Surprises/All I ever wanted

GeschichteRomanze / P6
Clark Kent Lana Lang
12.09.2008
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Surprises


Clark und Lana, beide mittlerweile 21 Jahre alt und seit über drei Jahren glücklich zusammen, waren mal wieder in Smallville zu Besuch. Seit zwei Jahren besuchten sie die Uni in Metropolis und lebten auch dort in einer kleinen Wohnung, die sie sich zusammen gemietet hatten. Um sich die Uni und die Wohnung leisten zu können hatten sie beide einen Nebenjob angenommen. Clark arbeitet für die GOSSIP, eine kleine Schwesternzeitung des Daily Planet, die vorwiegend über News, Gerüchte und Spekulationen aus der Promiwelt und anderen einflussreichen Leuten aus Metropolis berichtete. Es waren zwar keine Sensationsstories die er da schrieb, aber für den Anfang reichte es ihm, außerdem stimmte das Geld und er hatte dort gute Aufstiegschancen. Lana jobbte derweil im TIPSY, einer Zweigstelle des Talon, die Lex in Metropolis eröffnet hatte und in der es neben Kaffee ab 21:00 Uhr auch alkoholische Getränke gab.
Doch nun hatten sie über Ostern ein paar Tage frei und nutzen die Gelegenheit mal wieder Clarks Familie zu besuchen...



Als Lana am Ostersonntag die Küche betrat, duftete es dort köstlich nach frisch gebackenen Brötchen und Kaffee.
„Guten Morgen, Lana.“, begrüßte Martha sie heiter.
„Morgen, Mrs. Kent.“
„Ich frage mich, wie oft ich dir noch sagen soll, dass wir uns für ‚Mrs. Kent’ schon zu lange kennen!“
„Tut mir Leid … Martha. Es ist nur noch so ungewohnt.“, entgegnete Lana entschuldigend und setzte sich an den Frühstückstisch, der schon reich, mit allem was das Herz begehrte, gedeckt worden war.
„Kommt Clark auch? Oder schläft unser Murmeltier noch?“, lächelte Martha sie warm an und stellte einen Korb, voll mit frischen Brötchen, in die Mitte des Tisches.
„Nein, nein, der ist schon unter der Dusche. Er dürfte jeden Moment runter ...“ Plötzlich ertönte das vertraute „Whoosh“ hinter ihnen und Clark kam kurz vor Lana zum Stehen.
„Bin schon da, Mum!“, verkündete er fröhlich. Dann beugte er sich zu Lana herunter und gab ihr einen Kuss. „Morgen, mein Schatz!“
„Das hatten wir heute doch schon.“, grinste sie.
„Ich weiß, aber das erste Mal ist schon wieder so lange her!“, lächelte er zurück, setzte sich auf seinen Platz und angelte sich ein Brötchen aus dem Brotkorb.
„Pass auf, die sind noch heiß!“, warnte ihn seine Mutter und Clark sah sie irritiert an.
„Mum, schon vergessen? Ich bin der unverwundbare Clark.“, scherzte er und Lana musste lachen.
„Siehst du, das kommt davon, wenn du nur noch alle drei Wochen mal hier vorbeischaust.“
„Ich weiß, Mum, aber die Uni und meine Arbeit bei der Gossip spannen mich ganz schön ein.“, versuchte Clark sich rauszureden.
„Na ja, ich bin ja froh, dass ihr wenigstens an Ostern bei uns seid und wir mal wieder alle so richtig schön zusammen frühstücken.“
„Apropos alle, fehlen da nicht noch zwei in der Runde?“, stellte Lana fest.
„Ja, wo ist eigentlich unser kleiner Sonnenschein? Sonst lässt sie uns doch nie länger als acht schlafen!“, bemerkte nun auch Clark das Fehlen seiner Schwester. Da sie am Vorabend erst so spät aus Metropolis gekommen waren, hatten sie niemanden mehr angetroffen und waren davon ausgegangen, dass alles schon fest schlief und hatten sich einfach leise in ihr Bett geschlichen um keinen aufzuwecken.
