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What If...?: THE SECRET OF THE SWORD

GeschichteAbenteuer / P16
He-Man Man-At-Arms Skeletor Teela Zoar
01.10.2008
04.10.2008
13
20.645
2
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01.10.2008 1.565
 
Serie: He-Man & She-Ra: What If…?
Titel: THE SECRET OF THE SWORD
Titelbild
Autor: Storm{X}Padmé
Disclaimer: Alle originalen Charaktere und Elemente gehören Filmation, den Rechteinhabern und allen, die dafür bezahlen. Ich geb sie ja wieder zurück, ich leih sie mir doch nur... Ich tu ihnen auch nicht weh… Jedenfalls nicht sehr *G*.
Universum: 80er-Cartoons, He-Man und She-Ra-Crossover, AU
Zeitlinie: ersetzt den gemeinsamen Cartoon-Film der Serien ‚She-Ra – Princess Of Power‘ und ‚He-Man And The Masters Of The Universe‘ mit dem Titel ‚She-Ra - The Secret Of The Sword‘
Zensur: P-16 (Gewalt)
Zusammenfassung: Die Zauberin von Schloss Grayskull erhält einen seltsamen Hilferuf von einer fremden Welt namens Etheria. Ein Zauberschwert, das lange in Vergessenheit geraten ist, soll dort jener Person überreicht werden, für die es einst erschaffen wurde. Die Zauberin schickt She-Ra, die Beschützerin von Eternia, nach Etheria, um sich auf die Suche nach dieser Person zu machen.
formale Bemerkungen:
- kursive Sätze = Erinnerungen, Träume oder zur Betonung
- Sätze in ‚ ‚-Zeichen = eigene Gedanken, Telepathie oder indirekte Rede
Feedback: Ist nicht nur erwünscht sondern wird auch geknuddelt, abgeschmust, gestreichelt und George genannt :D







He-Man & She-Ra: What If…?
THE SECRET OF THE SWORD




1



An dem Tag, der alles verändern sollte, war die Zauberin von Schloss Grayskull in ihrer Falkenform als Zoar auf ihrem allabendlichen Flug über die Wälder von Eternia. Es war der Ausklang eines ruhigen Tags, wie sie in ihrem Leben nur selten vorkamen. Als sie schon auf dem Weg zurück war, empfing sie plötzlich eine fremde telepathische Schwingung, die sie nicht zuzuordnen vermochte. Sofort kehrte sie nach Grayskull zurück, um über ihre vollen Kräfte verfügen zu können, die als Zoar immer etwas gedämpft waren. Kaum war sie durch ein Fenster im oberen Stock in das Schloss hinein geflogen, nahm sie die vorher nur sehr dünne, leise Stimme viel deutlicher wahr.

‚Hilf ihm!’, raunte ihr jemand zu. ‚Wie konntest du nur so schnell aufgeben?’

Sie kannte dieses Wesen nicht, das sie da rief, aber sie fühlte sofort, dass es sehr mächtig war. ‚Wer bist du?’

‚Mein Name ist nicht wichtig. Wichtig ist nur, dass es da draußen jemanden gibt, der dich braucht. Jemand, den du hättest beschützen sollen. Es war dein Schicksal, deine Aufgabe, ihn zu beschützen. Und du hast ihn einfach aufgegeben. Wie konntest du nur?’

Mit einem Schlag verstand sie, wovon der Fremde sprach. Es gab nur eine Aufgabe in ihrem Leben, bei der sie so sehr versagt hatte, und die Geister wussten, dass sie sich selbst jahrelang schwere Vorwürfe gemacht hatte- und immer noch machte. ‚Wir haben damals alles versucht! Er war verloren! Bitte, sag mir, was ich tun kann!’

‚Die Antwort befindet sich direkt vor deiner Nase. Beeil dich, Zauberin. Wir haben nicht mehr viel Zeit.’ Die fremde Präsenz verschwand so schnell wie sie gekommen war.

