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Jealous and Obsession

GeschichteLiebesgeschichte / P12 / MaleSlash
Jonathan Palmer Richard Rokeby
15.09.2008
15.09.2008
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1.451
 
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15.09.2008 1.451
 
Hey,

hatte in letzter Zeit viele neue Ideen und unter anderem auch hierzu.
Wenn man das Buch kennt, weiß man wie präsent der stumme Wille
von Richard ist, dass Jonathan bei ihm bleibt. Ob nun durch Worte,
Taten oder gar Drohungen. Einfach genial und dabei kam mir die Idee
für diesen One-Short womit ich Euch noch viel Spaß wünsche ^_^




Jealous and Obsession


Regen ergoss sich und ließ den Boden des Internats schlammig werden. Ein dunkler Schleier hatte sich über Kirsten Abbey gelegt, als bei jenem Unwetter ein kleiner und zierlich gebauter Braunschopf über den Hof lief.

Sein Weg führte ihn ins Abbey House, welchen er mit schnellen Schritten erreichte. Durchnässt und mit vollgeschlampten Schuhen betrat er die Eingangshalle. Seine Schuluniform klebte ihm förmlich an seiner Haut, ebenso wie seine Haare, die ihm leicht die Sicht nahmen, da sie ihm leicht ins Gesicht fielen.

Doch ignorierte er dies und machte sich gleich daran die Treppe hochzusteigen. Zu jenem Zimmer welches er stets nach dem Unterricht aufsuchte. Immerhin bestand er darauf, dass er kam und er hatte bisher immer seinen Sturkopf durchsetzen können.

Etwas was er immer an dem anderen Jungen bewundert und mit der Zeit auch lieben gelernt hatte. So wie alle Seiten an ihm, die auf der einen Seite düster wirkten, aber auch anziehend und beruhigend.

„ Na hat es dir gefallen? “ begrüßte ihn Richard kühl. Er stand ihm gegenüber an einer Wand gelehnt und ließ den eintretenden Jungen nicht aus den Augen.

„ Hä? Was meinst du? “ wollte Jonathan verwirrt wissen und neigte dabei seinen Kopf leicht zur Seite. Eine Geste die ihn unschuldig aussehen ließ, aber an den Schwarzhaarigen anscheinend abzuprallen schien, da dieser ihn immer noch mit einem wütenden Blick ansah.

„ Du warst doch bei ihm, nicht? Hat es dir bei  ihm gefallen? “

„ Bei wem? “

„ Na bei Mr. Stewarts “, spie Richard mit angeekeltem Gesichtszügen den Namen aus.

Allein der Gedanke daran, wie Jonathan ihn fasziniert im Unterricht ansah und an den Lippen des Lehrers hing, sobald sie die geschichtliche Vergangenheit von längst verstorbenen Leuten durchnahmen, machte Richard eifersüchtig. Der Schwarzhaarige mochte es nicht, den anderen Jungen mit jemand anderes teilen zu müssen.

Selbst mit ihrem Geschichtslehrer nicht, den er während des Unterrichts mit stechendem Blick ansah. Es juckte ihn seit geraumer Zeit, etwas gegen dieses lästige Problem zu unternehmen. Dann hätte er Jonathan wieder für sich und er würde nur noch an seinen Lippen hängen, dafür würde Richard sorgen.

Schon lange waren sie keine unberührten Jungen mehr. Und er hatte seither jede Nacht klar gemacht, wem der Jüngere gehörte und wer nun Besitzrechte auf diesen Körper hatte. Diese weiche Haut, welche nur er berühren musste um selbst in Flammen zu stehen. Tja Jonathan schaffte es vielerlei ihn zu berühren, sei es nun seelisch oder körperlich, alles in ihm ist bereits dem anderen Jungen verfallen, weshalb er es nicht gerne sah, wenn dieser mit anderen Menschen zusammen war.

„ Ach so, er hatte mir ein Buch empfohlen, welches ich in der Bibliothek ausleihen könnte. Es geht um unser derzeitiges Thema und wir haben überlegt, ob ich vielleicht einen Vortrag dazu halte werde “, erklärte ihm Jonathan beruhigend.

So sehr er diesen Jungen auch liebte, machte dessen Eifersucht vieles kaputt. Dem Braunschopf kam es so vor, als würde ihm Richard nicht vertrauen, was sehr verletzend war. Ebenso das er sich nicht mehr mit den anderen aus seinem früheren Freundeskreis reden konnte, ohne gleich eine Anschuldigung von dem älteren Jungen zu bekommen.

„ Wirklich? “ hakte Richard kühl nach und kam langsam und bedrohlich auf den Jüngeren zu. „ Und wieso habt ihr dafür gute anderthalb Stunden dafür gebraucht? Was habt ihr gemacht Jonathan? Sag mir die Wahrheit. “

„ Was? Du glaubst doch nicht etwa dass wir… wir…“, erwiderte der Braunschopf fassungslos, ehe er selbst wütender fortfuhr: „ Mensch Richard, wie kommst du denn auf diesen Blödsinn? Ich würde nie mit jemand anderem rum machen, weil ich dich Liebe und nicht verletzten möchte! Und ich war so naiv zu glauben, dass du mich auch liebst, was wohl ein Fehler war! So wenig wie du mir vertraust! “

Damit wandte Jonathan sein Gesicht ab, da er nicht noch länger dem bohrenden Blick des älteren Jungen standgehalten hätte. Zudem klopfte sein Herz wild und aufgeregt, als er an dem Schwarzhaarigen vorbei zur Tür ging. So sehr er sich über Richards Vorwurf auch geärgert hatte, bereute er seinen eigenen Wutausbruch.

