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Die Welt war himmelweit....

von D-M-A-S
GeschichteAllgemein / P6 / Gen
Athos Milady de Winter
23.09.2008
23.09.2008
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"Nein" schrie er und griff im letzten Moment nach ihrem Arm und zog sie zu sich, "tu das nicht Anne."
'Anne', ging es ihr durch den Kopf und sie erstarrte fast als er sie so nannte, 'wie lange schon hatte sie niemand mehr bei ihrem wirklichen Vornamen genannt?'
Er hielt sie in seinen Armen fest und wollte sie nicht wieder los lassen.
Sie sah ihn an, "aber was hält mich denn noch hier, ausser -?", fragte sie ihn, aber er unterbrach sie.
"Ich", sagte er nur.
Dieses kleine Wort ließ sie beinahe erstarren, "du.. aber ich dachte du... ich hab so viel verkehrt gemacht, -", nun unterbrach er sie erneut.
"Ich liebe dich noch immer. Du hast Richelieu geholfen, weil du keine andere Lösung gesehen hast. Ich kann verstehen, warum du es getan hast", dann gingen ihm langsam die Worte aus und er küsste sie lange.
Aramis und Porthos waren schon längst verschwunden, sie gingen zurück zu D'Artagnan, Athos würde schon das richtige tun, auch wenn sie es vielleicht anders sahen.
Nach endlosen Momenten brachen sie dann den Kuss.
"Und was hast du nun vor Olivier?", Anne sah ihn fragend an, "ich meine, ich werde mit Sicherheit nicht so einfach davon kommen und du, du stehst noch immer im Dienste des Königs. Wie soll das funktionieren, ein Musketier und eine Verbrecherin?"
Vorsichtig, ohne sie loszulassen, zog er den Brief aus seiner Jacke, "ich werde mit dem König reden, werde ihm erklären, dass du im Auftrag von Richelieu gehandelt hast und keinen anderen Weg gesehen hast. Er kennt mich schon sehr lange, er wird uns helfen, das weiß ich."
Ein kleines Lächeln zeichnete sich nun auf ihrem Gesicht ab, wenn auch nur für einen kurzen Moment, "ich werde es mir selbst niemals verzeihen können."
"Verzeihen und vergessen vielleicht nicht", sagte er, "aber ich kann dir helfen, es zu verarbeiten, und damit zu leben. Wir könnten wieder von Vorn anfangen. Als Graf und Gräfin de la Fère, wie damals."
"Aber Olivier", warf sie ein, "du bist Musketier mit Herz und Seele, du kannst das nicht einfach aufgeben."
"Doch", sagte er, "ich kann und ich werde. Schau mich an, ich bin verletzt, und langsam und viel zu alt um ein Musketier zu sein, und ich denke, ich habe in D'Artagnan einen sehr guten Nachfolger gefunden."
"So alt bist du mit deinen 42 Jahren nun auch noch nicht", sagte sie lächelnd, "aber ich denke, ich sollte dir noch etwas sagen."
Er sah sie fragend an, "ja?"
"Du hast damals nicht nur mich verlassen", sagte sie mit leicht zitternder Stimme.
"Wie meinst du das?", fragte er etwas verwundert.
Sie sah in seine Augen, "ich bin damals schwanger gewesen."
Tränen stiegen ihm in die Augen, "es tut mir so Leid. Ich -"
Sie legte einen Finger auf seine Lippen, "lass uns nicht an damals denken, lass uns neu anfangen."
Er legte einen Arm um sie und zusammen machten sie sich auf den Weg. Sie wollten einfach nur weg von hier.
"Was ist eigentlich aus unserem Kind geworden?", fragte er sie dann.
Sie lächelte, "du wirst ihn bald schon kennen lernen. Er ist genauso stur wie du."
"Wie ich? Soweit ich mich erinnern kann, bist du diejenige die stur ist", sagte er grinsend.
"Na wenn du meinst", entgegnete sie.
"Wie heißt er eigentlich?", fragte er neugierig.
"Mordaunt", sagte sie.
"Ein ausgefallener, aber schöner Name", meinte er und fügte dann seufzend hinzu, "ich hätte für euch da sein müssen."
"Wir haben beide einiges falsch gemacht, aber wir sollten versuchen von Vorn anzufangen."
"Wie sie wünschen Gräfin", sagte er lächelnd und zauberte damit auch ein Lächeln auf ihr Gesicht, welches den Mond, am Himmel über ihnen, verblassen lies.
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