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Original Sin

GeschichteMystery / P16 / MaleSlash
Jack Jeanette Voerman Maximillian Strauss Nines Rodriguez Velvet Velour (V.V)
16.09.2008
16.09.2008
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453
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16.09.2008 453
 
Leere, die Aufagaben erfüllt, breitet sich aus und lässt meine ohnehin schon dunkle Seele schwarz werden, Mitternachtsschwarz.
Rufe, Nines ruft mir hinterher, ich soll bleiben, ihm helfen, doch ich laufe weiter, drehe mich nicht um. Selbst die immerwährenden, zum Teil undeutlichen Stimmen in meinem Kopf sind verstummt, nicht eine kann man hören.
Ziellos laufe ich umher und sehe die Huren die ihre Körper mehr oder weniger günstig verkaufen. Meine Gedanken, nicht die vonLaCroix, Nines oder meinen anderen Persönlichkeiten, schweifen zu Heather. Ja, Heather wartet schon auf mich, ich hoffe es.
Mein Blick fällt auf ein Plakat aus dem Museum, ich lächle müde: "Warum nicht?" frage ich mich laut und nehme mir ein Taxi zum Museum. Es war früh dunkel geworden und das helle Licht der Museumsahlle schien bis auf die Straße hinaus. Ich erinnere mich nicht mehr, wie ich ausstieg und dem Fahrer das Geld gab, auch nicht, wie ich ins Museum gekommenbin, doch wie durch die schrecklich schmutzige Ironie des Schicksals stehe ich vor den Sarkopagen der alten Ägyptenausstellung. Ein belustigtes Schnauben erklingt aus einer dunklen Ecke und gelbe Augen leuchten auf. "Beckett." meine Stimme ist brüchiger als sie klingen sollte. Er tritt aus den Schatten und wie so oft steht ein überhebliches Grinsen auf seinem wölfischen Gesicht.
Mit geschmeidigen Bewegungen kommt er zu mir herüber und bleibt so dicht vor mir stehen, dass ich seinen Atem auf meiner kalten Haut spüre. "Weswegen bist du hier? Sehnsucht nach 200 Jahre alten Leichen?" in seiner Stimme schwingt immernoch Belustigung, ich schaudere, denn wie Donnergrollen rollt seine Stimme über meinen geist und erweckt die Stimmen in meinem Kopf.
Ich erwache aus meinem tranceähnlichen  Zustand, die Augen wachsam, die Haltung gespannt drehe ich mich um, sehe in seine Augen und grinse. "Danke!" Mit erwecktem Geist werfe ich ihm eine Kusshand zu und hüpfe davon. Der Schalk, eine meiner Häufigsten Seiten gewinnt kurz die Oberhand, meine Persönlichkeiten regieren mich, es ist mir gleich, denn amüsant ist es allemal!
Schnell laufe ich aus dem Museum, nehme mir ein Taxi in die Stadt, das bei meinem Appartement hält. Fast vergesse ich zu bezahlen, ich vergesse das Wechselgeld, das ist jetzt nicht wichtig, die Stimmen werden lauter, fast höre ich nur noch ein Summen zwischen meinen Ohren. Der Fahrstuhl hält, die Tür zum Appartement wird aufgerissen und Heather stürzt in meine Arme. "Meister, Ihr seid zurück! Ich habe Euch so vermisst!"
Ihre Stimme, voller Freude und Erleichterung bringt meinen Geist zum Schwingen, er pendelt sich ein, auf Ruhe, auf Frieden, doch die Stimmen geben sich nicht zufrieden. Sie flüstern von Rache und murmeln von Krieg.
Ich weiß, der Sieg ist unser, ist mein, doch für wie lange?
 
 
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