Denn es würde wieder so enden, wie die letzten Male.

Richard würde sich nicht anbrüllen lassen und ihn grob gegen das nächst bestem Mobiliar pressen. Seine Hände würden sich wieder schmerzhaft in seine Arme bohren und blaue Flecke hinterlassen, während die schneidende Stimme des Jungen ruhig auf ihn einredete, bis er Jonathan bearbeitet und ein schlechtes Gewissen eingeredet hatte.

So wahr die Aussage auch war, dass Richard ziemlich unkontrolliert mit seiner Eifersucht und leichten Besessenheit, die er für Jonathan mit jedem Tag stärker empfand, war es Jonathan der am Ende einsehen musste, einen Fehler gemacht zu haben. Immerhin bräuchte er nicht mit den anderen Jungen reden, geschweige denn sie anzusehen.

Und genau das war der Punkt an dem Richard übertrieb. Er konnte ihm doch gewisse Freiheiten lassen und ihm die Möglichkeit geben, in ruhe mit seinen Freunden zu reden, sich mit seinen Eltern über Telefon zu sprechen und sonst irgendwie Kontakt zu anderen zu suchen. Etwas was der andere Junge nicht verstand und ihn stattdessen vor anderen abschottete.

Das war auch wohl die Schattenseite ihrer Beziehung, da er einerseits immer mehr in Richards Bann gezogen wurde und seinen nervigen Dickkopf liebte und andererseits immer mehr von ihm beansprucht wurde und das Gefühl hatte, zu sehr von Richards Liebe eingeengt zu werden.

Diesmal war der Schwarzhaarige zu weit gegangen, was er auch einsah. Eigentlich hatte er erst vorgehabt, Jonathan ins Bett zu ziehen, ihn darauf festzunageln und dann seinen Platz zu zeigen. Dass er an seine Seite gehörte und sich verdammt noch mal von irgendwelchen Dozenten, Lehrern oder sonst irgendwelchen Schüler fern halten sollte.

Ansonsten sah er zu dem Hass, welchen er auf die Menschheit hatte, noch zusätzlich die fiktive Idee überall Rivalen zu haben, die ihm den zierlichen Jungen wegnehmen wollten. Einen geliebten Menschen, für den er als Einzigen warme und zärtliche Gefühle hegte, wie er es bei seiner Mutter schon getan hatte.

Da er nie über ihren Verlust kam, hatte er natürlich Angst, dass Jonathan etwas passierte. Dass sein Freund ihn verlassen könnte und alleine zurückließ… genau wie seine Mutter.

„ Nicht… bitte Jon geh nicht “, flehte er ruhig seinen Freund an und schlang seine Arme um die Hüften des Jüngeren. Er drückte sich an den Rücken Jonathans und hielt ihn auf das Zimmer zu verlassen.

Auch wenn dieser Gedanke egoistisch klang, doch wollte er nicht, dass der andere Junge ging. Zu sehr war er diesem bereits verfallen und hielt es nicht mehr ohne ihn aus. Er brauchte den Braunschopf, wie dieser förmlich sein Herz an ihn vergeben hatte. Gott, er war wirklich dumm gewesen zu glauben, dass Jonathan… sein süßer und unschuldiger Freund… ihn betrügen könnte.

Dafür hatte der Junge einfach ein zu gutes Herz, als das er etwas tun würde, was ihn oder gar andere Leute verletzte. Eine Tatsache die Richard nicht immer gefiel, da Jonathan mit seinen Gedanken auch gerne abschweifte und sich über alles und jeden Sorgen machte. Und doch liebte er auch diese Seite an ihn, da sie ein Teil von seinem Freund war und er gelernt hatte sie zu akzeptieren, wie Jonathan seine eindringliche Art von Liebe akzeptierte.

„ Verzeih mir, ich habe wiedereinmal überreagiert “, flüsterte ihm Richard leise ins Ohr. „ Wenn du jetzt böse auf mich bist, kann ich es verstehen. Deshalb schrei mich ruhig weiter an, ich werde dir in Ruhe zuhören. Nur bitte ich dich, nicht zu gehen Jonathan. “

Sein warmer Atem streifte die Haut des anderen und ließ den Körper in seinen Armen erbeben. Jonathan reagierte sensibel auf die meisten Berührungen von dem älteren Jungen, welcher mit geschickten Berührungen seinen Körper mit Lust füllen konnte. So wie eben, als er Richards sanfte und dunkle Stimme hörte und seine zärtliche Berührung wahrnahm, die ihn von seinen derzeitigen Fluchtgedanken abbrachte.

Die liebevollen Worte des anderen ließen ihn sogar wieder Lächeln, als er sich vertrauensvoll gegen Richards Brust lehnte und seufzend die Augen schloss.

„ Ich war nie böse auf dich, aber mich haben deine Anschuldigungen verletzt, verstehst du Richard? Ich dachte du vertraust mir, dass du der Einzige Mann bist, mit dem ich zusammen sein möchte. “

„ Das möchte ich auch Jon und niemand wird dich mir mehr wegnehmen “, meinte Richard bestimmend und drehte den anderen Jungen in seinen Armen um, damit er in dessen Augen sehen konnte. Ein gelöstes und zufriedenes Lächeln lag in seinem Gesicht, als er noch anfügte: „ Nie mehr werde ich dich gehen lassen. Dafür liebe ich dich zu sehr. “


Owari

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