„Lilly hat bei Pete übernachtet. Er und Chloe haben gestern auf sie aufgepasst und Lilly war so in den Film vertieft, den Pete mit ihr angeschaut hatte, dass sie ihn gerne noch zu Ende gucken wollte. Da haben wir sie dort übernachten lassen.“, klärte Martha sie auf.
„Und wo ist Dad?“
„Er ist hinterm Haus auf der Wiese, er hat dort noch was zu erledigen.“, etwas verlegen wandte sich Martha vom Tisch ab und holte den Kaffee.
„Auf der Wiese hinterm Haus? Er tut doch dort nicht etwa das, was ich denke, das er tut? Oder?“ Clark hatte so eine gewisse Ahnung, was sein Vater da treiben könnte, nur wollte er nicht so recht wahr haben, dass er das dieses Jahr auch wieder tat. Er hatte es nämlich zu einer Art Tradition werden lassen, seit Clark das erste Osterfest hier auf der Erde miterlebt hatte, auf der Wiese hinter dem Haus bunte Eier zu verstecken, die Clark dann immer suchen durfte.
„Ich fürchte doch. Außerdem gehört es irgendwie zu Ostern dazu!“
„Dann kann sie doch Lilly suchen. Sie freut sich bestimmt.“, lehnte Clark ab.
„Für sie hab ich schon welche im Haus versteckt. Tu deinem Vater halt den Gefallen.“
„Ich sag ja gar nichts. Zum Glück hab ich ja wieder Verstärkung dabei!“, feixte er und stupste Lana liebevoll an.
„Ach komm, als ob ich dir ne große Hilfe bin! Mit deinem Röntgenblick hast du doch alle in Null-Komma-Nichts gefunden.“, wehrte Lana ab.
„Was hör ich da von Röntgenblick? Du wirst doch nicht schummeln wollen!?“, mit diesen Worten betrat Jonathan die Küche und lief auf die Spüle zu, um sich die Hände zu waschen.
„Nein, Dad. Das würde mir nie im Traum einfallen.“, grinste Clark und zwinkerte Lana zu. Jonathan gesellte sich schließlich auch an den Tisch und sie fingen an zu frühstücken.
„Hat unsere Lilly schon angerufen, wann ich sie abholen soll?“
„Ja vorhin, du brauchst nicht hinzufahren. Pete bringt sie nachher vorbei. Sie will mit Chloe noch einen Kuchen für Clark backen.“, berichtete Martha ihrem Mann.
„Die beiden verwöhnen sie ganz schön!“, stellte Clark fest.
„Das musst du gerade sagen. Wenn du nach zwei Tagen wieder wegfährst haben wir zwei Wochen zu tun sie wieder zu entwöhnen. Ich erinnere dich nur mal an deine Geschichte „Die Abenteuer der kleinen Schildkröte Max“, die du für sie geschrieben hast. Die durften wir ihr dann monatelang vorlesen.“
Clark blickte sie etwas verlegen an. „So was machen große Brüder halt.“, versuchte er sich zu rechtfertigen.
„Was ist los, Lana? Hast du keinen Hunger?“, fragte Martha als sie bemerkte, dass sie immer noch nichts von ihrer ersten Brötchenhälfte gegessen hatte.
„Keinen richtigen.“, entgegnete sie und nippte dann an ihrem Kaffee.
„Du siehst heute auch irgendwie blass aus. Geht’s dir nicht gut?“, sah sie nun auch Jonathan etwas besorgt an.
„Doch, ich hab nur irgendwie schlecht geschlafen.“, meinte Lana schnell.

Nachdem alle mit essen fertig waren, wandte sich Clark an Lana. „Und hast du Lust auf einen kleinen Spaziergang?“ Lana nickte. „Frische Luft tut mir bestimmt gut.“
„Aber nehmt euch einen Korb mit Clark, nicht das du dir die Eier wieder in die Jackentasche steckst. Du weist ja, was damals passiert ist.“
„Ja, Dad. Und das werde ich bestimmt nie vergessen!“, stöhnte Clark und verdrehte die Augen.
