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The Alien Within: OF DUSK AND DAWN (II/II)

GeschichteAbenteuer / P16
He-Man Man-At-Arms Orko Skeletor Teela Zoar
05.10.2008
05.10.2008
13
23.625
2
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05.10.2008 1.918
 
Erster Teil dieser Serie

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Serie: He-Man & She-Ra: The Alien Within
Titel: OF DUSK AND DAWN (II/II)
Titelbild
Autor: Storm{X}Padmé
Disclaimer: Alle originalen Charaktere und Elemente gehören Filmation, den Rechteinhabern und allen, die dafür bezahlen. Ich geb sie ja wieder zurück, ich leih sie mir doch nur... Ich tu ihnen auch nicht weh… Jedenfalls nicht sehr *G*.
Universum: 80er-Cartoons, He-Man und She-Ra-Crossover
Zeitlinie: am Ende der Serie ‚She-Ra – Princess Of Power‘
Zensur: P-16 (Gewalt)
Zusammenfassung: Eternias und Etherias Krieger kämpfen immer öfter gemeinsam, um besser gegen ihre Feinde vorgehen zu können. Währenddessen wächst in der Fright Zone eine unsichtbare Bedrohung heran…
formale Bemerkungen:
- kursive Sätze = Erinnerungen, Träume oder zur Betonung
- Sätze in ‚ ‚-Zeichen = eigene Gedanken, Telepathie oder indirekte Rede
Feedback: Ist nicht nur erwünscht sondern wird auch geknuddelt, abgeschmust, gestreichelt und George genannt :D







He-Man & She-Ra: The Alien Within
OF DUSK AND DAWN
(II/II)




1



So unterschiedlich die Planeten Eternia und Etheria auch waren, so viele Lichtjahre auch zwischen ihnen liegen mochten, eines hatten sie gemeinsam: Dieselben Sterne, die unvergessliche Nächte bereiten konnte, wenn der Himmel klar und das Gemüt offen war.

So auch heute. Königin Marlena von Eternia setzte sich am frühen Abend in den Garten ihres Palasts, wie so oft, schaffte es jedoch nicht wie sonst, sich zu entspannen. Obwohl es schon zwei Wochen zurück lag, war sie immer noch tief aufgewühlt von den Erlebnissen bei ihrem Besuch auf Etheria. Die Sterne brachten unangenehme Erinnerungen zurück. Seufzend lehnte sie sich auf ihrer üblichen Bank zurück, verschränkte die Arme hinter dem Kopf, als sie plötzlich ein leises Geräusch über ihr wahrnahm. Das Knacken eines Zweiges. Eigentlich nichts Ungewöhnliches… Aber im Privatgarten der Königsfamilie eventuell ein Alarmsignal. Vielleicht einer von Skeletors Leuten… Sofort wanderte ihre Hand zu dem Blaster, den sie – versteckt unter ihrem Kleid – immer am Bein trug. So unauffällig wie möglich sah sie zur Krone der großen Baums hinter ihr hinauf. „Captain?“

Teela erschrak so sehr, dass sie fast von ihrem Ast gefallen wäre. „Eure Hoheit! Bitte verzeiht, ich war mir nicht bewusst, dass Ihr auch hier seid...“ Sie kletterte aus ihrem Wipfelnest herunter.

„Das habe ich gemerkt. Hast du dich verlaufen?“ Marlena hatte nichts gegen Besucher, aber in ihrem Privatgarten erwartete sie eigentlich, ihre Ruhe zu haben.

