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The Alien Within: THE CAT AND THE SCORPION (I/II)

GeschichteAbenteuer / P16
He-Man Teela Zoar
05.10.2008
05.10.2008
11
13.505
2
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05.10.2008 1.328
 
Zweiter Teil dieser Serie

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Serie: He-Man & She-Ra: The Alien Within
Titel: THE CAT AND THE SCORPION (I/II)
Titelbild
Autor: Storm{X}Padmé
Disclaimer: Alle originalen Charaktere und Elemente gehören Filmation, den Rechteinhabern und allen, die dafür bezahlen. Ich geb sie ja wieder zurück, ich leih sie mir doch nur... Ich tu ihnen auch nicht weh… Jedenfalls nicht sehr *G*.
Universum: 80er-Cartoons, He-Man und She-Ra-Crossover
Zeitlinie: am Ende der Serie ‚She-Ra – Princess Of Power‘
Zensur: P-16 (Gewalt)
Zusammenfassung: Nach einem gefährlichen Angriff durch Catra und Scorpia muss sich Sea Hawk beweisen, um Adoras Leben zu retten. Und die Horde hat noch einige Trumpfe im Ärmel…
formale Bemerkungen:
- kursive Sätze = Erinnerungen, Träume oder zur Betonung
- Sätze in ‚ ‚-Zeichen = eigene Gedanken, Telepathie oder indirekte Rede
Feedback: Ist nicht nur erwünscht sondern wird auch geknuddelt, abgeschmust, gestreichelt und George genannt :D







He-Man & She-Ra: The Alien Within
THE CAT AND THE SCORPION
(I/II)




1



Seit einigen Tagen regnete es ununterbrochen in den Whispering Woods. Ein Phänomen, das für Brightmoon – ansonsten für gemäßigtes Klima bekannt – ungewöhnlich war. Niederschläge gab es sonst nur selten. Umso erstaunlicher dieser Wolkenbruch, der wie aus dem Nichts gekommen war und einfach nicht enden wollte.

„Wenn ich es nicht besser wüsste, würde ich sagen, die Horde hat nun auch noch Macht über das Wetter“, meinte Bow irgendwann trocken, so trocken, wie das ein völlig durchnässter Mann eben sagen konnte.

Selbst Hordak schien unter diesen Umständen lieber daheim zu bleiben. Kein Anzeichen für einen Angriff oder etwas Ähnliches. Man saß herum, stöhnte einzeln oder in Gruppen über den Regen und langweilte sich.

Und manche Leute nutzten die Ruhe, um in ihrem Zelt zu bleiben und sich nicht mehr blicken zu lassen.





„Adora? Bist du da?“ Madam Razz klopfte gegen die Außenwand von Adoras Zelt.

„Komm rein.“ Adora sah nur kurz auf. Sie lag auf ihrem Bett, auf dem Bauch, und blätterte in alten Briefen.

Razz erkannte sofort, dass sie von Sea Hawk waren. Seine große, leicht egozentrische Schrift war unverkennbar. „Melancholisch?“ Sie nahm sich einen Stuhl.

„Nur verärgert. Ich warte seit zwei Wochen auf eine Rückmeldung von Hawk wegen dem Ball auf Eternia. Mutter und Vater sind schon ganz unruhig.“

„Vielleicht ist die Briefmöwe auf dem Weg hierher ertrunken?“

Der Scherz misslang. Adora warf Madam einen Blick zu, der so düster war, dass er dem grauen Himmel draußen Konkurrenz machte. „Ich habe ihn einfach schon viel zu lange nicht mehr gesehen. Er fehlt mir.“

„Ich verstehe.“ Madam überlegte kurz. „Nun, du könntest doch...“

„Adora! Komm schnell!“, ertönte Glimmers Stimme draußen. Das klang anders als Madams sanfte Bitte um Einlass eben. Es war ganz klar ein Alarm.

Adora lief sofort hinaus. „Was...? Ranger!“ Sie zuckte erschrocken zusammen, als sie den kleinen Elf entdeckte, einen Freund der Rebellen, der – in eine Decke gewickelt – unter einem großen Baum saß, vor Kälte zitternd.

Spragg drückte ihm gerade eine Tasse in die Hand. „Trink! Und dann erzähl!“

Adora bekam unweigerlich eine Gänsehaut. Die Elfen waren freundlich und höflich, aber wenn sie unangemeldet in den Whispering Woods auftauchten, bedeutete das grundsätzlich Ärger. Und dieser Ärger hatte dann meistens mit Sea Hawk zu tun. Zögernd ging sie näher hin. „Spritina, schau doch bitte einmal, ob ihr irgendwo trockene Kleidung habt, die Ranger passt.“

„Schon auf dem Weg!“ Die Kleine sauste sofort los.

Ranger leerte die Tasse in einem Zug. Seine Hand zitterte heftig. „Adora!“, rief er, immer noch atemlos. „Hör zu, du musst... Es ist schrecklich... Es ging alles so schnell, wir konnten nicht...“

„Ganz ruhig.“ Sie kniete sich neben ihn. „Langsam, verständlich und vor allem von vorn, bitte.“

„Okay.“ Er atmete tief durch. „Du weißt vielleicht, dass Sea Hawks Crew uns bei Reparaturen helfen wollte. Unser Schiff brauchte eine Generalüberholung…“

„Ich weiß“, nickte sie. „Und?“

„Vorgestern sollten sie ankommen, aber das sind sie nicht. Wir sind mit einem kleinen Ruderboot hinausgefahren, um sie zu suchen. Bei den Riffs haben wir den Silberadler gefunden. Gestrandet. Die Crew war bewusstlos, ein paar Leute waren verletzt...“ Seine Stimme bebte. „Sven ist gestern als erster zu sich gekommen. Er hat erzählt, dass sie von der Horde angegriffen wurden. Es waren so viele... Sie waren machtlos.“ Er stockte.

