Herzblut

von Kathyana
GeschichteKrimi, Suspense / P12
Julia Steininger Kai Sturm Sunny Labonne Tom Geiger Wolfgang Abendroth
11.09.2008
25.09.2008
6
4.674
 
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11.09.2008 755
 
Fandom: „Motorrad-Cops – Hart am Limit” & „SoKo Leipzig”
Autorin: Kathyana
Disclaimer: Ich habe keine Rechte an der Serie und verdiene kein Geld damit.
Wichtige Charaktere: Sunny Labonne, Kai Sturm, Tom Geiger, Julia Steininger, Wolfgang Abendroth, Hajo Trautzschke, Jan Maybach, Ina Zimmermann, Miguel Mendez


„Die Motorrad-Cops – Hart am Limit“ & „SoKo LEIPZIG“
- Herzblut -


„Die Chefin erwartet Sie in ihrem Büro, Geiger“, teilte einer der LKA-Beamten dem Anführer des Risk-Teams mit. Verwundert sah Tom seinem Kollegen nach, der sich wieder zurück an seine Arbeit begab, nachdem er diese Information weitergeleitet hatte.
Wenig später betrat Hauptkommissar Geiger den Raum seiner Vorgesetzten. Diese schien gemeinsam mit einem anderen – Tom kannte den Mann nicht – auf ihn zu warten. Sie sah von einigen Unterlagen auf, als er hereinkam.
„Tom, ich möchte Sie mit einem Kollegen aus Leipzig bekannt machen. Das ist Hauptkommissar Hajo Trautzschke.“
Wie es die Höflichkeit gebot, reichten die beiden Polizeibeamten sich die Hände, dann bot Julia Steininger ihrem Mitarbeiter erst einmal einen Stuhl an, ehe sie zu berichten begann.
Aufmerksam blätterte Tom durch die Akte. Es war die eines Verbrechers, dessen Vorstrafenregister ellenlang war: Olaf Nagler. Und eben dieser war es auch, den sie schnellstens finden sollten, teilte Julia Steininger ihm mit, dann mischte sich Hauptkommissar Trautzschke ins Gespräch: „Olaf Nagler hat meinen besten Mann in seiner Gewalt. Frau Steininger meinte, Sie könnten ihn vielleicht kennen. Sein Name ist Jan Maybach. Er hat früher hier in Köln gearbeitet.“
Für einem Moment lang sann Tom nach. Dieser Name kam ihm seltsam bekannt vor. Als er schon nachfragen wollte, um sich klar darüber zu werden, von wem die Rede war, zog Hauptkommissar Hajo Trautzschke eine Fotographie seines Stellvertreters und Freundes hervor und reichte sie Tom.
Scharf sog der Kopf des Risk-Teams die Luft ein, als er Jan erkannte. Sie waren gemeinsam auf der Polizeischule gewesen.
Etwas zögerlich gab Tom das Foto zurück. Seine Reaktion hatte den beiden anderen deutlich gezeigt, dass Jan ihm tatsächlich nicht unbekannt war. Und an seinem Gesichtsausdruck war deutlich zu erkennen, dass er dabei war, wenn es darum ging Oberkommissar Maybach herauszuhauen.
Schnell, aber ohne Hast, klärten sie alle Punkte ab, dann bat Tom seine Vorgesetzte und den Chef des Leipziger SoKo-Teams um die Akte des gesuchten Verbrechers und um das Bild von Jan. Beides wurde ihm widerstandslos ausgehändigt.
Wenig später betrat der Kopf des Risk-Teams das Großraumbüro, das er sich mit Sunny Labonne und Kai Sturm teilte. Abendroth, ein LKA-Mann, der ihnen sehr oft zur Hand ging, saß ebenfalls dort und recherchierte an einem der Computer.
Als Tom hereinkam, sahen die drei auf. Erwartung stand in ihren Gesichtern geschrieben, denn sie hatten sehr wohl mitbekommen, dass ihr Anführer an diesem Morgen bereits bei Julia Steininger hatte antanzen müssen. Und jetzt interessierte es sie natürlich brennend warum.
„’n Morgen, Geiger“, grüßten sie ihn mehrstimmig, ehe Kai die Frage aussprach, die ihnen allen auf der Zunge lag: „Was wollte denn die Steininger schon von dir?“
„Es ging um einen Auftrag“, ließ Tom verlauten, dann hockte er sich auf die Kante seines Schreibtisches und sah seine Teamkollegen nacheinander an. „Ein Kommissar der SoKo-Leipzig befindet sich in der Gewalt dieses Mannes.“ Er reichte die Akte an Kai weiter, der sofort darin zu blättern begann. Sunny und Abendroth kamen heran und sahen ihm dabei über die Schulter.
„Und wir sollen ihn da raus hauen?“ erkundigte Kai sich nach einer Weile bei Tom. Mit ernstem Gesicht nickte der. „Es geht um Oberkommissar Jan Maybach, einen früheren Kollegen von uns. Ich war zusammen mit ihm auf der Polizeischule.“
„Oh, verdammt“, murmelte Sunny leise und senkte den Blick.
„Weiß man, ob er noch am Leben ist?“ erkundigte Kai sich schließlich. Doch anstatt einer Antwort starrte Tom ihn nur entsetzt an. Es war klar, dass er an so etwas gar nicht erst denken wollte.
„Würden wir sonst nach ihm suchen?“ warf Abendroth sofort ein. Kai und Sunny sahen sich viel sagend an.
„Hauptkommissar Trautzschke hat erwähnt, dass sie zuletzt vor fast zwölf Stunden Kontakt mit Nagler hatten. Zu dem Zeitpunkt war Jan noch am Leben“, bemerkte Tom endlich. Es klang wie eine Rechtfertigung. Und keiner konnte Toms Gefühle besser verstehen als Kai, denn er wusste genau was es hieß jemanden zu verlieren und nichts dagegen tun zu können.
„War nur eine Frage“, murmelte Kai entschuldigend.
Tapfer lächelte Tom. Er wusste wie sein Freund und Kollege es gemeint hatte. Trotzdem war das alles andere als leicht für ihn, denn ihm war klar, dass dieser Auftrag auch damit enden konnte, dass sie Jans Leiche fanden.
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