„Was war denn damals?“, packte Lana die Neugier und blickte Jonathan fragend an. Dieser freute sich offensichtlich über diese Frage und fing auch gleich an zu erzählen.
„Also Clark war gerade acht Jahre alt ...“
„Da-had!“, warnte Clark.
„Jetzt hab dich nicht so, Junge. Da ist doch nichts dabei.“, verstand Jonathan den Einwand seines Sohnes nicht.
„Ja Clark, ich würde das sehr gerne hören.“, redete auch Lana auf ihn ein. Clark zog daraufhin einen Flunsch und ließ sich gegen die Lehne seines Stuhls fallen.
„Also wie schon gesagt, Clark war acht und hatte gerade herausgefunden, dass er sich mit Superspeed fortbewegen kann. Er hatte so einen Spaß an dieser neuen Fähigkeit, dass er so ziemlich jede Chance nutze, um sie einzusetzen und fragte uns ständig, ob er irgendetwas für uns holen oder machen könnte.“
„Ja, das waren noch Zeiten, heute mault er schon rum, wenn er nur mal kurz den Müll rausbringen soll, obwohl er das innerhalb einer Sekunde erledigt haben könnte.“, warf Martha ein.
„Gar nicht wahr, Mum!“, schmollte Clark noch immer und Lana schenkte ihm ein Lächeln.
„Och Süßer. Ich höre nun mal gerne Geschichten, die Eltern von ihren Kindern erzählen, als sie noch klein waren. Und ganz besonders gerne höre ich welche, die deine Eltern erzählen.“, beruhigte ihn Lana und Clark wusste genau was sie damit sagen wollte. Denn sie würde sicherlich alles dafür geben, solche Kindheitsabenteuer heute von ihren Eltern zu hören, doch leider war das nicht möglich. Zwar hatte Nell auch so Einiges zu berichten, doch es war sicher nicht das Gleiche, wie wenn es die eigenen Eltern erzählen. Also hörte sie immer genau hin, wenn Jonathan oder Martha mal von „Klein-Clark“ sprachen.
„Erzählen Sie weiter, Mr. Kent.“, richtete sich Lana wieder an Jonathan und fing sich prompt einen strafenden Blick von Martha ein. „Umm ... Jonathan.“, verbesserte sie sich schnell und dieser führte seine Geschichte fort.
„Na ja, jedenfalls war dann Ostersonntag und es ging daran die Eier zu suchen. Clark war natürlich so in seinem Element wie wild durch die Wiese zu flitzen, dass er nicht, unnötiger Weise, zwischendurch anhalten wollte, um die Eier in einen Korb zu legen. Also steckte er sie kurzerhand alle in die Tasche seines Sweatshirts. Natürlich bekam das den Eiern nicht so gut, wie du dir denken kannst. Er war ziemlich niedergeschlagen, als er feststellen musste, dass von den Eiern nur noch Matsch übrig war. Aber sein Gesicht, als er daraufhin zu seiner Mutter meinte: ‚Mum, ich glaube heute Abend gibt’s Eiersalat!’, war einfach zu köstlich.“ Lana musste schmunzeln, sie konnte sich den kleinen Clark so richtig gut vorstellen, wie er da auf der Wiese hin- und hersauste. Diese Erinnerungen an seine Kindheit waren wirklich immer wieder süß.
Als sein Vater geendet hatte, sprang Clark schließlich auf und suchte einen Korb aus dem Küchenschrank. „Wollen wir dann?“, kehrte er fröhlich zu Lana zurück. Er hatte beschlossen, sich nicht länger über seinen Vater zu ärgern. Nicht heute! Denn dieser Tag sollte immerhin zu einem der schönsten in seinem Leben werden.