Die Zauberin war schockiert und aufgeregt zugleich. Was ging hier vor? Jahrelang gar nichts, und ausgerechnet heute… Und warum hatten die Geister von Grayskull sie nicht kontaktiert, wenn es wirklich Neuigkeiten in dieser furchtbaren Sache gab? Hatten sie wieder einmal entschieden, nur zuzusehen?
Und was jetzt? Die Antwort befand sich also ‚direkt vor ihrer Nase’? Sie sah sich verwirrt um, als ihr Blick auf eine Tür fiel, die seit mehr als 15 Jahren versiegelt war. Nicht einmal ihr war es möglich gewesen, sie zu öffnen. Langsam hob sie die Hand. Es klappte auf Anhieb, das Schloss sprang auf. Sie schüttelte verwirrt den Kopf und betrat das verbotene Zimmer, verbeugte sich kurz ehrfürchtig. Noch zögernd näherte sie sich einer reich verzierten Truhe, dem einzigen Möbelstück in der Kammer. Auch diese Truhe war ihr bis jetzt verschlossen gewesen. Heute sprang sie auf Anhieb auf. Und da lag es. Sie berührte es sanft, mit zitternder Hand. „Kann es möglich sein? Nach so ungeheuer langer Zeit?“





In derselben Nacht machte Adora, die Kronprinzessin von Eternia, weit nach Mitternacht im Garten des königlichen Palastes ihren üblichen Rundgang, als alle anderen schon schliefen. Sie hatte intensive Alpträume gehabt, von Feinden, von Blut und weinenden Menschen. Nachdem sie zum dritten Mal aus dem Schlaf hoch geschreckt war, hatte sie genug gehabt. Sie hatte sich rasch angezogen, ihren üblichen roten Overall und die hohen roten Stiefel, und sich ein leichtes Cape um die Schultern gelegt. Der Frühling war immer sehr kühl auf Eternia. Nur ihr Diadem konnte sie mitten in der Nacht getrost weglassen. Sie war immer ganz froh, wenn sie sich davor drücken konnte, was ohnehin nur möglich war, wenn ihre Eltern nicht in der Nähe waren.
Sie schlenderte ziellos durch die große, hervorragend gepflegte Gartenanlage, mit ihren Gedanken noch bei diesen schrecklichen Traumbildern, die einfach nicht verblassen wollten, als sie plötzlich ein leises, aggressives Knurren hinter sich wahrnahm. Unwillkürlich wanderte ihre Hand zu dem Halfter an ihrem Rücken, dem Griff des Schwerts darin. Hatte es etwa einer von Skeletors Leuten geschafft, trotz der ausgezeichneten Verteidigung durch die Schlosswache das Palastgelände zu betreten? Da unten, in den Büschen... Vorsichtig ging sie näher heran... und musste über ihre eigene Übervorsichtigkeit lachen. „Hey, du, hast du dich verirrt?“

Ein großer grün-gelb gestreifter Tiger saß zwischen den Zweigen, der ängstlich zurückwich, als sie ihn berühren wollte. Sein linkes Vorderbein blutete ein wenig.

„Oh, du Armer! Was ist denn passiert? Komm mit. Ich bin sicher, Duncan kann dir helfen. Na, komm“, lockte sie das Tier. „Ich tu dir schon nichts.“

Zögernd humpelte er näher. „Aber... ist das auch ganz sicher ungefährlich?“

Adora fuhr ganz schön zusammen. „Du... du kannst sprechen?“

„Das ist doch nichts Besonderes. Und es ist auch wirklich sicher hier?“ Der Kleine zitterte am ganzen Körper.

Liebevoll strich Adora ihm über das weiche Fell. „Vertrau mir. Komm.“ Sie brachte ihn zu Man-At-Arms‘ Labor und rief diesen über ihren Kommunikator.

Minuten später stieß er zu ihnen, verschlafen und leicht gereizt. „Eure Tierliebe in allen Ehren, Eure Hoheit, aber müsst ihr so etwas grundsätzlich mitten in der Nacht machen?“
Er untersuchte mit einem Scanner die Pfote des Tigers und heilte sie rasch mit einer Salbe. „Alles wieder in Ordnung, kleiner Freund. Du kannst jetzt gehen.“

„Danke.“ Der Tiger sprang erleichtert von dem kleinen Diagnosetisch, zögerte aber, als er die Tür erreichte.