Adora spürte, wie ihr eine dunkle Ahnung die Kehle zuschnürte. „Was, Ranger?“

Er sah angstvoll zu ihr hoch. „Sie haben Sea Hawk. Catra hat Sea Hawk gefangen genommen.“





„Das ist eine Falle, das sieht doch ein Blinder!“ Madam, Broom und Kowl standen in Adoras Zelt und redeten zugleich auf sie ein, man verstand kein Wort.

Was nicht schlimm war, sie hörte ohnehin nicht zu. Adora lief mit großen Schritten durch das Zelt und packte Sachen zusammen. Zu ihrem Schwert im Halfter steckte sie dünneres, einfacheres. Unter ihrer weißen Bluse, direkt am Körper trug sie eine alte Laserkanone, die noch aus ihrer Zeit als Truppenkapitän der Horde stammte. Am Gürtel steckte ein Messer. Noch die Blaster-Armbänder – eine Spielerei von Man-At-Arms… fertig.

„Du kannst da nicht hin! Catra wartet doch nur auf dich!“, rief Madam aufgebracht.

„Na, das hoffe ich doch“, gab sie zurück, während sie sich die Haare mit einer einfachen Spange hochsteckte. Sie sah plötzlich ganz verändert aus. „Ich kann es kaum erwarten, sie zu sehen. Ich hab ihr einiges zu sagen.“

„Adora, es ist ganz normal, dass du dir Sorgen um Hawk machst, aber allein dorthin zu gehen, ist Unsinn! Noch dazu, ohne dich zu verwandeln...“

„Oh, ich werde mich durchaus verwandeln.“ Sie marschierte zum Zeltausgang. „Das lässt sich gar nicht vermeiden, weil ich Catras Schiff aus der Luft suchen muss. Aber im Laufe dieses Kampfes wird sie es mit Adora zu tun bekommen. Und ich werde ihr zeigen, was es heißt, sich mit mir anzulegen.“

„Du klingst schon wie Hordak!“ Kowl schlug sich verständnislos mit der Hand vor die Stirn. „Sei doch vernünftig! Du musst jemanden mitnehmen! Du lässt dich von deinen Gefühlen beeinflussen...“

„Ja, mag sein“, gab Adora zu, ohne sich umzudrehen. „Hier geht es auch nur um Gefühle. Ich werde nicht zulassen, dass mir Catra den Mann nimmt, den ich liebe. Das ist eine Sache zwischen ihr und mir allein. Ich werde sie dafür bezahlen lassen, was sie getan hat.“

„Adora, Sea Hawk lebt, das weißt du.“ Madam nahm sie energisch am Arm. „Die Kette, die er dir geschenkt hat, hätte dir gezeigt, wenn er in unmittelbarer Gefahr wäre.“

„Und soll ich vielleicht warten, bis es soweit ist?“ Adora riss sich einfach los und stapfte hinaus.

Sprachlos sahen die anderen ihr nach. „Kowl, flieg zum Crystal Castle“, bat Madam. „Light Hope muss Eternia verständigen. Wir brauchen He-Man.“

„Aber sie hat doch gesagt...“, begann Broom.

„Nein, Madam hat Recht“, meinte auch Kowl. „Adora weiß im Moment nicht, was sie tut.“





„Du gehst auf keinen Fall allein, Adora!“ Auch Bow und Glimmer wollten ihre Freundin aufhalten, hatten aber nicht mehr Erfolg als die anderen.

„Ich bin nicht allein. She-Ra begleitet mich.“ Adora pfiff nach Spirit. „Außerdem bringt Madam Ranger nach Seaworthy zurück. Wenn etwas passiert, ist sie also in der Nähe.“ Mit einer routinierten Bewegung stützte sie die linke Hand auf Spirits Rücken, sprang ab und schwang das rechte Bein über seine schön geschwungene Kruppe.

„Das ist viel zu gefährlich! Du läufst der Horde in die Arme!“ Bow stellte sich ihr in den Weg. „Was, wenn dir etwas passiert? Das kannst du nicht machen!“

„Halt mich doch auf, wenn du dich traust“, giftete sie.

Glimmer schnappte nach Luft. „Ich höre wohl nicht recht...“

Bow dagegen musterte Adora sekundenlang schweigend und trat dann beiseite. „Tja. Und ich dachte, wir würden zusammen arbeiten.“

Wenn er sie angesehen hätte, hätte er bemerkt, dass Adora ihre Bemerkung leid tat, dass sie ansetzte, etwas zu sagen, dann aber doch ihre Angst um Hawk stärker war. Sie presste Spirit die Haken in die Seiten, und er lief los.





„Wir hätten sie nicht gehen lassen dürfen“, meinte Glimmer bedrückt.

„Verrat mir mal, wie wir sie hätten aufhalten sollen“, knurrte Bow. „Sagen wir den anderen Bescheid.“
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