Zusammen verließen sie das Haus. Es war ein herrlicher Tag, die Sonne schien, der Himmel war blitzblau und die Vögel sangen in den höchsten Tönen. Kurz, es war ein Frühlingstag, wie er schöner nicht hätte sein können und optimal für das geeignet, was Clark heute noch vorhatte.
„Die Geschichte erzählt er jedes Jahr, musst du wissen!“, teilte Clark Lana mit, um ihr klar zu machen, warum er vorhin nicht gerade erfreut darüber war.
„Ich weiß gar nicht was du hast. Ich fand sie süß!“, lächelte ihn Lana an und Clark zog eine Grimasse. Sie bogen auf die Wiese ab und schlenderten Hand in Hand durch das dichte, saftig grüne Gras, was um diese Jahreszeit schon recht hoch stand.
„Aber mein Dad hat Recht, du siehst heute tatsächlich blass aus. Es geht dir doch wirklich gut!?“ Clark bückte sich nach einem Ei, das er gerade entdeckt hatte und legte es in den Korb, den Lana trug.
„Ja, es ist bestimmt nur der Stress. Du weißt ja selbst wie das ist, vormittags die Uni und abends arbeiten. Da steht man schon etwas unter Druck. Immerhin hab ich keine Superkräfte, die verhindern das ich erschöpft bin.“, stichelte Lana und kniff Clark in die Seite.
„Was hältst du dann davon, wenn wir uns nachher irgendwo ein stilles Plätzchen suchen und den ganzen Tag schön relaxen? Wir könnten die Pferde nehmen. Tyson und Donatello freuen sich bestimmt über einen kleinen Ausritt.“, schlug Clark vor.
„Das wäre bestimmt schön, aber nach reiten ist mir heute nicht.“ Lana blickte ihn entschuldigend an. Denn in Wahrheit ging es ihr doch nicht so gut, wie sie vorgab. Sie fühlte sich irgendwie schlapp und ihr war leicht schwindelig.
„Kein Problem, dann machen wir es uns halt auf der Veranda gemütlich mit einer schönen großen Tasse Tee.“
„Hört sich gut an.“
Sie setzten ihren Weg durch die Wiese fort und hielten weiter Ausschau nach den Eiern, die Jonathan dort versteckt hatte. Er hatte sich wirklich große Mühe gegeben und raffinierte Verstecke gefunden. Sie entdeckten welche in kleinen Erdlöchern, unter einem Stück abgefallener Borke, in dichten Grasbüscheln und sogar eines, das als Stein getarnt war. So dauerte es gar nicht lange, bis der kleine Korb dreiviertels voll war.

Schließlich fand Clark, dass es jetzt an der Zeit war sein Vorhaben in die Tat umzusetzen. Er blieb stehen, kniete sich auf den Boden und tat so, als ob er ein besonders dichtes Grasbüschel durchsuchte. Dann blickte er zu Lana auf, nahm ihre freie Hand in seine und fing an zu sprechen.
„Lana, ich würde gern etwas loswerden. Du weiß ja sicherlich, dass ich dich für den bezaubernsten Menschen halte, den ich je kennen gelernt habe. Ich möchte nicht eine einzige Sekunde missen, die wir zusammen verbracht haben. Wenn ich könnte würde ich jede einzelne in einer Kiste sammeln, damit sie nie verloren gingen. Ich liebe dich, mehr als alles andere auf dieser Welt und daran wird sich auch nie etwas ändern. Deshalb möchte ich dich gern etwas fragen ...“ Clark zog unauffällig eine kleine Schachtel aus seiner Jackentasche. Sie war mit rotem Samt überzogen und hatte die Form eines Herzens. Er lächelte Lana an und in seinen Augen spiegelte sich seine endlose Liebe für sie. Doch Lana erwiderte den Blick nicht, sie wirkte irgendwie abwesend und ihre Augen waren glasig.