Adora wurde klar, dass das Tier Angst hatte, wieder in die Nacht hinaus zu gehen. „Du kannst auch hier bleiben, wenn du willst.“

„Aber Eure Hoheit“, protestierte Duncan. „Wir können nicht schon wieder...
Eure Hoheit?“

Adora berührte abwesend mit der Hand ihre Stirn, schloss kurz die Augen. „Die Zauberin…“ Sekundenlang lauschte sie einer Stimme, die allein sie hören konnte. „Ich muss nach Schloss Grayskull.“

Jetzt?“

Sie zuckte mit den Achseln. „Klingt nach einem Notfall.“ Sie lief zur Tür- und hielt inne. „Ich nehme unseren neuen Freund hier mit. Vielleicht kann er bei der Zauberin bleiben.“

Der Tiger zögerte kurz, folgte ihr aber dann. Er fühlte sich bei dem jungen Mädchen irgendwie sicher. Alles war besser als allein im Dunkeln zu sein.





Duncan seufzte lautlos. Nach Grayskull, wieder einmal. Seit er wusste, dass Adora She-Ra war, die Heldin von Eternia, schmerzte jeder Gedanke an die Vergangenheit, noch mehr als früher schon. Sie sollte jetzt nicht alleine zur Zauberin gehen müssen. Es war so unfair…
Schnell verdrängte er diese Gedanken. Das war vorbei. Schon lange. Gewisse Dinge konnte man nicht ändern.





„Wohin führt dieses Tor?“ Etwas misstrauisch betrachtete Adora das grellgelb leuchtende Portal mitten in der großen Schlosshalle von Grayskull. Solche dimensionalen Tore tauchten normalerweise hinter Türen auf, nicht mitten im Raum. Besonders vertrauenserweckend sah das Ganze nicht aus.

„Das kann ich dir leider nicht sagen. Dieses Tor ist bisher noch nie geöffnet worden. Erst heute Abend habe ich es zum ersten Mal erschaffen können. Das hier wird dir den Weg zeigen.“ Die Zauberin gab Adora ein großes, edles, grausilbernes Schwert.

„Das sieht ja genau wie meins aus“, bemerkte die Prinzessin überrascht. „Nur der Opal im Stein fehlt...“

Die Zauberin unterbrach sie ungewöhnlich ungehalten. „Bitte, Adora, stell keine Fragen. Deine Aufgabe ist es, die Person zu finden, für die diese Waffe vor vielen Jahren geschaffen wurde. Das Schicksal des ganzen Universums wird von deinem Erfolg abhängen!“

„Und du kannst mir nichts über diese Person sagen?“, hakte Adora nach.

„Ich fürchte nicht.“

Kopfschüttelnd sah Adora zu dem Tiger hinunter, dem sie inzwischen den Namen ‚Cringer’ gegeben hatte. Das Tier fürchtete sich sichtlich vor dem finsteren, gespenstischen Schloss, er blieb dicht an ihrer Seite. „Diese Nacht steckt voller Überraschungen… Wie soll ich jemanden finden, von dem ich überhaupt nichts weiß?“

„Wenn du auf diese Person triffst, wirst du sie erkennen“, versicherte die Zauberin ihr. „Du musst dich beeilen. Wenn es Probleme gibt, ruf mich einfach mit deinem Schwert.“

„Natürlich.“ Adora ging auf das Tor zu, als ihr eine Idee kam. „Kann ich Cringer mitnehmen?“

„Aber sicher.“

„Bereit für ein Abenteuer, Cringe?“, lächelte Adora verschmitzt.

„Ein Abenteuer?“ stotterte er. „Aber... aber...“

„Ich pass schon auf dich auf. Komm!“ Furchtlos durchschritt Adora das Tor.

Cringer folgte ihr, wenn auch etwas langsamer und abgrundtief seufzend.





Die Zauberin ließ sich müde auf ihren Thron fallen, als sich das Portal geschlossen hatte. Sie machte sich große Sorgen um die beiden. Aber es war so unendlich wichtig… Sie konnte nur hoffen, dass alles gutgehen würde und Adora sich auf dieser völlig fremden Welt zurechtfinden würde.
Sie gab sich einen Ruck und begab sich zu ihren Gemächern. Sie musste wenigstens versuchen, ein paar Stunden schlafen. Ihre Aufgabe war es jetzt, Eternia allein zu beschützen.
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