„Nein, ich…“ Teela errötete heftig. „Bitte entschuldigt die Störung.“

Trotz des schwachen Lichts sah Marlena, wie blass die junge Frau war. Ihr wurde klar, dass sie Probleme hatte. „Möchtest du über etwas mit mir reden? Bist du vielleicht deswegen hier?“

Teela zögerte mit der Antwort. „Ich glaube nicht, dass mir das zusteht…“

„Sei nicht albern.“ Marlena lächelte aufmunternd. „Außerdem...“ Sie legte ihr Diadem ab. „Keine Rangabzeichen- keine Hierarchie. Setz dich. Ich spüre, dass dich etwas bedrückt. Du bist seit Tagen niedergeschlagen.“

Teela starrte verlegen auf ihre Hände, versuchte, etwas zu sagen, brachte aber kein Wort heraus. Sie schätzte Königin Marlena sehr, sie war auch so etwas wie eine Freundin... Aber ein richtig persönliches Gespräch hatten sie nie geführt. Und doch war sie im Moment die einzige Person, mit der sie über ihre Sorgen sprechen mochte. Nur der Anfang fiel ihr schwer.

Marlena spürte das. „Ist es wegen Adam? Hast du Zweifel an eurer Beziehung?“

„Nein...“ Das kam eine Spur zu langsam und zu unsicher.

Marlena hob auffordernd eine Augenbraue. „Wenn du Angst hast, dass ich ihm etwas verraten könnte, da kann ich dich beruhigen. Mein Sohn redet grundsätzlich mehr mit Duncan und der Zauberin als mit mir.“

„Nein, das ist es nicht...“ Teela schlug die Augen nieder. „Ich habe in letzter Zeit viel über Adora nachgedacht.“

Marlena kam nicht umhin, die Augen zu verdrehen. Dass Teela und die Kronprinzessin bei ihrer ersten Begegnung – aus allen anderen unerfindlichen Gründen – nicht gut miteinander ausgekommen waren, war bekannt. „Geht das schon wieder los? Ihr zwei habt euch doch in den letzten Wochen zusammengerauft, oder?“

„Ziemlich“, bestätigte Teela. „Aber als sie und Sea Hawk abgereist sind… Da hatte ich zum ersten Mal seit dem Kampf auf Etheria Zeit zum Nachdenken.“

Marlenas Blick verdüsterte sich. „Der Kampf… Ich habe auch gerade daran gedacht.“

„Ich bin froh, dass es Adora schon wieder so gut geht“, sagte Teela ehrlich.

„Ich bin dankbar, dass nichts Schlimmeres passiert ist. Noch einmal kann Hordak sie jedenfalls nicht in Gefahr bringen. Durch die Spritze ist sie gegen Scorpias Gift jetzt für immer immun. Wenigstens etwas.“ Marlena fuhr sich kurz über die Augen. „Es war schrecklich, aber es ist vorbei. Sie hat sich bei ihrem Urlaub hier gut erholt. Aber es geht hier doch wirklich nicht um Adora, oder?“

„Nicht direkt“, gab Teela zu. „Wisst Ihr... Ich habe Adam auf Etheria von einer völlig neuen Seite kennen gelernt.“

„Was meinst du?“

Teela sah kurz zu Adams Gemach hoch. Durch das hohe Fenster konnte man sehen, dass darin trotz der späten Uhrzeit noch Licht brannte. „Ich dachte immer, ich würde ihn gut kennen. In den letzten Jahren war er schwierig, ist immer fauler und nachlässiger geworden. Ich hatte es oft schwer mit ihm. Trotzdem habe ich mich irgendwann Hals über Kopf in ihn verliebt. Ich wusste zuerst nicht, warum ausgerechnet in ihn… Dann hat er mir sein Geheimnis verraten, und alles machte plötzlich Sinn. Bis vor zwei Wochen.“ Sie schüttelte langsam den Kopf. „Nie habe ich ihn so erlebt wie bei dieser Schlacht. So aggressiv… Und irrational…“

