Starlife

von Zyon
GeschichteRomanze / P16 Slash
14.09.2008
14.11.2008
21
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Acht Tage später
„Fähnrich Loughlin meldet sich zum medizinisch – technischen Einsatz auf Deep Space Nine, Sir.“ Verkündete Andrew fest und starrte an dem KommandoOffizier vorbei.
„Willkommen auf der Station, Fähnrich.“
Der dunkelhäutige Captain unterdrückte mühsam ein belustigtes Grinsen angesichts der angespannten Gestalt vor ihm.
„Sie wurden von der Akademie hierher versetzt. Das ist ungewöhnlich. Haben Sie schon Erfahrung mit Raumstationen gemacht?“
Andrew schüttelte den Kopf. „Nein, Sir.“
Sisko nickte. „Haben Sie eine Erklärung, warum Sie hier sind?“ In den großen, braunen Augen des Stationskommandeurs blitzte Vergnügen auf.
Wiederum verneinte Andrew.
„Nun, dann werden Sie sich jetzt bei Dr. Bashir auf der Krankenstation melden. Er wird Sie in Ihre Tätigkeiten einführen. Machen Sie sich bei Zeiten mit den Eigenheiten des Stationslebens bekannt. Sie können gehen, Fähnrich.“
Andrew nickte knapp. „Ja, Sir.“ Drehte sich herum und marschierte aus dem Büro.
Sisko nahm lässig hinter seinem Schreibtisch Platz und griff nach dem Baseball, der für gewöhnlich in einem Sockel ruhend seinen Besitzer bewachte. Ben lächelte in sich hinein. Fähnrich müsste man noch mal sein, dachte er bei sich und sah dem Baseball zu, der hoch in die Luft gen Decke flog und wieder in seine Hand zurückkehrte. Da lastete die Verantwortung noch auf den Schultern der anderen.
Ein Piepen unterband weitere Gedanken über die Jugendzeit. „Eintreffende Nachricht“ verkündete die freundliche Computerstimme. Ben Sisko seufzte und wandte sich seiner Verantwortung zu, die ihm dennoch gefiel...

„Sie werden mit Schwester Piluma auf Diagnose – Ebene arbeiten...“
Andrew gähnte. Unter Diagnose – Ebene hatte er sich etwas anderes vorgestellt, am Ende saßen er und Lt. Piluma an zwei dieser cardassianischen Monitore und arbeiteten sich durch die Datenstränge, die auch nur im Entferntesten mit der Krankenstation zu tun hatten.
Jetzt saß er in seinem Quartier, blickte hinaus zu den Sternen und trank eine heiße Schokolade, mit der er seine schmerzenden Wunden zu umspülen versuchte.
Die Arbeit, die fremde Umgebung, die vielen verschiedenen Wesen auf Deep Space Nine – alles ließ ihn klein und verloren erscheinen. Völlig verschüchtert von diesen Eindrücken war er in das Büro des Captains gelangt und voller Unsicherheit zur Krankenstation gekommen.
In seinem Inneren wünschte er sich nichts sehnlicher, als im Garten seiner Eltern unter dem Apfelbaum zu sitzen, ein Kind zu sein und nie erwachsen zu werden.
Die ersten Tage an der Akademie waren nicht anders gewesen.
Viele fremde Gesichter, die Disziplinierung, die Anforderungen hatten ihn zu Beginn auch sehr erschreckt. Nach den drei Jahren tat es ihm jedoch leid, seine Ausbildungsstätte verlassen zu müssen.
So änderte sich das Leben, beruhigte er sich, alles veränderte sich.
Und wie seine Augen in die Finsternis der Unendlichkeit blickten, verlor Andrew sich in freundlicheren Gedanken...

Sein geistiges Auge formte ein Bild von seinem liebsten Platz im Park. Auf der Bank zwischen den Oleandersträuchen sitzend, den Sonnenschein genießend.
An seine Beine gelehnt hockte Nathaniel, schmiegte seinen Kopf an Andrews Knie. Er streichelte sanft über das schwarze Haar des Geliebten, das in der Sonne glänzte und so weich war wie seine Haut. Andrew spürte, wie sein Herz schneller klopfte und in seinem Bauch ein wohliges Gefühl Verbreitung fand.
Nathaniel fuhr mit seinen Fingern behutsam über das bekleidete Bein des Jungen, hinunter zum Ende des Hosenbeins. Mit leichten Berührungen schob er seine Hand darunter.
Andrew erschauerte wohlig und begann mit der zärtlichen Liebkosung des Nackens.
Nathaniel hob den Kopf zu Andrew und lachte. Seine weiche geschwungenen Lippen entblößten ebenmäßige Zähne und für einen Augenblick wurde er der Zungenspitze ansichtig.
In Andrews Leisten begann es zu kribbeln. Er lächelte zurück, wanderte mit seiner Hand unter die rote Uniform des Angebeteten, suchte den Kontakt zu der weichen Haut.
Die Finger unter seinem Hosenstoff glitten über seinen muskulösen Unterschenkel, hinauf du wieder hinunter. Das Blut begann in Andrews Mitte zu strömen und zu pochen.
Leise rief er Nathaniels Namen.

Ruckartig knallte er die Tasse vor sich auf die Fensterbank. Andrew schüttelte den Kopf.
Das konnte es doch nicht sein. Stets dieses Verlangen in sich tragend, stets träumend von der Begegnung mit ihm, stets das vergebliche Wünschen und Sehnen. Sein Herz verkrampfte sich wieder, die Wohligkeit formte einen schmerzenden Klumpen in seiner Magengrube, die Erregung wich.
Er blickte hinüber an sein Terminal.
Vielleicht nach dem Kurs der Wichita sehen? Oder die Personalakte abrufen? Einen Brief an ihn schreiben?
Resignierend sah er zu Boden. Was sollte das schon bewirken? Sein Schmerz würde nur gesteigert, nicht gelindert. Am einfachsten wäre es doch, ihn zu vergessen.
Sie hatten sich für einen Moment in die Augen geblickt und da war mehr gewesen.
Das ist Wahnsinn, rief sich Andrew zur Ordnung. Seit beinahe vier Monaten drehten sich seine Gedanken fast ausschließlich um diesen Offizier und die Wahrscheinlichkeit, ihn wieder zu sehen, war verschwindend gerind. Diese Selbstgeisselung musste ein Ende haben.
Er versprach sich selber, keinen Gedanken mehr an den Mann zu verschwenden.
Und der nächste Gedanke flog wieder zu Commander Jordan.
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