„Lana? Alles okay?“ Clark musterte sie besorgt. Lana antwortete nicht. Schließlich verdrehte sie die Augen und sackte in sich zusammen. Clark reagierte in Sekundenschnelle. Er ließ die Schachtel wieder in seine Tasche gleiten und fing Lana auf, ehe sie den Boden berührte. Sicher hielt er sie im Arm und tätschelte sanft ihre Wangen.
„Lana, Liebling? Was hast du?“ Sie zeigte keine Reaktion. Clarks Herz raste und Adrenalin schoss durch seine Venen. Was war bloß los mit ihr? Kurzerhand hob er sie hoch und lief, mit ihr auf den Armen, auf das Haus zu.

Dort angekommen, eilte er an den fragenden Gesichtern seiner Eltern vorbei und steuerte die Treppe an.
„Clark! Was ist denn passiert?“, fragte Martha erschrocken. Doch Clark antwortete nicht, sondern rief ihr nur zu: „Ruf bitte Dr. Bryce an!“ Dann trug er Lana nach oben, um sie dort auf sein Bett zu legen.
Ein paar Minuten später erschien seine Mutter hinter ihm. „Dr. Bryce kommt sofort. Was ist denn überhaupt passiert?“
„Ich weiß es nicht. Sie ist einfach umgefallen.“, erklärte Clark und strich Lana zärtlich über die Stirn. Er hatte so wahnsinnige Angst um sie und sein einziger Gedanke galt der Hoffnung, dass sie nicht ernsthaft krank war.
„Einfach so?“, gab Martha sich noch nicht mit der Antwort zufrieden und betrachtete Lana besorgt.
„Ja, aus heiterem Himmel. Wir sind durch die Wiese gelaufen, dann wollte ich ihr einen Antrag machen, aber bevor es dazu kam, ist sie einfach umgekippt.“ Martha wollte gerade nachfragen, ob sie eben richtig gehört hatte, als Dr. Bryce im Türrahmen erschien.
„Was ist passiert?“, fragte sie, als sie Lana auf dem Bett liegen sah, die gerade wieder zu sich kam.
„Sie ist plötzlich bewusstlos geworden.“ Lana blickte etwas verwirrt in die Runde, offensichtlich konnte sie sich nicht erklären warum Dr. Bryce da war.
„Gut, gehen Sie bitte alle raus, während ich Miss Lang untersuche.“, wies sie Clark und Martha an, den Raum zu verlassen.
„Ist gut.“, erklärte sich Clark einverstanden, dann beugte er sich zu Lana hinunter und gab ihr einen Kuss auf die Stirn. „Ich komm gleich wieder.“ Lana nickte matt und Clark verließ mit seiner Mutter das Zimmer.

Gemeinsam kehrten sie in die Küche zurück, wo Jonathan sie schon mit fragendem Gesichtsausdruck erwartete.
„Was ist denn nun passiert? Geht’s Lana wieder besser?“
„Ja, sie ist wieder aufgewacht. Dr. Bryce untersucht sie gerade.“, unterrichtete ihn Martha.
„Warum musste das ausgerechnet heute passieren!“, fluchte Clark und ließ sich auf einen Stuhl fallen.
„Wie meinst du das?“, horchte sein Vater auf.
„Stell dir vor, dein Sohn wollte Lana vorhin einen Heiratsantrag machen.“
„Und was hat sie gesagt?“
„Bevor ich die entscheidende Frage stellen konnte, ist sie einfach umgefallen.“, berichtete Clark und senkte niedergeschlagen seinen Blick.
„Das du das vorhast, hast du uns gar nicht erzählt.“
„Ich wollte es nicht an die große Glocke hängen, solange es nicht offiziell ist. Wer weiß, vielleicht lehnt sie auch ab.“
„Das wird sie schon nicht. Ihr liebt euch doch von ganzem Herzen!“, versuchte ihn Martha zu beruhigen.
„Ja, noch genauso wie am ersten Tag!“, stimmte ihr Clark zu.