„Er liebt Adora abgöttisch. Sie haben eine einzigartige Beziehung“, erklärte die Königin. „Seit er überhaupt von ihr erfahren hat... Seit er sie von dem Bann der Horde befreit hat... Seitdem ist alles anders. Auch wenn du es vielleicht nicht bemerkt hast, er ist ruhiger geworden. In sich gekehrter. Er vermisst sie sehr. Wenn er oft Nachmittage- und nächtelang nicht da oder unansprechbar ist, ist er ganz einfach deprimiert. Ich kann ihm da nicht helfen, mir geht es nicht anders.“

„Eure Majestät...“

Marlena wehrte ab. „Es ist schon in Ordnung. Wir sprechen hier über dich, nicht über mich. Ich möchte nur, dass du Adam ein wenig besser verstehst. Adora ist das, was ihm jahrelang gefehlt hat. Man kann Zwillinge einfach nicht auf Dauer trennen.“

„Das ist es ja, was mir nicht gefällt. Etheria.“

„Die Horde?“, hakte Marlena nach.

„Adora glaubt wirklich, dass die Rebellion sie besiegen kann, oder? Ich bin da nicht so optimistisch. Im letzten Kampf wäre She-Ra beinahe getötet worden.“ Wieder sah Teela zu Adams Zimmer. „Ich mache mir Sorgen. Ich liebe diesen Mann, aber jetzt hab ich auch Angst. Hordak hat im Gegensatz zu Skeletor keinerlei Skrupel. Er bringt wirklich Leute um, ohne darüber nachzudenken. Das nächste Mal erwischt es vielleicht Adam.“

Marlena zog ihre leichte Jacke etwas fester über den Schultern zusammen. Der Gedanke an die Horde ließ auch sie frieren, vor allem das Wissen, dass ihre eigene Tochter in diesen schier aussichtslosen und endlosen Kampf verstrickt war. „Hast du mit ihm darüber gesprochen?“

„Wie denn?“ Das klang resigniert. „Wenn es um Adora geht, ist er doch auf beiden Ohren taub. Was soll ich denn tun? Es ihr ausreden?“

„Wieso nicht?“

Bitte?“

Nachdenklich musterte Marlena sie. „Ja, das ist gar keine schlechte Idee. Rede mit Adora. Du bist eine ausgezeichnete Kriegerin, das weiß sie. Auf dich hört sie vielleicht. Erklär ihr, wie du die Lage auf Etheria siehst...“

„Das geht auf gar keinen Fall“, wehrte Teela ab. „Wir kennen uns kaum. Außerdem haben wir gerade erst unsere Differenzen von früher beseitigt. Ich möchte mich ungern wieder mit ihr streiten.“

„Wenn du etwas ändern willst, wird dir nichts anderes übrig bleiben. Es liegt bei dir, entweder Adam oder Adora. Einen Versuch ist es wert. Übrigens bist du Adora sehr ähnlich.“

„Wir sind uns gar nicht ähnlich!“, rief Teela im Brustton der Überzeugung.

„Aber ja doch“, lächelte Marlena. „Was glaubst du denn, warum dich Adam so gern hat? Denk darüber nach. Gute Nacht.“

„Gute Nacht, Eure Hoheit.“ Teela blieb noch einen Moment lang sitzen, zog die Knie an und legte die Arme darum. Im Grunde war sie jetzt noch verwirrter als vorher. Sie sah zum Himmel, wo der Stern von Etheria hell auf sie herunter strahlte. Sie musste vielleicht wirklich hier weg.





„Du machst bitte was?“ Als Adam am nächsten Morgen in Teelas Zimmer kam, war sie gerade dabei, ein paar Sachen zusammenzupacken.

„Ich gehe für ein paar Tage weg. Ich hab etwas zu erledigen.“ Stirnrunzelnd untersuchte sie ihren Blaster. „Fast leer. Wer spielt eigentlich immer mit meinen Waffen herum?“

„Du kannst doch nicht einfach verschwinden! Die Garde...“

„Die Garde kommt auch mal eine Woche ohne mich aus. Außerdem bist du ja auch noch da. Sag Vater bitte, dass er die Stimmerkennung der Computer prüfen soll. Und wenn er schon dabei ist, soll er auch gleich die Umweltkontrollen checken. Es gibt in letzter Zeit ständig Temperaturschwankungen im Palast.“

„Wissen die anderen Bescheid?“, fragte Adam verwirrt.

