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The last unicorn

GeschichteAbenteuer / P6
28.09.2008
28.09.2008
7
9.619
2
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28.09.2008 1.275
 
Titel: She-Ra – Princess Of Power: THE LAST UNICORN
Titelbild
Autor: Storm{X}Padmé
Disclaimer: Alle originalen Charaktere und Elemente gehören Filmation, den Rechteinhabern und allen, die dafür bezahlen. Ich geb sie ja wieder zurück, ich leih sie mir doch nur... Ich tu ihnen auch nicht weh… Jedenfalls nicht sehr *G*.
Universum: 80er-Cartoon
Zeitlinie: am Ende der zweiten Staffel der Serie ‚She-Ra – Princess Of Power‘
Zensur: P-6
Zusammenfassung: Swift Winds Volk ist in großer Gefahr. Kann She-Ra ihrem treuen Gefährten und seinen Freunden auch diesmal helfen?
formale Bemerkungen:
- kursive Sätze = Erinnerungen, Träume oder zur Betonung
- Sätze in ‚ ‚-Zeichen = eigene Gedanken, Telepathie oder indirekte Rede
Feedback: Ist nicht nur erwünscht sondern wird auch geknuddelt, abgeschmust, gestreichelt und George genannt :D







She-Ra – Princess Of Power
THE LAST UNICORN




1



Auf einer zwischen hohen Bäumen und dichten Büschen versteckten, ruhigen Lichtung am Rande der Whispering Woods beobachtete ein Liebespaar, noch im Halbschlaf, den Sonnenaufgang, der nirgends auf Etheria so einmalig schön war wie hier. Nach einer aufregenden Nacht weit weg vom Rebellencamp, im Schätz der Wälder, genossen die beiden jungen Leute eng aneinander gekuschelt diesen wunderbaren Ausklang mehrerer friedlicher Tage, wie sie der von Hordaks grausamer Fremdherrschaft gezeichnete Planet selten erlebt hatte.

Hordak war verreist – angeblich war er diesmal tatsächlich einmal in Urlaub – und seine Vertretung hatte viel zuviel Angst vor der Rebellion, speziell vor She-Ra, um einen Angriff auf diese zu starten. Geradezu gespenstisch still war es in den letzten Tagen gewesen.

„Ist das zu glauben?“, kicherte Adora, die Prinzessin von Eternia und Anführerin der Rebellen, ihrem Freund Sea Hawk amüsiert zu. Mit einem zufriedenen Seufzen verschränkte sie die Arme auf seiner bloßen Brust und breitete die dicke Decke enger um sie beide. „Der Commander hat Angst vor uns! Was denkt er wohl, was passieren wird, wenn Hordak erst herausfindet, dass er uns nicht ein einziges Mal bekämpft hat?“

„Kann uns ja egal sein. So haben wir beide wenigstens mal unsere Ruhe.“ Sea Hawk strich ihr sanft durch ihre leicht unordentlichen blonden Locken und ließ seine Fingerspitzen zärtlich über ihren Hals gleiten, über die Kette des magischen Amuletts, das sie einst von ihm geschenkt bekommen hatte und das sie immer trug. „Die letzte Woche war... wie ein Traum. Ich habe immer noch Angst, dass ich plötzlich aufwache.“

„Nicht, wenn es nach mir geht.“ Adora lachte leise auf und beugte sich zu ihm hinunter, um ihn zu küssen, als es im Gebüsch hinter ihnen plötzlich raschelte.

Spirit, ihr edler weißer Hengst kam aus dem Unterholz auf sie zu. „Adora, ich... Oh, entschuldige bitte. Ich störe wohl.“ Er wandte sich rasch ab.

„Im Gegenteil“, widersprach Adora, wenn auch widerwillig. Sie streckte sich ausgiebig und angelte dann seufzend nach ihrer Kleidung. „Wir müssen uns sowieso fertig machen. Sea Hawk muss auf sein Schiff zurück.
Komm, gehen wir zum Camp zurück. Swiftie und ich bringen dich dann zur Shiny Beach.“

„Gern, Eure Hoheit.“ Sea Hawk grinste breit.

Sofort wurde Adora rot. Vor ein paar Tagen erst hatte sie ihrem Gefährten das Geheimnis ihrer zweiten Identität verraten. Seine Reaktion hatte sie mehr als verblüfft. Sie hatte gedacht, dass er wütend sein würde, wenigstens ein bisschen, weil sie ihn so lange angelogen hatte, aber stattdessen hatte er gelacht, bis er fast erstickt war. Ihn schien die ganze Sache ziemlich zu amüsieren. Und eigentlich hatte er ja Recht. Diese ganze Geheimniskrämerei hatte sie beide in viele peinliche Situationen gebracht.

Sea Hawk schien ihre Gedanken zu erraten, versöhnlich nahm er ihre Hand. „Nicht böse sein. Gehen wir.“

Spirit nickte ihnen kurz zu und verschwand, ohne auf sie zu warten.