„Na siehst du, du hast überhaupt keinen Grund zur Sorge! Das klappt schon.“, fügte Jonathan optimistisch hinzu.
„Kann ich den Ring mal sehen?“
„Klar, Mum!“ Clark zog die kleine Schachtel aus seiner Jackentasche und reichte sie seiner Mutter. Diese nahm die Schachtel entgegen, klappte sie auf und betrachtete mit leuchtenden Augen den darin verborgenen Ring.
„Wow Clark, der ist wunderschön! Lana wird Augen machen!“, staunte sie.
„Na das hoffe ich doch!“, grinste Clark und steckte den Ring wieder in seine Jacke.
„Ich freu mich für dich!“ Martha umarmte ihn und Jonathan klopfte ihm beglückwünschend auf die Schulter.

Da kam Dr. Bryce die Treppe runter, auf sie zu gelaufen.
„Wie geht’s ihr? Ist alles in Ordnung?“, wandte sich Clark sofort an sie.
„Ja, es geht ihr soweit gut. Sie können jetzt zu ihr.“
„Und warum ist sie umgekippt?“
„Ich will nicht sagen, dass das normal ist, aber es ist auch nicht ungewöhnlich für ihren Zustand.“, klärte ihn Dr. Bryce auf. Clark wechselte mit seinen Eltern verwunderte Blicke.
„Was denn für ein Zustand?“ Clark klang wieder besorgt. War sie etwa doch krank und hatte ihm nichts davon gesagt?
„Ich denke, dass wird Ihnen Miss Lang lieber selber sagen wollen. Passen sie nur auf, dass sie sich in den nächsten Tagen etwas schont.“
„Okay. Danke Doktor.“ Clark gab ihr die Hand und Dr. Bryce lief dann auf die Tür zu.
„Warten Sie, wir bringen sie noch zu Ihrem Wagen.“, boten Martha und Jonathan an und folgten ihr.

Clark indes machte sich auf den Weg zu seinem Zimmer. Er musste von Lana selber hören, dass es ihr gut ging und er wollte unbedingt wissen was diese merkwürdige Andeutung über ihren Zustand zu bedeuten hatte. Als er die Tür öffnete strahlte ihn Lana freundlich an.
„Hey.“, begrüßte sie ihn. Clark lief auf das Bett zu und setzte sich zu ihr auf die Bettkante. Dann gab er ihr einen leichten Kuss auf die Lippen.
„Jag mir nie wieder so einen Schrecken ein!“
„Ich versuch’s.“, lächelte sie.
„Dr. Bryce meinte es sei soweit alles in Ordnung. Aber sie hat so eine komische Bemerkung über deinen Zustand gemacht. Es ist doch wirklich alles in Ordnung!?“ Clark blickte sie ernst an. Lana schluckte schwer, lächelte aber immer noch. Dann griff sie nach Clarks Hand und führte sie zu ihrem Bauch.
„Wenn es für dich in Ordnung ist, dass wir ein Baby bekommen.“, sagte sie schließlich.
„Was!?“ Clark befürchtete sich verhört zu haben.
„Ich bin schwanger, Clark.“, wiederholte sie es noch mal.
„Du bist was? Aber wie ist das möglich? Ich dachte, du könntest keine Kinder bekommen?“
„Tja, wie es aussieht, scheint das deinen Jungs ziemlich egal zu sein!“ Lana lächelte jetzt noch breiter und Clark erwiderte es verwirrt. Er konnte es einfach noch nicht glauben, was er da hörte. Lana war tatsächlich schwanger? Seine Lana? Das konnte doch unmöglich wahr sein! Nicht, nachdem Lana damals von diesem Monster so schwer verletzt worden war und man ihnen daraufhin mitgeteilt hatte, dass sie mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit keine eigenen Kinder bekommen könnte.