„Die Königin weiß es. Sie gibt die Nachricht weiter. Adam, sei mir nicht böse, aber ich hab’s eilig.“ Teela schulterte ihre Tasche und wollte an ihm vorbei zur Tür.

„Ich glaube kaum, dass dir dein Sky Sled davonlaufen wird“, bemerkte er ironisch.

„Ich fliege nicht. Ich reite.“ Sie schlüpfte an ihm vorbei zur Tür hinaus. „Der Stallbursche denkt wahrscheinlich schon, ich spinne, weil ich ihn so lange warten lasse. Er sollte Rainbow schon vor einer Stunde fertig machen.“

Adam folgte ihr auf dem Fuße. „Dürfte ich vielleicht auch erfahren, wohin du gehst? Erzähl mir nicht, du willst nur einen Trekkingritt machen.“

Sie warf einen schnellen Blick über ihre Schulter zurück. „Tut mir leid, das kann ich dir nicht sagen. Es würde dir nicht gefallen.“

„Wieso?“ Langsam wurde er sauer. Er war es nicht gewohnt, dass Leute vor ihm Geheimnisse hatten.

„Vergiss es.“
Im Hof wartete tatsächlich schon ein Page mit Teelas Stute. „Danke.“ Sie übernahm das Pferd und schwang sich in den Sattel.
Als sie Adams verärgerte Miene sah, beugte sie sich zu ihm und umarmte ihn. „Ich tue das nicht gern, glaub mir. Aber letzte Nacht ist etwas passiert... Ich muss einfach für mich selbst ein paar Dinge klären.“

„Ist es wegen mir?“, fragte er traurig. „Gehst du wegen mir weg? Ich habe gedacht, wir waren uns einig, dass wir über alles sprechen können.“

„Darum geht es nicht“, verneinte sie. „Jedenfalls nicht nur. Keine Sorge. In einer Woche bin ich wieder da.“

Er presste gereizt die Lippen zusammen. „Und wenn nicht?“

Sie lachte kurz auf, aber es klang nicht fröhlich. „Dann könnt ihr alle beruhigt sein. Dann bin ich einfach nur eine ganz normale Verrückte.
Komm, Rainbow, auf geht’s.“ Sie nahm die Zügel auf und schnalzte mit der Zunge, worauf ihre Stute antrabte.

Sprachlos sah Adam ihr nach. „Was ist los mit ihr?“, fragte er Man-At-Arms, der gerade aus seinem Labor kam, über einen Datenblock gebeugt.

Der lächelte entschuldigend. „So sind junge Frauen eben manchmal. Das wird schon wieder.
Kannst du mir im Labor helfen? Unser Hauptcomputer hat Kinderkrankheiten. Ich komme einfach nicht dahinter, was nicht stimmt. Die Lichtanlage funktioniert nicht richtig, und es ist zu heiß.“

„Wenn du es nicht weißt, wie kann ich dann helfen?“, knurrte Adam, ging aber doch mit. „Zu heiß... Teela hat sich auch gerade darüber beschwert. Sie hat eine Krise und reitet völlig überstürzt weg, redet darüber aber lieber mit meiner Mutter als mit mir. Und ihr macht euch Sorgen um die Heizung?“

„Wäre dir ein Kampf mit Skeletor lieber?“, fragte Man-At-Arms lachend.

„Mir wäre lieber, wenn irgendwas passiert“, murmelte Adam. „Diese Ruhe im Moment ist nicht gut. Da kommt anscheinend jeder nur auf dumme Gedanken. Zeit, dass hier wieder mal was los ist.“
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