Adora runzelte besorgt die Stirn. „Was war denn jetzt schon wieder? Seit er gestern von Unicorn Island zurückgekommen ist, zieht er sich völlig zurück. Ich habe ihn gefragt, was los ist, aber er will nicht darüber reden.“

Sea Hawk zuckte mit den Achseln. „Jeder ist von Zeit zu Zeit niedergeschlagen. Und Spirit sieht seine Familie genauso selten wie du deine. Vielleicht solltest du ihn einfach eine Weile in Ruhe lassen.“

„Aber das sieht ihm so überhaupt nicht ähnlich“, widersprach Adora unruhig. „Normalerweise können wir immer über alles reden...
Was ist denn das?“

„Was?“, fragte Sea Hawk stirnrunzelnd, aber dann hörte er es selbst: Leise Gitarrenklänge in der Nähe. Das war seltsam. Die anderen Rebellen schliefen alle noch oder waren im Moment gar nicht in den Whispering Woods. Also wer konnte um diese frühe Zeit...

„Bow! Ich hätte es wissen müssen.“ Adora zeigte auf eine Gestalt, die am Rand der Lichtung auf einem Baumstumpf saß und gedankenverloren auf seinem Instrument herumzupfte, die anderen gar nicht bemerkt zu haben schien. „Was für eine schöne Melodie! Komm, gehen wir zu ihm.“

„Meinst du?“ Hawk zögerte. „Ich bin nicht gerade einer seiner besten Freunde, weißt du.“

„Ach was“, lachte Adora. „Das war einmal. Er mag dich. Komm schon.“

Leider war Hawk weitsichtiger als sie gewesen. Als Bow das Paar auf sich zukommen sah, verfinsterte sich seine Miene zusehends. Er hörte sofort auf zu spielen, grüßte Adora nur flüchtig und sah Hawk nicht mal an.

Adora bemerkte Sea Hawks gereizten Gesichtsausdruck und drückte seine Hand kurz. Sie konnte ja auch nichts dafür. „Du bist früh auf.“ Sie ließ sich neben Bow nieder.

„Ich konnte nicht mehr schlafen. Hordak wird bald zurückkommen. Das hält mich wach.“ Er stellte die Gitarre weg und fummelte nach der Pfeife in seiner Hosentasche, um sie mit routinierten Bewegungen zu stopfen.

„Diese Melodie gerade… Sie war wunderschön.“ Die harmonischen, traurigen Töne hatten etwas in Adoras Seele berührt, als ob sie das Lied kannte, dabei war sie sicher, es noch nie gehört zu haben. „Ist das neu?“

„Ich habe es heute Nacht komponiert. Aber irgendwas fehlt noch.“

Adora lächelte. Bow war doch nie zufrieden mit seiner eigenen Arbeit. „Und was wäre das?“

„Ein Text. Mir fällt einfach nichts dazu ein. Na ja, Zeit fürs Frühstück.“ Er nahm sein Instrument und erhob sich.

„Nicht für uns, fürchte ich. Wir müssen She-Ra außerhalb der Wälder treffen“, erklärte Adora schnell. „Aber ich bin bald zurück.“

„Lass dir Zeit. Noch ist es ruhig“, antwortete Bow in einem seltsam gepressten Tonfall. Er ließ Adora und Sea Hawk einfach stehen- was damit schon zum zweiten Mal innerhalb weniger Minuten geschah.

„Er ist immer noch sauer auf mich“, bemerkte Hawk unnötigerweise.

„Ja, leider. Ich verstehe ihn, immerhin hat er den Kürzeren gezogen... Aber deswegen so ein Theater zu machen... Ich weiß nicht, wie ich ihm helfen soll. Seit er weiß, dass wir beide zusammen sind, ist gar nichts mehr mit ihm anzufangen, nicht einmal im Kampf. Er ist viel zu unkonzentriert.“ Adora sah ehrlich besorgt aus. „Ich muss mit ihm reden, wenn ich zurück bin. Ehrlich gesagt würde ich eine Schlacht mit Hordak vorziehen...“





Auf dem Weg zur Bucht, wo Sea Hawks Schiff wartete, mussten She-Ra und ihr Piratencaptain naturgemäß die Finger voneinander lassen, was ihnen beiden eigentlich überhaupt nicht passte.
Um sich abzulenken fragte She-Ra Swiftie nach seiner Familie, aber nach wie vor waren seine Antworten abgehackt und kühl. „Liebes, ist was passiert?“, fragte sie schließlich vorsichtig. „Geht es Star Wind nicht gut?“

„Sie...“, begann Swiftie- und brach ab. Klaren Antworten auszuweichen war eine Sache. Seine beste Freundin direkt anzulügen, eine andere. Die Wolken und der Himmel verschwammen vor seinen Augen zu einem bunten Wirbel. Seine Augen begannen unangenehm zu brennen. Ihm wurde mit Schrecken klar, dass er schon wieder weinen würde. In den letzten Tagen hatte er viel geweint, obwohl ihm das sonst wahrhaftig nicht so schnell passierte. Nur wenige Pegacorns hatten überhaupt diese Gabe. Einmal mehr ein Beweis für seine unnatürliche Herkunft, mit der er an manchen Tagen immer noch zu kämpfen hatte. „Sie stirbt. Alle Pegacorns sterben.“
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