Clark musste unweigerlich an diesen schrecklichen Tag denken, der jetzt fast zwei Jahre zurück lag. Er war mit Lana verabredet gewesen, hatte es aber nicht geschafft pünktlich im Talon zu sein. Also beschloss sie, trotz der bestehenden Gefahr von einem wirklich gefährlichen Freak angegriffen zu werden, der Smallville zu der Zeit unsicher machte, vor der Tür zu warten. Es handelte sich zwar nur um ein paar Minuten, die sie da stand, aber die hatten ausgereicht um ihr Leben zu zerstören. Denn sie wurde das Opfer eines brutalen Angriffes, von diesem, mit zentimeterlangen Krallen bestückten, echsenartigen Wesen. Gerade noch rechtzeitig hatte Clark sie davor bewahren können, sie für immer zu verlieren. Dennoch hatte sie dieses Vieh mit seinen messerscharfen Klauen erwischt und übel zugerichtet.
Es war auch der Tag gewesen, an dem er zum ersten Mal seine Fähigkeiten vor ihren Augen benutzte und ihr somit sein Geheimnis offenbarte. Doch es änderte nichts an der Tatsache, dass er ein paar Sekunden zu spät gekommen war.
Zwar hatte Lana überlebt, doch die tiefen Schnitte, die dieses Wesen ihr zugefügt hatte, hatten unter anderem auch ihren Uterus verletzt, der nun nicht mehr in der Lage war Eizellen aufzunehmen, damit sie sich dort einnisten konnten. Es war ein großer Schock für sie gewesen, als man ihnen mitteilte, dass Lana mit 98%iger Gewissheit keine Babys bekommen könnte. Diese Diagnose hatte ihre Beziehung auf eine harte Probe gestellt, die folgenden Wochen waren die Hölle gewesen. Und die Offenbarung über Clarks Kräfte, und damit verbunden die Information über seine Herkunft, hatten die Sache noch um Einiges komplizierter gemacht. Seine Hoffnung, dass eventuell das Raumschiff Lana heilen würde, da es seiner Mutter ja auch zweimal geholfen hatte, wurde jäh zerschlagen. Aus bisher unerklärlichen Gründen hatte es bei ihr nicht funktioniert und somit die Tatsache, nie zusammen Kinder zu haben, entgültig besiegelt. Und obwohl es zwischenzeitlich ziemlich hoffnungslos für ihre Beziehung aussah, hatte ihre unerschütterliche Liebe für einander diese furchtbare Zeit überstanden und heute erinnerten lediglich drei blasse Narben an Lanas Unterbauch, an diesen schrecklichen Tag.

„Und du bist dir ganz sicher? Es gibt keinen Zweifel?“, vergewisserte sich Clark noch mal.
„Irrtum ausgeschlossen!“, versicherte ihm Lana und strahlte über das ganze Gesicht.
„Oh mein Gott Süße, das ist ja wundervoll!“, Clark fiel ihr überglücklich um den Hals und gab ihr einen innigen Kuss. „Wie lange weißt du es schon?“, fragte er schließlich, nachdem sie sich wieder von einander gelöst hatten.
„Seit knapp zwei Wochen. Tut mir leid, dass ich es dir nicht schon früher gesagt habe, aber ich musste mich nach alldem erstmal selber an den Gedanken gewöhnen.“
„Das verstehe ich doch, Schatz!“ Clark drückte ihr einen weiteren Kuss auf die Lippen. Dann setzte er sich wieder aufrecht hin und sah sie nun etwas ernster an, obwohl ihm das in Anbetracht dieser Neuigkeiten eher schwer fiel.
