Spiel
Schach Matt - weil sie mir so gefiel
Schach Matt - denn sie spielte sehr klug
Schach Matt - packte mich Zug um Zug


Sie ließ ihre rechte Hand leicht über seine Wange gleiten. Er schaute sie aus großen Augen an und wagte es kaum zu atmen. Dann überwand Sophie sich und drückte ihm ihre Lippen vorsichtig auf seine. Im ersten Moment tat Ralf nichts. Zu überwältigt war er von der Situation. Sophie wollte sich gerade verlegen zurückziehen, als plötzlich Leben in Ralf kam. Seine rechte hand wanderte in ihren Nacken und zogen sie an sich. Seine Linke legte sich in ihren Rücken. Sophies Arme schlangen sich um seinen Hals und sie versanken in einen alles verschlingenden Kuss.
Den letzten klaren Gedanken, den Ralf noch fassen konnte, war, dass es noch keine Frau geschafft hatte, ihn innerhalb weniger Sekunden vollkommen um den Finger zu wickeln. Es gefiel ihm ...

sie siegt - dachte ich mir
sie spürt - dass ich verlier'
die Frau - bringt mich um den Verstand





Happy End!

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