„Okay, gut ...“ Er räusperte sich kurz. „Ich muss sagen, diese Überraschung ist dir wirklich gelungen und deshalb möchte ich jetzt auch endlich zu meiner kommen, die ich dir eigentlich schon vorhin geben wollte, als du mich durch deine kleine Stunteinlage unterbrochen hast. Zugegeben, sie ist nur halb so schön wie deine und mein Zimmer ist nicht mal annährend so romantisch wie die Wiese hinter dem Haus, aber ich hoffe du verzeihst mir das. Denk aber jetzt bitte nicht, dass ich das jetzt nur tue, weil ich mich dazu verpflichtet fühle. Dieses Baby liefert mir nämlich nur einen weiterer Grund, auf einer langen Liste vieler guter Gründe, dir diese Frage zu stellen.“ Clark rutschte von der Bettkante und kniete sich vor sie, in dem er ein Bein dazu aufstellte. Dann zog er aus seiner Jackentasche, das mit Samt überzogene Herz, klappte es auseinander und zum Vorschein kam ein wunderschöner Ring mit einem Diamanten obendrauf. Schließlich stellte er ihr die Frage - die sechs kleinen Worte - die er schon seit ihrem ersten wirklichen Zusammentreffen auf dem Friedhof in seinem Herzen trug.
„Lana Lang ... willst du mich heiraten?“
Lana wusste nicht wo plötzlich all die Tränen herkamen, die sich nun unweigerlich einen Weg über ihre Wangen bahnten. Aber es konnte eigentlich nur daran liegen, dass dies mit Abstand der schönste Tag in ihrem Leben war.
„Ja, dass würde ich wirklich sehr gern!“, antwortete sie und zog Clark zu sich hoch um ihn zu küssen. Dann tauschte sie ihren Freundschaftsring, den Clark ihr vor drei Jahren am Valentinstag geschenkt hatte, gegen den Verlobungsring und betrachtete ihn glücklich. Schließlich küsste sie Clark noch mal.

Plötzlich klopfte es an der Tür und ein kleiner blonder Lockenkopf erschien im Türspalt.
„Hey Lilly, komm rein Süße!“, forderte Clark das kleine Mädchen auf. Lilly grinste die beiden fröhlich an, rannte dann auf Clark zu und kletterte auf seinen Schoß. Schließlich schlang sie ihre kleinen Ärmchen um seinen Hals und sagte: „Ich hab dich vermisst, Clarki!“ und gab ihm einen Kuss. Clark drückte seine Schwester an sich. „Ich dich auch, mein Engel!“
„Und hattest du Spaß bei Onkel Pete und Tante Chloe?“
„Ja ... wir haben zusammen Kuchen gebacken und wir haben ‚Nemo’ geguckt!“, berichtete sie ganz aufgeregt.
„Und du hattest keine Angst vor dem großen Hai?“, fragte Lana amüsiert.
„Nein! Weil der mag nämlich gar kein Fleisch, der ist nämlich Vegutaner.“
„Achso ein Vegutaner“, grinste Clark.
„Ja.“, nickte Lilly eifrig. „Warum liegt denn Tante Lana im Bett? Ist sie krank?“
„Nein Süße, sie ruht sich nur ein wenig aus. Was hältst du davon, wenn wir ihr eine schöne große Tasse Tee machen?“, beruhigte Clark seine Schwester.
„Au ja. Und sie kann meine Bärchentasse haben, dann geht’s ihr bald wieder besser!“, erklärte Lilly und krabbelte auf des Bett um Lana zu drücken. „Clarki und ich, wir machen dich wieder gesund!“ Schließlich drückte sie Lana einen Kuss auf die Wange.
„Na komm, mein kleiner Wirbelwind, wir lassen Tante Lana mal etwas ausruhen!“
„Ist gut.“ Lilly kletterte auf Clarks Rücken und dieser erhob sich mit ihr.
„Ruh dich aus!“ Clark gab Lana einen Kuss auf die Stirn und verließ dann mit Lilly das Zimmer.

Als die beiden verschwunden waren, stellte Lana ihr Kissen am Kopfende des Bettes auf und lehnte sich zurück. Glücklich betrachtete sie wieder den Ring an ihrem Finger.
„Hast du gehört, Kleines?“, während sie sprach strich sie sich über den Bauch. „Dein Daddy hat mir gerade einen Heiratsantrag gemacht. Jetzt werden wir eine richtige kleine Familie sein.“
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